Mietze hat geschrieben:
was verstehst du denn unter freestyle und ungenau?
Wäre auch meine Frage

Ich werte schon mal nicht nach sensiplan aus, wenn es anders nicht geht - wenn mir also wegen Krankheit oder sonstwas Werte fehlen zum beispiel. Solange das Tieflagen- und Hochlagenniveau passt, werte ich auch mit weniger als 6 tiefen Werten aus - meist habe ich dann aber auch MM und SH beobachtet und einen LH-Peak zum fraglichen Zeitpunkt festgestellt, habe dann also dennoch mehrere Zeichen zur Absicherung. Davon abgesehen heisst ausgewertet nicht zwangsweise, dass ich sofort ungeschützt in die Kiste hüpfe

Die fehlenden Werte kommen natürlich auch daher, dass ich in der unfruchtbaren Zeit nicht messe - das werde ich so beibehalten, auf die Gefahr hin dass ich öfter mal nicht genug Werte beisammen habe - das Bimmeln des Weckers und das Messen während mein Sohn wach wird und ich eigentlich dringend aufs Klo muss nervt nämlich tooootal, ich mach es nicht öfter als unbedingt sein muss, eher würde ich momentan auf NFP verzichten als mich in der unfruchtbaren Zeit mit weitermessen stressen.
Und Sensiplan in Ehren, aber ich werte auch nach Döring aus, weil die Sicherheit da ähnlich ist und mein SH gelegentlich sehr spät kommt. Ist ja nicht unsicherer, und sensiplan ist keine Religion.
Was ich durchaus gegen sensiplan-Regeln und mit etwas erhöhtem Risiko mache, ist das BIP am Zyklusanfang. Ich habe dank -8 jetzt 10 Tage frei, und da sehe schon mal Minimengen von etwas, was bei viel Glück und genauster Untersuchung nach sensiplan ein S hergeben könnte, qualitativ aber meilenweit von meinem eigentlichen S entfernt ist und sehr genau dem s als basic infertile pattern bei TCOYF entspricht. Das ignoriere ich dann und gebe mir dennoch frei, bis sich anständiges zweifelsfreies S zeigt

Muss aber dazu sagen, dass ich in meinem ganzen Leben bisher (und ich bin 35) noch keinen Zyklus kürzer als 29 Tage hatte, also die Gefahr hält sich meiner Meinung nach in Grenzen.
Ich seh es so, dass jede Methode ihre Risiken hat, und bin nur dann bereit nfp zu betreiben, wenn es mir entsprechend viel freie Zeit gibt, sonst kann ich es mir schenken. PI von 0 gibt es nicht (OK, dauerenthaltsamkeit), und kleiner 1 gäbe es bestimmt wenn ich strenger wäre, ich komme zur Zeit aber auch mit etwas höherem PI gut aus und finde dieses Risiko in angemessenem Verhältnis zum Nutzen (freie Zeit) und Aufwand.
Wobei eine Schwangerschaft jetzt unerwünscht, aber nicht wirklich schlimm wäre. Müsste ich sehr wirksam verhüten, würde ich die Regeln vermutlich genauer handhaben. Aber letztlich haben Kondome oder Dia ja auch keinen PI von unter 1, also ich finde man sollte das in Relation sehen. Wenn ich den PI von vielleicht 3 auf 1 verbessern kann, dafür kaum noch frei habe, mache ich es einfach nicht
