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 Betreff des Beitrags: Rückschlüsse NFP auf Hormonwerte
BeitragVerfasst: 6. August 2017 20:21 
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Registriert: 9. Januar 2017 21:22
Beiträge: 16
NFP seit: Februar 2016
Hallo *winke*
ich hoffe, das ist jetzt okay, dass ich ein neues Thema erstelle. Aber zu meinen allgemeinen Fragen habe ich hier noch keine aussagekräftige Antwort gefunden.
Könnt ihr mir weiterhelfen? Lassen Kurven, Temperatur oder Schleim irgendwelche Rückschlüsse auf die tatsächlichen Hormone (Hormonwerte) im Körper zu?
Kann ich zum Beispiel schließen, dass eine hohe Temperatur in der 2. Zyklushälfte auf ausreichend Progesteron im Körper zurück zu führen ist und kein "Mangel" bzw. zu wenig Progesteron vorhanden ist? Oder gilt das zum Beispiel nur bei hoher und ausreichend langer Hochlage?
Und kann was sagen mir sehr (individuell unterdurchschnittliche) Werte in der 1. Zyklushälfte? Das dort kein Prog. gebildet wird ist mir klar ;)
Zeigt viel, guter Schleim entsprechend hohes Östrogen an? Und (individuell) wenig Schleim, dass weniger Östrogen vorhanden ist?
Dann würde eine schöne Kurve zeigen, dass das Hormonverhältnis und die Menge jeweils stimmt? Oder kann man das so nicht pauschalieren?

Und neulich habe ich gelesen, dass bei stark verkürzten Zyklen häufig auf ein zu hohes Östrogen (im Verhältnis zum Prgesteron) geschlossen wird. Ich hätte jetzt eher vermutet, dass es ein "zu viel" an Progesteron ist, da zu wenig Prog. ja zum Ausbleiben der Menstruation oder verlängerten Zklen führt (habe ich bei meinem Gyn damals so verstanden). Steh ich da gerde aufm Schlauch?
*hä*

Viele Grüße

_________________
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 Betreff des Beitrags: Re: Rückschlüsse NFP auf Hormonwerte
BeitragVerfasst: 6. August 2017 21:46 
So einfach ist das leider nicht. Eine Frau kann wunderbare Zyklen dokumentieren, mit schön viel Schleim und einem eindeutigen Temperaturanstieg - und dennoch von der Norm abweichende Hormonwerte haben. Zum Beispiel ein ungünstiges Verhältnis von LH und FSH, zu hohe Testosteronwerte, zu viel Prolaktin oder einen sehr niedrigen AMH-Wert.

Zu viel männliche Sexualhormone können sich durch Zyklusarrhythmien und Hirsutismus bemerkbar machen; und bei Progesteronmangel ist die Lutealphase stark verkürzt. Also man kann schon einige Probleme direkt an den Zyklen erkennen. Nur kann man den Umkehrschluss nicht machen: Schöne Kurven = hormonell alles in Ordnung.

Die Fruchtbarkeit einer Frau nimmt ab rund 40 immer weiter ab, weil die Eizellen von der Qualität her immer schlechter werden (DNA-Fragmentierung). Viele Frauen haben noch mit Anfang, Mitte 40 perfekte Zyklen, schaffen es aber aufgrund der schwindenden Eizellqualität nicht, schwanger zu werden und vor allem: schwanger zu bleiben.

Fazit, eine schöne Kurve muss nicht heißen, dass alles im Lot ist.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rückschlüsse NFP auf Hormonwerte
BeitragVerfasst: 20. August 2017 19:26 
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Registriert: 9. Januar 2017 21:22
Beiträge: 16
NFP seit: Februar 2016
Danke für deine Antwort :)
Das hab ich mir insgeheim schon so gedacht....schade eigentlich.

Beim Thema verkürzte Zyklen, hohes Östrogen oder viel Progesteron kann mir niemand weiterhelfen? Ich bin mir nicht sicher, ob ich einfach einen Denkfehler habe.

Schönen Abend noch :)

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 Betreff des Beitrags: Re: Rückschlüsse NFP auf Hormonwerte
BeitragVerfasst: 21. August 2017 09:49 
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NFP-Gräfin

Registriert: 27. Januar 2010 19:30
Beiträge: 4308
Wohnort: Schweiz
Du hast Deinen Gyn vielleicht falsch verstanden. *kopfkratz* Ein Progesteronmangel führt, wie Bess sagte, zu einer verkürzten Lutealphase (also die Phase nach dem Eisprung) und somit eher zu einer früheren Mens. Wenn ein Eisprung da war, dann wird innert maximal circa achtzehn Tagen die Mens kommen, egal wie der Progesteronspiegel ist. Der Zyklus kann v.a. verlängert werden über das Verlängern der Proliferationsphase (vor dem Eisprung) und diese wird primär durch Östrogen gesteuert.
Das einzige, was ich mir vorstellen kann, das er gemeint haben könnte: Ca. 24h nach dem LH-Peak (LH = luteinisierendes Hormon, Peak = Spitze) wird der Eisprung ausgelöst. Zu wenig LH -> kein Eisprung und zu wenig Progesteron, dann kann die Mens auch länger ausbleiben und der Zyklus verlängert sein. Aber da ist dann nicht der Progesteronmangel die Ursache, sondern eben der niedrige LH-Spiegel.

_________________
SarahLou und Oliver haben eine grossartige, kleine, gebärdende Tochter (03/2021) mit einem Sternengeschwister (9. Woche, 07/2017).
Statistik und Zyklusnummer sind nicht korrekt wegen diversen Unterbrüchen. Mit AVA-Armband und Geratherm unterwegs Bild


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 Betreff des Beitrags: Re: Rückschlüsse NFP auf Hormonwerte
BeitragVerfasst: 27. August 2017 19:28 
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Hochlagenjunkie

Registriert: 4. September 2015 08:39
Beiträge: 718
Meine Zyklen sind auch top, trotz allem klappt es mit dem Schwangerwerden nicht. Die Kiwu-Praxis hat nun einen leicht erhöhten Prolaktinwert bei mir gefunden. Die Besprechung ist in zwei Wochen. Hat bis dahin jemand eine Idee für mich, inwiefern sich dieser auf die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft auswirkt? Laut Internet wirkt sich das nur auf den Zyklus aus, welcher bei mir aber keine Probleme macht.

_________________
Erinnere dich, als du dich nach dem gesehnt hast, was du jetzt hast.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rückschlüsse NFP auf Hormonwerte
BeitragVerfasst: 30. August 2017 14:36 
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Registriert: 9. Januar 2017 21:22
Beiträge: 16
NFP seit: Februar 2016
SarahLou hat geschrieben:
Du hast Deinen Gyn vielleicht falsch verstanden. *kopfkratz* Ein Progesteronmangel führt, wie Bess sagte, zu einer verkürzten Lutealphase (also die Phase nach dem Eisprung) und somit eher zu einer früheren Mens. .


hmm oke daas kann natürlich sein, dass ich das dann verwechselt habe.
Zum Hintergrund: Ich hatte vor einiger Zeit (da wusste ich noch nichts von nfp)für mehrere Monate ca 14 Tage Zyklen. Und da war ihre Begründung, dass das Östrogen zu hoch ist, wenn ich das noch richtig zusammen kriegen. Und nun hat eine Freundin von mir von einem ähnlichen Problem berichtet, daher kam das Thema wieder zur Sprache. (Bei mir übrigens mit dem Mönchspfeffer jetzt auch, allerdings nur einmalig, hoffe ich).

Dann frage ich nächstes Mal noch mal beim Gyn und recherchiere noch etwas. Aber danke für den Anfang :)

Achso, wenn mich jetzt nicht alles täuscht, dann erschwert ein hohes Prolatin doch die Möglichkeit, schwanger zu werden? Ein ähnliches Problem hab ich vom hören ausm Bekanntenkreis gehört, die hat dann übrigens auch den Rat Mönchspfeffer bekommen, weil sies erstmal pflanzlich angehen wollten. Aber keine Gewährleistung, das hab ich nur am Rand mitbekommen. *lach*

Viele Grüße

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 Betreff des Beitrags: Re: Rückschlüsse NFP auf Hormonwerte
BeitragVerfasst: 31. August 2017 08:21 
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Moderatorin

Registriert: 6. Juli 2005 09:20
Beiträge: 12768
NFP seit: Juli 2005
Patricia00 hat geschrieben:
Achso, wenn mich jetzt nicht alles täuscht, dann erschwert ein hohes Prolatin doch die Möglichkeit, schwanger zu werden?

Ja, aber normalerweise eben, weil dann kein Eisprung stattfindet. Wenn man Eisprünge hat, kann man auch mit erhöhtem Prolaktinwerten schwanger werden.

alleskleber hat geschrieben:
Die Kiwu-Praxis hat nun einen leicht erhöhten Prolaktinwert bei mir gefunden.

Wie wurden denn die Prolaktinwerte bestimmt? Prolaktin ist ja sehr stressanfällig, d.h. es kann sein, dass durch die Blutabnahme der Prolaktinwert ansteigt. Bei meinem Endokrinologen wurde deswegen mehrmals in Abständen vom ca. einer halben Stunde Blut abgenommen. Da konnte man sher schön sehen, wie der Wert mit jeder Blutabnahme gesunken ist. Außerdem kann Prolaktin auch durch andere Faktoren kurzzeitig erhöht werden, z.B. durch Bier oder durch Stimulation der Brustwarzen.

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Saruman believes it is only great power that can hold evil in check, but that is not what I have found. I found it is the small everyday deeds of ordinary folk that keep the darkness at bay. Small acts of kindness and love - Gandalf (aus The Lord of the Rings von J. R.R. Tolkien)


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 Betreff des Beitrags: Re: Rückschlüsse NFP auf Hormonwerte
BeitragVerfasst: 1. September 2017 09:52 
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nicht mehr ganz so neu

Registriert: 23. August 2006 08:49
Beiträge: 97
Ich kann nur aus meinen Erfahrungen sprechen und habe noch nie irgendwelche Werte bestimmen lassen.
Ich habe immer einigermaßen auswertbare Zyklen zwischen 26-28 Tagen, letztens auch mal einen mit 30 Tagen.
Der Temperaturanstieg ist jetzt nicht so krass, so dass ich meist 4 höhere Messungen brauche.
Wegen einer anderen Sache nehme ich seit gut 3 Wochen diverse Vitamine und Mineralstoffe zu mir. Und in diesem Zyklus habe ich einen viel deutlicheren Temperaturanstieg. Und auch meine Brüste werden in der 2. Zyklus Hälfte voller und weicher. Das hab ich glaub ich das letzte Mal vor 6 Jahren erlebt, als ich schwanger war.
Ich finde das schon ziemlich krass, dass durch meinen Nährstoffmangel anscheinend auch einen leichten Hormonmangel hatte, aber noch relativ normale Zyklen.

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Eine schmerzliche Wahrheit ist besser als eine Lüge. Thomas Mann


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 Betreff des Beitrags: Re: Rückschlüsse NFP auf Hormonwerte
BeitragVerfasst: 17. Oktober 2017 13:59 
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Registriert: 9. Januar 2017 21:22
Beiträge: 16
NFP seit: Februar 2016
Heeltoe hat geschrieben:
Wegen einer anderen Sache nehme ich seit gut 3 Wochen diverse Vitamine und Mineralstoffe zu mir. Und in diesem Zyklus habe ich einen viel deutlicheren Temperaturanstieg. Und auch meine Brüste werden in der 2. Zyklus Hälfte voller und weicher. Das hab ich glaub ich das letzte Mal vor 6 Jahren erlebt, als ich schwanger war.
Ich finde das schon ziemlich krass, dass durch meinen Nährstoffmangel anscheinend auch einen leichten Hormonmangel hatte, aber noch relativ normale Zyklen.


Das finde ich ja spannend. Bin so ein Mangel-Kandidat, obwohl ich mich sehr gesund und ausgewogen ernähre....
Was genau nimmst du denn? Wenn ich das so fragen darf.

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 Betreff des Beitrags: Re: Rückschlüsse NFP auf Hormonwerte
BeitragVerfasst: 17. Oktober 2017 18:30 
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nicht mehr ganz so neu

Registriert: 23. August 2006 08:49
Beiträge: 97
Patricia, ich nehme diverse B-Vitamine als Komplex mit Folsäure (Vit. B12 spritze ich schon seit Jahren), Vit. C, D, E, K2 und die Mineralstoffe Magnesium, Zink und Selen.

Mein letzter Zyklus war auch wieder 26 Tage lang. Um den Eisprung rum hatte ich auch die letzten Male einen Blutfaden im ZS. Weiß noch nicht, ob das jetzt gut oder schlecht ist. Muss ich nochmal nachlesen...

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 Betreff des Beitrags: Re: Rückschlüsse NFP auf Hormonwerte
BeitragVerfasst: 2. November 2017 20:46 
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Registriert: 9. Januar 2017 21:22
Beiträge: 16
NFP seit: Februar 2016
Alles klar, danke :)

Vielleicht muss ich da auch nochmal bei mir ausprobieren, ob mir etwas helfen könne.

Viele Grüße

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