mein freund und ich haben den film gestern zusammen angeschaut:
mir hat er total gut gefallen, aber das liegt auch daran, dass ich die mädels den personen hier im forum zuordnen konnte. und ich hab mich tierisch gefreut, dass ein foto und eine kurve von mir im film drin war (ja, manchmal bin ich leicht zu begeistern

). die hier oft kritisierte "frontalaufnahme" hat mir persönlich sogar sehr gut gefallen, weil es von der bildaufteilung her immer sehr stimmig war (1/3 gesicht, 2/3 "daneben" ). wenns mittig gesetzt gewesen wäre, hätte ich die aufnahme für plump empfunden, aber so...

. die tanzszenen habe ich auch sehr gut gefunden.
ich versuche jetzt auch noch ungefähr, die meinung meines liebsten wiederzugeben. ihm hat der film auch sehr gut gefallen (er war vorher sehr skeptisch, was die methode anging). er hat es als etwas "missionierend" empfunden (insbesondere die ärztin), der arzt hingegen war ihm sehr symphatisch. was ihn etwas gestört hat: nfp wird im film als das "allheilmittel" propagiert (zumindest für jemanden, der sich vorher noch nicht mit nfp auseinander gesetzt hat). die frau hat keine lust - macht nfp. die frau hat kopfschmerzen - macht nfp. was ihm definitiv gefehlt hat, war, dass man auch herausstreicht, dass nfp nicht "safer sex" ist (also nicht vor geschlechtskrankheiten und hiv schützt).
gestört hat ihn auch die aussage von dem jungen mädel (sorry, hab mir den namen nicht gemerkt), dass sie findet, dass die pille für die frau keine befreiung war. er hat dazu gemeint: "grad in der zeit, als die pille rauskam, war es eine befreiung, weil die frau zum esten mal ein zuverlässiges mittel in der hand hatte, um aktiv zu beeinflussen, dass sie nicht schwanger wird. man muss auch berücksichtigen, dass es in den 60er jahren den glauben an die allmacht der medizin gab, und dass die pille für die damaligen verhältnisse wirklich revolutionär war. denn in der generation vor uns konnte die frau auch nicht immer bestimmen, ob sie gerade sex möchte oder nicht - und wenn sie gegen ihren willen sex hatte, wusste sie wenigstens, dass sie davon nicht schwanger wird".
was ihm definitiv sauer aufgestoßen ist, war die schlussmeldung von der ärztin, dass sie sich eine marketingkampagne für nfp und einen fetzigeren namen wünscht. da hat er gemeint "marketing impliziert wieder, dass die meinung der bevölkerung dahingehend manipuliert werden soll". informieren ja - aber der frau dann die wahlmöglichkeit lassen.
sein fazit: sehr informativ, gut gemacht, eben ein bissl missionarisch. und er belächelt mich jetzt nicht mehr deswegen, dass ich nfp mache.
dickes lob an das team! und ein ganz großes kompliment an alle frauen, die sich vor die kamera gewagt haben

- ihr wart alle supertoll! und mir ist keine von den frauen als besonders "alternativ" und "öko" rübergekommen, im gegenteil, es waren alle frauen wie du und ich, mit denen ich mich identifizieren kann.