Zitat:
Hmm, also meine Kontras zur Kupferspirale sind (zusätzlich zu deinen) noch, dass sie gelegt werden muss und oft nicht richtig sitzt, und dass Kupfer eigentlich giftig ist, deswegen würde ich sie auch nicht nehmen,
Sag mal, woher nimmst Du eigentlich immer diese Infos bezüglich der Spirale, Kitana?
Hier die Infos zum Thema aus den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe:
Zitat:
Intrauterine Kontrazeption mit Kupfer
(Intrauterinpessar: kupferhaltiges IUP)
Methode:
Intrauteriner Plastikkörper aus inertem Material mit Beladung durch Medikamente (d. h. Kupfer) verhindert Spermaaszension, Fertilisierung bzw. Implantation.
Wirkungsweise:
Kupfer-IUPs sind Plastikträger, mit einem Kupferdraht umwickelt, die durch Wirkung auf Spermatozoen-Enyzme und das Endometrium spermizid wirken und eine Spermien-Eizellinteraktion stören, so dass eine Befruchtung nicht möglich ist.
Indikationen:
Alternativ zu hormonellen Präparaten (Unverträglichkeit der Pille, Kontraindikationen der Pille, mögliche Medikamenteninterferenz)
Frauen, die eine zeitlich genaue Einnahme der Pille nicht durchführen können (berufsbedingt, z. B. bei Stewardessen oder bei unzureichender Compliance)
Kontraindikationen:
Schwangerschaft
Entzündungen
Uterusmissbildungen und Cavumanomalien (Uterus bicornis, hypoplastischer Uterus, Uterus subseptus, Uterus myomatosus)
Sondenlänge < 5 cm
nicht abgeklärte Blutungsstörungen
Kontrazeptive Sicherheit:
Pearl-Index: 0,9-3,0 (kupferhaltiges IUP)
Nebenwirkungen:
Dysmenorrhoe
Salpingitis, Pelveoperitonitis
Blutungsstörungen (Zwischenblutungen, Hypermenorrhoe) in den ersten 3-6 Monaten
erhöhtes EUG-Risiko bei den Kupfer-IUPs (umstritten; neuere Studien können dies nicht mehr nachweisen. Der Trend geht jedoch in die Richtung, auch unter Kupferspiralen keine erhöhte Infektionsgefahr mehr zu sehen.)
okkultes IUP (= unbemerkte Expulsion oder Perforation des IUPs außerhalb der Gebärmutter). Nachweis der Lage im kleinen Becken durch Beckenweichteilaufnahme leicht möglich.
Gefahr der Uterusperforation
Vorteile:
Reversibilität, kein Eingriff ins endokrine System, einmaliger Eingriff alle 5 Jahre, Patientinnenfehler nicht möglich, Libido nicht gestört, geringste Mortalitätsrate
Schutzwirkung vor Endometriumkarzinom
Nachteile:
Ausfluss (Zervizitis), Adnexitis, Endometritis häufiger
Hypermenorrhoe häufiger
Anwendung:
Einsetzen in die Gebärmutter während der Regelblutung (2. bis 5. Zyklustag) oder zur Zyklusmitte; evtl. bei Nullipara Vorbehandlung mit 2 Tabl. Misoprostrol (Cytotec®) am Vorabend um 22.00 Uhr zur Portio-Erweichung (Praxistipp; keine größere Studie)
Das Risiko einer Infektion besteht übrigens nur im Zusammenhang mit dem Legen der Spirale und nicht durch das Tragen an sich.