Ich hatte das mal ausgerechnet, da in der Fachinfo der Mirena auch Angaben zum Blutspiegel waren.
Es ist schwer, hier Vergleiche anzustellen, denn es gibt keine reinen Levonorgestrel-Pillen zur Verhütung, nur die Mirena. Es gibt zwar 2 Pillen, diese sind aber entweder PD oder leiten den Abort ein, mit diesen Dosen kann man die Mirena also nicht vergleichen.
Einige Mikropillen haben neben Ethinylestradiol auch Levonorgestrel drinnen. Das Levonorgestrel in diesen Präparaten erreicht eine
maximale Konzentration von ca 6ng/ml Serumkonzentration (defacto 30x höher als die Mirena). Diese hält aber nicht lange an, sie wird schnell abgebaut und das Levonorgestrel ausgeschieden.
Unter der Mirena hat man (je nach Liegedauer) zwischen 210 und 150 pg/ml Serumkonzentration,
dies aber die gesamte Zeit.
Rechnet man dieses gegeneinander auf, ist die Mikropille im Schnitt nicht so viel höher als die Mirena, was den Serumspiegel angeht.
Aber Ärzte denken da natürlich nicht nach, sondern hören dem Pharmavertreter einfach zu, damit er schnell wieder geht.
Die Hauptwirkung wird lokal erzeugt, aber natürlich geht auch Gestagen über die Schleimhäute direkt ins Blut, siehe Serumkonzentration oben (ab und zu habe ich den Eindruck, es gibt Ärzte, die sind zu bescheuert, Pharmakologie zu kapieren

).
Daher die systemischen NW.
Da aber das Gestagen die Bildung des FSH nicht unterdrückt wie das Östrogen der Mikropillen, sollte die Östrogenproduktion des Körpers nicht so stark gestört sein, wie unter der Mikropille.
Ich brauche dir natürlich nicht zu sagen, dass ich deiner Freundin empfehlen würde, abzusetzen.
Alle Infos, die ich hier präsentiert habe, stammen aus den jeweiligen herstellerinfos (Mirena, Monostep)