Hallo zusammen,
ich bin NFP-Einsteigerin und bin bei der Suche nach einem geeigneten Thermometer auf das Femometer gestoßen.
Da es dazu im Netz wenig bis keine direkten Erfahrungsberichte gibt, dachte ich mir, dass ich meinen Beitrag zur Community direkt mal mit einem Testbericht leisten kann. :)
Ich werde parallel noch meine Temperatur mit einem normalen Digiterm Thermometer messen.
In diesem ersten Post möchte ich euch das Gerät und meinen ersten Eindruck vorstellen.
Was ist das Femometer?Das Femometer ist ein elektronisches Basalthermometer, das oral, vaginal und rektal angewandt werden kann.
Seine Besonderheit besteht darin, dass es direkt mit einer App auf eurem Smartphone kommuniziert und die Messwerte per Bluetooth dorthin sendet.
Das Femometer kommt mit einer sehr umfangreichen NFP-App, die ich ebenfalls im Laufe der Benutzung reviewen werde.
Gefunden habe ich das Femometer auf Amazon. Es wird von der recht jungen Firma Bongmi hergestellt, die sich auf Smart Thermometer spezialisiert hat.
Neben dem Femometer vertreiben sie noch ein Gerät zur Messung der Temperatur bei Babys im Ohr und ein elektronisches Nasensäuberungsgerät für Babys.
Das Femometer habe ich für 49 Euro gekauft.


Das Femometer gibt es in Pink und in Lila, ihr seht hier die lilane Version.
Geliefert wird das Femometer in einer kleinen Box mit Gebrauchsanleitung und Tools zum Batterietausch für die Lithiumbatterie.
Was mich nochmal überrascht hat - obwohl es klar war, aber es war komisch zu sehen - ist, dass das Gerät kein Ablesefenster hat.
Das bedeutet man sieht die Temperatur nur in der App im Smartphone, das soll allerdings direkt nach dem Messen möglich sein.
Wie benutzt man das Femometer?Man benutzt das Femometer laut der Gebrauchsanleitung wie ein normales Basalthermometer nach dem Aufwachen.
Während im Internet die Messzeit nirgendwo direkt protokolliert zu finden war, steht in der Gebrauchsanweisung des Geräts nun, dass "mindestens drei Minuten" gemessen wird.
Und dass man dann drei kurze Pieptöne hört, die das Ende der Messung kennzeichnen.
In einigen Reviews aus den USA stand, dass das Thermometer seinen Smart-Charakter dadurch erfüllt, dass es die Temperatur des Anwenders kennenlernt.
Hier bin ich skeptisch und werde darauf auf jeden Fall achten.
Hat man gemessen, sendet das Femometer den Wert an die App auf dem Smartphone.
Dazu muss Bluetooth aktiviert sein und zu Beginn muss das Femometer einmalig mit eurem Handy gekoppelt werden, wie jedes normale Bluetooth Gerät.
Die AppDie App des Femometers gab es bis vor kurzem nur in Englisch, doch seit wenigen Wochen ist sie auch in Deutsch erhältlich.
Die Übersetzung der Fachbegriffe ist dabei professionell, lediglich an wenigen Stellen schleicht sich eine verzeihbare Wortbenutzung ein,
z.B. wenn man aufgewordert wird seinen "Zweck auszuwählen" - also festzulegen, wozu man das Femometer verwenden will.

Das Femometer gibt einem unterschiedliche Ausrichtungen für die Nutzung der App vor.
Da ich sie zur Verhütung nutze, werde ich mich hier auch nur auf diese Ausrichtung konzentrieren.


Dies ist der Startbildschirm der App. Es wird direkt angezeigt, ob ein fruchtbarer Tag vorliegt oder nicht.
Ich habe bisher noch keine Werte mit der App synchronisiert, sondern ihr nur gesagt, dass meine letzte Periode vor etwa einem Monat stattfand.
Aufgrund mangelnder Daten stuft sie mich als fruchtbar ein und zeigt auch keine Kurve an, da ja keine Werte zur Berechnung vorhanden sind.
Wie man sieht hat man direkt über Shortbuttons die Möglichkeit, von Hand einen Messwert hinzuzufügen, den ersten Tag der Periode anzugeben, sexuelle Aktivität einzutragen
(samt angwendeter Verhütungsmethode, von ungeschützt über Pille danach und Kondom bis hin zu NFP).
Auch hier etwas niedlich bis awkward: Das Festhalten der sexuellen Aktivität bezeichnet die App als "Sex-Rekord".


Über den "Mehr"-Button von der Startseite kommt man zu einem Umfangreichen Menü, über das man viele weitere Symptome eintragen kann.
Zervixschleim, Schmierblutung, LH-Tests, Eisprungbestätigung, Schlafqualität, Medikamente, Alkohol usw.
Bisher fällt mir nichts ein was fehlen könnte, aber das muss man dann in der direkten Anwendung natürlich sehen.

Hier sieht man die recht nett illustrierte und umfangreiche Auswahlmöglichkeit der Zerixschleim-Funktion.
Das gefällt mir bisher ganz gut und scheint mir recht unterstützend.
Und jetzt?Jetzt muss man gucken, ob das Ding hält was es verspricht.
Ich werde das Femometer direkt mit meinem Einstieg in die NFP testen und dazu parallel mit einem Digitherm Thermometer messen und die myNFP App zur Auswertung benutzen,
um beides vergleichen zu können.
Ich hoffe ich kann somit nützliche Infos ins Forum bringen und bin gespannt, wie es klappen wird. :)
Liebe Grüße,
Suka