Erst mal tut mir das Leid zu hören
Ich habe zwei Frühschwangerschaften mit iButton problemlos hinter mich gebracht. Bei der ersten Schwangerschaft habe ich sogar bis zum Ende der 12. Woche aus Neugier gemessen.
Was Strahlung angeht, gibt es vom iButton nichts zu befürchten. Radioaktive Strahlung, die tatsächlich zu vermehrten Frühgeburten führen kann, wird vom iButton nicht vermehrt ausgesendet (habe ich selbst, wegen einer anderen Fragestellung, gemessen).
Was Schadstoffe angeht, findet man auf der Hersteller Webseite die Laborauswertung. Da gibt es auch nichts, was ich bedenklich fände.
Alle Medizinprodukte müssen alle Jubeljahre rezertifiziert werden, und zwar nach den neusten Gesetzen. Wenn man ein Produkt hat, das sehr gut läuft plant man die Rezertifizierung frühzeitig und es gibt einen lückenlosen Verkauf. Wenn die Kosten der Rezertifizierung die voraussichtlichen Einnahmen übersteigen, muss man sich das Unternehmer aber gut überlegen und erst Angebote einholen.
Der Gesetzgeber sieht neuerdings ein paar sehr teure Untersuchungen vor, die sich gar nicht mal auf die medizinische Sicherheit beziehen, sondern z.B. darauf, ob man den iButton einer erhöhten Spannung aussetzen kann, ohne dass die Messung des iButtons beeinträchtigt wird. Die Prüfung muss von einem zertifizierten Labor durchgeführt werden, das kann schon mal mehrere 10 000€ kosten...
Es ist also nicht so, dass der iButton vom Markt genommen wurde, weil man spontan entschieden hat, das er eventuell eine Gefahr darstellt. Der Ablauf des Zertifikats war lange im Voraus bekannt.