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BeitragVerfasst: 23. August 2007 12:00 
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Hochlagenjunkie

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Beiträge: 658
Miranda hat geschrieben:
Hexi, das ist wirklich knapp,

aber es kann eigentlich nicht sein, daß es da kein Wohngeld gibt. Bei 800 Euro bereinigtem!!! Einkommen hast du schon Anspruch drauf(wenn du nicht grade nur 100 Euro Miete hast, oder so) ich würde da einen Fehler bei der Berechnung vermuten. Wenn du mal auf die Tabellen schaust, siehe link oben, kannst das ganz leicht ausrechnen.

Ich hatte schon mehrere fehlerhafte Wohngeldbescheide, damals, als ich noch welches bekam. Bei Miete von z.B 400 Euro bekommst du dann 135 Euro Wohngeld. Habe früher für verschiedene Leute die Wohngeldrechnungen vorher überschlagen und es hat eigentlich immer in etwa gestimmt.

Ich wünsch dir, daß doch noch was für dich und dein Kind rausspringt *daumendrücken* .

Danke *freunde* Ich werds mir nochmal anschauen, aber ich nehme an es liegt an der Miete, die ist wirklich nicht sonderlich hoch.

Miranda hat geschrieben:
Mir erkennen sie nur 128 Euro Wohnkosten an, da Eigenheim *zunge* , man rechnet halt runter, wie es nur geht. Als ob man zu 4t für 128 eEier wohnen könnte und nie mal irgendwas erneuert werden müßte.


Die 128 sind dann nur für die Hausnebenkosten oder? Bei wirklich dringend benötigten Renovierungsarbeiten würd ich einfach mal ins Blaue hinein nen Antrag auf Kostenübernahme stellen. Kenne ein paar Fälle, wo für eine Mietwohnung die Renovierungskosten bezahlt wurden, also einen Versuch wärs wert *daumendrücken*

Miranda hat geschrieben:

Wir nehmens als Surviveltraining 8-) .


Genau so seh ich das auch immer ;-) Was uns nicht umhaut macht uns nur noch stärker :mrgreen:

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BeitragVerfasst: 23. August 2007 12:42 
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NFP-Kaiserin

Registriert: 17. März 2006 22:03
Beiträge: 10333
NFP seit: März 2006
miss_luh hat geschrieben:
Meine Vision von Staat sieht so aus, dass jede/r ein akzeptables Geld bekommt, sagen wir mal 800 Euro im Monat, Kinder bis 14 vielleicht 400 Euro. Wer sich was Besonderes leisten will, geht zu diesen 800 Euro dazuverdienen.

Woher sollen bitte die 800 Euro kommen? Jemand arbeitet Vollzeit, weil er eben gerne mehr Geld möchte (so wie es jetzt bereits ist) und von seinen Steuern, die er von dem Mehrgeld zahlt bekommt der, der den ganzen Tag nur rumhängt seine 800 Euro? Sehr gerecht, die Geschichte ...

miss_luh hat geschrieben:
Es gibt einen Einheitssteuersatz von, sagen wir 40 %. Das wäre dann vielleicht ein Anreiz, nur halbtags zu arbeiten oder dreiviertel und schon wären wieder Arbeitsplätze frei für Leute, die momentan keine Arbeit finden.

Genau, und weil ein Familienvater mit 800 Euro und einem Steuersatz von 40% super finanziell klar kommt, freut sich seine Frau, dass sie auch noch 800 Euro mit 40% kriegt und keiner von beiden viel arbeiten muß, denn die Kohle kommt ja von den Deppen, die soviel arbeiten, dass sie 8000 Euro verdienen, aber leider 3.200 davon als Steuern zahlen und deshalb 4 Personen locker mit durchziehen können.

miss_luh hat geschrieben:
Warum eigentlich sollten alle Erwerbsarbeit leisten?

Damit auch Geld in Deutschland vorhanden ist, das verteilt werden kann!

miss_luh hat geschrieben:
... wenn es nicht funktioniert, weil sich - entgegen meiner These - dann plötzlich die meisten Leute nicht arbeiten gehen wollen und sich das Ganze dann nicht mehr finanzieren lässt?

Du hältst Deine These echt für machbar? Was glaubst Du, wieviele Leute dann mit dem A*sch zuhause bleiben? Geschätzte 80%.

Sorry, Luh, aber komm mal aus Deinem Traum in das wahre Leben!

@Miranda
Deine Situation ist ja echt vertrackt!

Gibt es keine Möglichkeit, von zuhause aus was zu machen? Oder als Tagesmutter zu arbeiten? Oder Kindern Nachhilfe geben? Es muß ja nicht viel Geld sein, aber ein paar Euro dazuverdienen wäre doch sehr hilfreich in Eurer Situation!


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BeitragVerfasst: 23. August 2007 13:13 
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nicht mehr ganz so neu

Registriert: 20. Januar 2007 17:20
Beiträge: 80
Wohnort: Charlottengrad
Püppi hat geschrieben:
Woher sollen bitte die 800 Euro kommen?


Och, da gibt es so Berechnungen, die sagen, dass 800 Euro machbar wären. Die brandEINS-Leute haben das mal recherchiert - das Gegenargutment waren seinerzeit (so vor 2 Jahren) eher dass es einen massenhaften Zuzug geben könnte und wenn das funktionieren sollte, dann müsste es mindestens europaweit so sein mit dem Grundeinkommen. Dagegen sprachen also eher die komplexen Auswirkungen, die zur Zeit wirklich keiner überreißen kann, als die Möglichkeit der Finanzierung an sich.

Wenn ich etwas mehr Zeit habe, suche ich das nochmal raus (und es Dich interessiert natürlich).

Püppi hat geschrieben:
Jemand arbeitet Vollzeit, weil er eben gerne mehr Geld möchte (so wie es jetzt bereits ist) und von seinen Steuern, die er von dem Mehrgeld zahlt bekommt der, der den ganzen Tag nur rumhängt seine 800 Euro? Sehr gerecht, die Geschichte ...


Gerechtigkeit ist vielleicht nicht das richtige Wort dafür... es ist mE eher die Einstellung "Alle müssen Erwerbsarbeit leisten, um vollwertige Mitglieder unserer Gesellschaft sein.", die ich nicht teile.
Und das ist letztlich Geschmackssache, weswegen ich Deine Meinung absolut respektiere! Vielleicht würden wir tatsächlich alle im Chaos versinken und schrecklich verlottern, wenn man so täte, wie ich denke :mrgreen:.

Püppi hat geschrieben:
die Kohle kommt ja von den Deppen, die soviel arbeiten, dass sie 8000 Euro verdienen, aber leider 3.200 davon als Steuern zahlen und deshalb 4 Personen locker mit durchziehen können.


niemand würde gezwungen sein, wie ein Depp 8000 Euro zu verdienen.

Püppi hat geschrieben:
miss_luh hat geschrieben:
... wenn es nicht funktioniert, weil sich - entgegen meiner These - dann plötzlich die meisten Leute nicht arbeiten gehen wollen und sich das Ganze dann nicht mehr finanzieren lässt?

Du hältst Deine These echt für machbar? Was glaubst Du, wieviele Leute dann mit dem A*sch zuhause bleiben? Geschätzte 80%.

Sorry, Luh, aber komm mal aus Deinem Traum in das wahre Leben!


80%? Das denke ich eben nicht. Aber es ist eine nicht zu widerlegende Behauptung, will sagen, man kann es nicht beweisen. Ein solches Staatsmodell gibt es nicht. Und vielleicht tatsächlich aus gutem Grund... das will ich nicht bezweifeln.

Das wahre Leben? Das sehe ich doch täglich vor mir. Ich wohne hier im schönen Kreuzberg, das noch schönere Neukölln ist 50 Meter weiter, mein dienstliches Klientel besteht zu 90% HarztIVlerInnen - und eben deswegen frage ich mich, ob es nicht andere Lösungen geben könnte.

So, nun muss ich mich wieder der Erwerbsarbeit widmen!

Liebe Grüße

Luh


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BeitragVerfasst: 23. August 2007 15:38 
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Inventar

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Beiträge: 2191
miss_luh hat geschrieben:
man sollte meinen, in einem reichen und hochtechnisierten Land wie dem unsrigen (in dem inzwischen z.B. vor allem im Bereich der Arbeiten, für die keine besonders hohe Qualifizierung benötigt wird, Maschinen verwendet werden) es doch möglich sein sollte, jedem Bürger eine angemessene finanzielle Lebensgrundlage zu sichern!


Das Geld für die Nicht-Arbeitenden wird dann aber nicht von Maschinen, sondern von den Erwerbstätigen erwirtschaftet.

miss_luh hat geschrieben:
Ich könnte sofort in die Tischkante beißen, wenn ich mir überlegen, wie Firmen Unmengen von Knete einstreichen, Vorstände sich die Bezüge erhöhen und Geld am Staat mit allen erdenklichen Mitteln vorbeischleusen.

Ich wage mal die Vermutung, dass der Anteil der Personen, die Geld am Staat vorbeischleusen, bei den Geringverdienern/Erwerbslosen genauso hoch ist (Schwarzarbeit etc.), die Beträge sind nur geringer. Die kriminelle Energie ist für mich diegleiche.

miss_luh hat geschrieben:
Der wahre Fortschritt wäre, wenn man die Leute, die keine Lust haben zu arbeiten, weil sie lieber Bilder malen oder Musik in Bahnhöfen machen oder in Hauseingängen Gedichte schreiben oder ein Ehrenamt wahrnehmen wollen oder einfach keinen Bock auf den Materialismus und Konsum haben - sprich: einen alternativeren Lebensentwurf für sich gern praktizieren mögen - sie in Herrgottsnamen dies machen lassen.

Niemand (ich zumindest nicht) hält die Menschen, die "keinen Bock auf Materialismus und Konsum" haben, davon ab, sich eine Hütte im Wald zu bauen und ihr Essen selbst zu jagen und sammeln, etc. Die können dann ihre Pinsel und Gitarren selber schnitzen. Ich will das aber nicht mit meinem Geld finanzieren. Denn komischerweise kaufen die Leute dann doch eine ganze Menge im Supermarkt ein oder sind dankbar, wenn sie bei Zahnschmerzen zum Zahnarzt gehen können.

Es ist aber nunmal eine einfache Regel im Leben: Das, was man verbraucht (Essen, Kleidung etc.), muss man zuerst einmal erwirtschaften. Sei es autark, z.B. auf einem Bauernhof, oder aber als Berufstätiger und aktiver Teil unserer Gesellschaft.

Mal ganz davon abgesehen würden vermutlich viele Leute - mich eingeschlossen - lieber den ganzen Tag Musik machen oder Gedichte schreiben, als an der Supermarktkasse zu sitzen, verzogene Gören zu unterrichten, Parktickets zu verteilen usw. Aber einer muss diese Jobs in unserer hochentwickelten Welt ja machen - sonst ist sie bald keine mehr. Eine Kultur kann nunmal nicht von Maschinen, sondern nur von Menschen getragen werden.

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BeitragVerfasst: 23. August 2007 19:24 
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NFP-Kaiserin

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Cupcake hat geschrieben:
Niemand (ich zumindest nicht) hält die Menschen, die "keinen Bock auf Materialismus und Konsum" haben, davon ab, sich eine Hütte im Wald zu bauen und ihr Essen selbst zu jagen und sammeln, etc.

Damit geht es schon los: in welchem Wald? Niemandsland gibt es in Deutschland wohl nicht mehr und der Besitzer des Grundstücks findet es dann vermutlich nicht so prickelnd, wenn sich jemand eine Hütte dort baut.

Und an das Arzt-Problem habe ich ja noch gar nicht gedacht!


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BeitragVerfasst: 6. September 2007 22:44 
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nicht mehr ganz so neu

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Naja man kann ja noch so viel meckern und motzen über den Staat und denn sagen, dass sich eh nichts ändern ließe....

Komischerweise gibts aber Sozialsysteme in anderen Ländern, die irgendwie "netter" sind und trotzdem funktionieren :roll:

Es ist meiner Meinung nach überhaupt kein Wunder, dass wir in Deutschland grade ne regelrechte Völkerwanderung haben. Ich werde mich auch aus dem Staub machen, sobald es geht...Habe daraufhin schon Meinungen vernommen, die besagten, dass sich dann erstrecht nichts ändern würde, wenn so viele aus Deutschland fliehen.
Natürlich ändert sich was, dann hat die Welt bald eine zweite Türkei *zunge* (Vorsicht Irnonie)
Naja mal ganz im Ernst, es ist kein Wunder wenn Deutschland so viele Einwanderer aufnimmt, die zum Teil herkommen, weil sie hier auch ohne Arbeit klarkommen (wobei ich denen das nicht verübeln kann und diese zum Teil auch gar nicht über ausreichende Bildung Verfügung um überhaupt realistische Jobchancen in Deutschland zu haben. Schließlich mach ich das selbe, wenn ich auswandere, ich versuche ein besseres Leben zu leben....leider ist Globalisierung nicht so toll, wie viele sich das vorstellen...). Das lässt natürlich auch den Anteil der Arbeitslosen ansteigen und nicht zu knapp....klar dass denn der Staat immer weniger Budjet zu Verfügung hat und solche Aktionen wie Hartz IV bei rumkommen.
Wie soll es auch anders sein, wenn in Deutschland niemand etwas dazu sagen darf, ohne gleich als Nazi abgestempelt zu werden, inklusive die Politiker. Aber das liegt wohl immernoch an "unser historischen Vergangenheit".

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BeitragVerfasst: 6. September 2007 23:02 
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Pannè hat geschrieben:
Komischerweise gibts aber Sozialsysteme in anderen Ländern, die irgendwie "netter" sind und trotzdem funktionieren :roll:


Ich finde das deutsche Sozialsystem nicht so unnett, man hat ne Krankenversicherung, ein Dach ueberm Kopf und im normalfall genuengend Geld um nicht zu verhungern. *nixweiss*

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BeitragVerfasst: 7. September 2007 07:28 
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Inventar

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Püppi hat geschrieben:
Damit geht es schon los: in welchem Wald? Niemandsland gibt es in Deutschland wohl nicht mehr und der Besitzer des Grundstücks findet es dann vermutlich nicht so prickelnd, wenn sich jemand eine Hütte dort baut.

Vielleicht sponsort der Staat ja dann ein Ticket nach Kanada oder wer weiß wo hin. Bei der ganzen Sozialhilfe, die er dann spart, ist das ja vielleicht noch drin! ;-)

Ich war übrigens davon ausgegangen, dass diese Hütte eh nicht in Deutschland stehen soll, da es hier ja so furchtbar scheiße ist.

SChaf hat geschrieben:
Pannè hat geschrieben:
Komischerweise gibts aber Sozialsysteme in anderen Ländern, die irgendwie "netter" sind und trotzdem funktionieren :roll:


Ich finde das deutsche Sozialsystem nicht so unnett, man hat ne Krankenversicherung, ein Dach ueberm Kopf und im normalfall genuengend Geld um nicht zu verhungern. *nixweiss*


Ich denke, von den 193 souveränen Staaten auf der Erde dürftest man die, die ein besseres Sozial- und Gesundheitssystem als Deutschland haben, an einer Hand abzählen können.

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BeitragVerfasst: 16. September 2007 20:22 
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nicht mehr ganz so neu

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SChaf hat geschrieben:
Pannè hat geschrieben:
Komischerweise gibts aber Sozialsysteme in anderen Ländern, die irgendwie "netter" sind und trotzdem funktionieren :roll:


Ich finde das deutsche Sozialsystem nicht so unnett, man hat ne Krankenversicherung, ein Dach ueberm Kopf und im normalfall genuengend Geld um nicht zu verhungern. *nixweiss*


Komisch nur, dass ich auch Leute kenne, die sich keine Krankenversicherung leisten können, obwohl sie sich weiterbilden wollen und nur von einem sehr popeligen Barfög leben müssen. O_o
Oder, dass mein Nachbar 5 Jahre Obdachlos war, weil er keine Wohnung ohne Arbeit und keine Arbeit ohne Wohnung bekommen hat...selbst mein "Schwiegervater" saß mal ne ganze Zeit lang "auf der Straße". Naja da ich mir dazu nicht zu fein bin, habe ich wohl mehr Kontakt als andere Leute zu Deutschlands "Sozialer Unterschicht". Im Normalfall hat man damit ja nicht so viele Erfahrungen.
Ich ziele mit dieser Aussage übrigens auf einige Skandinavischen Länder ab. Mir gehts auch grade um die Familienfreundlichkeit.

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BeitragVerfasst: 17. September 2007 14:33 
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Hochlagenjunkie

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Pannè hat geschrieben:
Oder, dass mein Nachbar 5 Jahre Obdachlos war, weil er keine Wohnung ohne Arbeit und keine Arbeit ohne Wohnung bekommen hat...selbst mein "Schwiegervater" saß mal ne ganze Zeit lang "auf der Straße".


Sorry, aber dazu muss ich jetzt doch was sagen, wollt mich aus dem Thema eigentlich jetzt raus halten. Aber der Satz gefällt mir absolut nicht:

"keine Wohnung ohne Arbeit und keine Arbeit ohne Wohnung"

Dank Hartz IV ist das in Deutschland so ziemlich ausgeschlossen. Wer hier obdachlos ist, möchte entweder obdachlos sein, findet den Weg zum Amt nicht, stellt aus Unwissenheit keinen ALGII-Antrag oder wollte im ALGII-Bezug nur seine Rechte wahrnehmen und nicht seine Pflichten und irgendwann nach vielen Aufforderungen hat das Amt gesagt "Sorry aber wir zahlen Ihnen nix mehr, auch keine Miete, wenn Sie sich auf unsere Kosten ausruhen, nicht arbeiten gehen oder sonstige Pflichten nicht wahrnehmen wollen"
Eine Wohnung kriegt man auch, wenn man beim Vermieter vorweist, dass man ALGII bekommt und dass das Amt die Miete übernimmt. Also ich kenne keinen einzigen Fall, wo jemand ohne eigenes Verschulden obdachlos geworden ist. Und hier muss ich auch sagen, leider gibt es viele die einfach nicht wissen, wo sie was beantragen können usw., Unwissenheit schützt da aber nicht. Es gibt zig Beratungsstellen wo man Hilfe bekommt.

Edit: Es gibt natürlich auch noch den Fall, dass einige ihr Mietgeld vom Amt anderweitig ausgeben und irgendwann der Vermieter sie rauswirft. Aber auch hier ist es eigenes Verschulden.

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BeitragVerfasst: 26. September 2007 13:27 
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hat sich gut eingelebt

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Wer von Euch hat denn am vergangenen Montag die Sendung "FAKT" gesehen?
Da ging es doch um einen Jungen, den die ALGII-Eltern vom Kindergarten abgemeldet haben, weil es mtl. ca. 25 Euro Vespergeld kostet. Statt dessen haben sie sich im Versandhaus auf Raten einen Flatscreen zugelegt.
Wollte ich hier nur mal so einwerfen - und Eure Reaktion hören *pfeif*

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BeitragVerfasst: 26. September 2007 15:20 
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Kurven-Entwirrerin

Registriert: 9. Mai 2006 17:09
Beiträge: 1229
Wohnort: MA/S
Ob man die Bedürfnisse des Kindes ( Kindergarten ) vor einen Fernseher stellt, hat leider nichts mit den Einkommensverhältnissen zu tun :roll:

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nicht pp ;-)
Großer Sohn *12.06.2010 und kleiner Kerl *21.03.2014 & Meine Seite


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BeitragVerfasst: 26. September 2007 15:28 
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NFP-Gräfin

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Beiträge: 4146
Wohnort: Mittelfranken
NFP seit: 1989-2008
Ja, das gibts überall. Auch bei reichen Leuten kommen die Kinder mitunter an hinterer Stelle. Es gibt aber auch viele Harzt 4er, die sehr an sich selbst sparen, daß es die Kinder einigermaßen gut haben *daumenhoch* .(ich überlege gerade, wie ich das Geld für die 7 tägige Klassenfahr nach England für meinen Sohn zusammenkratz, was über den Zuschuß, den wir bekommen, hinausgeht und auch zu bezahlen ist... mag jemand sponsorn?)

Ich hab nicht mal nen Fernseher :mrgreen: , da sind mir andere Dinge wirklich wichtiger.

Aber ich darf mal einwerfen, daß das Essengeld im Kindergarten eigentlich nicht bezahlbar ist, bei mir 37,00 im Monat(nur für einen Teller Mittagessen) und da ist meine Kleine meist noch hungrig.

Wir müssen ja auch noch paar andere Mahlzeiten bezahlen :shock: .

Sowas geschickt in die Presse gebracht :twisted: schürt doch so schön den Unwillen der Leute auf die Unterstützungsempfänger :mrgreen: , das ist auch Absicht m.Meinung nach.

Und dann heißt es, denen ist das Fernsehen wichtiger, als die Kinder *zunge*

Na, wer seinen eigenen Verstand anschaltet, kann solche Nachrichten schon einordnen.

LG, Anne

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Tuscany, neurodivers , 60, mit Mann und 4 erwachsenen Kindern, seit 2009 ohne Eierstöcke, Brustkrebs 08 und 25


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BeitragVerfasst: 2. Oktober 2007 13:29 
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Beiträge: 11
Wow, so eine interessante Diskussion an so einem unverhofften Ort! Nachdem ich alles gelesen habe, muss ich doch auch mal kurz meinen Senf dazu geben...

Die Berichte von Euch persönlich Armutsbetroffenen, sei es durch den freien Markt bedingt oder staatlich verordnet, finde ich wirklich ganz schlimm und einfach ungerecht. Es kann nicht sein, dass ein so reiches Land wie Deutschland nicht all denen, die Wollen auch eine echte Teilhabe ermöglicht. In meinem Sinne ist das nicht und ich glaube auch nicht, dass die Drückeberger in der Mehrzahl sind und ich glaube noch nicht mal, dass die "Faulen" dabei glücklich sind, sondern das sind doch ganz eingeschränkte, verkümmerte Existenzen, nix von Sinn und Selbstverwirklichung usw. Man muss sich doch nur mal wirklich ernsthaft die Frage stellen, ob man tauschen wollen würde.

Es kann auch nicht sein, dass sich der Wert einer Arbeitsleistung nur nach dam dafür gezahlten Gehalt bemisst. Kindererziehen, Ehrenamt und auch Bahnhofsmusik sind auch Arbeit, produktive und sinnvolle Tätigkeiten. Und ich werde nie verstehen, weshalb ein Manager so viel mehr verdient als eine Putzfrau. Das mag sich ja auf dem freien Markt so ergeben, aber ich finde die Gesellschaft ist verpflichtet der Gerechtigkeit da nachzuhelfen und umzuverteilen.
Es kann doch auch nicht sein, dass es keine positiven Folgen hat, dass die Maschinen uns die unangenehme Arbeit abnehmen, sondern dass dadurch Arbeitslosigkeit entsteht und diese Leute dann nicht froh sein können, sondern bitte-bitte machen müssen.
Wir unterwerfen uns doch viel zu sehr angeblich so zwingenden "Naturgesetzen" der Globalisierung, des Wirtschaftsliberalismus... Meines Erachtens ist die Wirtschaft Teil der Gesellschaft und kann von ihr gestaltet werden wie das politische oder Rechtssystem.
Und ich bin auch ein großer Anhänger des bedingungslosen Grundeinkommens. Ich glaube auch an die Realisierbarkeit. Zum einen fällt ja die ganz Bürokratie weg, es muss ja nicht mehr alles geprüft und genehmigt werden. Auch wird dann nicht jeder nur Fernsehgucken. Jeder soll sich doch mal selbst fragen, ob er dann wirklich sofort alles hinschmeißen wird oder ob er doch nicht lieber etwas sinnvolles tun will und mehr Geld zu Verfügung haben. Aber man hätte endlich mal wieder eine echte Wahl! Es gibt ja auch viele Studien inzwischen, die das ganze Modell schon zig-Mal durchgerechnet haben.

Achja, diese FAKT-Sendung habe ich auch gesehen und mich schon da gleich total geärgert. Da werden nach langem Suchen irgendwelche Negativbeispiele hervorgezerrt und vorgeführt. Und das bleibt dann bei den Leuten hängen... Klar ist das Mist, so zu handeln. Aber wie ja schon geschrieben wurde, irgendwann hat man halt keine Freuden mehr außer so destruktiven wie Aklohol, Nikotin und Fernsehen. Und wirklich stolz und glücklich schienen die Eltern ja nun auch nicht grade zu sein wegen ihrem Verhalten. Da muss man schon fragen, ob sie nicht schon auch durch die allgemeinen Umstände dazu getrieben wurden.

Und noch eine Sache, ich finde wir sollte nicht vergessen, dass wir alle ein Solidargemeinschaft bilden. Wenn ich mehr Krankenversicherung zahle als ich durch Behandlungen wiederkriege, dann ärgere ich mich nicht, sondern bin froh, dass ich nicht kränker war und weiß, dass andere von meinem Geld jetzt eine teuere, aber notwendige Behandlung kriegen. Das gilt auch für Rentner, Arbeitslose und auch Menschen mit osteuropäischem Akzent und nicht nur, weil ich selbst auch was kriegen will, wenn ich mal betroffen bin. Ich maße mir auch nicht an, zu entscheiden, wer es "wert" ist, mit durchgefüttert zu werden und wer zu faul oder asozial dafür ist. Jeder kriegt, der Kuchen ist wirklich groß genug dafür, wir haben ein jährliches Bruttoinlandsprodukt von 25.000 € pro Kopf!

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Lieber mit dem Fahrrad zum Strand als mit dem Mercedes zur Arbeit


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BeitragVerfasst: 12. Dezember 2007 10:43 
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NFP-Gräfin

Registriert: 8. Juni 2006 15:54
Beiträge: 3478
Wohnort: zu Hause
NFP seit: 18.08.2006
B.Nutzerin hat geschrieben:
Also sind 345,- erstmal theoretisch gesehen, zwar ausreichend, aber in der Praxis- keine Chance!
Klar, soll das n Anreiz auf Arbeit sein- aber so gehts nicht.


Allein schon der Antrag soll ein Anreiz auf Arbeit sein. :roll:
Ich bin da ja grad ein wenig entnervt von den ARGE-Menschen. *motz*


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