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 Betreff des Beitrags: Frühster Wert: zu wenige Messtage, aber Erfahrung
BeitragVerfasst: 9. April 2015 14:56 
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Registriert: 20. Juni 2014 09:54
Beiträge: 33
Hallo zusammen,

ich bin momentan in einer unschönen Situation.

Zunächst einmal vorab: ich bin bald seit einem Jahr NFP-Jünger. ;-) Während der Menstruation liegen meine Werte immer so bei 36,5-36,6 Grad (vaginale Messung). Danach fallen sie - ich sag mal grob - um 0,2 Grad ab. Das führt dazu, dass ein Wert von 36,6 Grad in der Zyklusmitte im Allgemeinen zum ersten Wert des Temperaturanstiegs zählt. Ich habe auch das Glück, einen sehr regelmäßigen Zyklus zu haben.

Das Problem: ich habe mir während der Ostertage Ausschlafen und/oder Alkohol gegönnt. Von beidem weiß ich, dass es Störfaktoren sind und die Werte sind auch entsprechend hoch (wenn ich sie denn überhaupt trotz Aussichtslosigkeit gemessen habe). Das Resultat: ich habe nur zwei oder drei niedrige Werte, wie ich sie immer in der Tieflage habe. Die anderen sind geklammert oder mestruationsbedingt. Der neueste Wert liegt 0,2 Grad über den niedrigen, d. h. auf Menstruationsniveau. Nehme ich die ausgeklammerten Werte heraus, bleiben fast nur noch die Menstruationswerte - und die sind ja, wie anfangs gesagt, so hoch wie sonst auch meine erste hohe Messung, sodass ich diesen Wert nicht als ersten Wert der Temperaturanstieg auswerten kann.

Über die Freigabe mache ich mir dabei nicht so die Gedanken. Wenn die Temperatur so hoch wie in der Hochlage üblich ist, geht, würde ich meinen, die Freigabe wegen der Erfahrungswerte in Ordnung. Die Schleimauswertung ist eh immer hinterher, sodass da noch eine Sicherheit ist (schwanger will ich nicht werden).
Worüber ich mir Gedanken mache ist, dass es der früheste jemals gemessene Hochlagen-Wert wäre. Sonst war die erste Messung des Temperaturanstiegs frühestens einen Tag später.

Nehme ich diesen Tag jetzt als neuen "frühesten Tag", weil er es nach der Erfahrung sein müsste, oder nicht, da es keine korrekte Auswertung gibt?


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 Betreff des Beitrags: Re: Frühster Wert: zu wenige Messtage, aber Erfahrung
BeitragVerfasst: 9. April 2015 15:12 
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Moderatorin

Registriert: 6. Juli 2005 09:20
Beiträge: 12768
NFP seit: Juli 2005
Nur damit ich das richtig verstehe, du möchtest freigeben, obwohl du nicht regelkonform auswerten kannst und versuchst jetzt auch noch die, durch die regelwidrige Freigabe entstandene, früheste 1. hM wegzudiskutieren? :lol: Mutig.

Da deine Erfahrung dir doch sagt, dass diese 1. hM eben deine 1. hM ist, warum willst du die nicht berücksichtigen? Für die Freigabe nach der Auswertung ist sie doch gut genug oder?

Raten kann ich dir da nichts, ich gebe in solchen Fällen nicht frei und werte auch nicht aus.

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Saruman believes it is only great power that can hold evil in check, but that is not what I have found. I found it is the small everyday deeds of ordinary folk that keep the darkness at bay. Small acts of kindness and love - Gandalf (aus The Lord of the Rings von J. R.R. Tolkien)


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 Betreff des Beitrags: Re: Frühster Wert: zu wenige Messtage, aber Erfahrung
BeitragVerfasst: 9. April 2015 15:49 
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nicht mehr ganz so neu

Registriert: 1. Mai 2013 12:36
Beiträge: 64
NFP seit: März 2013
Explorateurin hat geschrieben:
Worüber ich mir Gedanken mache ist, dass es der früheste jemals gemessene Hochlagen-Wert wäre. Sonst war die erste Messung des Temperaturanstiegs frühestens einen Tag später.

Nehme ich diesen Tag jetzt als neuen "frühesten Tag", weil er es nach der Erfahrung sein müsste, oder nicht, da es keine korrekte Auswertung gibt?

Um zu wissen ob das die 1. hM ist musst Du ja eh noch abwarten, wie sich die Temperatur weiter entwickelt. Der Wert könnte ja wegen was anderem gestört sein oder eben nur ein Wert höher sein und die nächsten sind wieder niedriger.
Oder hast Du schon wieder Deine Mens und der Zyklus ist rum (das hätte ich so nicht rausgelesen und eine Kurve zum Anschauen gibts nicht, oder)?
Grundsätzlich ist es natürlich möglich, dass die 1. hM einen Tag nach vorne rutscht (oder sogar mehrere). An welchem Zyklustag bist Du denn und wie lange sind die Zyklen normalerweise?

Explorateurin hat geschrieben:
Über die Freigabe mache ich mir dabei nicht so die Gedanken. Wenn die Temperatur so hoch wie in der Hochlage üblich ist, geht, würde ich meinen, die Freigabe wegen der Erfahrungswerte in Ordnung. Die Schleimauswertung ist eh immer hinterher, sodass da noch eine Sicherheit ist (schwanger will ich nicht werden).


Das verstehe ich ehrlich gesagt nicht: Wenn der Schleim "hinterher" ist spielt die Freigabe doch noch gar keine Rolle. Und wenn Du unabhängig vom Schleim frei gibst (und somit nur 1 Zeichen halbgar auswertest und das zweite ignorierst) und auf die Erfahrung baust würde ich mich Dina anschließen: Das finde ich mutig wenn man nicht schwanger werden will!

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 Betreff des Beitrags: Re: Frühster Wert: zu wenige Messtage, aber Erfahrung
BeitragVerfasst: 11. April 2015 12:01 
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Registriert: 20. Juni 2014 09:54
Beiträge: 33
Danke für eure Antworten.

@Dina: Ich versuche eben nicht die 1. hM wegzudiskutieren. Im Gegenteil ziehe ich den Wert als 1. hM in Betracht, obwohl ich sie als solche nicht regelkonform nachweisen kann, um auf Nummer sicher zu gehen, was die ersten paar freien Tage am Zyklusanfang angehen (denn durch das Anerkennen des Wertes als 1. hM würde die freie Zeit am Zyklusanfang um einen Tag kürzer).
Das ist auch die eigentliche Frage. Das wollte ich mit "über die Freigabe mache ich mir keine Gedanken" verdeutlichen - die Freigabe ist nicht die Frage.

Also du würdest den Zyklus "ignorieren", aber wenn die Erfahrung als Argument für die Freigabe ausreicht, müsste sie auch konsequent für die 1. hM verwendet werden, richtig?
Ich finde die 1. hM aber kniffliger zu identifizieren, als eine konstante Phase von Werten, die 0.5 Grad über den üblichen in der hypothermen Phase gemessenen Werten liegen, als hypotherme Phase zu erkennen. Das schaffe ich mit Störfaktoren nur mit Fieber (klaro) oder 5 Uhr ins Bett + gefühlte 2 Promille. :shock: Das mehrere Tage am Stück... puh, bin doch nicht mehr unter 20. ;-)


@sbinerl: Nee, der Messwert war von Tag 13 und mein Zyklus ist seit einem Jahr in der Regel 28 Tage lang (einmal waren es 27, einmal 29), wobei die 1. hM bislang frühestens am Tag 14 war. Wenn ich wieder meine Mens hätte, würde ich das merken. :mrgreen:

Das wäre nicht nur mutig, sondern dämlich, sich auf ein halbgares Zeichen zu verlassen und das andere zu ignorieren. ;-) Ich meinte damit nur, dass meine Schleimauswertung immer erst einige Tage nach der Temperaturauswertung abgeschlossen werden konnte. Daher die Überlegung: wenn die Schleimauswertung abgeschlossen ist und mehrere für die hypotherme Phase deutlichst zu hohe Werte am Stück, wie in der hyperthermen Phase üblich, gemessen wurden, ist eine nicht-regelkonforme Freigabe nicht völlig aus der Luft gegriffen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Frühster Wert: zu wenige Messtage, aber Erfahrung
BeitragVerfasst: 11. April 2015 12:10 
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nicht mehr ganz so neu

Registriert: 1. Mai 2013 12:36
Beiträge: 64
NFP seit: März 2013
Dann würde ich den Zyklus wohl tatsächlich ignorieren aber - aus Sicherheit - mit dem ZT 13 als 1. hM weiterarbeiten.
Ich habe hier im Forum gelesen, dass sich die 1. hM meist innerhalb eines Jahres wiederholt - das würde ich sozusagen als zweite Sicherheit abwarten (sozusagen damit wirklich nix passieren kann und wenn man eher ein Angsthast ist wie ich *zustimm* ).

Rein nach dem Regelwerk wäre es aber einfach ein nicht auswertbarer Zyklus und bliebe damit unberücksichtigt, wenn ich das richtig im Kopf habe (bin grad unterwegs, bitte korrigiert mich wenns nicht stimmt!).

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 Betreff des Beitrags: Re: Frühster Wert: zu wenige Messtage, aber Erfahrung
BeitragVerfasst: 11. April 2015 12:35 
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Registriert: 20. Juni 2014 09:54
Beiträge: 33
Genau, nach dem Regelwerk dürfte man es gar nicht verwerten. Aber mir ist auch nicht so ganz wohl dabei, eine potenziell neue früheste Messung zu ignorieren. Gerade wo ja die erste Hälfte des Zyklus die "gefährliche" ist. Deshalb meine Nachfrage hier.
Meine bisherige 1. hM von Tag 14 hat sich bislang auch brav wiederholt.

Wo wir gerade dabei sind, würde ich zu der Ein-Jahres-Regel noch gerne eine Frage stellen. Guckt man sich für die 5-Tage-Regel immer nur die vorangegangenen 12 Monate an oder auch vorangegangene Monate? Ich verstehe das so, dass es die letzte 12 sind, weil sich ja auch der Zyklus mit dem Alter (also ich rede von in 10 Jahren oder so :-)))) verändert.

Danke dir für deine Einschätzung mit der 1. hM!


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 Betreff des Beitrags: Re: Frühster Wert: zu wenige Messtage, aber Erfahrung
BeitragVerfasst: 11. April 2015 12:42 
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Registriert: 1. Mai 2013 12:36
Beiträge: 64
NFP seit: März 2013
Ich habe das so verstanden, dass man die 5-Tage-Regel in den ersten 12. Zyklen anwendet und danach die 8 Tage-Regel. Ausnahme: Wenn in den ersten 12 Zyklen eine 1.hM an ZT12 oder früher war, dann steigt man sofort auf -8 um.
Wovon ich leider keine Ahnung habe ist die -20 -Regel, die müsstest Du nachlesen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Frühster Wert: zu wenige Messtage, aber Erfahrung
BeitragVerfasst: 11. April 2015 13:18 
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Beiträge: 33
Ach, entschuldigung! Ich meinte auch die Minus-8-Regel. :oops: Also da sind es auch immer die vorangegangenen 12 Monate, aber nicht die davor - so hatte ich das verstanden, wollte mich da aber nochmal zur Absicherung nachfragen.

Das habe ich mir mal zur 20-Tage-Regel aufgeschrieben:
Die Regel ersetzt die Minus-5-Regel bei vorliegendem Mestruationskalender mindestens eines Jahres, falls dadurch mehr als 5 Tage als unfruchtbar gelten. Die Anzahl der fruchtbaren Tage wird bestimmt, indem von der Anzahl der Tage des kürzesten Zyklus 20 Tage abgezogen werden. Auch diese Regel wird von der Minus-8-Regel abgelöst, sobald die erste höhere Temperaturmessung einen früheren Beginn der fruchtbaren Zeit impliziert oder 12 Zyklen vorliegen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Frühster Wert: zu wenige Messtage, aber Erfahrung
BeitragVerfasst: 11. April 2015 13:27 
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hat sich gut eingelebt

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NFP seit: 1/2015
Die Regeln für die ersten 12 Monate habe ich so verstanden wie Du, Explorateurin.

Was diesen Monat angeht, kannst Du Dir ja überlegen, wie wenig Du schwanger werden willst. ;-)
Wenn es überhaupt nicht in Frage kommt, würde ich diesen Monat überhaupt nicht freigeben (also weder an diesem Zyklusende noch am nächsten Zyklusanfang) und für die nächsten 12 Monate Tag 13 als früheste ehM annehmen. Wenn sich die ehM an Tag 13 nicht wiederholt, würde ich das ganze vielleicht nochmal überdenken, weil es bei Dir ja keine regelkonforme ehM wäre. Vielleicht.

Generell gilt bei -8-Regel (soweit ich mich richtig erinnere) jede jemals gemessene ehM, nicht nur die letzten 12 Monate.
edit: Begründung dafür ist, dass sich der Zyklus einer Frau im Laufe ihres Lebens langfristig und statistisch betrachtet nur verkürzt, aber nicht verlängert.

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Mangold kurvt in Zyklus Bild


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 Betreff des Beitrags: Re: Frühster Wert: zu wenige Messtage, aber Erfahrung
BeitragVerfasst: 11. April 2015 14:59 
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Beiträge: 1555
NFP seit: 5/2013
Mangold hat geschrieben:
Generell gilt bei -8-Regel (soweit ich mich richtig erinnere) jede jemals gemessene ehM, nicht nur die letzten 12 Monate.
Das will ich noch mal unterstreichen, denn das hier ist falsch:
Explorateurin hat geschrieben:
Also da sind es auch immer die vorangegangenen 12 Monate, aber nicht die davor
Eine früheste 1hM gilt ein Leben lang und es müssen immer alle Zyklen einbezogen werden, nicht nur die letzten 12 :!:

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Uschi --> unterwegs mit #1 (6/2018) und #2 (6/2022)


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 Betreff des Beitrags: Re: Frühster Wert: zu wenige Messtage, aber Erfahrung
BeitragVerfasst: 11. April 2015 15:24 
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Beiträge: 9175
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Explorateurin, so wie ich mir das denke, müsste es durch die weiteren Werte im Laufe des Zyklus doch sowieso eine auswertbare Hochlage geben. (So wie bei Deinem eingetragenen Zyklus aus dem letzten Juli/August.) Also muss man über nicht-regelkonforme Freigabe in diesem Zyklus doch gar nicht nachdenken? Erst recht nicht, wenn der Schleim eh wie üblich später dran ist.

(Du arbeitest mit so vielen Annahmen und Vermutungen und Vergleichen, wäre es denn zu viel verlangt, den fraglichen Zyklus ins Kurvenreich einzugeben? :klimper: )

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In der Kürze (alles ist relativ) liegt die Würze
Wer lang leben will, muss alt werden.


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 Betreff des Beitrags: Re: Frühster Wert: zu wenige Messtage, aber Erfahrung
BeitragVerfasst: 11. April 2015 16:38 
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Registriert: 20. Juni 2014 09:54
Beiträge: 33
Richtig. Die Hochlagenwerte liegen ja auch über denen in der Menstruation und mit denen eingeschlossen sollten es sechs Werte sein, sodass mit einiger Verzögerung eine Auswertung möglich ist.
Wie gesagt: in der Auswertung sehe ich nicht das Problem, sondern in der 1. hM.

Gut (für mich), dass ich nochmal mit der Gültigkeitsdauer der 1. hM nachgefragt habe. Danke euch für die Richtigstellung.


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