Aisling hat geschrieben:
Ja. Da sind ja einige Dinge genannt worden, wie zB die unausreichenden Proben, die verschwundenen Dinge, Plazenta, EKG, Organe, die Frage, woran das Baby nun tatsächlich gestorben war, das Methadon in der Leber.... ob das alles tatsächlich so ist, wissen wir ja gar nicht sicher. Das wird da nun Mal behauptet, aber überprüfen können wir das spontan ja nicht
Ich habe mich vor einiger Zeit durch das endlos lange Urteil gequält. Aber selbst da wurden eben Dinge einfach abgetan...alle Zeugen, die für die Angeklagte aussagten als befangen bewertet, Behauptungen aufgestellt, die selbst ich als Laie definitiv negieren kann, Hypothesen als Tatsachen dargelegt...ich könnte noch einiges aufzählen, das mir bei aller Tragik die Nackenhaare hat aufstellen lassen. Ich habe wirklich versucht neutral und so weit es geht objektiv das ganze zu lesen, was mir sowohl in die eine als auch in die andere Richtung schwer fiel, aber dem Gericht ist das noch viel weniger gelungen...
Dabei habe ich die Inhalte der Radiosendung für mich sogar noch außen vor gelassen, weil ich sie erst einmal nicht nachprüfen kann...allerdings sind eben auch etliche Dinge aus dem Urteil für mich nicht nachprüfbar. Da ging es oftmals eben nicht um Beweise, sondern um Annahmen...
Ganz schwierig...ich mag auch gar nicht mit auf den Zug mit aufspringen, der da Klinikgeburt gegen außerklinische Geburtshilfe propagiert. Ich finde beides hat absolut seine Berechtigung, hat Risiken und Vorteile und je nach Situation und Beteiligter ist das eine oder das andere die passendere Vorgehensweise und per se weder richtig oder falsch...
Das Urteil auf Totschlag schockiert mich und ist für mich einfach nicht nachvollziehbar. Und der ganze Prozess und die Inhalte des Urteils zielen für mich schon haarsträubend darauf ab, die Verurteilung wegen Totschlags versus fahrlässige Tötung zu rechtfertigen...