Palmero hat geschrieben:
Aber was hilft es mir auf meine Lust zu warten, wenn bei mir vielleicht alles im Lot ist und es bei mir in der Natur liegt, dass ich wenig Lust habe?

Tapirchen hat geschrieben:
Des Rätsels Lösung, zumindest in meinem Fall: ich hatte den Richtigen einfach noch nicht gefunden. Was mir aber überhaupt nicht klar war, weil ich es nicht besser wusste und quasi den Unterschied zwischen "total netter guter Kumpel, bester Freund" und "Partner" nicht kannte.
Das selbe wollte ich jetzt auch schreiben.
Natürlich gibt es Menschen, denen es einfach in der Natur liegt, weniger Lust zu haben. Manche wollen sogar einfach wirklich gar keinen Sex (
Stichwort Asexualität).
Ich habe für mich in meiner letzten Beziehung genau das geglaubt - dass ich einfach ein Mensch bin, der keinen Spaß am Sex hat, die keine Lust auf Sex hat, dass das einfach in meiner Natur, in meiner Persönlichkeit liegt. Irgendwann war ich sogar soweit, dass für mich zu akzeptieren, dass ich eben so bin. Ich meine, ich spüre bei der Penetration beim Sex gar nix, ich werde nicht feucht, wenn man meine Brustwarzen anfasst ist das meistens einfach nur unangenehm.
Ich setzte die Pille ab und es blieb alles wie gehabt. Ich hatte keine Lust auf Sex, wenn wir doch mal welchen hatten tat es mir allerhöchstens weh, und da mein Ex-Freund auch noch von der etwas langsameren Sorte war, dauerte das dann auch immer gefühlt Stunden, bis es "vorbei" war. Ich fühlte mich einerseits benutzt, weil er so auf mir rumrutschte obwohl ich das nicht wollte, andererseits hab ich es aus "Pflichtgefühl" doch immer mal wieder (alle paar Monate mal) zugelassen.
Auf SB hatte ich normalerweise auch keine Lust, außer ich wurde irgendwie stimuliert (durch ein erotisches Buch z.B.).
Vor etwas über einem Jahr habe ich mich dann getrennt - die Beziehung lief nicht wie ich es wollte, wir hatten völlig unterschiedliche Vorstellungen und uns auseinandergelebt. Ich mochte ihn gerne, hatte aber schon länger das Gefühl, als Partner sei er für mich einfach nicht mehr geeignet.
Ein paar Monate später hab ich meinen jetzigen Freund kennengelernt. Wir waren noch gar nicht lange zusammen (ein paar Tage!), da hab ich ihn verführt - kann jetzt im Rückblick nicht sagen, wieso - so richtig scharf war ich nicht auf ihn. Keine Libido halt. Vllt hab ich gedacht, es muss so sein...?

Naja, der erste Sex war nix, und der zweite auch nicht. Ich lag unten, und hab plötzlich ne richtige Panikattacke bekommen, weil der ganze Mist mit meinem Ex wieder hochkam (also dieses "Mann, wann ist er endlich fertig ich will nicht er soll aufhören"). Seltsam, oder? Bis dahin wusste ich gar nicht, wie sehr mich das belastet... ich hab viel mit meinem

darüber gesprochen, was ich von Sexualität möchte, was sich für mich gut anfühlt, was für ihn gut ist... und plötzlich war meine Libido da. Und wie

Ich weiß jetzt, dass ich durchaus auch beim Sex einen Orgasmus haben kann, dass Sex was wirklich tolles ist und sich wunderschön anfühlt..
manchmal (jetzt zyklusabhängig) habe ich nicht soviel oder gar keine Lust, da weiche ich dann auch auf OV nur für meinen

aus, wie BüWü. Aber meistens hab ich genauso viel Lust wie er und um den ES ist es manchmal richtig unangenehm.
Mein Gott, das ist jetzt lang und persönlich geworden... und soll dir nur einen kleinen Denkanstoß geben. Macht dir Sex Spaß? Wenn nein, wieso nicht? Gäbe es vielleicht Dinge, die ihr machen solltet, damit du Spaß hast?
Ich denke mir, jemand der keinen Spaß am Sex empfindet (so wie ich früher), der hat halt auch keine Lust drauf. Das heißt aber nicht, dass der "naturgegeben" ist, denn jeder kann Lust und Spaß am Sex haben, denke ich.