Ich habe noch eine Empfehlung für
Zürich (Schweiz): Das Frauenambulatorium.
Das Haus ist im Kreis 4, mit "autonomes Frauenzentrum" angeschrieben, auf der Treppe steht fett "Kein Zutritt für Männer". Alles klar?
Bis vor kurzem wurde das Haus von den verschiedensten Frauenrechts- und Lesbengruppen genutzt, seit 2006 sind aber zumindest in der Praxis Männer erlaubt.
Im Wartezimmer hat es Broschüren und Bücher über Feminismus, Diaphragmen, den NuvaRing, NFP, das Frauenhaus, etc. Ich bekam einen Fragebogen, wo so die üblichen Dinge (Zykluslänge, Verhütungsmethode, ...) gefragt wurden und einen Becher für eine Urinprobe. (Habe leider vergessen zu fragen, was sie da genau testen wollten.) Die Arztgehilfin war auch sehr nett und man ist sofort mit allen inkl. FÄ per du. Die Praxis ist in einer "normalen" Wohnung, d. h. das Labor ist z. B. in der Küche. Das Untersuchungszimmer ist auch überhaupt nicht FA-mässig. Statt diesem komischen Stuhl hat es ein hohes Bett, bei dem unten so zwei Fussteile aufgeklappt werden können.
Da ich zum Diaphragma anpassen hinging, drehte sich die Konsultation vor allem darum. Die Ärztin war freundlich und ich empfand sie als vorsichtig (aber ich bin da wohl auch kein Massstab...

).
Über NFP haben wir nicht gesprochen, aber so wie ich sie verstanden habe, akzeptiert sie einfach die Entscheidung der betroffenen Frau.
Sie liess mir genügend Zeit um mit dem Diaphragma zu üben und ich durfte das Probedia zum weiterprobieren nach Hause nehmen. Den Sitz nochmals prüfen und die definitive Grösse verschreiben will sie mir bei der Kontrolle in spätestens drei Monaten. Bei Fragen könnte ich sie jederzeit anrufen.
Mir hat die Praxis gefallen, gerade weil es nicht so typisch kalt und "weiss" war. Von mir also:
Edita meint: Scheinbar war eine Kollegin von mir überhaupt nicht glücklich mit ihr... Warum genau, muss ich noch nachfragen...
