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 Betreff des Beitrags: ZS-Auswertung schwierig -> Binnendifferenzierung?
BeitragVerfasst: 19. Oktober 2019 13:07 
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Kurven-Rätslerin

Registriert: 29. April 2016 14:31
Beiträge: 240
NFP seit: 04/2016
Hallo ihr Lieben,

ich hätte auch mal gerne eure Einschätzung zum Thema Binnendifferenzierung.

Seit ich 2016 zum ersten Mal NFP ausprobiert habe (damals nur zur Beobachtung), habe ich immer das gleiche Problem: Ich kann meinen ZS kaum auswerten.
Da ich meine Zyklen schon länger nicht mehr im Kurvenreich eintrage, versuche ich mal zu beschreiben, warum. Vielleicht trage ich auch beispielhaft mal 1 oder 2 Zyklen nach.
Zu Beginn des Zyklus gibt es meistens eine kurze trockene Phase von 2-3 Tagen Länge. Danach S und dann geht es auch meistens sehr schnell los mit eiweißartigem, glasigem S+. Der sieht dann wirklich bilderbuchmäßig aus, inklusive feuchtem, nassem oder auch rinnendem Empfinden und einem rutschigen Gefühl ("Huch"-Gefühl mit Klopapier). Diese Phase hält bis kurz vor der ehM (normalerweise ZT 15 oder 16) an. Ich habe dann weiterhin S+, aber nicht so schönen S+. Ich würde sagen, der ist genau in der Mitte zwischen meinem Bilderbuch-S+ und S. Er ist wieder trüber und weißlich, zieht aber immer noch Fäden. Diesen ZS habe ich dann so um die ehM herum. Am Tag der 2. hM kommt ziemlich zuverlässig ein Umschwung zu S. Dieser Umscheung hält zwei Tage und am letzten Tag der Schleimauswertung gibt es plötzlich wieder einen kleinen Umschung Richtung S+. Der ZS zieht dann oft wieder kleine Fäden. Nach 1-2 Tagen wieder ein Umschwung zu S und am letzten Tag der Auswertung wieder: S+.
Und dieses Spiel setzt sich manchmal bis kurz vor der Mens fort oder ich kann gar nicht auswerten.
Würde ich die beschriebenen S+-Arten in Kategorien einteilen, würde ich sagen, dass der S+, der mir immer die Auswertung vermasselt, zwischen dem mittelmäßigen S+ während der ehM und S steht. Also quasi so:

Bilderbuch-S+
-
S+ (zur ehM)
S+ (der Auswertungs-Zerstörer)
S
etc.

Bilderbuch-S+ und ehM-S+ heben sich bei mir deutlich voneinander ab. Da sehe ich deutliche Unterschiede und auch Empfinden und Fühlen verändert sich (S+-Merkmale bei Empfinden und Fühlen habe ich auch meistens nur in der Phase mit Bilderbuch-S+, den restlichen Zyklus nehme ich in diesen beiden Kategorien oft keinerlei Veränderungen wahr, also "nichts"). Nur im vorletzten Zyklus, da war es ausnahmsweise mal nicht der optischeAspekt, der mir die Auswertung vermasselt hat, sondern ein ständiges rinnendes Empfinden.

Als ich früher noch beobachtet habe, war mir das relativ egal. Ich habe diesen Auswertungs-Zerstörer-S+ oft ignoriert und dann trotzdem ausgewertet. Jetzt möchte ich Sensiplan aber gerne zur Verhütung anwenden und versuche das seit mittlerweile fast einem Jahr. Mein *mann* steht auch dahinter und möchte es mit Sensiplan versuchen.

Aber: Es klappt eben einfach nicht! Ich konnte bisher keinen Zyklus auswerten (was mir mittlerweile auch ordentlich auf die Motivation schlägt) und *mann* sitzt mir mittlerweile auch etwas ungeduldig im Nacken und fragt, ob wir es nicht doch mal mit etwas anderem versuchen wollen aka. Hormone.

Ich habe übrigens auch schon verschiedene Abnahmeorte, Abnahmezeiten und eine MuMu-Auswertung probiert. Macht keinen Unterschied bzw. macht mein MuMu, was er will, also ist das auch keine Option.

Ich verstehe ja, dass man auch mal Zyklen hat, die man halt nicht auswerten kann, aber das ist bei mir irgendwie schon der Normalfall mit dem nicht auswerten können (2016 hatte ich wenigstens mal 2 Zyklen, wo ich 2 Tage vor der Mens fertig war :roll: ).

Deshalb also nun die Frage (weil seit gestern eh ein neuer Zyklus angefangen hat ;-) ): Könnte ich ein Fall für die Binnendifferenzierung sein?

Würde mich über eure Einschätzungen freuen.

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 Betreff des Beitrags: Re: ZS-Auswertung schwierig -> Binnendifferenzierung?
BeitragVerfasst: 20. Oktober 2019 11:50 
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hat sich gut eingelebt

Registriert: 20. November 2017 22:36
Beiträge: 124
NFP seit: November 2017
Hallo Pandi,

In meinem NFP heute steht:
"Es gibt ganz selten die Situation, dass die Einteilung in S und S+ zu grob ist. Dafür gibt es eine Sonderregel, die jedoch nur angewendet werden kann, wenn über mehrere Zyklen die Erfahrung gemacht wurde, dass der Höhepunkt immer erst deutlich nach der abgeschlossenen Temperaturauswertung bestimmt werden kann. Nur in diesen seltenen Fällen wird geprüft, ob ein Umschwung von einer besseren zu einer schlechteren Qualität innerhalb der gleichen Kategorie beobachtet werden kann. Dann können ausnahmsweise die dem Umschwung folgenden Abkürzungen der gleichen Kategorie eingeklammert werden." (5. Auflage, Seite 49)

Von dem was zu schreibst, würde ich sagen, dass beides bei dir zutrifft, und du daher eine potenzielle Kandidatin für die Differenzierung bist. Wie genau sich diese wiederum äußert, kannst am Ende nur du selbst entscheiden.
ICH PERSÖNLICH (bin kein Profi!) würde sehr wichtig finden, dass du selbst deine "Unterkategorie" eindeutig erkennst und definierst, damit du dir am Ende dein Schleimsymptom nicht schönredest, verstehst du was ich meine? Zb. der eine Tag mit "nass", der dir mal die Auswertung kaputt gemacht hat, würde es auch mit Binnendifferenzierung weiterhin tun, da "nass" scheinbar nicht zu deiner (S+)-Kategorie gehört.

Daher wäre mein Rat an dich, den Schleim haargenau zu dokumentieren (evtl sogar mit Bildern?) und dich auch mal bei einer NFP-Beraterin zu melden, um dir da die nötige Sicherheit zu geben?

Hast du dir die anderen Threads zum Thema Binnendifferenzierung mal durchgelesen? Ich könnte mir vorstellen, dass du darin etwas Orientierung findest. Eine eindeutig Handlungsanweisung gibt es bei diesem sehr individuellen Thema allerdings nicht.

Hast du sonst auch alternative Verhütungsmöglichkeiten? Ich zb kann meinen Schleim auch manchmal erst an HL 6-9 auswerten, was ich persönlich sehr spät finde, weil mir da auch so ein deutlich minderwertigerer S+-Schleim begegnet. Und wenn das so ist, ich mir also schon vorher sicher bin, dass mein Eisprung stattgefunden hat, dann kommt es für mich in Frage ein paar Tage nur mit dem Diaphragma zu verhüten, bis ich eine regelkonforme Auswertung ohne BD (weil ich dafür eher keine gute Kandidatin bin) zustande bringe. Bei dir wäre das ggf. dann die gesamte Hochlage?

Vielleicht magst du auch mal 1-2 Zyklen im Kurvenreich nachtragen, in denen du einfach mal den Schleim mit deiner Binnendifferenzierung einträgst, damit man mal sieht, was genau da bei dir passiert?

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 Betreff des Beitrags: Re: ZS-Auswertung schwierig -> Binnendifferenzierung?
BeitragVerfasst: 20. Oktober 2019 15:35 
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Kurven-Rätslerin

Registriert: 29. April 2016 14:31
Beiträge: 240
NFP seit: 04/2016
Hallo Stestina,

danke für deine Einschätzung.

Ja, N&S gibt zu dem Thema leider nicht viel her und ich habe auch hier im Forum immer wieder die Unsicherheiten zu diesem Thema mitbekommen.

Einen Zyklus habe ich jetzt mal nachgetragen, aber ohne Binnendifferenzierung: http://www.nfp-forum.de/kurvenreich/kur ... 07-17.html (Ich hoffe, das funktioniert mit dem Link und ich habe alles richtig eingestellt.)

Ich wollte eigentlich mal mit BD eintragen, ABER: Mir ist endlich wieder eingefallen, was mich die ganze Zeit davon abhält, eine BD zu machen.
So wie ich das verstehe (und auch aus früheren Diskussionen in Erinnerung habe), ist die BD für Frauen gedacht, die keinen Umschwung oder erst sehr spät einen Umschwung von einer besseren zu einer schlechteren Kategorie haben, z.B. von S+ zu S. Ich habe ja einen Umschwung von S+ zu S und diesen auch relativ zeitnah zum Temperaturanstieg. Dieser Umschwung hält nur leider nicht an und es gibt immer wieder Umschwünge zu einem minderwertigen S+, was mir die Auswertung versaut.

Die Frage wäre also genauer formuliert nicht einfach nur, ob ich grundsätzlich eine BD machen könnte, sondern ob ich mit Umschwüngen und trotzdem nicht möglicher Auswertung eine BD machen darf.
Bzw. wäre das dann überhaupt noch eine BD? Ich habe nämlich das Gefühl, den S+ Schleim dann quasi zum S-Schleim zu degradieren, damit die Auswertung endlich mal klappt, ist auch nicht so wirklich regelkonform.

Hätte ich diese Umschwünge zu S nicht, würde ich wohl schon längst BD machen. Diese Umschwünge halten mich aber davon ab. Es fühlt sich irgendwie nach Schummeln an. Andererseits muss ich halt echt sagen: Wenn ich den Auswertungs-Zerstörer-S+ nicht "ignoriere", kann ich nicht auswerten, was gleichzeitig bedeutet, dass Sensiplan bei mir in Sachen Verhütung nicht funktionieren würde *nixweiss*

Und zum Thema alternative Verhütungsmethoden: Momentan benutzen wir Kondome, was uns beide aber so langsam nervt. Dia würde ich eventuell mal ausprobieren, habe aber noch Bedenken bezüglich Sicherheit, Anwendung, etc.. *mann* traut dem Ding nicht so wirklich über den Weg, also wird er es wohl auch nicht ausprobieren wollen. Ansonsten habe ich mich mal bezüglich Kondomen für Frauen schlau gemacht (war aber nicht so angetan, von dem, was ich da gelesen habe) und ja. Im Moment fallen mir ehrlichgesagt keine weiteren Barrieremethoden ein *kopfkratz* Mens-Demenz lässt grüßen.
*mann* wird eben wie gesagt so langsam ungeduldig. Dass seine Ex erfolgreich und ohne Nebenwirkungen hormonell verhütet hat, hilft mir da leider auch nicht weiter, obwohl es bei mir Gründe gibt, die Finger davon zu lassen.
Ich bin also in der Beziehung, wie wir dann zukünftig verhüten wollen, gerade etwas aufgeschmissen. Sensiplan erschien mir seit der Entdeckung vor fast 4 Jahren als quasi perfekt für mich. Und jetzt klappt es leider nicht *nixweiss*

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 Betreff des Beitrags: Re: ZS-Auswertung schwierig -> Binnendifferenzierung?
BeitragVerfasst: 20. Oktober 2019 17:40 
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hat sich gut eingelebt

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Danke für das Eintragen des Zyklus! Weißt du auch noch, wie dein Schleim jeweils ausgesehen hat, bzgl weiß/glasig/glasklar?
Trag doch zum Testen wirklich mal die BD ein! Geht ja nichts verloren dadurch ;-) wo würdest du da deinen Umschwung setzen?

Ich finde es total gut und richtig, was du dir für Gedanken machst, ob du die BD anwenden darfst oder nicht. Ist wirklich ein interessanter Fall. Hast du vielleicht die Möglichkeit dich tatsächlich professionell beraten zu lassen? Gibt es NFP-Beraterinnen in deiner Nähe? Bevor es dich unfreiwillig in die hormonelle Verhütung treibt, würde ich das auf jeden Fall machen und auch einen etwas längeren Weg in Kauf nehmen.
Ich kann mir nämlich schon vorstellen, dass du trotz deiner kurzen Umschwünge noch eine Kandidatin für BD bist.

Mir fällt ansonsten noch das Lea ein, da es aber ähnlich ist wie das Dia, schätze ich, wird es von deinem *mann* ebenso schlecht akzeptiert. Mich macht das richtig traurig, dass man sich da als Frau dann so aufgeschmissen fühlt, und die Männer sind irgendwie fein raus, nachdem sie gesagt haben, dass sie Kondome doof finden... aber ok, das ist ziemlich OT.

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 Betreff des Beitrags: Re: ZS-Auswertung schwierig -> Binnendifferenzierung?
BeitragVerfasst: 20. Oktober 2019 18:43 
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Inventar

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Eine mögliche Alternative: Rötzers NER. Dort wird die Schleimauswertung von Haus aus anders gemacht. Sie wird nicht in Schleimkategorien gedacht, sondern der subjektiv beste ZS stellt den Schleimhöhepunkt dar, nach dem die höheren Messungen zu zählen begonnen werden. Wenn du den Bilderbuchschleim so eindeutig von dem anderen ZS unterscheiden kannst, wie es in deinem Text klingt, ist damit eine Auswertung vielleicht leichter. NER hat auch keinen schlechteren PI als Sensiplan.

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 Betreff des Beitrags: Re: ZS-Auswertung schwierig -> Binnendifferenzierung?
BeitragVerfasst: 20. Oktober 2019 20:01 
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Kurven-Rätslerin

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Ah, dann funzt der Link also :mrgreen:
Von ZT 13-16 war Bilderbuch-S+, den ich immer nur mit eiweißartig beschreibe (Kurvenreich macht daraus dann nur spinnbar). Er ist also glasig mit weißlichen Einschlüssen und lässt sich 3D-mäßig in alle Richtungen ziehen und verformen. Alles davor und danach ist die Kategorie, die ich als ehM-S+ im ersten Post beschrieben habe. Also weißlich oder auch mal gelblich und er zieht immer noch Fäden, aber nicht mehr ganz so schön. Und nach dem SH kommt dann nur noch der Auswertungs-Zerstörer, also der schlechteste S+, der mir aber immer noch etwas zu fadenziehend ist, um ihn als S abzutun.

Und wegen BD an dem Beispielzyklus: Da würde ich dann den schlechtesten S+ eben im Rahmen einer Binnendifferenzierung ausklammern, d.h. der erste ZS-Auswertungsversuch könnte dann abgeschlossen werden.

Wegen einer Beraterin müsste ich mich erst noch umgucken, obwohl ich hoffe, dass sich das vielleicht rein über das Forum klären lässt.

Naja, er findet Kondome nicht einfach so grundsätzlich doof wie viele andere Männer. Er hat von sich aus schon die richtige Größe benutzt und alles, es nervt uns nur so langsam einfach, weil da halt immer diese Unterbrechung ist und man den richtigen Zeitpunkt abwarten muss, um es drüberzurollen und dann muss es auch gleich losgehen, auch wenn ich vielleicht noch 2 Minütchen Vorspiel gebraucht hätte etc. Wir haben beide kein Problem damit, zu bestimmten Phasen des Zyklus Kondome zu benutzen, aber immer wird uns halt auf Dauer dann doch zu doof.
In die hormonelle Verhütung lasse ich mich schon nicht so schnell treiben, keine Angst. Da gäbe es bei mir zu viele Bedenken bzw. wären orale Verhütungsmittel bei mir auch aufgrund von Nahrungsmittelunverträglichkeiten keine wirklich sichere Option.

@ Sopherl: Danke für den Tipp. Dann wäre das was, was ich mir mal anschauen könnte.
Das einzige, was mich daran etwas verunsichern würde, wäre der Aspekt, dass der SH dann teilweise doch deutlich vor dem Temperaturanstieg wäre. Klar, es gibt Frauen, bei denen das auch bei Sensiplan so ist. Hab erst heute wieder in einen Thread zu dem Thema reingelesen. Wenn ich mir meine (zu kurzen) Umschwünge so anschaue, sind die halt alle immer nach der ehM. Ich hatte das bisher immer so interpretiert, dass mein ES evtl. am Tag der 2. hM kommt oder so, also ein bisschen verspätet *kopfkratz* Naja, letztenendes kann ich nicht in meinen Körper reingucken und sehen, was gerade wirklich abgeht *durchdreh*
Da sollte ich mich dann aber wahrscheinlich komplett nach Rötzer umstellen, falls das besser für mich passt, oder?

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 Betreff des Beitrags: Re: ZS-Auswertung schwierig -> Binnendifferenzierung?
BeitragVerfasst: 21. Oktober 2019 07:53 
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Inventar

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Freigegeben wird auch bei NER erst am Abend der 3. hM. Ein ES am Tag der 2. hM wäre also abgedeckt.

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 Betreff des Beitrags: Re: ZS-Auswertung schwierig -> Binnendifferenzierung?
BeitragVerfasst: 23. Oktober 2019 15:52 
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Im Grunde bist Du doch aber der Meinung, dass der spätere Schleim irgendwie "falsch" ist, deshalb möchtest Du ja auch die BD anwenden. Über die Temperaturauswertung würdest Du Dich ja trotzdem nicht hinwegsetzen. Eine Möglichkeit wäre vielleicht auch noch, das Dia in dieser BD-Zeit zu nutzen.

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 Betreff des Beitrags: Re: ZS-Auswertung schwierig -> Binnendifferenzierung?
BeitragVerfasst: 23. Oktober 2019 20:41 
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Kurven-Rätslerin

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@ Sopherl: Ja, klar. Aber das kommt mir halt doch ganz schön knapp vor.
Ich habe mich jetzt auch mal in die Threads hier im Forum zu Rötzer eingelesen (einfach so im Internet habe ich die Regeln bis jetzt nicht gefunden, Literatur leider auch nicht, klappere noch die Bibliotheken ab). Und naja, irgendwie fühle ich mich mit dem, was ich bis jetzt dazu gelesen habe in Verbindung mit meinem Problem nicht so ganz wohl? *nixweiss* Etwas konkreter: Wie oben schon angemerkt, wäre mein subjektiver SH immer vor der ehM. Ich weiß jetzt natürlich nicht, was Rötzer alles zu diesem Thema sagt, ob es da nochmal was zu beachten gibt, etc. In diesem Thread hier viewtopic.php?f=15&t=21082 wird auf Seite 1 kurz das Thema angeschnitten, ob es in der Auswertung große Unterschiede zwischen Sensiplan und Rötzer geben würde. Der O-Ton war eher nein, weil man bei Rötzer eben mit der Temperaturauswertung bis zum SH warten muss und bei Sensiplan eben, bis beides fertig ausgewertet ist. Somit wäre quasi bei beiden Methoden eine Bremse eingebaut, um ein verfrühtes Freigeben zu verhindern.
So wie ich das alles bis jetzt verstanden habe, würde das bei mir aber einen recht großen Unterschied machen (indem ich nämlich das eine Mal gar nicht und das andere mal wahrscheinlich ganz sicher auswerten könnte, haha, ok Spaß beiseite). Nehmen wir einfach mal an, ich könnte mit Sensiplan aktuell gut auswerten und mein doofer S+ würde S bleiben, dann wäre ich im Beispielzyklus an ZT 23/HL-Tag 7 mit der Auswertung fertig. Bei Rötzer hätte ich den SH z.B. an ZT 13 oder 15, beides vor ehM, es gäbe also keine Auswertungs-Bremse, weshalb ich an ZT 20 (Rötzer scheint ja die gleichen Ausnahmeregeln für die Temperatur zu haben), also HL-Tag 4 mit der Auswertung fertig wäre. Macht halt 3 Tage Unterschied nach hinten raus. Ist vielleicht nicht viel und vielleicht liege ich da auch mit meinem Sicherheitsempfinden falsch, aber ich würde lieber 3 Tage Puffer in Kauf nehmen, als eine mögliche Schwangerschaft.
Ich werde mich auf jeden Fall noch weiter damit beschäftigen, aber momentan bin ich noch etwas skeptisch.

@Lola: Was genau meinst du denn mit "falsch"? Ich verstehe dich jetzt irgendwie so, dass ich die ständigen Umschwünge zurück zu minderwertigem S+ quasi für "unnötig" halte und das durch die BD umgehen will, damit ich auswerten kann.
Falls es das ist: Ja, ein Stück weit schon. Wie gesagt verstehe ich, dass man nicht immer alle Zyklen auswerten kann. Von "schönreden" halte ich auch nicht wirklich was, vor allem nicht, wenn es um risikoreiche Phasen im Zyklus geht. Aber wenn ich bis zur Mens fruchtbar annehmen muss, weil mein ZS Bockmist macht, deshalb nicht auswerten und die Methode für die Verhütung verwenden kann, dann ist das wahrscheinlich auch nicht so ganz im Sinne des Erfinders. Zumal ich mir ziemlich sicher bin, dass im Beispielzyklus an HL-Tag 7/ZT 23, wo ich die Auswertung hätte fertig machen können, der ES wohl ziemlich sicher vorbei war.
Über die Temperaturauswertung würde ich mich auch nie hinwegsetzen. Die ist für mich sowas wie die feste Basis, an der ich nicht viel rütteln kann. Der ZS ist für mich das Zusatzzeichen, das mir weitere Aufschlüsse darüber gibt, was gerade passiert, was gerade am Zyklusanfang wichtig ist, aber eben auch, um sagen zu können, dass der ES jetzt stattgefunden hat, und vorbei ist (sinkendes Östrogen -> schlechterer ZS, usw.).
Es geht mir auch nicht darum, damit mehr Tage für die Freigabe rauszuschinden. Es geht mir darum, überhaupt mal auswerten und freigeben zu können. Aber da ich eben (zu kurze) Umschwünge habe, war ich mir nicht sicher, ob eine BD da regelkonform wäre. Ich würde mich nämlich schon gerne an die Regeln halten, denn die sind ja aus irgendeinem Grund da.

Wegen dem Dia muss ich nochmal mit meinem Freund reden. Vielleicht wäre es für ihn in der Zeit ok, wenn ziemlich sicher nichts mehr passieren kann.

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 Betreff des Beitrags: Re: ZS-Auswertung schwierig -> Binnendifferenzierung?
BeitragVerfasst: 23. Oktober 2019 23:35 
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Pandi hat geschrieben:
@Lola: Was genau meinst du denn mit "falsch"? Ich verstehe dich jetzt irgendwie so, dass ich die ständigen Umschwünge zurück zu minderwertigem S+ quasi für "unnötig" halte und das durch die BD umgehen will, damit ich auswerten kann.

Ja, schon. Du möchtest es umgehen. Klar geht es Dir darum, mehr freie Tage „rauszuschinden“! Um was denn sonst? Und das darfst Du grundsätzlich auch. Du könntest es ja auch einfach so hinnehmen, kannst Du halt nie auswerten, ist halt so, doof, aber was will man machen - aber das ist ja irgendwie nicht Sinn des Ganzen! Deine Temperaturkurve, Dein Empfinden, alles schreit, das ist doch ganz anders als es der Schleim anzeigt. Ja, es ist gefährlich, einfach irgendein ungeliebtes Zeichen zu ignorieren. Aber es gibt für Dich offiziell die Möglichkeit, den Schleim noch genauer zu differenzieren. Es ist eben nicht ein willkürliches „ich ignorier mal eben den Schleim, der mich stört“, sondern Du hebst Deine Schleimeinstufung insgesamt auf ein anderes Level. Und in diesem Bewertungsmaßstab stellst Du den nötigen Schleimumschwung fest. Du hast das jetzt über mehrere Zyklen beobachtet, Du kannst auch die BD erst mal noch über ein paar Zyklen beobachten und theoretisch nach den abgeschlossenen Zyklen schauen, ob da irgendwas ernsthaft gefährlich wäre und Dir überlegen, ob Du Dich "live" in der Situation sicher damit fühlen würdest.

Mir ist das nicht fremd, ich hab auch lange mit meinem Schleim gehadert, da war oft noch ein Fitzelchen klarer Schleim in der Hochlage und die Auswertung konnte nicht abgeschlossen werden. Andererseits war es sehr beruhigend, denn wenn sich der Schleim dann endlich mal bequemt hatte, sich auswerten zu lassen, war die Hochlage weit fortgeschritten und gefühlt 1000%ig sicher. Aber irgendwie wars auch schade um die Tage. Ich habe es letztendlich über den Muttermund gelöst, kam damit sehr gut zurecht. Und irgendwann wars auch egal, ob der Schleim eigentlich noch nicht ausgewertet gewesen wäre: die Temperatur war ausgewertet + der Muttermund war ausgewertet. Reicht. Aber ich hatte trotzdem selten schon am ersten möglichen Abend ungeschützten GV ;-) Dazu ist man ja nicht verpflichtet.

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 Betreff des Beitrags: Re: ZS-Auswertung schwierig -> Binnendifferenzierung?
BeitragVerfasst: 24. Oktober 2019 08:54 
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Ich hatte (und habe gelegentlich) ein sehr ähnliches Problem. Nämlich rutschigen S+-Schleim in der Hochlage, wenn die Auswertung eigentlich schon durch ist. Dieser Schleim unterscheidet sich grundlegend vom S+-Schleim um den Eisprung herum. Er war weißlich/gelblich cremig, aber eben sehr rutschig, rutschiger als der S+-Schleim um den Eisprung (sonst hatte ich nie S+). Ich hatte also tatsächlich zwei grundverschiedene S+-Schleime. Was ja erst mal auch völlig normal ist, nur eben doof, wenn es dann eine Auswertung verhindert.

Mir war es wichtig zu wissen, dass es normal ist, dass der Schleim während der Hochlage wieder besser wird, das Östrogen steigt ja auch wieder an. Nicht so hoch wie vor/um den Eisprung. Aber bei manchen Frauen reicht das eben, um eine Verbesserung des Schleims zu bewirken. Und ich halte es für gerechtfertigt, dass man dann auch eine Art Binnendifferenzierung anwendet, auch wenn das nicht so ganz genau in N+S steht.

Ich werte dann den rutschigen S+-Schleim ab, in dem quasi das rutschig "ignoriere". Wenn ich also eine zweite andere S+-Eigenschaft hätte, würde ich mit S+ bewerten und eben nicht auswerten. Wenn ich gänzlich anderen S+-Schleim habe, bleibt der auch S+. Nur diesen einen cremigen, weißlich/geblichen, rutschigen Schleim bewerte ich mit (S+). Damit hab ich bisher gute Erfahrungen gemacht. Und mich damit auch sicher gefühlt.

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Saruman believes it is only great power that can hold evil in check, but that is not what I have found. I found it is the small everyday deeds of ordinary folk that keep the darkness at bay. Small acts of kindness and love - Gandalf (aus The Lord of the Rings von J. R.R. Tolkien)


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 Betreff des Beitrags: Re: ZS-Auswertung schwierig -> Binnendifferenzierung?
BeitragVerfasst: 27. Oktober 2019 19:02 
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Registriert: 20. November 2017 22:36
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Lola hat geschrieben:
Aber es gibt für Dich offiziell die Möglichkeit, den Schleim noch genauer zu differenzieren. Es ist eben nicht ein willkürliches „ich ignorier mal eben den Schleim, der mich stört“, sondern Du hebst Deine Schleimeinstufung insgesamt auf ein anderes Level. Und in diesem Bewertungsmaßstab stellst Du den nötigen Schleimumschwung fest. Du hast das jetzt über mehrere Zyklen beobachtet, Du kannst auch die BD erst mal noch über ein paar Zyklen beobachten und theoretisch nach den abgeschlossenen Zyklen schauen, ob da irgendwas ernsthaft gefährlich wäre und Dir überlegen, ob Du Dich "live" in der Situation sicher damit fühlen würdest.


Ich bin da ganz bei Lola und würde es auch so machen. Mal nur theoretisch deine nächsten 2-3 Zyklen mit deiner eigenen Binnendifferenzierung auswerten (ohne freizugeben) und rückblickend gucken, ob dadurch eine gefährliche Situation hätte entstehen können. Denn so wie ich dich verstehe, würde das gar nicht passieren. Deswegen wollte ich dich ermutigen hier im Kurvenreich mal tatsächlich die (S+) Kürzel zu verwenden ;-)

Edit: Zitat korrigiert

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