Ich nenne "hoch fruchtbare Zeit" den Zeitraum unmittelbar vor dem Eisprung. Für gewöhnlich habe ich sehr regelmäßige Zyklen (der aktuelle ist eine Ausnahme), da kann ich das einerseits rein rechnerisch über den Daumen peilen, andererseits habe ich kurz vor der ersten höheren Messung viel glasigen, spinnbaren, eiweißartigen Zervixschleim. Aber wie Du sagst, ob der ES wirklich erfolgt ist, sehe ich erst durch die gestiegene Basaltemperatur

Nach den Regeln der symptothermalen Methode muss ich schon ab dem 4. Zyklustag Fruchtbarkeit annehmen (Minus8-Regel), da ist der Zervixschleim aber meist noch nicht mal vorhanden und wenn, dann nur in S und nicht in S+. Und wenn ich davon ausgehe, dass meine ehM meistens so um den 14. Zyklustag herum ist, bedeutet das für mich, dass eine Schwangerschaft nicht sooo wahrscheinlich wäre, wenn mir am vierten Zyklustag bspw. das Kondom platzt. Spermien können zwar einige Tage überleben, benötigen dazu aber gute Bedingungen und dazu zählt guter Zervixschleim.
Kurz gesagt: Nach den Regeln von Sensiplan bin ich an ZT 4 fruchtbar (ohne Minus 8 wäre das ab ZT 6), praktisch meist wohl erst einige Tage später. Und je näher die ehM ist, desto größer die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft. Würde ich doppelt verhüten, dann wohl nicht an ZT 4, 5 oder 6, sondern eher so ab ZT 8 oder 9. Davor würde mir einfache Verhütung ausreichen (ich verhüte allerdings ohnehin nicht doppelt).