Erdbeerchen hat geschrieben:
Wo ihr gerade darüber redet, dass manche Apotheker gezielt Prodkute eines bestimmten Herstellers verkaufen...
Stimmt es, dass es Verträge zwischen Krankenkassen und Pharmafirmen gibt, nach denen z.B. Krankenkasse 1 nur die Kosten von Medis der Firma A übernimmt und Krankenkasse 2 nur die von Firma B und der Patient das Mittel komplett selbst bezahlen müsste, wenn er eins von Firma C möchte?

Ja, das stimmt-und das ist zZt das größte Ärgernis in den Apotheken überhaupt. denn diese Verträge ändern sich bei einigen Kassen im 4 wöchentlichen Rhythmus, teilweise sind die Verträge mit Firmen in Israel, Irland oder was weiß ich. Natürlich kann der Apotheker nicht alle 4 Wochen einen kompletten Lagerwechsel machen-das heißt, er muss die Medis bestellen-ärgerlich für die Kunden, die beschweren sich dann natürlich.
Dann sind die Medis oft nicht lieferbar-dh man muss versuchen asuzutauschen-das erkennen einige Kassen wieder nicht an und der Apotheker bleibt auf den Kosten sitzen.
Zusätzlich kommt hinzu, dass der Körper sich an tägliche Medikamente gewöhnt-denn selbst wenn die Wirkstoffe gleich sind, kann die Art, wie der Körper sie aufnimmt unterschiedlich sein, da die Wirkstoffe in der Tablette unterschiedlich "verpackt" sind mit anderen, sogenannten "Hilfsstoffen".
Besonders bei Schilddrüsenmedis oder Herzmedikamenten ist das problematisch. Gerade bei Senioren ist der Stoffwechsel etwas anders-hier kann es, wenn alle 4 Wochen ein anderes Präparat genommen wird, zu ernsthaften Problemen mit dem Blutdruck kommen.
Wenn du also ein bestimmtes verschreibungspflichtiges Präparat möchtest, muss dein Arzt das "aut idem" Kreuz setzen und vor der KK begründen, warum du nur dieses Medi bekommen kannst-das ist auch nicht ohne.
Oder du bekommst ein Privatrezept-das zahlst du dann komplett selbst.