Also ich denke mal, das Glycerin ist der Hauptschuldige. Ist ja auch Hauptbestandteil von Gleitgelen und bei diesen werben die Hersteller oft damit, dass es beim Kontakt mit Feuchtigkeit "noch feuchter" wird. Das ist einfach das Glycerin, das die "natürliche" Feuchtigkeit aufnimmt und so verhindert, dass sie zu schnell wegtrocknet.
Wäre mal interessant zu wissen, ob man so ein Gel nicht auch ohne Glycerin machen könnte. Wichtig ist ja eigentlich nur der pH-Wert und eine stabile Gelstruktur auch unter thermischer und mechanischer Belastung
Warum aber bei den Zäpfchen ein ähnlicher Effekt auftritt, weiß ich nicht so genau. Ich habe mal gegoogelt, aus was die Dinger eigentlich bestehen. Im Prinzip sind es getrocknete Bakterien, mit Hilfe von Hartfett in Form gebracht und haltbar gemacht. Der Trocknungsgrad der Bakterien geht natürlich nur so weit, dass sie noch nicht tot sind, aber auch nicht mehr aktiv. In der Körperwärme löst sich das Zäpfchen wohl auf, die Bakterien finden optimale Bedingungen (Feuchtigkeit und 36-37 °C) und fangen an, zu arbeiten, sprich Vermehrung und Milchsäureproduktion.
Die Auslöser für den Zäpfchen-Sabberfaktor

sind also wahrscheinlich zum einen das Fett, wenn auch in geringem Ausmaß, und zum anderen wieder osmotische Effekte durch die Milchsäure. Außerdem kann ich mir vorstellen, dass die getrockneten Bakterien durchaus Wasser ziehen, sobald die schützende Fetthülle weg bricht.
Ist aber nur eine Theorie, ohne Garantie auf Richtigkeit.
LG
Setareh