Rotschopf hat geschrieben:
Wir haben es auch so gelernt, daß nur dann ausgeklammert werden darf, wenn ein Störfaktor bekannt ist.
Dass das so gefordert ist, hab ich auch immer so verstanden. Aber haltet ihr euch tatsächlich immer dran?

Ich klammer durchaus mal einen Wert aus, der offentsichtlich einfach nicht passt.
Novocaine hat geschrieben:
Ich verstehe gerade nicht, wie man sich mit dem Ausklammern zu niedriger Werte eine HL basteln kann, bin ich grade nur zu langsam (hab nen Becher Glühwein getrunken) oder hab nen Denkfehler?
Du könntest, wenn du einen tiefen Wert in einem potentiellen Anstieg ausklammerst, eine Auswertung erst möglich machen. Z.B. dadurch, dass du die Kombination beider Ausnahmeregeln so verhinderst.
Ich hab aber gerade ein Beispiel, wo ich tiefe Werte ausgeklammert hab, weil es mir sinnvoll erschien.
Kurve.
Von ZT 26 bis 32 war ich nicht in einem meiner Zuhause und hab da insgesamt untypisch tiefe Werte gemessen.
Hätte ich diese Umgebungswechsel-Werte drin gelassen, läge meine Basislinie 2/10 tiefer und so tief war sie überhaupt noch nie. Die 1. hM wäre einen Tag früher gewesen, freigeben können hätte ich mir 2 Tage eher, da ich keine Ausnahmeregel gebraucht hätte.
In der Nachbetrachtung wäre das zwar vermutlich okay gewesen, aber die vorsichtigere Variante ist in diesem Fall die mit Ausklammern.
Ich denke, man muss das einfach im Einzelfall betrachten und dann schauen, ob irgendwo Risikopotential besteht. Und das kann es sowohl geben, wenn man ausklammert (indem man eine Auswertung möglich macht) als auch, wenn man nicht ausklammert (indem man die Basislinie runterzieht).