So, hier ist mein Erfahrungsbericht zu meinen beiden Damen im Vergleich,
der Ladycup und
der Divacup (beides die kleineren Größen):
Es sind beide Cups sehr gut vergleichbar, da beide ein ähnlich weiches Material haben. Ich finde sogar, sie fühlen sich gleich an (nur optisch sehen sie anders aus).
Der preisliche Unterschied zwischen Ladycup und Divacup fällt sehr positiv auf. Der Divacup kostet € 31,95 (exklusive Versand), der Ladycup € 17,90 (exklusive Versand). Ich beim Auspacken des Ladycups sehr von der kleinen Größe überrascht. Er ist deutlich kleiner als der kleine Divacup:
Die Anwendung:
Der Divacup hat ein durch und durch weiches Material, weshalb das Aufploppen manchen Schwierigkeiten bereitet. Doch wenn man den Dreh mal raus hat, ist das gar kein Problem mehr und gerade das Zusammenfalten und auch Einführen gestaltet sich deshalb angenehmer und der Cup ploppt auch nicht zu schnell auf. Der Ladycup hingegen hat zwar auch ein ähnlich weiches Material, nur mit dem Unterschied, dass die Kerbe (oben bei der Öffnung) wesentlich stabiler und härter ist. Ab der Bauchmitte wird er wieder weicher. Das bedeutet für die Anwendung, dass der Ladycup nach dem Einführen leich aufploppt, wesentlich leichter als der Divacup. Wenn man also den Divacup manchmal nicht zum Aufploppen bringt, dann wird man mit dem Ladycup garantiert keine Probleme haben. Ich war erstaunt, wie leicht das ging.
Ein weiterer Unterschied besteht in den Löchern. Die meisten Cups (Mooncup, Divacup etc.) haben sehr kleine Löcher, weshalb diese auch schwieriger zu reinigen sind. Beim Ladycup fallen die Löcher wesentlich größer aus und verstopfen sie mit Schleim oder Blut, braucht man nur den Wasserstrahl nach innen richten und die Löcher sind wieder rein - ohne zusätzliche Reinigungsutensilien, damit man die Löcher wirklich sauber bekommt.
Hier kann man die unterschiedlichen Lochgrößen erkennen:
Das Entfernen des Ladycups funktioniert ähnlich leicht wie das Entfernen des Divacups. Die Noppen sind leicht zu fassen und dadurch lässt sich der Cup relativ problemlos zusammendrücken und heraus ziehen - oder man lässt einfach den Stiel dran und entfernt ihn damit (ich werde den Stiel auf jeden Fall kürzen). Beim Divacup rutscht man durch die Rillen sicherlich etwas weniger leicht ab als mit den Noppen des Ladycup, aber das ist meiner Meinung nach nur eine Nuance besser und mit etwas Übung klappt es nach einigen Malen auch recht gut.
Fassungsvermögen:
Da bin ich noch etwas skeptisch, aber das liegt einfach daran, dass für mich der Ladycup wirklich deutlich kleiner wirkt als der Divacup. Beide fassen dennoch gleich viel (Divacup 20 ml, Ladycup 15,5 ml). Ich habe deshalb mal beide befüllt und den Vergleich angstellt.
Wenn man den Ladycup bis zu den unteren Löchern anfüllt (und nicht bis zu den oberen), dann bekommt man doch etwas weniger Fassungsvermögen als beim Divacup. In etwa wird der kleine Ladycup bis zu den unteren Löchern 13 ml fassen. Bis zu den oberen Löchern würde ich den Cup nicht volllaufen lassen, weil damit die Flüssigkeit sicherlich im Laufe des Tragens bei den unteren Löchern wieder heraus treten würde (die Löcher sind etwas versetzt, weshalb der Cup so etwas weniger fassen kann). Ich bin gespannt, ob ich den Ladycup ungefähr gleich oft wechseln kann oder ob es häufiger sein muss.
Das ist für mich auch der Punkteabzug an dem Produkt, einfach weil er so etwas weniger Fassungsvermögen hat. Aber dem kann man auf jeden Fall entgehen, wenn man den größeren Ladycup wählt. Dieser kann deutlich mehr fassen! (ich habe einfach nur die kleinere Größe gewählt, weil mir das Längenverhältnis zum kleinen Divacup sonst zu minimal ausgefallen wäre)
Fazit:
Ich bin sehr positiv vom Ladycup überrascht und finde, dass er leichter zu handhaben ist (was das Einführen/Aufploppen betrifft) und sich auch besser anpasst als der Divacup (auch weil es keine Längenprobleme geben sollte wie das bei manchen Frauen mit dem Divacup ist). Auch der Umfang der Öffnung ist nicht so "weit" wie beim Divacup, weshalb der Ladycup bei mehrmaligem Entfernen auch weniger aufscheuert bzw. sich unangenehm anfühlt (das Problem habe ich gelegentlich mit dem Divacup). Die Materialbeschaffenheit ist ähnlich, nur durch das durchsichtige und glatte Material wirkt der Ladycup sauberer. Ob das Material auch im Laufe der Zeit reiner und weniger verschmutzt wirkt (so wie die Cups mit der Zeit leichte Schlieren bekommen), wird sich noch zeigen.
Ich hoffe, euch hat mein Bericht geholfen, um eine Entscheidung für oder gegen den Ladycup zu treffen
