Ja, mußte auch über einige der Beiträge in diesem Thread schmunzeln. Und natürlich habe ich mich in einigen Sätzen auch wiedererkannt
Wie war das denn damals bei mir (liegt ja schon Jahrhunderte zurück

)? Auf jeden Fall war es nach meinem 14. Lebensjahr irgendwann Anfang der 80er Jahre. In dem Alter ist frau ja schon aufgeklärt und weiß, was sie erwartet. Es ist halt nur eine Frage der Zeit.
An einem Sommertag war ich bei einer Freundin zum Geburtstag eingeladen und wir zogen zu ihrem Wochenendhaus. Da bemerkte ich, daß etwas anders war als sonst. Beim Gang auf die Toilette sah ich dann etwas bräunliches auf weißer Baumwolle und wußte, daß es soweit war.
Da ich bereits schon einige Tage zuvor mit diesem Weißfluß anfing, war ich auf alles vorbereitet und hatte so eine dünne Binde zur Hand (die war mal als Warenprobe in unserem Briefkasten gelandet und ich hatte sie gleich beschlagnahmt, statt sie in den Müll zu werfen

).
Ja, meine erste Mens dauerte nur drei Tage (und dann auch nur so braunes Zeug). Und mir war von Anfang an klar, daß ich nicht dauerhaft diese Binden (auch wenn es so ein flaches Modell war) benutzen wollte. Denn aus dem Windelalter war ich schon lange raus. Ich war ja auch schon über Tampons informiert und kaufte mir dann (wahrscheinlich mit hochrotem Kopf und zig Runden um das Damenhygieneregal kreisend) eine Packung ob-mini. Denn die sollten ja angeblich auch bei jungen Mädchen passen (auch so ein Wissen aus dem Sexualunterricht - genauso wie das Überziehen von Kondomen auf Salatgurken

).
Ich hatte auch keine Probleme mit dem Einführen der Dinger. Schnell fand ich die richtige Position für mich heraus - und flutsch, schon war er drin. Manchmal frag ich mich, ob ich zu der Zeit trotz Junfgräulichkeit überhaupt ein Hymen hatte, wenn ich so lese, welche Probleme manche Mädchen mit dem Einführen haben (und ich bin wirklich eng). Vielleicht habe ich das Hymen dabei auch durchstoßen, denn bei meiner Entjungferung war da nicht viel zu spüren.
Mit meiner Ma hab ich nie über die Mens gesprochen. Dadurch, daß sie aufgrund ihrer OPs keine Mens mehr hatte, gab es auch keine Binden oder Tampons in unserem Haushalt. Ich hielt meine Ma nicht für den richtigen Ansprechpartner, weil sie ja selbst keine Mens hatte und in meinen Augen nicht nachempfinden konnte, wie das für mich ist (Blödsinn, denn sie hatte bis zu ihren OPs ja auch Blutungen gehabt. Sonst gäb es mich ja nicht).
Außerdem war es mir peinlich, mit ihr darüber zu sprechen. Sie hat nur irgendwann mal was gesagt, als mal wieder was in die weiße Baumwolle ging, weil meine Mens mich oft überraschte. Da dachte ich nur, ob sie denn glaubt, daß mein Körper eine Maschine ist und immer auf die Minute genau funktioniert.
Meine Mens war für mich immer schlimm, denn im Laufe der ersten beiden Jahre stellten sich horrende Schmerzen ein. Da war auch keinerlei Sport möglich. Ich lag manchmal gekrümmt wie ein Wurm auf dem Boden und wimmerte wie ein getretener Hund. Ich pumpte mich dann voll mit Schmerzmitteln und hoffte auf Linderung. Und dann wurde die Mens auch immer stärker, so daß ich den Tampon schon nach knapp drei Stunden wechseln mußte.
Tja, und heute? Seit ein paar Monaten ist meine Mens schwächer geworden und auch bei weitem nicht mehr so schmerzhaft. Das sind wahrscheinlich die Vorboten der nächsten Stufe - nämlich des Klimakteriums. Aber davon seid Ihr "jungen Hüpfer" zum Glück noch weit entfernt. Obwohl ich sagen muß, daß ich mich jetzt deutlich besser fühle, als wenn ich alle vier Wochen mindestens einen Tag lang nur funktioniere und zu sonst nichts zu gebrauchen bin.