Liebe Orca,
soweit ich weiß, bedeutet eine sterile Entzündungsreaktion nichts anderes, als dass die Gebärmutterschleimhaut sich durch den fortwährenden “Reiz“ der Kupferspirale nicht so aufbauen kann, als dass sich eine befruchtete Eizelle darin einnisten könnte.
Meines Wissens wird aber nicht WENIGER Schleimhaut aufgebaut, sondern das Milieu in der Gebärmutter ist einfach viel “eizellenunfreundlicher“.
Diese “Entzündung“ wird nur eben nicht durch Keime hervorgerufen, sondern durch die freigesetzten Ionen.
Ich kann dich vollkommen verstehen, fand den.Gedanken an so eine permanente “Entzündung“ im Unterleib auch anfangs gruselig.
Was man.aber nicht außer Acht lassen darf, ist, dass viele Vorurteile, die Kupferspirale führe ZWANGSLÄUFIG zu Gebärmutterinfektionen (durch Bakterien, die am Faden aufsteigen könnten) heutzutage nicht oder fast nicht mehr gültig sind, da die Spiralen immer weiterentwickelt wurden, um dieses Risiko einzudämmen, und die Spirale heutzutage unter sehr guten hygienischen Bedingungen gelegt wird. Es kommt viel seltener zu schwerwiegenden Infektionen.
Worin deine Freundin allerdings recht hat, ist, dass die Langzeitwirkung von Kupfer auf den Organismus nicht vollständig erforscht ist.
Ich persönlich finde den Gedanken an Kupfer in meinem Körper längst nicht so schlimm wie den, in mein ganzes Hormonsystem einzugreifen.
Die genaue Wirkweise des Kupfers auf z.B. Spermien ist übrigens auch noch nicht genau bekannt - es lähmt sie, wie man zeigen konnte. Aber wie genau, kann man, soweit ich.weiß, noch nicht abschließend sagen...
Gruß
von Myriel - die leider keine Biochemikerin ist, sondern deren Kenntnisse nur auf ausgiebigem Googlen basieren

(die es dann aber doch gewagt hat und nun seit September happy ist mit ihrer Kupferspirale...)