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 Betreff des Beitrags: Ärzte weigern sich Spirale danach zu legen
BeitragVerfasst: 3. Juni 2019 12:02 
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neu hier

Registriert: 31. Oktober 2009 14:28
Beiträge: 5
Hallo zusammen.
Wir hatten diesen Zyklus eine Kondompanne in der fruchtbaren Zeit. Am nächsten Morgen pidana genommen, war aber unsicher ob der Es nicht schon war. Da ich sowieso schon länger überlegt habe mir eine Kupferspirale legen zu lassen, habe ich beschlossen gleich am nächsten Tag bei meiner Ärztin anzurufen um einen Termin zu vereinbaren zum Spirale legen. Sagt mir die Sprechstundenhilfe: "SOWAS machen wir nicht!" ich :"ähhh wie bitte? Ist doch eine normale Kupferspirale, machen sie das nicht? Sie: (fragt nochmal nach)..." nein, machen wir nicht. Wir machen keine Abbrüche. "
Ich hab dann nochmal erklärt dass der Unfall ca 25 Stunden her ist, da ist noch nix abzubrechen, aber da war das Gespräch für sie beendet.

Hab ich bei einer anderen Ärztin angerufen, dort war ich zuvor Patienten, auch viele Jahre. Auch hier kannte die Sprechstundenhilfe die Spirale danach nicht und hat gleich nein gesagt. Aber zumindest hat sie angeboten dass die Ärztin zurück ruft. Hat diese dann auch, mir erklärt dass sie aus medizinischen Gründen absolut gegen die Spirale danach ist, weil es dann, falls die Eizelle befruchtet wäre, sehr wahrscheinlich zu einer Eileiter Schwangerschaft kommen würde.

Der Unfall ist jetzt 16 Tage her, Sst immer noch negativ, ich denke das passt jetzt. Ich frage mich jetzt aber schon, was denn jetzt stimmt. Bei Pro familia ist das als ganz normale notfallverhütung beschrieben und ich wurde angeredet als würde ich einen Abbruch schwarz in der 30. Woche verlangen.

Hat noch jemand solche Erfahrungen gemacht?


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 Betreff des Beitrags: Re: Ärzte weigern sich Spirale danach zu legen
BeitragVerfasst: 3. Juni 2019 12:32 
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Hochlagenjunkie

Registriert: 19. Januar 2015 18:37
Beiträge: 583
NFP seit: 01/2015
Ja, ich.
Ich wollte wegen Verhütungspanne und echter Schwangerschaftspanik auch mal eine Spirale danach.
Wurde auch von der Sprechstundenhilfe regelrecht abgewürgt, weil sie sowas doch nicht machen würden.
Immerhin müsste man vor jedem Legen einen Abstrich machen und schauen ob eh keine Infektion vorliege und das ginge ja gar nicht so schnell...

_________________
two little lionesses *12/23 & *04/26


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 Betreff des Beitrags: Re: Ärzte weigern sich Spirale danach zu legen
BeitragVerfasst: 3. Juni 2019 20:36 
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hat sich gut eingelebt

Registriert: 5. August 2014 16:09
Beiträge: 165
NFP seit: 04/2015
Uff, das muss eine unangenehme Situation gewesen sein. Hier in der Gegend gibt es wenige Arztpraxen, die auf ihren Internetseiten die Spirale oder Gynefix explizit als Notfallverhütung anbieten. Habe ich mal extra recherchiert aus der Befürchtung heraus, dass viele Ärzte da eher ablehnend reagieren.

Finde es echt ein Unding, dass mache Praxen ihren Patientinnen dieses Verhütungsmittel verweigern und sich auch noch so unsensibel verhalten *ko*

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 Betreff des Beitrags: Re: Ärzte weigern sich Spirale danach zu legen
BeitragVerfasst: 3. Juni 2019 21:16 
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NFP-Guru

Registriert: 28. März 2010 22:17
Beiträge: 2558
Ich kenne es tatsächlich so, dass die Frauen erstmal mit ihrem Spiralenrezept kommen, man bestellen muss und sich das auch mal etwas hinziehen kann. Die Ärzte müssten entweder Spiralen bevorraten oder welche nehmen, die schnell zu beziehen sind. Und das dann auch noch machen. Morgen im Zyklus ist der Gebärmutterhalskrebs auch etwas straffer als während der Mens. Da kann man allerdings auch Prostaglandine geben um das Legen einfacher zu machen.

Wenn man wollte, wäre es machbar.

_________________
Die Erde ist ein Nudelsieb


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 Betreff des Beitrags: Re: Ärzte weigern sich Spirale danach zu legen
BeitragVerfasst: 3. Juni 2019 21:39 
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Kurven-Rätslerin

Registriert: 22. März 2014 20:12
Beiträge: 221
NFP seit: Januar 2014
Von solchen Reaktionen habe ich leider schon öfters gehört *knuddel*
Ich habe mir nach einer Kondompanne auch eine Spirale legen lassen, was zum Glück auch relativ problemlos ging. Ich habe sogar gleich am nächsten Tag einen Termin dafür bekommen, obwohl sie eigentlich keine mehr hatten. (Ich war damals schon dort Patientin.) Die Praxis ist in Regensburg, ich kann gerne auch per pm schreiben, welche.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ärzte weigern sich Spirale danach zu legen
BeitragVerfasst: 3. Juni 2019 21:42 
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neu hier

Registriert: 31. Oktober 2009 14:28
Beiträge: 5
Ich finde es halt auch sehr seltsam, dass es in den Praxen so unbekannt ist. Spirale legen sie ja schon.

Für mich persönlich war es jetzt nicht so schlimm. Ich bin in einer Situation wo eine Schwangerschaft zwar nicht mein Wunsch ist, aber es wäre kein Weltuntergang gewesen. Anderen Frauen geht es da vielleicht ganz anders. Mir dreht es den Magen um wenn ich dran denke dass jemand wegen dieser Unwissenheit und/oder Ignoranz einen Abbruch machen lassen müsste.

Ich glaube ich frag da bei profamilia mal nach was die drüber denken, das interessiert mich.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ärzte weigern sich Spirale danach zu legen
BeitragVerfasst: 3. Juni 2019 21:43 
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Kurven-Rätslerin

Registriert: 23. September 2011 15:55
Beiträge: 393
Ich habe mir vor einigen Jahren mal die Spirale danach legen lassen, war ähnlich problematisch wie bei Dir.
Mein FA sagte erst direkt nein, er wusste nicht mal, dass das geht.
Ich hab dann im Netz eine Praxis bei mir in der Stadt gefunden, die sich auf diese Art der Notfallverhütung spezialisiert hatte. Dort hätte ich allerdings sowohl das Legen, als auch die Spirale selbst zahlen müssen und wäre bei knapp 600€ gewesen. Ich hab dann natürlich trotzdem dort einen Termin gemacht. Zum Glück hatte mein Arzt es sich zwischenzeitlich anders überlegt und sich bereit erklärt mir die Spirale, ohne erforderlichen Abstrich, zu legen.
Es war mitten im Zyklus, ich hab vorher zwei Cytotec bekommen und Buscopan. Das Legen war so gut wie schmerzfrei.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ärzte weigern sich Spirale danach zu legen
BeitragVerfasst: 4. Juni 2019 20:49 
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nicht mehr ganz so neu

Registriert: 24. Januar 2013 18:27
Beiträge: 99
NFP seit: 02/2013
Ich war zwar nicht in der Situation, hab mir aber nach der Geburt eine Kupferspirale legen lassen.
Für die Spirale bekam ich ein Rezept, die hab ich online bestellt und binnen 2 Tagen erhalten. Die hat keine 30€ gekostet und ist schon das "hochwertigere" Modell mit Goldinlay (angeblich weniger Entzündungen), das Legen selber 120€. Cytotec hab ich auch während der Mens bekommen zum weichmachen. Abstrich wurde m.W. nicht gemacht.
600€ ist echt happig, die Spezialisierung lässt man sich offenbar fürstlich bezahlen...
Ich glaube aber auch nicht, dass meine Gyn Notfallspiralen legt. Die hatten schon einige Male junge Mädels, die dann kollabiert sind etc. und schicken daher öfter weiter in die Klinik zum Legen in Narkose (meine Schwester arbeitet in der Praxis).

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 Betreff des Beitrags: Re: Ärzte weigern sich Spirale danach zu legen
BeitragVerfasst: 5. Juni 2019 11:14 
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Moderatorin

Registriert: 21. April 2009 10:41
Beiträge: 3518
NFP seit: 03/09
Mein FA gibt zumindest die Gynefix explizit als Notfallverhütung an, die KS nicht. Wobei ich mich schon frage, wo da der Unterschied sein soll, Kupfer ist Kupfer und anders als bei der Gynefix kann die KS im Normalfall ja von jedem Gyn gelegt werden. Es tut mir echt leid, dass offensichtlich doch einige Frauen diese Erfahrung machen mussten. Wenn ich mir vorstelle, dass ein FA so was verweigert und sich dann vielleicht ein junges Mädchen mit einer ungewollten Schwangerschaft herumplagen muss, dann stellt es mir die Haare auf!

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 Betreff des Beitrags: Re: Ärzte weigern sich Spirale danach zu legen
BeitragVerfasst: 5. Juni 2019 11:31 
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Kurven-Rätslerin

Registriert: 23. September 2011 15:55
Beiträge: 393
Traurig finde ich auch, dass ich meinem Gyn überhaupt erstmal erklären musste, dass das geht. Er wollte mir noch ewig die Pille danach andrehen (der Kondomunfall war am Tag vor ehM, es wäre wahrscheinlich nutzlos gewesen), und zu guter Letzt fragte er noch, ob ich die KS oder die Mirena wolle *ko*

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 Betreff des Beitrags: Re: Ärzte weigern sich Spirale danach zu legen
BeitragVerfasst: 13. Juni 2019 09:54 
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Hochlagenjunkie

Registriert: 5. Oktober 2010 10:49
Beiträge: 644
NFP seit: 10/2010
Ich hatte das auch mal so ähnlich. Verhütungspanne mitten in der TL, wenige Tage vorm ES. Ich habe dann auch gleich die PD eingeworfen, aber eigentlich war mir das nicht sicher genug. Ich habe keinen Arzt gefunden, der mir die Spirale danach gelegt hätte ("sowas machen wir nicht", "ist auch nicht zuverlässiger als die PD", "Gefahr von EL-SS" usw). Ich habe mich dann auch soweit abwimmeln lassen, dass die Wahrscheinlichkeit so mit PD doch eher gering ist, und bis zur Mens Blut und Wasser geschwitzt. Es ist glücklicherweise noch mal gut gegangen. Aber ich finde das auch aus heutiger Perspektive noch heftig. Ich habe damals ganz offen meiner FÄ kommuniziert, dass ich im Falle einer Schwangerschaft auf jeden Fall abtreiben würde, das stand für mich zu 100% fest. Eine Abtreibung ist für den Körper doch viel heftiger als einmal eine Spirale danach zu legen, die dann eh ein paar Jahre liegen bleiben sollte...

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...macht sich die Welt, wie sie ihr gefällt, in der Villa Kunterbunt - jetzt neu auch mit Stups (05/22) und Maus (09/25)


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