Estreya hat geschrieben:
[…] Ich habe viel mit Jugendlichen vom Land zu tun und die haben ausnahmslos alle Smartphones und Markenkleidung. Ich gehe davon aus, dass sie 30 Euro haben - und wenn nicht, können sie sich ja immer noch kostenlos das Rezept holen. […]
Da haben ja auch die wenigsten Hemmungen, bei den Eltern um Geld zu bitten. Manchmal sind es auch die Eltern, die Wert darauf legen, dass die Kinder solche Statussymbole haben, so dass diese Sachen gemeinsam eingekauft werden. Das bedeutet nicht automatisch, dass die Judendlichen auch Bargeld zu Verfügung haben.
Maus74 hat geschrieben:
... stellt sich die Frage, ob es möglich wäre, das Rezept evtl. nachzureichen und das Geld erstattet zu bekommen.
Das wäre wirklich mal interessant zu wissen. Aber damit mittellose Jugendliche davon etwas hätten, bräuchten sie ein Apotheke, bei er sie anschreiben lassen können. Wer das Geld irgendwie anders zusammenkratzen kann, sollte es ohnehin tun, schließlich wären Abtreibung oder Kind um einiges teurer.
An der möglicherweise mangelnden Privatsphäre auf dem Dorf kommt man dann ohnehin schlecht vorbei.
Für mich persönlich sehe ich den absoluten Vorteil daran, dass die PD frei verkäuflich wird, darin, dass frau jetzt einfach irgendwann in die Apotheke ihrer Wahl gehen kann (z.B. in auch in der nächstgrößeren Stadt), um sich eine
auf Vorrat zu kaufen.
Denn das große Problem war ja bisher zum einen, am WE überhaupt jemanden zu finden, der sie einem verschreibt, zum anderen noch eine offene Apotheke zu finden.
Und so Szenen wie "wir sind ein katholisches Krankenhaus, solchen Schweinkram unterstützen wir nicht" sind damit ein für allemal vom Tisch.
Ich hab z.B. seit dem letzten Schweden-Aufenthalt eine rumliegen. War da auch günstiger, hat unter €20 gekostet.
