Weiterhin hält die Ölversion bei mir dicht. Aber man sollte im Hinterkopf behalten, dass auch die neueren iButtons mindestens ein paar Monate durchhalten bevor sie Probleme machen. Langzeiterfahrungen fehlen hier noch.
Ich habe auch eine kleine Luftblase im Instamorph gelassen, wodurch sich das Öl auch noch etwas ausdehnen kann. Ich habe nämlich keine Ahnung, ob man das Gehäuse sonst durch Temperaturschwankungen zum platzen bringen kann

. Das wäre der absolute Super GAU. Eigentlich sollte man wohl auch mit Paraffinöl füllen, das ist chemisch inerter als raffiniertes Salatöl. Davor schrecke ich nur zurück, weil es sich bei Temperaturänderungen deutlich stärker ausdehnt.
Hier kommen ein paar weitere Erläuterungen zum Sensor, sorry z.T. sehr technisch:
Das Öl allgemein hat den Nachteil, dass es den Sensor etwas träger macht als reines Instamorph (es dauert also länger, bis eine Körpertemperaturänderung vom Sensor bemerkt wird). Die reine Instamorph Version reagierte aber schon schneller als meine Silikonversion. Man sieht auf jeden Fall einen deutlichen Abfall der nächtlichen Körpertemperatur (z.B. heute Nacht bei mir von 36.8C auf 36.35C). Das Stichwort ist hier die "Temperatur Zeitkonstante". Ich habe mal bei Trackle nach deren Zeitkonstante gefragt, aber keine Antwort erhalten. Das ist kein Vorwurf an Trackle, die Frage habe ich wohl eher zur falschen Zeit am falschen Ort gestellt (unter einem eigentlich abgeschlossenen thread). Ich werde nochmal direkt nachfragen.
Die Auflösung des internen Tempetursensors ist 0.028°C, laut Datenblatt dem ich in meiner App einfach mal traue (und die ich soweit es meine Möglichkeiten erlauben mit meinem eigenen Sensor nachvollziehen konnte). Ich runde in der App auf 0.05°C. Die Temperatur muss aber mit mindestens einem Temperaturwert kalibriert werden. D.h. man muss den Sensor bevor er richtige Temperaturwerte liefert so lange tragen, bis er sich definitiv auf Körpertemperatur erwärmt hat und dann eine Vergleichsmessung mit Fieberthermometer machen. Die App zeigt beispielsweise einen Wert von -1542 an, das Fieberthermometer einen Wert von 36.7°C. Die beiden Werte muss man dann einmalig in die App eintragen und auf "Kalibration setzen" klicken, während der Sensor im NFC Feld des Smartphones liegt. Die Daten werden dann auf den Sensor geschrieben und ab dann sollten die "richtigen" Temperaturwerte in der App erscheinen. Das sollte man natürlich nochmal überprüfen, ansonsten muss der Vorgang eben nochmal wiederholt werden.
Der verbaute Chip erlaubt mehrere Methoden Temperaturen genau zu bestimmen. Einmal über ein "moving Average" und einmal über einen "CIC integration filter". Ich nutze die erste Variante, obwohl sie länger zum Messen benötigt und damit Messabstände unter 30 Sekunden nicht möglich sind. Denn leider hat der Chip einen kleinen Bug, der bei der CIC Variante dazu führt, dass nur die Hälfte der Werte (also nur ca 450) gespeichert werden können. Falls sich herausstellt dass die CIC Variante doch besser ist, müsste man das noch ändern.
Ein kleiner Nachteil des Sensors gegenüber dem iButton: es fehlt ein Quarz. Die Zeitmessung ist damit nur auf 1-10% genau. Wenn man also zu einer festen Uhrzeit messen will, muss man trotzdem mit kleinem Messintervall messen um die richtige Uhrzeit zu erwischen.