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 Betreff des Beitrags: Re: Leben in der Postmenopause
BeitragVerfasst: 19. Juli 2017 20:48 
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Kurven-Rätslerin

Registriert: 11. Dezember 2009 23:53
Beiträge: 450
Ich arbeite in einer psychiatrischen Praxis 8-) Das ist sehr anstrengend denn die Menschen die einem da gegenübertreten sind überwiegend - verständlicherweise- nicht soooo gut drauf. ;-) Aber- ich habe den Eindruck dass ich mich tapfer schlage. Hatte mal eine Phase in der es mit der Konzentration nicht so toll war, das hat sich aber wieder gegeben.

@Konfliktsituationen: Kann ich jetzt besser mit umgehen- besagte Gelassenheit hilft mir da. Ich war in meiner fertilen Zeit tatsächlich aufbrausender. Das habe ich zum großen Teil abgelegt, vieeeeel zu anstrengend. Ich schone meine Kraft. Ich springe nicht mehr über hingehaltene Stöckchen (oder sagen wir: nur noch ganz selten). Ich bin ganz bei mir, versuche in meiner Mitte zu bleiben (mir hilft dabei mein Glaube, Meditation, gescheite Ernährung, Bewegung, Psychohygiene, Pflege meiner sozialen mich stärkenden Menschen, Natur, Musik,) das sind meine Kraftquellen die ich anzapfe um bestehen zu können.

Bis jetzt klappt das ganz gut.

Ich mach mir immer Mut und denke mir: Die anderen vor mir haben es auch geschafft. *freunde*

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Wer in sich ruht, muss niemandem etwas beweisen. Wer um seinen Wert weiß, braucht keine Bestätigung. Wer seine Größe kennt, lässt den anderen die ihre.

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 Betreff des Beitrags: Re: Leben in der Postmenopause
BeitragVerfasst: 12. Juni 2018 22:51 
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neu hier

Registriert: 17. Juli 2013 09:59
Beiträge: 38
Wohnort: in Schleswig Holstein
NFP seit: 17.07.2013
Schon wieder ist fast ein Jahr Ruhe hier gewesen.
Ich dachte immer nach der letzten Regelblutung ist Ruhe im Bauch! Die ist nun ein knappes Jahr her, die davor allerdings auch, also ein letztes "Herausquetschen", wie hier jemand schrieb. Nun bemerke ich immer mal wieder ein Ziehen im Unterleib und einige Tage danach kommt ein zäher Schleim heraus. Meine Gebärmutter hat wohl noch immer nicht ganz aufgegeben ;-) Vor etwa 1 Monat kam wieder etwas Neues dazu: meine Brust wurde schwerer und mein Oberbauch dicker! Zu meinem Leidwesen besteht dieser Zustand nun schon 3 Wochen, puh, da muss ich mir etwas einfallen lassen, die Plauze gefällt mir gar nicht! Eigentlich aber kann ich mich nicht beklagen. Meine persönlichen Sommer (auch ein Zitat) kommen ein paar Wochen lang 2 oder 3 Mal am Tag und dann einige Tage lang viel öfter doch immer so, dass ich nicht leide. Ich hatte eine Zeitlang mit melancholischen Tagen zu kämpfen, doch dann habe ich Cimicifuga D3 zu nehmen begonnen und das hilft prima! Nur stirbt gerade die Generation vor meiner nach und nach weg. Und ich erinnere mich daran, dass ich vielleicht noch 20 Jahre habe und wie die Zeit vergeht und wie alt mein Spiegelbild aussieht (ich bin Jahrgang ´61) im Gegensatz zu meinem Gefühl. Dann bin ich froh, dass ich einen wunderbaren Schatz an meiner Seite habe!
Aber auch so hatte ich beim Lesen das Gefühl, dass Ihr anderen auch hinnehmt, was nun mal ist und gut ist es.
Mann, ich sollte mit dem Grübeln aufhören! Dagegen ist noch kein Kraut gewachsen...


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 Betreff des Beitrags: Re: Leben in der Postmenopause
BeitragVerfasst: 12. Juni 2018 23:32 
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NFP-Gräfin

Registriert: 31. Dezember 2006 22:35
Beiträge: 4145
Wohnort: Mittelfranken
NFP seit: 1989-2008
Ach wenn das so einfach mit dem Hinnehmen wäre. Grede heute war ich sehr frustriert und traurig *wein* . Wir wollten unser wöchentliches Schäferstündchen halten, mein Mann und ich, und da ging einfach gar nichts. Dass ich keine Libido mehr habe, das ist ja seit Jahren schon so.
Trotzdem hatten wir unsere Freude miteinander und bei genügend Vorlauf, Zärtlichkeit, Rücken massieren usw. hat sich dann bei mir doch was gerührt. Entweder GV und da komme ich auch immer zum O. Oder wenn nicht hat es jedenfalls bisher immer dafür gereicht, dass ich noch meinen Mann begleiten konnte, bis zum. O und das hat sich immer sehr innig angefühlt, und ich liebe dieses Verbundenheitsgefühl.

Heute ging also nichts. Gar nichts. Es hat sich schon die Wochen vorher angekündigt. Wurde immer schwieriger. Ach Mensch, ich bin grade gar nicht im Reinen mit meinem Körper. Dass mir die Freude auch noch (vielleicht)abhanden kommt. :-( .

Dabei kann ich mich ja glücklich schätzen! Dass es bisher immer ging. Dass wir noch relativ häufig Sex hatten. Andere Paare haben ja seltener, oder zeitweise gar keinen. Teils jahrelang keinen.

Partnerschaftlich ist alles in Ordnung soweit ich das sehe. Bin sehr gerne mit meinem Mann zusammen. Wir passen gut zusammen wir zwei Individualisten und Halbverrückten. Ich finde meinen auch immer noch Mann sehr attraktiv...mich weniger :oops: . Habe eine Plauze. Bin einfach übergewichtig(wenn auch nicht so stark übergewichtig). Die fehlende Brust stört mich nicht, damit habe ich mich abgefunden. Das Abnehmen klappt nicht so gut, wie ich will.

Ja, das jammern hat jetzt mal sein müssen.

Vielleicht hat jemand eine Idee. Maca habe ich schon genommen, leider ohne Wirkung bei mir.

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Tuscany, neurodivers , 60, mit Mann und 4 erwachsenen Kindern, seit 2009 ohne Eierstöcke, Brustkrebs 08 und 25


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 Betreff des Beitrags: Re: Leben in der Postmenopause
BeitragVerfasst: 13. Juni 2018 00:38 
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Hochlagenjunkie

Registriert: 17. Januar 2009 01:26
Beiträge: 542
Melde mich auch mal wieder zurück. Letzte - echte - Mensblutung 7.11.2016.
Mitte 2017 hatte ich nochmal eine Blutung, ABER eindeutig ohne vorhergehenden Eisprung, also eine Art letzte Abbruchblutung. Im Oktober 2017 hatte ich nochmal zwei Tage lang etwas Schleim, aber das war es dann.

Hatte in den ersten Monaten nach meiner echten letzten Mens die schlimmsten Depressionen meines Lebens, da mein Östrogenspiegel regelrecht in den Keller gerauscht war. Habe es mit allen möglichen pflanzlichen Östrogenen versucht, nichts half. Cimicifuga ist, um es klarzustellen, KEIN pflanzliches Östrogen, sondern beeinflusst den Serotoninhaushalt und wirkt ähnlich wie die als ADs bekannten Serotoninwiederaufnahmehemmer. Auch das half bei mir nicht, ich wurde irgendwie gaga davon und habe es dann wieder gelassen.

In meiner Verzweiflung verschrieb mir eine FÄ (die ich seit Pillenzeiten eigentlich meide) im Sept. 17 dann körperidentisches, gelförmiges Östrogen zum Auftragen auf die Haut. Effekt war, dass ich binnen sechs Wochen pro Wo ein Kilo zunahm, meine Stimmung blieb dennoch im Keller, außerdem erhöhten sich meine Entzündungswerte, was sich u.a. an meinen Gelenken bemerkbar machte. Zusätzlich bekam ich Progesteron verschrieben, was ich erst vierzehn Tage später einnahm, um den Effekt des Östrogens von dem des Progesterons auseinanderhalten zu können. Ergebnis war, dass meine Depression sich für zwei Tage noch verschlimmerte. Also beides wieder abgesetzt.

Seit einigen Wochen nehme ich jetzt mittelhoch dosiertes Soja-Östrogen (enthält Genistein und Daizein), außerdem nutze ich jeden freien Moment, um mich im Freien aufzuhalten und Sonne zu tanken, fahre viel Rad und bin wieder pausenlos im Garten. Gleichzeitig habe ich mit Gingko angefangen, mittlere Dosierung, was mir hilft, wieder klarer zu denken und meine Gedanken zu ordnen. Ich konnte monatelang überhaupt keinen klaren Gedanken mehr fassen, geschweige denn mich auf irgendetwas länger als fünf Minuten konzentrieren. Das hat sich GsD gebessert, meine Angstzustände sind nicht ganz weg, habe hin und wieder noch schwache Beine, aber alles in allem hat sich mein Zustand gebessert. Seit einigen Tagen nehme ich zusätzlich Taurin, davon dreimal am Tag 500 mg. Soll positiv auf die Nerven und den Blutzuckerspiegel wirken.
Alles in allem geht es mir nicht mehr so schlecht wie am Anfang meiner Menopause, aber so wie früher wird es nie wieder werden. Ich vermisse das monatliche Hoch mit der immer wiederkehrenden Rosabrille und sehe das Leben und die Menschen nüchterner als früher, mein Humor ist verschwunden und ich habe kein Gefühl mehr für Situationskomik, alles ist wie weggeblasen. Unfruchtbarkeit scheint generell auch ernst zu machen, unabhängig davon, ob mit oder ohne synthetische Hormone.

@Tuscany: Meine Libido ist ebenso so rasant verschwunden wie seit Beginn meiner Menopause mein Östrogenspiegel in den Keller rauschte. Sie setzte vor über vierzig Jahren just mit meiner ersten Periode ein und genauso abrupt hörte sie auch auf, m.M.n. ist das von der Natur auch genauso so vorgesehen. Meine persönliche Meinung.

Apropos Hysterektomie. Habe ein sehr interessantes Buch gelesen über das Thema: „Hysterektomie, das überflüssige Organ?“ Ein Kapitel widmet sich auch dem Thema Orgasmusfähigkeit nach Entfernung der Gebärmutter und oder der Eierstöcke. Vllt. kennst du das Buch ja schon, es gibt noch ein paar weitere Bücher zu dem Thema, überwiegend jedoch auf englisch. In Deutschland wird das Thema m.M.n. noch immer viel zu wenig thematisiert.

Maca habe ich auch ausprobiert, hat bei mir auch nicht geholfen, bin nur noch nervöser davon geworden, vermute mal eine Marketingkampagne wie bei so vielen NEMs.

Gewichtszunahme: Habe durch das körperidentische Östrogen zugenommen, das ging jedoch nach Absetzen wieder weg. Jetzt, seit ich das Soja-Präparat nehme, habe ich ebenfalls wieder etwas zugenommen, auch viel Ausdauersport ändert daran nichts. Außerdem hat sich meine Fettverteilung geändert in Richtung Bauch, das gehört offenbar zur Unfruchtbarkeit dazu.
Man kann das auch bei kastrierten Haustieren beobachten, habe das früher nie verstanden, heute weiß ich, weshalb unsere Haustiere oft so dick sind, es liegt nicht alleine am Dosenfutter, sondern ganz schlicht und ergreifend daran, dass sie unfruchtbar sind. Wer schon mal in südlichen Ländern Urlaub gemacht hat, weiß, wie schlank dort streunende Katzen sind. Früher dachte ich, die sind knapp vorm Verhungern. Nein, sie sind einfach schlank und rank, so wie Säuger im gebärfähigen Alter das normalerweise sind, und so wie auch wir es vor unserer Menopause im Normalfall sind. Dasselbe Phänomen kennen wir von der Pille, auch die Pille macht unfruchtbar und - vorausgesetzt, es handelt sich nicht um jene schlankmachenden Gestagenpillen, die heute auf dem Markt sind – verändert die Fettverteilung in Richtung Bauchumfang.

Angeblich soll es ein Mittel geben, das diese Fettverteilung wieder zugunsten des Hüftfetts verschieben kann, nämlich HcG, also das natürliche Schwangerschaftshormon. Der Effekt wurde schon vor Jahrzehnten entdeckt und eine Zeitlang als Hollywood-Diät vermarktet. Heute ist HcG zu diesem Zweck offenbar weltweit verboten, ich habe aber noch nicht herausgefunden, weshalb.

Last but not least noch eine Anmerkung zur Antibabypille: Ich hatte schon am Ende meiner Pillenzeit den Verdacht, dass die Pille eine Art vorgezogene künstliche Menopause bewirkt und bin heute mehr denn je der Auffassung, dass die Pille nicht die Lutealphase verlängert, sondern eine Art Fake-Menopause erzeugt. Wenn die Pille die Lutealphase verlängern würde, was häufig hier im Forum vertreten wird, dann wäre auch die Menopause nichts anderes als eine verlängerte Lutealphase. Aber während der Pilleneinnahme gibt es keinen Gelbkörper, und die Hypophyse hört auf zu arbeiten, im Gegensatz zur Lutealphase und ganz wie in der Menopause, daher sind Menopause und Pilleneinnahme für mich ein und derselbe hormonelle Zustand. Vielleicht mache ich einen Denkfehler?

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Woman ist !Freigeist und unbeeinflussbar und hatte Nov 2016 mit 52 Jahren ihre letzte Mens, schnief-;(


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 Betreff des Beitrags: Re: Leben in der Postmenopause
BeitragVerfasst: 13. Juni 2018 09:14 
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NFP-Kaiserin

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Oh Mann, da hast Du ja was mitgemacht und tust es immer noch. *ko*
Tut mir leid, dass es bei Dir nicht so einfach war. *trösten*


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 Betreff des Beitrags: Re: Leben in der Postmenopause
BeitragVerfasst: 13. Juni 2018 20:51 
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NFP-Gräfin

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Woman, oje *knuddel* , so eine Odyssee *ko* .

Gebärmutter habe ich noch, die wollten sie mir mit den Eierstöcken auch gleich mit rausnehmen, aber die habe ich nicht hergegeben. Habe dann auch im Krankenhaus direkt eine Frau kennengelernt, die sich hat beschwatzen lassen und dann inkontinent war :-( .

Ich hatte ja die 9 Jahre nach Entfernen der Eierstöcke (mit damals 42) noch direkt ein schönes Sexleben, wenn auch anders als vorher und da hat es die Natur ja auch noch zugelassen, auch ohne Libido. Also ich glaube nicht, dass Sex und Erotik nur was für die fruchtbaren Jahre ist. Das Interesse daran war ja auch deutlich früher schon da(halt mit mir selbst). Hatte meine Menarche erst mit fast 16, und da ging es nicht erst los. Bei anderen Frauen ist das ja auch oft so, dass es im Kindsalter schon autoerotisch wurde. Zudem werden beim Orgasmus besondere Hormone ausgeschüttet, die als gesundheitsfördernd bekannt sind, die möchte ich mir nicht entgehen lassen.
Da habe ich einfach eine andere Meinung als du dazu.

Mein (trockener)Humor ist unverändert bei mir :mrgreen: , ich mag auch besonders Wortwitze, könnte mich da ewig drüber ausschütten vor Lachen, nach wie vor *lachen* .

Konzentration ist ein Problem für mich, aber ich schaffe es es mittlerweile eine Zeit lang wieder. Ich nehme Vit. D3, da mein Spiegel niedrig ist, sowie Mg und Vit K2. Mal sehen

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Tuscany, neurodivers , 60, mit Mann und 4 erwachsenen Kindern, seit 2009 ohne Eierstöcke, Brustkrebs 08 und 25


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 Betreff des Beitrags: Re: Leben in der Postmenopause
BeitragVerfasst: 13. Juni 2018 23:45 
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Hochlagenjunkie

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@Tuscany
ich hatte meinen ersten Orgasmus ein paar Monate nach meiner ersten Periode und meinen letzten ein paar Monate nach meiner letzten, seitdem ist Feierabend. Vor meiner ersten Periode hatte ich keine Fantasien, die als eindeutig sexuell bezeichnet werden können.

Einige Frauen hier im Forum beschreiben ja auch in der Post-Menopause gelegentlich noch S und S+. Die Rest-Libido nach der Menopause führe ich darauf und auf die bei einigen Frauen in der Post-Menopause ansteigenden Testosteron-Werte zurück.

Bei mir hat alles ziemlich schlagartig aufgehört. Mit dem Libido-Feuerwerk, das jeden Monat in der Eisprung-Phase stattfindet, hatte mein letzter Orgasmus nichts zu tun. So macht mir Sex keinen Spaß, ein Orgasmus verschafft mir auch keine Glücksgefühle mehr, es fühlt sich mechanisch an und ich habe dabei nicht mehr das unbeschreibliche spirituelle Gefühl wie früher, ich muss das nicht haben.

Apropos Sexualität vor der Geschlechtsreife:
Tuscany hat geschrieben:
Das Interesse daran war ja auch deutlich früher schon da(halt mit mir selbst). Hatte meine Menarche erst mit fast 16, und da ging es nicht erst los. Bei anderen Frauen ist das ja auch oft so, dass es im Kindsalter schon autoerotisch wurde.
Ich wäre vorsichtig, Kindern vor der Geschlechtsreife Sexualität oder sexuelle Fantasien zu attestieren, da auch Pädos so etwas lesen und ihre Taten mit solchen Äußerungen rechtfertigen. Erwachsene sollten das nicht thematisieren, da es genau die Stimulation ist, die Pädos suchen, Ende.

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 Betreff des Beitrags: Re: Leben in der Postmenopause
BeitragVerfasst: 14. Juni 2018 16:48 
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NFP-Gräfin

Registriert: 31. Dezember 2006 22:35
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Woman hat geschrieben:
Apropos Sexualität vor der Geschlechtsreife:
Tuscany hat geschrieben:
Das Interesse daran war ja auch deutlich früher schon da(halt mit mir selbst). Hatte meine Menarche erst mit fast 16, und da ging es nicht erst los. Bei anderen Frauen ist das ja auch oft so, dass es im Kindsalter schon autoerotisch wurde.
Ich wäre vorsichtig, Kindern vor der Geschlechtsreife Sexualität oder sexuelle Fantasien zu attestieren, da auch Pädos so etwas lesen und ihre Taten mit solchen Äußerungen rechtfertigen. Erwachsene sollten das nicht thematisieren, da es genau die Stimulation ist, die Pädos suchen, Ende.


Zum Glück sind die Zeiten vorbei, da man Selbstbefriedigung bei Kindern als Tabu Thema behandelt hat.Das Pädophilen dadurch Stimulation finden könnten sehe ich nicht als meine Verantwortung.
Ich spreche hier auch von mir Selbst und dem Alter von vor 16. ;-)
Es gab hier im Forum zu dem Thema übrigens schon threads dazu hier und hier

Das es für dich vorbei ist, mit der Sexualität sehe ich nicht als naturgemäße Entwicklung, die bei allen Frauen so abläuft. Wäre im Umkehrschluss jegliche Sexualität nach der Menopause etwas Unnatürliches?

Ich kann von mir selber berichten, dass es die Jahre nach der Eierstockentfernung einen Wandel meiner Orgasmen gegeben hat. Für mich sind die nicht mehr so körperlich, sondern eher, wie soll ich sagen *kopfkratz* mehr seelisch, auch geistig. Ich spürte dann sehr stark die Verbindung mit der Persönlichkeit, auch mit der Seele meines Mannes begleitet von einem Feuerwerk an Farben, die um uns herum pulsierten. Ich hatte die letzten Jahre die schönsten sexuellen Erlebnisse meines Lebens.

Auch von anderen Paaren weiß ich, dass es ihnen auch in fortgeschrittenem Alter sexuell gut geht.

Deswegen denke ich, dass auch wir einen Weg finden werden. Ich weiß im Moment keinen, aber bin zuversichtlich. Heute hatte ich wieder Qi Gong (mein zweites Mal) und wir haben mit dem unteren Dantian gearbeitet, bzw. wurde das in einer Übung mit einbezogen. Dabei ist mein Unterbauch ganz warm geworden. Das war ein gutes Gefühl. *sonne*

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 Betreff des Beitrags: Re: Leben in der Postmenopause
BeitragVerfasst: 14. Juni 2018 18:40 
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Kurven-Rätslerin

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@Wildkirsche:
Zitat:
Ich dachte immer nach der letzten Regelblutung ist Ruhe im Bauch! Die ist nun ein knappes Jahr her, die davor allerdings auch, also ein letztes "Herausquetschen", wie hier jemand schrieb. Nun bemerke ich immer mal wieder ein Ziehen im Unterleib und einige Tage danach kommt ein zäher Schleim heraus.


Oh ja, so ging es mir jetzt auch. 1 komplettes Jahr nix- und dann so ein komisches "Minigeschmiere"- dauerte 1,5 Tage und es war wieder fertig, davor fühlte es sich "mensig" an- Ziehen im Unterleib, und jetzt aktuell auch wieder ein wenig Brustspannen. Ich habe das Gefühl es sind die "letzten Zuckungen" bevor sich meine Gebärmutter komplett von der fertilen Zeit verabschiedet.

Bislang konnte ich mit allem was mir die Menopause so bescherte gut umgehen. 1 Jahr hatte ich recht intensive Wallungen, die konnte ich mit sibirischem Rhabarber gut verkraften, irgendwann half der nicht mehr und ich setzte ihn ab und hielt die Hitze ganz gut so aus bevor sie dann so gut wie komplett verschwand. Ich bin jetzt 51 und so mit 45 fing es zart an zu wallen- meinetwegen dürfen sich die Hitze/Kältewallungen (mein Thermostat war echt kaputt) verabschieden.

Tja meine Libido- die ist im Alltag ziemlich weg. Sex genieße ich aber nach wie vor- seltener und nicht mehr so intensiv aber immer noch befriedigend und schön. Ich trauere dem aber nicht hinterher- ich kann diese Tatsache absolut gut akzeptieren und konzentriere mich vermehrt auf andere Lebensinhalte- Kreativität z.B., soziales Engagement, mein Garten usw.

Meine Löwenmähne hat sich im Laufe der letzten 6 Jahre zu 3/4 verabschiedet- aber auch das kann ich gut annehmen. Hab meine Frisur ein wenig geändert und bin im Reinen mit mir - auch mit meinem wunderbaren Körper der mich trägt und auf den ich gut aufpasse.

Die Zeit die ich gerade durchlebe ist mir sehr heilig, gute Einsichten durfte ich gewinnen und verstehe viele Dinge besser. Ich würde mal sagen: Ich habe mich weiterentwickelt und das ist ein Geschenk für mich. Ich habe sehr wertvolle Menschen kennenlernen dürfen und mit einigen bin ich inzwischen befreundet. Das ist eine große Bereicherung.

Ich liebe das Leben mit all seinen Ecken, Kanten, mit all seinen Schwierigkeiten. Auch mit dem Leid welches sich manchmal einfach nicht vermeiden lässt. Ich kann das annehmen auch wenn es doch manchmal ein bisschen wehtut und schwer fällt- Abschiede sind mir nicht so angenehm aber sie gehören zum Leben dazu.

Ich liebe und werde geliebt. Das ist wunderbar. Auch mit wenig(er) Haaren, mit einem dicken Bauch und welker Haut und geringer Libido.

Offensichtlich ist Jugend und alles was damit verbunden ist nicht alles. Auch spätere Lebensabschnitte haben etwas wunderbares. Die Kunst, die Musik- die Poesie- all diese Dinge berühren mich jetzt so viel mehr als früher.

Das ich endlich bin wird mir immer mehr bewußt. Verstandesmäßig weiß ich das ja, aber mit dem Älterwerden versteht auch das Herz. Ich nutze meine Zeit besser. Ich siebe- und übrig bleibt was mir wirklich wichtig ist. Ich verschwende wenn es mir kräftemäßig möglich ist keine Zeit mehr. Ich bin achtsamer mit mir und mit anderen.

Ich bin so dankbar für dieses Leben. *sonne*

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 Betreff des Beitrags: Re: Leben in der Postmenopause
BeitragVerfasst: 14. Juni 2018 18:49 
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NFP-Gräfin

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Das klingt sehr schön Fluffi, wie du mit dir im Reinen bist. :verliebt: Schön, dass du auch mit weniger Haaren usw.deinen Frieden und eine schöne Frisur hast.

Ich kenne auch solche Zeiten, da alles sehr stimmig ist, und ich mich als Teil des Lebens empfinde.
Momentan ist es grade anders, und ich denke dass auch diese Zeiten ihren Sinn haben.

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 Betreff des Beitrags: Re: Leben in der Postmenopause
BeitragVerfasst: 14. Juni 2018 18:54 
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Kurven-Rätslerin

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@Tuscany: Phasen in denen es einem körperlich & seelisch längere Zeit schlecht geht sind für niemanden angenehm- ich glaube das ist menschlich.

Üblicherweise kommen ja auch wieder bessere Zeiten. Damit tröste ich mich dann....gute Besserung für Dich *freunde*

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 Betreff des Beitrags: Re: Leben in der Postmenopause
BeitragVerfasst: 14. Juni 2018 18:55 
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NFP-Gräfin

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Danke dir *freunde*

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 Betreff des Beitrags: Re: Leben in der Postmenopause
BeitragVerfasst: 17. Juni 2018 20:15 
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Oh ja, es ist so schön zu hören, dass es einigen von Euch ähnlich geht! Liebe Fluffi, ich glaube es wäre für alle erstrebenswert im Leben das zu erreichen, was Du geschafft hast! Ich selbst arbeite noch hart an mir und mit mir, denn nach jahrelangem Stillstand habe ich nicht nur begriffen, dass ich in allen Situationen mir selbst am besten helfen kann, sondern auch einen Weg gefunden voranzukommen.
Noch immer meldet sich mein inneres Kind ganz leise, doch ich habe bereits riesige Fortschritte gemacht und kann viel ruhiger und selbstsicherer auftreten! So, dass ich hinterher mit dem Kopf schüttele und mich frage, weshalb denn nun eigentlich sich die Erwachsene immerzu vom Kind hat verdrängen lassen!
Oh, oh, hoffentlich konntet Ihr mir ein bisschen folgen! Das Fazit ist für mich halt: es ist nie zu spät und vielleicht ist gerade die Zeit nach den Wechseljahren, in der wir besser in uns hineinhören können dafür geeignet endlich mit uns ins Reine zu bekommen!?


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 Betreff des Beitrags: Re: Leben in der Postmenopause
BeitragVerfasst: 17. Juni 2018 20:21 
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@ Fluffi: Psychohygiene? Was kann ich mir darunter vorstellen? Unnötige Grübeleien unterlassen? So etwas in der Art?


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 Betreff des Beitrags: Re: Leben in der Postmenopause
BeitragVerfasst: 19. Juni 2018 15:08 
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NFP-Gräfin

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Wildkirsche61 hat geschrieben:
Das Fazit ist für mich halt: es ist nie zu spät und vielleicht ist gerade die Zeit nach den Wechseljahren, in der wir besser in uns hineinhören können dafür geeignet endlich mit uns ins Reine zu bekommen!?


Für mich ist das auch so. Ich brauche mehr Pausen und in den Pausen werde ich ruhiger, komme eben dann auch zu dem in mich hineinhören und -spüren. Gerade in Momenten, in denen ich in der Natur oder im Garten bin, fühle ich mich auch zusehens mehr als Teil der Natur, Teil des Lebens.
Oft sehe ich auch Pflanzen, die Teile verloren haben, die schief sind, oder irgendwie anders, wie Bäume die von Blitz getroffen worden, oder auch ganz schlicht Kohlrabis, die schief eingerissen sind. Sie gehören dazu und sind auf ihre Art und Weise schön, und wichtig und nützlich, wie auch ich, mit meinen Verlusten, Narben und Asymmetrien(am Körper und im übertragenen Sinne).
Wenn ich dahin komme, dass ich so empfinde, dann bin ich ganz friedlich innerlich, das ist dann für mich eine Art von glücklich sein.

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