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 Betreff des Beitrags: Linkspolitikerin nennt Hartz IV "Liebestöter"
BeitragVerfasst: 18. Juli 2007 20:21 
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wohnt hier

Registriert: 22. September 2005 22:05
Beiträge: 1700
Wohnort: Dinslaken
Wer Hartz IV erhält, kann sich keine Kondome mehr leisten. Davon ist die sozialpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Katja Kipping, überzeugt. Sie fordert, Verhütungsmittel als Mehrbedarf anzuerkennen.

Die sozialpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Katja Kipping, ist der Ansicht, dass Hartz IV einen negativen Einfluss auf das Liebesleben der Deutschen hat. Im Regelsatz von Hartz IV seien lediglich 5 Euro pro Monat für den pharmazeutischen Bedarf vorgesehen, zu dem auch Verhütungsmittel gehören. Von diesen fünf Euro müssten aber auch Hustensaft, Salben, Pflaster und andere Arzneien bezahlt werden. "Damit ist sicherer Sex nicht möglich", sagte Kipping. Eine Folge könnten ungewollte Schwangerschaften oder die Ansteckung mit sexuell übertragbaren Krankheiten sein. Kipping fordert, dass die Kosten für Verhütungsmittel als Mehrbedarf anerkannt werden.

Früher wurden Pille, Spirale oder Sterilisation zusätzlich zur Sozialhilfe erstattet. Nach der Einführung des Arbeitslosengeldes II Anfang 2005 hatten mehrere Beratungsstellen von einer gestiegenen Zahl ungewollter Schwangerschaften berichtet. Viele der Betroffenen hätten angegeben, sie hätten sich die Verhütung nicht mehr leisten können. Das Bundesarbeitsministerium hatte damals den Vorwurf zurückgewiesen. Bei der Berechnung des Regelsatzes von 345 Euro seien Verhütungskosten miteingerechnet worden.

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Bröckchen ('14), Mullemaus ('19) und *


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BeitragVerfasst: 18. Juli 2007 20:26 
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Kurven-Rätslerin

Registriert: 18. Mai 2007 14:49
Beiträge: 488
hm, schwierige angelegenheit... ohne groß rumzuschwafeln... an sich hat sie recht, 5 euro sind wenig geld für gesundheitsleistungen, wenn man bedenkt wieviel schon eine packung kondome kostet... ich denke allerdings, wenn mehr geld dafür gegeben wird, würden es viele der empfänger (sicher nicht alle!!) für andere dinge ausgeben und am ende trotzdem noch da selbe problem haben... ich wüsste nicht wie ich drüber entscheiden würde... vielleicht ne konkrete rückzahlung von geld direkt für verhütungsmittel (evl pille, und ne bestimmte anzahl an kondomen)


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BeitragVerfasst: 18. Juli 2007 20:31 
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Moderatorin a. D.

Registriert: 25. September 2005 16:39
Beiträge: 9213
NFP seit: Oktober 2005
Tja, da fällt die Entscheidung schwer: Nehm ich nun die Zigaretten oder doch lieber die Kondome?! 8-) Hach, ich liebe meine Schubladen... ;-)

Hier hatten wir das Thema schon einmal angerissen.

Liebe Grüße vom gräschen

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"Leute, vielleicht schafft ihr es ja, diesen Sprung vor mir zu schaffen - bevor ihr dann Krebs kriegt oder so - dass ihr da schon wisst, warum ihr hier seid und was ihr alles tun könnt, wie viele Möglichkeiten wir haben: Wir haben verdammt viele Möglichkeiten nur haben wir alle so schlechte Laune. Das verstehe ich nicht." Christoph Schlingensief, Oktober 2009


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BeitragVerfasst: 18. Juli 2007 20:36 
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Kurven-Rätslerin

Registriert: 18. Mai 2007 14:49
Beiträge: 488
gräschen hat geschrieben:
Nehm ich nun die Zigaretten oder doch lieber die Kondome?!


na da bin ich ja nicht die einzige, die so denkt ;-)


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BeitragVerfasst: 19. Juli 2007 00:11 
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neu hier

Registriert: 11. Mai 2007 10:34
Beiträge: 33
Wohnort: Oldenburg
Ich habe neulich irgendwo im www einen Bericht von proFamilia gelesen über Verhütung und ungewollte Schwangerchaften.
Zumindest scheint es nicht sooo selten zu sein, dass man wegen des Geldes auf Verhütung verzichtet. Und im unidealsten Fall vermehren sich dann die Falschen (mal gar nicht politisch korrekt ausgedrückt)

Man müsste es ja nicht bar auszahlen.
Muss aber dazu sagen: ich hab auch lange Zeit von Sozialhilfe gelebt. Für die Pille hat das schon noch gereicht

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BeitragVerfasst: 19. Juli 2007 02:41 
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NFP-Gräfin

Registriert: 13. Februar 2007 13:07
Beiträge: 4423
Wohnort: Zuhause :-)
Das find ich n interessantes und wichtiges Thema.
Ich betreue Menschen, die es oft- warum auch immer nicht- hinbekommen mit Pille oder Gummi oder wie auch immer zu verhüten.. dabei sind einige, die das einsehen und die sich deshalb gern sterilisieren lassen würden. aber es scheitert an den Kosten.... so kommen dann Babys zur Welt, die nicht gewollt oder zumindest nicht geplant sind... oft werden sie zum Kindeswohl fremduntergebracht.... was das an Kosten verursacht und Stress der "ungwollten" Mütter und auch der Kinder steht in keinem Verhältnis zur möglichen und- eigentlich gewollten- Sterilistation .... ganz abgesehen davon, wie es (oftmals) den Kindern ergeht, wenn sie in dieser Situation verbleiben (würden) ......

Edit: Zu dem muss man Bedenken, dass auch nicht immer die "vollen" 345 Euro im Monat zum Leben übrig bleiben... hier in der Gegend ist es oft so, dass die Leute zur Miete selber zu zahlen müssen- einfach wiel es kaum Whg gibt, die die ARGE voll in der Miete übernimmt. Die Alternative wär irgendwo auf s Land zu ziehen, wo zwar die Mieten günstiger sind, aber die Menschen fernab von möglichen Arbeitsplätzen, geschweige den sozialen Bezügen/ angemessenen und erforderlichen Hilfeangeboten etc. wären, die sie benötigen, um überhaupt wieder ins (Arbeits-) Leben einsteigen zu können..


LG B.Nutzerin

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D.r. anDre ist anDRs- R. ist wie Du!
Fleisch isst mein G.müse.


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BeitragVerfasst: 20. Juli 2007 09:58 
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NFP-Gräfin

Registriert: 27. April 2006 12:50
Beiträge: 4764
Wohnort: Gallifrey
NFP seit: April 2006
Ich würde ja zu einer Erstattung der nachgewiesenen Kosten tendieren. Dann fallen schon mal die Zigaretten weg.
Das mit der Sterilisation die aus finanziellen Gründen nicht möglich ist, ist natürlich auch übel.
Inwieweit ist eigentlich die Problematik mit sexuell übertragbaren Krankheiten da verbreitet? Denn mit einer Steri kommt man da ja auch nicht weiter...

LG, Katrin

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Ein geimpftes Geburtshauskind, (Ex-)langzeitgestillt und fremdbetreut. Inzwischen 10 und Jungpaläontologin


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BeitragVerfasst: 20. Juli 2007 10:18 
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nicht mehr ganz so neu

Registriert: 27. Mai 2007 20:11
Beiträge: 97
Wohnort: Ruhrgebiet
Ich habe in der Zeitung (keine Bild ;)) erst vor Kurzem gelesen, dass die Geburtenrate ansteigt. Im erklärenden Text stand dazu, dass Hartz IV Empfänger kein Geld zur Verhütung haben.
Das kann ich sehr gut nachvollziehen, bevor es an Nahrung, sauberer/ordentlicher Kleidung mangelt, geht man lieber woanders ein Risiko ein, was dann wohl auch das Risiko von Krankheiten steigen lässt.

Man könnte auch sagen: das Geld ist schlichtweg zu knapp bemessen.

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BeitragVerfasst: 20. Juli 2007 11:02 
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Hochlagenjunkie

Registriert: 2. Juni 2005 19:31
Beiträge: 695
Sorry....

aber das kann ich echt nicht nachvollziehen!

Ich hab während meiner Studentenzeit in einem Problemviertel gelebt, und da gab es viele Sozialhilfeempfänger.... Die haben genug Geld, sich Handys und Autos zu leisten, Playstation usw. Und da sollen keine 10 € im Monat für die Pille da sein???

Ich habe nur von Bafög gelebt. und ich hatte ca. 250€ im Monat ohne die Miete. Und ja es war genug!!!! Deswegen könnte ich mich echt aufregen, wenn es darum geht, die kriegen nciht genug Geld.

Sie sollen ja auch nicht komfortabel leben können, sonst haben sie ja garkeinen Anreiz wieder zu arbeiten!

Ich denke, diese Menschen geben ihr geld halt lieber für andere Sachen aus...

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Lilia mit zauberhafter Tochter (April '12) und zuckersüßem Sohn (Juni '16) kurvt jetzt wieder


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BeitragVerfasst: 20. Juli 2007 11:20 
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Hochlagenjunkie

Registriert: 12. September 2006 12:29
Beiträge: 507
Wohnort: Hessen
Zitat:
Und da sollen keine 10 € im Monat für die Pille da sein???


Man muss Prioritäten setzen. ;-)

Zitat:
Ich habe in der Zeitung (keine Bild ;)) erst vor Kurzem gelesen, dass die Geburtenrate ansteigt. Im erklärenden Text stand dazu, dass Hartz IV Empfänger kein Geld zur Verhütung haben.


Ich hätte das jetzt eher mit dem Elterngeld erklärt, weil letzes Jahr waren kaum Geburten und dieses Jahr gibt es einen extremen Boom. Oder unterscheidet die bei der Erhebung der Daten zwischen Hartz IV-Empfänger und nicht Hartz IV-Empfänger?

Irgendwie dachte ich, dass man als Hartz IV-Empfänger von der Rezeptgebühr befreit ist *hä* , ließe sich das dann nicht auch auf die Pille übertragen, wenn man befreit ist, kriegt man diese auch bezahlt. Wäre ja eine Möglichkeit.

_________________
Liebe Grüße, Alexandra
mit Noah *11/07 und Mia *07/09


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BeitragVerfasst: 20. Juli 2007 11:35 
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neu hier

Registriert: 18. Juni 2007 19:12
Beiträge: 14
AlexK hat geschrieben:
Ich hätte das jetzt eher mit dem Elterngeld erklärt, weil letzes Jahr waren kaum Geburten und dieses Jahr gibt es einen extremen Boom. Oder unterscheidet die bei der Erhebung der Daten zwischen Hartz IV-Empfänger und nicht Hartz IV-Empfänger?


Ist zwar jetzt ein bißchen OT, aber mit solchen Aussagen wäre ich vorsichtig.
Eine Auswerung der Geburtenzahlen ist sicher nicht während des Jahres möglich, und wenn man sich die Zahl der Erziehungs -bzw. Elterngeldanträge anschaut, gibt es bis jetzt keinen Grund, eine großartige Erhöhung anzunehmen. Zwar werden sehr viel mehr Elterngeldanträge gestellt, was aber daran liegt, dass oft pro Kind 2 Anträge gestellt werden, da jedes Elternteil einzeln zählt. --> da ergeben sich natürlich höhere Antragszahlen. Da sehr viele nur den Mindesbetrag erhalten, hätten die meisten vom alten Erziehungsgeld mehr gehabt.
Zwar wurde in einigen Zeitungen (ich glaube der Welt) groß was getönt von 20% Geburtenanstieg, das betraf aber nur ein Standesamt in Bremen.

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Pause in der Schwangerschaft und Vollstillzeit, 06/07 Wiedereinstieg zur Verhütung --> wohl eher nicht *g* Vorraussichtlicher ET Ende März 2008
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BeitragVerfasst: 20. Juli 2007 11:38 
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Moderatorin a. D.

Registriert: 7. Mai 2004 11:22
Beiträge: 10515
Wohnort: Nibiru
NFP seit: gefühlt seit dem Phanerozoikum
Hi

ich hab ja nach dem Studium auch ein 3/4 Jahr von HartzIV leben müssen. Eine einigermaßen akzeptable Wohnung für 180 Euro (das zahlt hier in der Stadt die ArGe) war nicht zu finden. So mußte ich von meinen 345 Euro schon mal 120 Euro für Miete abziehen. Und Telefon + Internet + Strom. Auch noch mal 80 Euro. Also, das waren dann noch 145 Euro zum Leben für einen ganzen Monat. Das ist wenig, wenig, wenig. Ich konnte mir oft nichts zum Essen kaufen, hab mich so bei der Verwandtschaft durchgeschnorrt und hab mich elendigst geschämt!! Ich hab Bewerbungen noch und nöcher rausgeschickt. Aber als Berufsanfängerin hatte ich keine Chance.

Zu Bafög-Zeiten hatte ich nicht diese finanziellen Problem - komischerweise *hä* .

Ich hab keine Ahnung, wie das andere HartzIV-Empfänger machen mit all dem Schnickschnack und "Luxus". Entweder haben die ne besondere Taktik das Amt zu bescheißen, gehen schwarz arbeiten oder sonstiges.

Ich hab allerdings auch schon teilweise von Bekannten erfahren, dass sie schon recht viel Geld bekommen, da sie Kinder haben. Aber ich als Einzelperson kann davon definitiv nicht leben!

Und weil mich diese Erfahrung so geprägt hat laß ich mich von meinem jetzigen Chef geradezu ausbeuten, aber ich hab sooo ne Angst, wieder in HartzIV reinzurutschen. Das ist (für mich) die Hölle auf Erden - besonders für den Selbstwert.

Nur mal, damit ihr einen Bericht einer Betroffenen habt.


Liebe Grüße, Mara.

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Unser tapferes Töchterlein, Willkommen auf der Welt! Mami und Papa sind so glücklich, dass es dich gibt.


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BeitragVerfasst: 20. Juli 2007 12:11 
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Hochlagenjunkie

Registriert: 12. September 2006 12:29
Beiträge: 507
Wohnort: Hessen
Zitat:
AlexK hat Folgendes geschrieben:

Ich hätte das jetzt eher mit dem Elterngeld erklärt, weil letzes Jahr waren kaum Geburten und dieses Jahr gibt es einen extremen Boom. Oder unterscheidet die bei der Erhebung der Daten zwischen Hartz IV-Empfänger und nicht Hartz IV-Empfänger?


Ist zwar jetzt ein bißchen OT, aber mit solchen Aussagen wäre ich vorsichtig.


Das war jetzt eine persönliche Vermutung von mir, mehr nicht. Ich habe schon von vielen gehört ohne Elterngeld könnten sie sich kein Kind leisten.
Zitat:
Eine Auswerung der Geburtenzahlen ist sicher nicht während des Jahres möglich,
Das geht meiner Meinung nach schon, die Standesämter kennen recht genau sagen, wie viele Geburten sie für ein Quartal bzw. die Monate hatten, daraus ließe sich dann eine Geburtenrate ableiten. Alerdings machen sich die Statistischen Ämt wohl diese Arbeit nicht (ich vermute allerdings wenn man da nachfragen würde, würden sie vielleicht auch Daten liefern).

Zitat:
Entweder haben die ne besondere Taktik das Amt zu bescheißen, gehen schwarz arbeiten oder sonstiges.

Leider kenne ich ganz viele, die dann schwarz arbeiten gehen.

Edit: Und mit der Aussage von Hartz IV muss man dann auch vorsichtig sein. Hier wird beschrieben, welche Daten zur Berechnung der Geburtenrate hinzugezogen werden und da wird nicht unterschieden zwischen Hartz IV und nicht. Sowohl die Annahme, dass die gesunkene Geburtenrate 2006 mehr Hartz IV-Kinder enthält als auch die Annahme mit dem Elterngeld sind reine Spekulationen bzw. basieren wahrscheinlich auf Umfragen.

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Liebe Grüße, Alexandra
mit Noah *11/07 und Mia *07/09


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BeitragVerfasst: 20. Juli 2007 12:55 
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NFP-Gräfin

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Ich möcht mal n weiteren Bericht aus meiner Berufspraxis hinzufügen. Ich will damit nicht alle Hartz IV-Empfänger über einen Kamm scheren, sondern nur mal erklären, wie die Praxis bei vielen (meiner Klienten) aussieht:
Also, es gibt 345,- Euro. Davon muss zum Teil noch Miete dazu bezahlt werden, wie ich oben schon schrieb und auch Mara erwähnte. Natürlich auch Kosten wie Strom, ggf. Telefon, Schulkosten, Kleidung, Reparaturen, ggf. Arznei-Mittel, die die Kasse nicht bezahlt (zB. gegen Läuse bei Erwachsenen) usw. und dann eben die Lebensmittel...
Da bleibt nix über.
Auto wird auch angerechnet auf Hartz IV, außer es is ne olle Möhre ohne viel Wert.. (wenn die Leute sich das gönnen, bleibt wieder weniger Geld, wegen Rep-Kosten, Stueren, Versicherung, TÜV...) und nicht zu vergessen: oft ist es leider so: Ohne Auto keinen Job
Meine Klienten haben auch oft Playstation und tolle Handys... Die kommen so zustande, dass man einfach nen Vertrag macht und dann dazu ne Playstation, nen PC oder Bargeld bekommt. Außerdem kann man auch schöne Sachen via Katalog/ Internet bestellen... das geht so lange, bis der SchuFa Eintrag da ist.... Dann muss man bei weiteren dringenden Anschaffungen zB Waschmaschine jemanden mobilisieren, der das bestellt.
Meine Klienten wollen diese Sachen auch wirklich abbezahlen, aber dann ist eben früher oder später die Frage: Abzahlen oder Hungern...mit Kindern geht letzteres schon gar nicht.

Also sind 345,- erstmal theoretisch gesehen, zwar ausreichend, aber in der Praxis- keine Chance!
Klar, soll das n Anreiz auf Arbeit sein- aber so gehts nicht.
Ich denke, der Staat und die Krankenkassen würden viel sparen, wenn etwas mehr für Verhütungsmittel investiert würde. Kann ja zB auch gegen Quittung über Gummis erfolgen. Pille wird nur gezahlt, bis 21 J. danach muss sie privat bezahlt werden.
Und auch da wird quasi vorgeschrieben, wie frau zu verhüten hat...denn Gummis, Dia etc gibts nicht von der KK...
Was x-mal pro Jahr eine Abtreibung kostet, was sie an Stress/Risiken bedeutet, was die Kinder kosten, die zur Welt kommen und nicht gewollt/ geplant sind und wie es denen dann geht, lass ich mal dahingestellt. Aber auch das sind keine rosigen Aussichten...

LG B.Nutzerin

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D.r. anDre ist anDRs- R. ist wie Du!
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BeitragVerfasst: 20. Juli 2007 13:08 
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Hochlagenjunkie

Registriert: 12. September 2006 12:29
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Ich frage mich allerdings, ob diese Leute die Verhütungsmittel dann auch nutzen würden, weil jedes Kind bringt ja auch Geld. Man muss Kindergeld etc. ja nicht für die Kinder verwenden. Es gibt bzw. ich kenne auch Leute, die Kinder kriegen, weil sie eh keine Arbeit haben und es gibt halt Geld für die Kinder und so.

Man könnte den Frauen ja auch NFP beibringen, einmal 3€ für Thermometer dürften sie ja haben und dann ist halt Enthaltsamkeit in der fruchtbaren Zeit angesagt. Wo ein Wille, da ist auch ein Weg.

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Liebe Grüße, Alexandra
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