Troesterschaf hat geschrieben:
wer hat denn bisher die Abtreibungen bezahlt? Auch der Staat?
In dem Artikel, über den Du gerade hier diskutierst, steht dazu folgendes drin:
Zitat:
Sollte die Gratispille einen Teil dieser Schwangerschaften verhindern, hätte das auch ökonomisch positive Effekte - schließlich übernimmt der Staat die Abtreibungskosten von Hartz-IV-Empfängerinnen von etwa 400 Euro pro Eingriff.

Und ja, ich bin durchaus der Meinung, dass ein _ausreichender_ Betrag für Verhütung im Existenzminimum nicht vorgesehen ist, und dass Verhütung jedem zugänglich sein sollte.
Und solange nicht jedem Arbeitslosen eine Arbeitsstelle angeboten werden kann, möchte ich ehrlich gesagt auch gar keine Diskussion darüber führen, ob die Leute es sich verdient oder nicht verdient haben oder ob sie faul sind oder sich genug anstrengen oder ob sich Püppi mehr anstrengt und trotzdem nicht viel mehr Geld hat usw. Die Jobs sind schlicht nicht da, damit müssen wir leben, wir werden einen Anteil an Bevölkerung haben, der so oder so keinen Job finden wird, und diese Leute sollen _wenigstens_ das Minimum für ein menschenwürdiges Leben zur Verfügung haben, denn es ist nicht ihre persönliche Schuld, dass in unserem momentanem System weniger Arbeitskräfte benötigt werden, als verfügbar sind. Wer meint, er wäre mit HartzIV besser dran, soll doch einfach kündigen, und in Saus und Braus vom Hartz IV leben, aber wirklich.