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 Betreff des Beitrags: Re: ARD- Doku "Das tote Kind - Eine Hebamme vor Gericht"
BeitragVerfasst: 2. Juli 2016 07:52 
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Inventar

Registriert: 6. Mai 2005 11:07
Beiträge: 2193
Wenn du 2000 Geburten betreut hast?

Ich kenne es von meinen eigenen, wie oft ich da nen Fehlalarm hatte ....

Ich dreh den Spieß um. Wenn ich mit Wehen etc kämpfe und es knapp wird, rufe ich meine Hebamme.
Und abgesehen davon hat es dann ja noch Stunden gedauert, sie hätten sich ins Auto setzen können und hin fahren statt anzurufen und zu bitten, dass die Hebamme kommt.

Die ganze Situation ist traurig, schlimm, traumatisch. Was soll die Schadenersatz Klage darin noch?

Klar stehen hier Aussage gegen Aussage.

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mit Lúthien als liebste Dreifachforenpatin auf Gegenseitigkeit NFP seit 2005 mit **, Großer Prinzessin '06, *, Junior Jediritter '09, Mini Horseman '12 und dem Überaschungs Mäuschen '15, und Abschieds ** Eines Tages werden wir sterben, Gwen.-Ja, aber alle anderen werden wir leben. Your wings were ready, but my Heart was not


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 Betreff des Beitrags: Re: ARD- Doku "Das tote Kind - Eine Hebamme vor Gericht"
BeitragVerfasst: 2. Juli 2016 08:09 
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Kurven-Rätslerin

Registriert: 23. Februar 2012 11:47
Beiträge: 202
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Ja, ich finde das auch komisch, aber kenne wirklich viele, die Ratschläge von "Vertrauenspersonen" einfach ungefiltert und nicht hinterfragend hinnehmen.

Die Schadensersatzklage... hatte die nicht auch damit zu tun, dass G. ja ohnehin nicht lebensfähig war wegen entweder dem in D nicht erforschten Lungenvirus oder aufgrund der Genetik... (ich weiß den genauen Wortlaut nicht mehr)

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 Betreff des Beitrags: Re: ARD- Doku "Das tote Kind - Eine Hebamme vor Gericht"
BeitragVerfasst: 2. Juli 2016 08:48 
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nicht mehr ganz so neu

Registriert: 2. Februar 2012 13:07
Beiträge: 50
Ich eier auch noch rum und es fällt mir noch immer schwer, mich da klar zu positioneren...Ich denke da vermischen sich einfach auch ganz unetrschiedliche Dinge. Aber egal, ob sie, vor allem in Situationen wie die Drillingsgeburten, ihre Kompetenzen überschritten haben mag oder eine Einstellung zur Geburtsbegleitung hat, die man nicht teilen kann, empfinde ich den Prozess, den Verlauf, die Beweismittelerhebung einfach als einen Skandal für unser Rechtssystem, jetzt mal ganz losgelöst von der Hebammenthematik...

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...und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne...drei wundervolle Söhne machen mein Leben bunter (geboren Juli 1999; zu Hause geboren Mai 2010 und November 2012)
"Tante mema" von Antjes Martha und Pepe und voller Freude von Anaidas Energiebündel "Baby Lu"...und manche Menschen berühren die Seele: Löwenzahn und Seidenpfote mit der liebsten JellyBean
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 Betreff des Beitrags: Re: ARD- Doku "Das tote Kind - Eine Hebamme vor Gericht"
BeitragVerfasst: 2. Juli 2016 09:18 
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Inventar

Registriert: 6. Mai 2005 11:07
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Mema, genau, basierend darauf, dass das, was man da gehört hat, Tatsache ist.

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 Betreff des Beitrags: Re: ARD- Doku "Das tote Kind - Eine Hebamme vor Gericht"
BeitragVerfasst: 2. Juli 2016 09:26 
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nicht mehr ganz so neu

Registriert: 2. Februar 2012 13:07
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Aisling, was genau meinst Du jetzt? Die Radiosendung?

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 Betreff des Beitrags: Re: ARD- Doku "Das tote Kind - Eine Hebamme vor Gericht"
BeitragVerfasst: 2. Juli 2016 12:36 
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Inventar

Registriert: 6. Mai 2005 11:07
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Ja. Da sind ja einige Dinge genannt worden, wie zB die unausreichenden Proben, die verschwundenen Dinge, Plazenta, EKG, Organe, die Frage, woran das Baby nun tatsächlich gestorben war, das Methadon in der Leber.... ob das alles tatsächlich so ist, wissen wir ja gar nicht sicher. Das wird da nun Mal behauptet, aber überprüfen können wir das spontan ja nicht

Auf jedenfall finde ich diese Aspekte ganz schlimm und es gibt nun einige Fälle, wo ich entsetzt bin, wie Gerichte handeln. In beide Seiten, angefangen bei dem Fall Gina Lisa, oder, thematisch passender, bei dem Fall von vor einigen Jahren, wo in der Uniklinik Frankfurt, die übrigens auch Bel spontan entbinden und deswegen anfangs im Radio Bericht genannt werden, ein Kind bei einer nicht gut gelaufenen Einleitung starb. Oder ein anderer Fall , als ein Baby bei einer Plazenta Ablösung zu Tode kam, obwohl die Mutter stationär in der Klinik war.

Mir machen solche Dinge Angst. Sowohl die Fehler der Krankenhäuser, als auch die, aus meiner Sicht, willkürliche Handlungsart der Gerichte. Ich verstehe nicht, wie man von der Fahrlässigen Tötung zum Totschlag kam. Müsste da nicht theoretisch jede potentielle, ausser klinische Geburt stigmatisieren, wenn das Gericht nun tatsächlich Recht hätte? Ich tue mich sehr schwer damit.

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 Betreff des Beitrags: Re: ARD- Doku "Das tote Kind - Eine Hebamme vor Gericht"
BeitragVerfasst: 2. Juli 2016 13:03 
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nicht mehr ganz so neu

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Aisling hat geschrieben:
Ja. Da sind ja einige Dinge genannt worden, wie zB die unausreichenden Proben, die verschwundenen Dinge, Plazenta, EKG, Organe, die Frage, woran das Baby nun tatsächlich gestorben war, das Methadon in der Leber.... ob das alles tatsächlich so ist, wissen wir ja gar nicht sicher. Das wird da nun Mal behauptet, aber überprüfen können wir das spontan ja nicht
Ich habe mich vor einiger Zeit durch das endlos lange Urteil gequält. Aber selbst da wurden eben Dinge einfach abgetan...alle Zeugen, die für die Angeklagte aussagten als befangen bewertet, Behauptungen aufgestellt, die selbst ich als Laie definitiv negieren kann, Hypothesen als Tatsachen dargelegt...ich könnte noch einiges aufzählen, das mir bei aller Tragik die Nackenhaare hat aufstellen lassen. Ich habe wirklich versucht neutral und so weit es geht objektiv das ganze zu lesen, was mir sowohl in die eine als auch in die andere Richtung schwer fiel, aber dem Gericht ist das noch viel weniger gelungen...

Dabei habe ich die Inhalte der Radiosendung für mich sogar noch außen vor gelassen, weil ich sie erst einmal nicht nachprüfen kann...allerdings sind eben auch etliche Dinge aus dem Urteil für mich nicht nachprüfbar. Da ging es oftmals eben nicht um Beweise, sondern um Annahmen...

Ganz schwierig...ich mag auch gar nicht mit auf den Zug mit aufspringen, der da Klinikgeburt gegen außerklinische Geburtshilfe propagiert. Ich finde beides hat absolut seine Berechtigung, hat Risiken und Vorteile und je nach Situation und Beteiligter ist das eine oder das andere die passendere Vorgehensweise und per se weder richtig oder falsch...

Das Urteil auf Totschlag schockiert mich und ist für mich einfach nicht nachvollziehbar. Und der ganze Prozess und die Inhalte des Urteils zielen für mich schon haarsträubend darauf ab, die Verurteilung wegen Totschlags versus fahrlässige Tötung zu rechtfertigen...

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 Betreff des Beitrags: Re: ARD- Doku "Das tote Kind - Eine Hebamme vor Gericht"
BeitragVerfasst: 2. Juli 2016 13:27 
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Inventar

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Beiträge: 2193
Richtig.

Ich finde auch, dass man Klinik oder nicht nicht diskutieren darf - und nur fürs Protokoll, ich würde Bel nicht spontan entbinden, einfach, weil ich ein Angsthase bin und mir minimale restrisiken bei nicht mehr vorhandenem wissen zu heikel sind. Ich finde wichtig, dass Frauen die Wahl haben, und ich kann mir nicht helfen, als es als gegeben anzusehen, dass jemand, der das Land wechselt und sich wochenlang in ein Hotel begibt,mit gekriegt haben muss, dass die medizinische Weltanschauung mehrheitlich dagegen ist. Daraus resultierend ergibt sich für mich, dass die Eltern dieses Risiko in Kauf genommen, ja, gar erzwungen haben. Nun kommt dazu, dass anscheinend nicht mal die Geburt das Problem war, weil die vollkommen ohne Schäden von statten ging. Wieso soll also die Hebamme den Tod billigend in Kauf genommen haben (die Eltern aber nicht) und wieso wird das Problem in die Geburt gelegt, wenn dich bei der Geburt nichts schief ging???

Ich verstehe das nicht und ich möchte gar nicht weiter drüber nachdenken, weil ich es so belastend empfinde. Aber die Vorstellung, dass man dafür, dass man sich gegen eine Klinik Geburt entscheidet, und dann Menschen dafür in den Knast gehen, während andere Dramen, die im Krankenhaus passieren der Unfehlbarkeit der Ärzte zu Liebe ungeahndet bleiben.... das erschreckt mich.

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 Betreff des Beitrags: Re: ARD- Doku "Das tote Kind - Eine Hebamme vor Gericht"
BeitragVerfasst: 2. Juli 2016 13:49 
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Kurven-Rätslerin

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Puh...

Also ich finde die von ARL zugegebenen Sachen schon heftig genug.
- Aussage darüber, sie wolle den Eltern kein Kind zu muten, welches wie eine Pflanze dahin vegetiere. Ähm... wie kann sie das bitte entscheiden?
- der Anruf bei ihrere Freundin/Kollegin, die ihr zur Verlegung rat, sie aber nichts darüber den Eltern sagte.
- nicht erfolgte Aufklärung. Und dabei ist es absolut irrelevant, ob man (hier ARL) davon ausgeht, dass entsprechende Infos/Risiken bekannt sind.

Vor ein paar Tagen haben wir ja auch geklärt, dass auch BEL/Zwillinge außerklinisch kein "Problem" an sich darstellt, wenn eine Facharzt für Gynekologie und Geburtshilfe dabei ist.

Auf die Rückfrage von heute morgen: ich ticke zumindest anders. Auch in meinem Arbeitsumfeld frage ich im Zweifel auch bei Routinesachen nach, wenn nach gewisser Zeit keine Rückmeldung kommt. Denn nur zu denken, ach alles wird gut gehen, reicht mMn nicht.

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 Betreff des Beitrags: Re: ARD- Doku "Das tote Kind - Eine Hebamme vor Gericht"
BeitragVerfasst: 2. Juli 2016 14:59 
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nicht mehr ganz so neu

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Elocin, versteh mich nicht falsch...Es geht mir nicht um Freispruch oder nicht, aber das Urteil, das auf Totschlag lautet, ist für mich einfach nicht nachvollziehbar. Da geht es um ein vorsätzliches Tötungsdelikt! Ja, ich bin Laie, aber ich kann aus der Erklärung nicht herauslesen, dass sie mit dem Vorsatz in die Geburt gegangen ist oder auch im Verlauf den Vorsatz hatte, das Kind zu Tode kommen zu lassen. Das soll nicht heißen, dass ich es richtig finde, wie sie gehandelt hat, aber dieses Urteil gibt das ganze für mich nicht her...
Und die Art der Prozessführung zeigt sich mir in keiner Weise neutral, sachlich, aufklärend. Selbst wenn ich nun alle Spekulationen außer Acht lasse und nur die Urteilsbegründung dafür her nehme. Im Zweifel für den Angeklagten konnte ich einfach nicht finden. Da gab es zu viele zweifelhafte Begründungen, die sich schlichtweg auf eine sehr einseitige Darstellung beziehen und auf Vermutungen basieren. Das bereitet mir einfach im Hinblick auf unser Rechtssystem Bauchschmerzen...

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 Betreff des Beitrags: Re: ARD- Doku "Das tote Kind - Eine Hebamme vor Gericht"
BeitragVerfasst: 2. Juli 2016 15:24 
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Kurven-Rätslerin

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Ok, für mich ist zumindest der Satz mit der Pflanze ein Eingeständnis, nichts rettendes zu unternehmen.

Ich verstehe auch nicht, warum die Tatsache allein, eine BEL Geburt außerklinisch zu planen, was nun mal ohne Gyn gegen die Hebammenberufsordnung NRW verstößt, Folgen hat.
Nur weil ich etwas kann, kann ich mich doch nicht über Regelungen hinwegsetzen.

Ja, neutral scheint mir das alles auch nicht gelaufen zu sein. Jedoch bin ich juristisch zu unbewandert, um zu wissen, was außerhalb der Verhandlungen läuft und ob alles, was man "mitbekommt" auch alles ist, was passiert.

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 Betreff des Beitrags: Re: ARD- Doku "Das tote Kind - Eine Hebamme vor Gericht"
BeitragVerfasst: 2. Juli 2016 20:46 
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Kurven-Entwirrerin

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Ich hab das (lange) Urteil nun auch gelesen, allerdings nicht ganz bis zum Ende. Haben die Eltern eigentlich auch Strafen bekommen? Besonders in dem Fall der Präeklampsie finde ich auch das Verhalten der Mutter grob fahrlässig.

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 Betreff des Beitrags: Re: ARD- Doku "Das tote Kind - Eine Hebamme vor Gericht"
BeitragVerfasst: 2. Juli 2016 20:57 
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Kurven-Rätslerin

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NFP seit: 03/12
Als Schwangere darfst du ja auch Drogen nehmen, ohne Strafe. Ob man das nun gut heißt, steht auf einem anderen Blatt.

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 Betreff des Beitrags: Re: ARD- Doku "Das tote Kind - Eine Hebamme vor Gericht"
BeitragVerfasst: 2. Juli 2016 21:01 
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NFP-Gräfin

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Beiträge: 3520
War die Mutter mit der Präeklampsie überhaupt im Klaren darüber dass sie das hat? Las sich für mich nicht so klar raus.


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 Betreff des Beitrags: Re: ARD- Doku
BeitragVerfasst: 2. Juli 2016 21:20 
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NFP-Guru

Registriert: 28. März 2010 22:17
Beiträge: 2558
elocin83 hat geschrieben:
Als Schwangere darfst du ja auch Drogen nehmen, ohne Strafe. Ob man das nun gut heißt, steht auf einem anderen Blatt.


Wenn es unter Strafe stünde dürfte sich keine Schwangere entsprechende Unterstützung holen oder strafrei ihr Neugeborenes mit Entzugserscheinungen auf eine Kinderstation bringen.

Aus der Erfahrung im persönlichen Umfeld muss ich sagen, dass das mit der Präeklampsie nicht so einfach ist. Ich hatte erst kürzlich die Daten einer Frau in der Hand, wo es spät erkannt wurde (bei einem Arztwechsel) und dann die Diskussion darüber, ob man schon früher hätte reagieren müssen, evtl. Wochen oder gar Monate früher. Dazu muss man so viel wissen, wie hoch sind die Eiweisausscheidungen, wie stark die Blutdruckveränderungen, wie hoch genau der Blutdruck, wie steht es um Ödeme und andere Beschwerden? Wie aktuell war der Wissensstand der betreuenden Fachkraft zu Behandlung und Diagnostik?
So wie es geschildert wurde, wurden veraltete Ratschläge gegeben, die die Situation noch verschlimmert haben könnten, falsche Blutdruckwerte notiert..

Veraltete Ernährungsratschläge bzw. Präeklampse und deren Prävention finde ich leider aber auch noch in relativ neuen Schwangerschaftsratgebern, da finde ich es schon schwierig, einer Frau anzulasten, dass sie auf den Rat einer Fachkraft gehört hat und auch der Einschätzung glauben geschenkt hat, dass es nicht so schlimm ist in ihrem Fall.

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