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 Betreff des Beitrags: Re: Prämenopausen-Austauschthread
BeitragVerfasst: 30. Oktober 2021 13:02 
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Moderatorin a. D.

Registriert: 8. August 2008 21:48
Beiträge: 11360
Wohnort: Middle Fritham
Die Entscheidung für oder gegen HET hängt von wirklich vielen Faktoren ab. Ich bin sehr früh (mit Ende 20) in die WJ gekommen und nehme seit ca. 7 Jahren (oder noch länger, ich weiß es gar nicht mehr *kopfkratz* ) ein HET-Präparat, aus mehreren Gründen: einmal der gesundheitliche Aspekt (v.a. Osteoporose- und Demenz-Prophylaxe), aber vor allen Dingen auch der im weitesten Sinne psychische Aspekt. Bei mir ging die Menopause mit massivsten Hitzewallungen einher, ich bin pro Nacht fünf bis sechs Mal wirklich klatschnass geschwitzt wachgeworden, hatte tagsüber auch starke Probleme damit, das ging einfach nicht mehr. *nein* Ich habe es erst ein paar Jahre mit Phytohormonen probiert, die genau null Effekt hatten, weil sich gerade nach der NFP-Zeit ziemlich viel in mir dagegen gesträubt hat, jetzt doch wieder Hormone einzuwerfen. Ich habe dann ein bisschen rumprobieren müssen (Östrogencreme + Progesteronpille vs. ein Kombipräparat) und bin jetzt größtenteils zufrieden, merke aber eben auch, dass bei Versuchen, die Dosis zu ändern, die Hitzewallungen sofort zurückkommen. Zum Glück hatte ich immer FÄs, die die Rumprobiererei ganz gut mitgemacht haben und da auch offen für meine „Wünsche“ waren bzw. mich in meinen Problemschilderungen ernstgenommen haben, das ist schon mal viel wert. Aber auch das hat, wie es eben oft so ist, ein bisschen Rumprobieren und auch einige Arztwechsel gebraucht.

Also unterm Strich: man muss das, wie so oft, wirklich individuell entscheiden. :-)

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 Betreff des Beitrags: Re: Prämenopausen-Austauschthread
BeitragVerfasst: 30. Oktober 2021 15:22 
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Hochlagenjunkie

Registriert: 3. November 2010 21:43
Beiträge: 642
Oh, da hast du ja ein Päckchen zu tragen, Sommersprosse. *knuddel*
Ich mag mich bedanken, dass du das hier mit uns geteilt hast, weil es einfach ein grundlegend wichtiges gesundheitliches Thema ist und "hormonfrei" = natürlich = das ist die alternativlos gesunde Vorgehensweise bzw. eben der Lauf der Dinge in den WJ, eben nicht pauschal richtig ist.

Ich selbst bin da gefühlt zu spät tätig geworden: als ich mit 35/36 nach über 20 Jahren die Pille abgesetzt habe, wären meine sehr frühen Eisprünge, das heftige PMS, das Brustsymptom und die kurzen Zyklen schon die ersten Hinweise gewesen, die ich hätte wahrnehmen können, wenn ich denn informiert gewesen wäre. Ich finde den Austausch hier auch deswegen so wichtig, weil es andere vielleicht sensibilisiert.
Ich würde heute jedenfalls anders handeln.

Und ich finde es einfach empörend, dass die Männermedizin so fortschrittlich ist, die Bedeutung des Hormonzusammenspiels erkannt wurde und Männern ganz selbstverständlich therapeutisch auf einem im Vergleich viel höheren Level geholfen wird, während gleichzeitig so getan wird, als wenn es völlig normal wäre, was mit den weiblichen Hormonen in den WJ geschieht.
Und das auch, obwohl doch eigentlich bekannt ist, dass Progsteron nicht nur das Fruchtbarkeitshormon ist, sondern noch andere wichtige Funktionen erfüllt und/oder dass Gestagene nicht im vollen Umfang das leisten können, was körpereigenes Progesteron kann.

Das soll kein Alarmismus sein, aber solche Informationen, wie zB die zur vaginalen Atrophie, hätte ich mir einfach mal von einer/einem Gyn gewünscht oder gern auch stetig wiederholt in Magazinen oder Zeitschriften. Als ich davon zum ersten Mal gelesen habe, sind mir echt komplett die Gesichtszüge entgleist und ich habe mich auf deutsch gesagt ziemlich ver****** gefühlt.

Edit Wort ergänzt

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 Betreff des Beitrags: Re: Prämenopausen-Austauschthread
BeitragVerfasst: 30. Oktober 2021 16:33 
Io, ich teile Deine Empörung. Wäre es ein "Männerproblem", gäbe es mit Sicherheit eine größere Selbstverständlichkeit, die Beschwerden zu behandeln.

In dem Buch "Cracking the Menopause" wird auf die Geschichte der HET eingegangen, das ist sehr spannend.


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 Betreff des Beitrags: Re: Prämenopausen-Austauschthread
BeitragVerfasst: 30. Oktober 2021 16:46 
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Fingerwundschreiberin

Registriert: 12. September 2007 13:15
Beiträge: 866
Wohnort: im schönen Bayern
NFP seit: 11/07
Io, darf ich fragen, was du anders machen würdest? Ich bin nämlich gerade in der gleichen Situation und ebenfalls 36. Und ich danke euch herzlich für den Austausch, da ich mich nie so früh mit dem Thema beschäftigt hätte. Und auch keine Mutter habe, mit der ich darüber reden könnte.

Haben die Wechseljahre auch Einfluss auf die Gerinnung? Ein paar Seiten vorher stand was von blauen Flecken, muss mal nachsehen. Außerdem habe ich seit kurzem Lidzucken. Ich nehme jetz morgens und abends 200mg Magnesium und seit 6 Monaten Mönchspfeffer. Die letzten beiden Zyklen waren die Mensschmerzen auch erträglich und das PMS viel besser.

Aber es ist ein Stochern im Nebel. Gibt es ein gutes, informatives Buch? Mit Erklärung der medizinischen Zusammenhänge?

Und absolut: Verhütung, Schwangerschaft, Menstruation, Wechseljahre- würde das alles Männer betreffen, wäre die Forschung ganz woanders. Oder die Menscheit ausgestorben.

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♪ ...denn alle wirklich großen Schätze erobert man nicht unbeschwert. Sie liegen ganz da hinten, hinterm Horizont. Da, wo der Mut aufhört.♪ (Sarah Lesch)
Wiesel(01/85) in offener Ehe, mit großem Sommerbub (*16.06.2013) und dem kleinen Frühlingsjungen (*14.04.2017) sterilisiert seit 05/2020, ohne GM seit 11/23


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 Betreff des Beitrags: Re: Prämenopausen-Austauschthread
BeitragVerfasst: 30. Oktober 2021 16:59 
Sheila de Liz, Woman on Fire (deutschsprachig, auch wenn die Autorin gebürtig aus den USA stammt) ist zum Einstieg ganz gut, finde ich.

Edit der Schreibstil sagt mir persönlich nicht so zu, inhaltlich könnte es mehr in die Tiefe gehen, aber in der Summe dennoch ganz informativ.


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 Betreff des Beitrags: Re: Prämenopausen-Austauschthread
BeitragVerfasst: 30. Oktober 2021 17:19 
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Fingerwundschreiberin

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Beiträge: 866
Wohnort: im schönen Bayern
NFP seit: 11/07
Danke! Ich hätte noch eine recht persönliche Frage: hat sich euer Orgasmus verändert? Ich habe ja noch regelmäßige (wenn auch kurze) Zyklen und auch Lust auf Sex. Aber es dauert länger, bis ich zum Orgasmus komme, wenn es überhaupt klappt. Einfach zu erreichen war der Höhepunkt nie, aber jetz hänge ich oft auf dem Plateau fest...

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 Betreff des Beitrags: Re: Prämenopausen-Austauschthread
BeitragVerfasst: 30. Oktober 2021 19:03 
Bei mir ist es je nach Zyklusphase auch schwieriger, zum Höhepunkt zu kommen. Ich hatte es erst auf die Antidepressiva geschoben, aber rund um den Eisprung ist es mit Libido und Orgasmusfähigkeit deutlich besser.


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 Betreff des Beitrags: Re: Prämenopausen-Austauschthread
BeitragVerfasst: 2. November 2021 18:39 
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nicht mehr ganz so neu

Registriert: 15. März 2012 16:59
Beiträge: 52
Wohnort: Österreich
NFP seit: März 2012
Huhu, mein Hormonstatus ist da. Bin wohl echt in der Prämenopause. *erschrecken* (Meine Werte stehen in meiner Kurve ;-)) Oder sonst etwas stimmt nicht. FSH viel zu hoch...Östrogen leicht zu niedig. Nächste Woche Termin beim FA zur Besprechung.
Na da bin ich mal neugierig.

LG, Jane

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 Betreff des Beitrags: Re: Prämenopausen-Austauschthread
BeitragVerfasst: 2. November 2021 18:48 
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NFP-Gräfin

Registriert: 31. Dezember 2006 22:35
Beiträge: 4146
Wohnort: Mittelfranken
NFP seit: 1989-2008
Ja, meine Orgasmen sind kürzer und weniger intensiv geworden. Fand ich anfangs schon etwas enttäuschend, aber es ist mehr Innigkeit und Seelengefühl dazu gekommen und ich fühl mich nachher trotzdem energetisiert, erfüllt und friedlich. Nach mehr als 12 Jahren hab ich inzwischen teilweise vergessen, wie genau die Orgasmen früher waren und es ist gut wie es ist. Kann aber sein, dass das bei mir ohne Eierstöcke (und ohne Hormo nersatz ) nochmal anders ist, als bei natürlichen Wechseljahren.

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Tuscany, neurodivers , 60, mit Mann und 4 erwachsenen Kindern, seit 2009 ohne Eierstöcke, Brustkrebs 08 und 25


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 Betreff des Beitrags: Re: Prämenopausen-Austauschthread
BeitragVerfasst: 2. November 2021 19:04 
Huhu, hier werden die Werte LH und FSH erläutert:

https://www.med4you.at/laborbefunde/lbe ... fsh_lh.htm

Soweit ich das als Laie einschätzen kann, ist das erhöhte FSH ein Hinweis auf die nahende Menopause.


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 Betreff des Beitrags: Re: Prämenopausen-Austauschthread
BeitragVerfasst: 2. November 2021 19:20 
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Hochlagenjunkie

Registriert: 3. November 2010 21:43
Beiträge: 642
@Wiesel
Wenn ich vor 10 Jahren schon gewusst hätte, dass die kurzen Zyklen, die frühen ES, das PMS usw eben nicht "normal" sind, dann hätte ich früher nach Informationen und therapeutischer Unterstützung auf Basis von Blut- u. Speichelwerten gesucht. Also quasi das, was ich erst vor rund einem Jahr aktiv angegangen bin.

Neben dem Buch von Sheila de Liz ist "Natürliches Progesteron" von Lee ebenfalls empfehlenswert.

Meine Orgasmen haben sich stark verändert, sind eher flach, ganz anders als früher - irgendwie unbefriedigend :lol: schwer zu beschreiben. So als wenn sie nicht zum Ende kommen. Stellenweise hat mich das so frustriert, dass ich das Thema habe brach liegen lassen. Momentan bin ich wieder etwas offener zu schauen, was sich verändert hat bzw was ich damit "anfangen" kann.

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 Betreff des Beitrags: Re: Prämenopausen-Austauschthread
BeitragVerfasst: 3. November 2021 15:05 
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Kurven-Rätslerin

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Beiträge: 413
also, ich werde nun mal einen Termin bei meiner Gyn machen. Keine Ahnung, ob sie irgendwelche Hormonuntersuchungen startet. Da ich aber p.P. dauerhaft Zyklen hatte (zuletzt eben sehr kurze mit oft nur knapp über 3 Wochen) und nur einer davon war anovulatorisch, sehe ich es dann als erstes Gespräch um in die Thematik hereinzukommen.

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Seit 05/14 mit Tochter und seit 03/19 mit Sohn unterwegs und fühlt sich nun komplett.


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 Betreff des Beitrags: Re: Prämenopausen-Austauschthread
BeitragVerfasst: 5. November 2021 10:42 
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Hochlagenjunkie

Registriert: 3. November 2010 21:43
Beiträge: 642
Bin heute an ZT213 un dkann vorsichtig vermelden, dass meine Hitzewallungen plötzlich weg sind. :shock: Nachdem ich mich die letzten Monate soooo mit denen rumgeplagt habe. :applaus: Scheint doch etwas dafür zu sprechen, dass ich die Hormone durchgängig nehme und keine Pausen mache.

@ Wiesel
Das habe ich beim letzten mal vergessen zu erwähnen: 2017 war das erste Jahr, in denen meine sonst superkurzen Zykluen mit ehM10 plötzlich bei 73, 51, 64 Tagen lagen, unterbrochen von "normalkurzen" Zyklen.
2018 ging das so weiter und es ging mir psychisch und physisch gut dabei.
2019 dann der erste Monsterzyklus mit 143 Tagen und der Rest etwas länger und im September 2019 hat sich mein Befinden dann deutlich verändert.
2020 ging es so weiter und das Befinden wurde immer schlechter, so dass ich dann Ende 2020 aktiv geworden bin und Meßergebnisse hatte auf dem Level einer Frau jenseits 80 Jahre (was ich krass finde und mich da frage, ob man da vorher etwas hätte tun sollen).

Erst habe ich mich gefreut, dass dieses doofe Hormon-Hin-und-Her mit PMS ruhiger wurde durch die längeren Zyklen, aber das nützt ja wenig, wenn es einem insgesamt dann nicht mehr gut geht.
Bei den Hitzewellen war es so, dass sie 2020 im Vergleich zu diesem Jahr viel sanfter und erträglicher waren.

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 Betreff des Beitrags: Re: Prämenopausen-Austauschthread
BeitragVerfasst: 5. November 2021 10:46 
Bei mir scheint zur Zeit ein Eisprung im Anmarsch zu sein, was damit einher geht, dass ich im Moment keine Hitzewallungen habe. Vermutlich hat das was mit der Veränderung beim Östrogenspiegel zu tun?
Hat das sonst noch jemand beobachtet?

Ich habe nun seit etwa zwei Jahren immer öfters längere Zyklen, der längste war 89 Tage lang.


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 Betreff des Beitrags: Re: Prämenopausen-Austauschthread
BeitragVerfasst: 5. November 2021 11:32 
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Hochlagenjunkie

Registriert: 3. November 2010 21:43
Beiträge: 642
Bess hat geschrieben:
Vermutlich hat das was mit der Veränderung beim Östrogenspiegel zu tun?

Hatte Sheila de Liz nicht etwas in die Richtung geschrieben? Ich habe es jedenfalls so abgespeichert, dass es mit dem Östrogenspiegel zusammenhängt.
Eigene Beobachtungen dazu habe ich derzeit nicht (falls ich demnächst tatsächlich menstruieren sollte, wäre das jedenfalls ein Zusammenhang, es bleibt also spannend), aber ich hatte die letztens Tage S+-Schleim und ein deutliches Brustsymptom.

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