Erstmal danke an euch alle für die vielen lieben Worte und Aufmunterungsversuche
Ganz überraschend kommt das ja nicht, immerhin hab ich mich schon fast zwei Wochen mit dem Gedanken rumgeschlagen, dass was passiert sein könnte.
Trotzdem steh ich seit dem positiven Test total neben mir und erwarte immer noch jeden Moment, aufzuwachen und das ganze war nur ein böser Traum...
In jedem Fall hilft es mir sehr, zu hören, dass ich nichts (gravierendes) falsch gemacht habe. Mehr Misstrauen der Kurve gegenüber, das lass ich gelten, aber wenn ich keine schlimmen Fehler gemacht hab, ist das schon mal sehr gut. Vorwürfe mach ich mir eh ohne Ende.
Ich bezahl gerade für drei wunderschöne pillenfreie Monate mit der schwersten Enscheidung meines Lebens
Ich bin keine absolute Abtreibungsgegnerin, sondern finde es grundsätzlich gut, dass man hier die Wahl hat. Für mich selber hatte ich einen Schwangerschaftsabbruch aber immer und seit jeher ausgeschlossen.
Und jetzt weiß ich gar nichts mehr. Ich kann mir nicht vorstellen, abzutreiben und genauso wenig kann ich mir zum jetzigen Zeitpunkt vorstellen, das Kind zu bekommen.
Für mich würde ab April ein Praktikum anstehen, dass ich schwanger auf keinen Fall machen kann. Ich müsste das um ein Jahr verschieben, was an und für sich auch noch nicht das Problem wäre. Ärgerlich zwar, denn ich bin schon 27 und würde langsam gerne mal fertig werden, aber kein Weltuntergang.
Viel schlimmer ist, dass ich ab Herbst (bzw. dann halt ab Herbst 2010), nach dem Praktikum eben, wieder für zwei Jahre an der FH wäre - die 250km entfernt ist. Dort komplett allein Studium und Kind gebacken zu bekommen, traue ich mir nicht zu. Die Alternative, ein Einjähriges unter der Woche beim (ebenfalls studierenden) Papa, den Omas, Uromas und Tanten zu lassen, erscheint mir auch grausam. Für mich vielleicht mehr als für das Kind.
Der werdende Papa traut sich in dieser Hinsicht grad mal gar nichts zu - ich hoff aber, das liegt noch ein bisschen am Schock. Denn eigentlich ist sein geplantes PH-Studium ziemlich kinderfreundlich.Montag schau ich, dass ich schnell einen Termin bei ProFamilia oder dem Diakonischen Werk bekomme - weiß jemand, ob die wirklich ähnlich wertneutral beraten?
Einen guten, vielleicht sogar NFP-erfahrenen
Doc im Raum HD/MA/LU/KA such ich noch. Mein "alter" Gyn war für Pillenrezepte und simple Vorsorgeuntersuchungen okay, aber wenn es wirklich ans Eingemachte geht, will ich einen, der auf einem weniger hohen Ross sitzt und seine Patientinnen ernst nimmt
