Ich wollt ja auch noch mal meine Mirena Erlebnisse schildern... (sofern es jemand lesen will

).
Ich hatte mir vor Jahren schon mal überlegt, mir eine Hormonspirale legen zu lassen, aber mir fehlte immer das passende Kleingeld...
Bis ich im März diesen Jahres das passende Kleingeld zusammen hatte. Da ich sowieso total pillenmüde war und gerade die letzte Packung aufgebraucht hatte, wollte ich sie mir dann endlich legen lassen... Mein Gyn war natürlich Feuer und Flamme

Ich fragte ihn noch, ob es denn für Frauen ohne Kinder zu empfehlen sei. Er natürlich: Jaja, das sei kein Problem...
Nun gut, ich hatte zwar ein komisches Gefühl, aber hab dann die Spirale in der Apo gekauft und bin damit zum vereinbarten Termin erschienen...
Ich saß also auf dem Stuhl, er erstmal Ultraschall gemacht und dann angefangen... Mir wird heut noch schlecht wenn ich daran denke

Ich bin vor Schmerz kurz vor einer Ohnmacht gewesen, es wurd alles schwarz vor Augen und ich hab geschrien wie am Spieß...Irgendwie haben sie mich dann wieder vom Stuhl bugsiert und auf eine Liege gelegt, die Schmerzen waren immer noch unerträglich. Mit Mühe und Not haben mich mein Freund und die Arzthelferin ins Auto gebracht, mir gings so schlecht dass ich nicht mal zahlen konnte.
Die Fahrt war echt die Hölle, jede kleine Bodenwelle hat noch mehr Schmerzen verursacht. Irgendwann saß ich dann mit Wärmflasche auf der Couch und hab die nächsten drei Stunden versucht die Schmerzen zu ertragen.
Am nächsten Tag war es dann tatsächlich erstmal besser. Ich dachte ich hätte es überstanden, aber nachmittags auf Arbeit gingen die Krämpfe wieder los.
Das WE drauf (das Einsetzen war Donnerstag Abends), hab ich mit weiteren Krämpfen verbracht. Am Montag war ich nochmal bei meinem Gyn, der nen Ultraschall machte und meinte es läge alles richtig, ich solle abwarten und noch ne Diclac Tablette nehmen (die halfen aber nicht). Am Dienstag mittag dann war es so unerträglich (mit Schweissausbrüchen und Krämpfen), dass ich in die gynäkologische Notaufnahme gefahren bin (mein Gyn hatte dann Urlaub), dort hat mich eine sehr robust aussehende Ärztin untersucht. Die machte dann nur nen Ultraschall und meinte es läge alles richtig, es könne sein dass mein Körper den Fremdkörper versucht abzustoßen, dann müsste sie wieder raus. Naja, sie mir Buscopan gegen die Krämpfe verschrieben. Die halfen allerdings auch nicht.
Ich war dann nochmal in der Notaufnahme, wo die mich dann angefahren hat, entweder sie machts jetzt sofort raus, oder ich soll sie drin lassen... Ich wollte sie nur mit Narkose raus haben, fuhr sie mich an, dass das ja überhaupt nicht nötig sei!
Allein bei dem Gedanken dass ich wieder auf den Gyn Stuhl muss und mir jemand an meinem von Krämpfen geplagten Unterleib rummacht, wurd mir ganz schlecht. Ich bin dann also wieder gegangen und zu meiner Hausärztin gefahren... ich wußte dass sie das nicht gut finden würde, aber mich wenigstens ernst nehmen würde. Sie war natürlich erwartungsgemäß entsetzt, aber hat mir zumindest mal Blut abgenommen um zu schauen ob ich ne Entzündung habe (nach einer Woche ununterbrochener Krämpfe).
So war es dann natürlich auch...Den Rest der Woche war ich ja schon krank geschrieben, also hab ich mit Mühe und Not nen Termin bei dem Gyn meiner Kollegin bekommen. Der stellte bei der bloßen Untersuchung mit den Augen schon fest, dass alles entzündet war. Er meinte auch er hätte mir die Mirena nicht eingesetzt, weil die zu groß für mich sei. Im Gegensatz zu Kupferspiralen die es in zwei Größen gibt, gibts die nur in einer größe...
Sie blieb also erstmal drin und er gab mir was gegen die Entzündung... So allmählich gingen die Krämpfe auch weg. Ich war etwas erleichtert. Als ich dann wieder zur Arbeit ging hatte ich permanent ein Ziehen im Rücken (das hatte ich zuletzt mit 14 oder so) und irgendwann bemerkte ich, dass meine Brustwarzen extrem empfindlich waren. Ich konnte kaum noch ein T-Shirt anziehen
Da hab ich dann beschlossen dass das Ding raus muss...Ich ging also zu meinem neuen Gyn (der alte sieht mich nie wieder

) und wollte dass er mir die unter Narkose zieht. Das wollte er zuerst nicht, sondern weil er den Faden nicht sehen konnte, mit einer Zange rausholen

er hätte also wieder durch den Zervix gemusst, was mir ja so weh getan hatte beim einsetzen...
Gott sei Dank konnte ich ihn dazu bewegen sie mir unter Narkose rauszuholen... Ich hatte also den Termin in der nächsten Woche. Nach der Narkose war ich total erleichtert, dass sie endlich draußen war, ich fühlte mich auch irgendwie leichter

Es kam mir nur etwas komisch vor, dass es länger gedauert hatte als ich dachte...
Bei der Nachuntersuchung eine Woche später wußte ich auch warum: Das Teil hatte sich gedreht und lag mit den Armen an der Zervix...

Mein neuer Gyn meinte, ohne Spezialwerkzeug hätte er sie nie rausgekriegt, und man hätte es in jedem Fall unter Narkose wieder rausmachen müssen, weil er ziemlich danach "angeln" musste.....
Ich bin ja so heilfroh dass ich dieses Teil los bin
Sorry dass der Text jetz so lang geworden ist

Aber ich glaube es hat gut getan das mal aufzuschreiben...
