Prinzessin_Sophie hat geschrieben:
Hallo leila,
ich habe damals mit NFP angefangen als mein Freund und ich ganz frisch zusammen waren. Ich war zu dem Zeitpunkt schon einige Jahre pillenfrei und mit der neuen Beziehung musste auch eine neue Verhütungsmethode her. Für mich war klar dass ich nicht wieder die Pille nehme und dauerhaft Kondome war für uns beide keine Option. Ich habe meinem Freund die Grundzüge der Methode erklärt, aber so wirklich interessiert an den Details ist er bis heute nicht. Trotzdem steht er voll hinter mir und vertraut mir und meiner Auswertung. Eine Schwangerschaft wäre zumindest in den ersten zwei Jahren eine ziemliche Katastrophe gewesen, aber wir haben uns von Anfang an sicher mit NFP gefühlt. Fräuleinfiona hat es ja schon geschrieben, der PI der symptothermalen Methode ist vergleichbar mit der Pille, und wer Sex hat geht immer ein gewisses Grundrisiko ein.
Ich denke am wichtigsten ist, sich am Anfang selbst die Zeit zu geben in der Methode sicher zu werden und sich nicht unter Druck zu setzen. Manche fühlen sich von Beginn an sicher und geben direkt im ersten Zyklus frei (so war es bei uns), andere brauchen eben etwas länger bis sie mit gutem Gewissen die Verhütung in der unfruchtbaren Zeit weglassen können. Außerdem glaube ich, wenn die Frau sich mit der Methode und ihrem Körper gut auskennt, dann strahlt sie auch eine gewisse Gelassenheit dem Partner gegenüber aus und dieser kann der Methode dann ggf. auch mehr vertrauen.
Klar, Verhütung betrifft immer beide, aber ich würde nie erwarten dass mein Freund meine Kurve auswerten kann. Daher ist bei uns die "Arbeitsteilung" so geregelt, dass ich den Beobachtungs- und Auswertungspart übernehme und mein Freund immer brav an die Barrieremethode denkt.
Witzig Prinzessin_Sophie, dein Beitrag könnte 1:1 von mir sein, ganz genauso lief/läuft es bei uns auch

.
Ich will nur noch ergänzen, dass ich ziemlich früh dass was-wäre-wenn-Schwangerschaft-Gespräch mit

geführt habe. Das hat aber nichts mit NFP zu tun, ich hätte es auch geführt wenn wir mit Spirale, Pille o.ä. verhütet hätten. Denn auch dem

muss klar sein, dass Sex immer ein potenzielles Schwangerschaftsrisko birgt und dass dann beide dafür verantwortlich sind. Und dann finde ich es wichtig zu wissen, wie beide dazu stehen (ist Abtreibung grundsätzlich denkbar? Wie katastrophal wäre für beide eine Schwangerschaft in der aktuellen Situation?).
Ich denke er hat NFP auch deshalb so schnell vertraut, weil wir uns bei diesem Gespräch sehr einig waren. Inzwischen sind wir so ein eingespieltes Team (ich mit dem Auswerten, er mit den Kondomen) dass wir total entspannt sind.