Danke, Lottchen und Reblaus.
Ich war grad beim Arzt. Er meinte, die Garantie gilt nur für die 6 Wochen nach der Einlage, aber er könnte mir preislich entgegenkommen, sodass ich die Materialkosten und nur die Hälfte der Einlegekosten (die ja den Großteil des Gesamtpreises ausmachen) zahlen müsste.
Allerdings rät er mir nun eher zur Goldlily... Ich war ja, bevor ich mich für die Gynefix entschieden hatte, auch am Überlegen, ob es nicht vielleicht die Goldlily werden soll.

Der ausschlagebende Punkt, weshalb ich mich dann für die Gynefix entschied, war der, dass diese eben fest verankert ist und nicht unbemerkt verrutschen kann. Bei einer Spirale hätte ich immer ein wenig Bedenken, ob sie nicht ohne mein Wissen verrutscht, und ich dann ahnungslos weiter

, obwohl ich nicht mehr geschützt bin.
Der Arzt meinte daraufhin, dass bei den ca. 150 Gynefix, die er bis jetzt gelegt hat, schon mehrere dabei sind, bei denen sie relativ schnell wieder rauskam, aber bei den Goldlilies, die er bis dato gelegt hat, sei noch keine einzige verloren gegangen oder verrutscht. Bei den von seiner Vorgängerin gelegten Gynefix' sind übrigens bereits zwei Schwangerschaften mit Kette aufgetreten.

Jedenfalls ist gesamte Praxis wohl der Goldily gegenüber positiver eingestellt als der Gynefix, da die Patientinnenerfahrungen auf Seiten der Goldlily durchweg besser sind. Allerdings muss man dabei erwähnen, dass er bis jetzt auch nur ca. 50 Goldlilies gelegt hat, somit kann man es rein statistisch nicht wirklich gut vergleichen.

Ich habe mir nun mal ein Rezept für die Goldlily mitgeben lassen, dass ich in der Apotheke einlösen kann, sollte ich mich für die GL entscheiden. Die Gynefix hat er immer da, d.h. ich kann mich jetzt im Laufe dieses Zyklus' entscheiden, welches IUP ich haben möchte und dann einfach kurz vorher bescheid geben, wenn ich meine Mens erwarte.
Er wollte dann noch die Vorsorgeuntersuchung machen, da meine letzte auch schon etwas länger zurückliegt und ich ja für die Einlage eines IUP einen aktuellen Abstrich benötige, aber aufgrund der momentanen Blutungsstärke konnte er die Untersuchung nicht durchführen - ich blute tatsächlich wie ein abgestochenes Schwein.

Und ich trau mich im Moment nicht mal, den Cup oder Tampons zu verwenden, weil ich Angst habe, dass durch die Abstoßung der Kette dort eh schon alles so gereizt ist, dass ich nichts Fremdes einführen möchte...
Ach ja, Stichwort Cup: Natürlich plagen mich jetzt Gedanken, ob nicht vielleicht doch die Tassenbenutzung dazu geführt haben könnte, dass die Kette abgegangen ist...

Ich bin mir sicher, dass der Unterdruck nicht ausreicht, um die Kette zu lösen - dafür ist er nicht stark genug. Aber wobei ich mir nicht so sicher bin, ist die Frage, ob ich nicht vielleicht doch unabsichtlich und unbemerkt den Faden beim Rausziehen des Cups mitgegriffen haben könnte (ich drücke die Tasse am unteren Ende zusammen und ziehe sie dann raus, und da mein Faden sehr lang war, könnte es vielleicht sein, dass er bis auf den Tassenboden runterhing und ich ihn durch die Wände der Tasse beim Zusammendrücken eingeklemmt habe).

Ach, ich weiß auch nicht.
