Ich möchte mal diesen Thread reaktivieren, weil ich ihn ziemlich interessant finde.
Ich bin 45 und wohl mittlerweile perimenopausal, nun habe ich mir mal rückblickend meine Zyklusentwicklung aufgeschrieben. Ich hatte bis vor ein paar Jahren "immer" im Schnitt 27-Tage-Zyklen, ab 2019 (also mit 38) haben sie angefangen, sich dezent zu verkürzen.
2019, 2020: Durchschnittliche Zykluslänge:
26 , kürzester Zyklus: 24, ungewöhnlich lange Zyklen: keine
2021: Durchschn. Zykluslänge:
25,5, kürzester Zyklus:
24, ungewöhnlich lange Zyklen: keine
2022: Durchschn. Zykluslänge:
25, kürzester Zyklus:
23, ungewöhnlich lange Zyklen: keine
2023: Durchschn. Zykluslänge:
24, kürzester Zyklus:
18, ungewöhnlich lange Zyklen: keine
2024: Durchschn. Zykluslänge*:
27, kürzester Zyklus:
13, ungewöhnlich lange Zyklen:
einer (50 Tage, danach der 13-Tage-Zyklus)2025: Durchschn. Zykluslänge:
28, kürzester Zyklus:
16, ungewöhnlich lange Zyklen:
drei (70, 55 und 40 Tage)
2026: Durchschn. Zykluslänge: ? kürzester Zyklus: bisher 20, ungewöhnlich lange Zyklen:
bisher einer (96 Tage)
* bei der Berechnung der durchschnittlichen Zykluslänge habe ich nur die "normalen" Zyklen einbezogen und die Ausreißer nach oben weggelassen, also alles über 35 Tagen.Die Zyklen wurden also immer kürzer, bis sie vor zwei Jahren im Schnitt wieder länger wurden. Zervixschleim ist ab diesem Jahr deutlich weniger geworden. Typische Wechseljahrssymptome habe ich erst seit diesem Jahr, ich bemerke nächtliches Schwitzen, und in dem 96-Tage-Zyklus hatte ich vermehrt Herzstolpern, das ist jetzt aber wieder fast weg. Nach dem langen Zyklus dieses Jahr hatte ich das erste mal eine Schlachtfest-Mens für 24 Stunden, die letzte war wieder normal. Ansonsten geht es mir recht gut, sowohl körperlich als auch von der Stimmung her. Ich bin gespannt, wie es weitergeht...
Und wo ich gerade dabei bin: im Prämenopausen-Thread schreiben ja einige Frauen, dass sie schon Östrogen nehmen, obwohl sie noch einen Zyklus haben. Ich frage mich, ob die Zufuhr von Östrogen von außen die körpereigene Produktion reduzieren könnte? Bei manchen Hormonen ist es ja so, dass sie deutlich weniger produziert werden, wenn man sie von außen zuführt. Könnte das dann theoretisch die Aktivität der Eierstöcke noch zusätzlich runterfahren und den Zeitpunkt der Menopause vorziehen?

Ich kann mir vorstellen, dass das für Progesteron nicht gilt, weil das vom Gelbkörper gebildet wird, und dem ist das Hormonlevel im Körper vielleicht egaler (vielleicht gewagte Theorie ohne theoretischen Hingergrund)?
Ich habe Sheila de Liz gelesen und den Wechseljahrspodcast mit Frau Schaudig gehört, und ich meine mich zu erinnern, dass es im Podcast hieß, dass man mittlerweile in der Perimenopause eher eine niedrig dosierte Gestagenpille gibt, und dann erst ab der Menopause bioidentisches Östrogen und Gestagen. Ich weiß aber nicht mehr, warum. Kann sich jemand erinnern? Vielleicht, um eine Östrogendominanz zu vermeiden... ?