schnecke hat geschrieben:
Das mit der fehlenden Libiido ist, zumindest für mich, ein massives Problem.
Bei uns findet, aus Frust, nahezu keine Sexualität mehr statt.
Kann ich nachvollziehen.
Ich hab gerade ein Buch entdeckt, "Das Menopausen-Manifest" von Jen Gunter. Ich habe direkt mal das entsprechende Kapitel gelesen. Sie beschreibt da den Unterschied zwischen spontaner Lust und dem Verlangen, das sich entwickeln kann, wenn man sich die Zeit gibt/lässt, die frau braucht. Sie zerstört dieses Bild, dass "Libido" bedeutet, eben spontan Lust und Verlangen zu spüren, und dann geht`s ab. Das kann so sein, das kennt frau vielleicht aus anderen Zeiten. Aber es muss eben nicht so sein, und das ist wohl eine häufige Veränderung in der Perimenopause.
Mir hat das einen großen Teil meiner Frustration erstmal genommen. Eine sexuelle Begegnung muss nicht damit anfangen, dass ich total Lust habe. Sondern es ist VÖLLIG NORMAL, sich erstmal zu begegnen, und dann zu schauen, was passiert. Und: Es geht wohl kein Weg dran vorbei, Neues auszuprobieren und (wieder) über das zu reden, was man mag.
Das mit dem festen Date an einem bestimmten Abend praktizierien wir schon länger, weil sonst einfach immer irgendetwas einen von uns verhindert. War trotzdem zuletzt frustrierend. Ich habe mir nach der Lektüre des o. g. Textes mal ein bisschen Gedanken gemacht, Ideen gesammelt und mich am Abend auch getraut, das umzusetzen. Ich kann sagen, es hat funktioniert! Es war sehr gut für uns beide, und allein dieses Erfolgserlebnis hat seine eigene Dynamik und Energie.
Das "Menopausenmanifest" hab ich inzwischen ordentlich von vorne begonnen, wie sich das gehört. Ich denke jetzt schon, dass der Kauf sich gelohnt hat. Ich kann es empfehlen!
EDIT: Das Buch war übrigens eine Empfehlung von Dina aus diesem Thread hier
viewtopic.php?f=34&t=64581. (Ich wollte es gerade als Tip dort reinstellen, dabei ist mir aufgefallen, dass ich den Hinweis eigentlich dort gelesen habe ...

)