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 Betreff des Beitrags: Re: Jekyll & Hyde - der Thread für PMS-Geplagte
BeitragVerfasst: 19. November 2014 12:08 
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hat sich gut eingelebt

Registriert: 14. September 2010 17:59
Beiträge: 188
Wohnort: Ruhrpott
Dieser Thread ist ein Segen! Ich reihe mich mal bei euch ein und stelle einen Teller Plätzchen in die Mitte. *zusammen*

Ich leide wirklich sehr unter PMS, und zwar in einem Maße, das auch mein PMS-freies Restleben beeinträchtigt. :-( Wahrscheinlich liegt das unter anderem daran, dass ich sowieso ein sehr sensibler Mensch bin (Beispiel: ein toter Vogel am Straßenrand macht mich immer fertig, nicht nur während PMS) und auch objektiv gesehen ein paar mehr oder minder große Baustellen in meinem Leben habe, viele davon noch mitgeschleppt aus meiner nicht so ideal verlaufenen Kindheit. Ich glaube klaudiwusel hat Recht, wenn sie schreibt:

klaudiwusel hat geschrieben:
die dinge, die vielleicht belastend sind, sehen halt mit pms noch schlimmer und größer aus- bei mir jedenfalls..


Ich leider während PMS nicht unter anderen Dingen, aber unter den gegebenen weitaus stärker, und mein Verhalten entzieht sich gewissermaßen meiner Kontrolle. Ich habe kaum Selbstdisziplin in diesen Zeiten und mache mir meine Erfolge der PMS-freien-Zeit damit beständig wieder zunichte. :roll: Ein paar Beispiele:

- Ich versuche schon länger mein Gewicht vom mittleren Bereich dessen, was der BMI als "Normalgewicht" beziffert, wieder in den unteren Bereich zu bekommen (also quasi mein Jugendgewicht wiederzuerlangen). Ich ernähre mich gesund und bin auch an sich sehr konsequent - vermutlich fällt mir der Verzicht auf bestimmte Nahrungsmittel leichter, weil ich durch meinen Veganismus ohnehin schon das Verzichten gelernt habe. ABER wenn PMS zuschlägt, dann futter ich plötzlich wieder Kekse und Schokolade und mein Gewicht pendelt sich wieder genau dort ein, wo es vor der kurzfristigen Abnahme gewesen ist. Es ist, als würde ich mich selbst sabotieren. *nichtallehaben*

- Ich zweifel während PMS grundsätzlich an allem. Befinde ich mich in einer Beziehung, ist dies die bevorzugte Zeit, in der ich übers Schlussmachen nachdenke. Aktuell bin ich Singel - na, da spiele ich halt mit dem Gedanken, mein Studium zu schmeißen! Alles kommt mir so sinnlos vor und ich will am liebsten sämtliche Brücken abreißen.

- Ich kriege nichts auf die Reihe. Ich schwänze die Uni und schaffe es auch nicht, mich zum lernen zu motivieren, obwohl der Stoff mir Spaß macht. Ich sitze stundenlang da und starre meinen ausgedruckten Text an, ohne damit zu arbeiten. Mein Inneres ist voller Widerwillen.

- Ich bin so nah am Wasser gebaut, dass ich mich manchmal kaum vor die Tür traue. Ich muss auf der Straße nur eine alte Frau sehen, die gekrümmt über ihrem Gehstock geht, und schon spult sich in meinem Kopf eine endlose Gedankenspirale über die Vergänglichkeit des Lebens, die Zerbrechlichkeit des menschlichen Körpers und das Leiden an sich ab. Mit der Person selbst empfinde ich so tiefes Mitgefühl, dass ich mich zusammenreißen muss, um nicht loszuheulen.

Ich könnte diese Liste wohl noch seitenweise weiterführen. Inzwischen wäre ich sogar bereit, Medikamente zu nehmen, um dieses Gefühlschaos einzudämmen. Mich macht das echt fertig und die Auswirkungen dieser Tage habe ich den ganzen Rest des Monats auszubaden. Das kann es doch irgendwie nicht sein. *kopfkratz*

Habt ihr inzwischen irgendwelche Wege gefunden, eure PMS in Schach zu halten? *freunde*

_________________
rather_ripped ist mit Panda, großem Spatz (*08.2018), kleinem Wölfchen (*03.2021), Baby-Floh (*06.2024) und einer grauschnäuzigen Hündin (*2009) endlich zu Hause angekommen. Bild
»Wir müssen durch so viel Dreck und Unsinn tappen, um nach Hause zu kommen! Und wir haben niemand, der uns führt, unser einziger Führer ist das Heimweh.« ― Hermann Hesse


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 Betreff des Beitrags: Re: Jekyll & Hyde - der Thread für PMS-Geplagte
BeitragVerfasst: 19. November 2014 15:01 
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Fingerwundschreiberin

Registriert: 18. Oktober 2009 19:03
Beiträge: 850
NFP seit: Okt. 2009
rather_ripped, das klingt anstrengend. Ein bisschen klingt es auch so, als wärst Du latent depressiv veranlagt und als würde diese Veranlagung in der HL voll zuschlagen. Die Dünnhäutigkeit und Deine „Baustellen“, wie Du sie nennst, tun da sicher noch das ihrige hinzu.

Ich vermute ein bisschen, dass die PMS bei Dir ohnehin vorhandenes verstärkt. Du kannst es natürlich mit den üblichen Verdächtigen versuchen, Vitamin B6 zum Beispiel, Frauenmanteltee und auch allgemein damit, Dir zu erlauben, dass Du eben mehr Ruhe willst, weniger tun und zwischendrin Lust auf Schokolade hast, wenn Du PMSig bist. Ich hatte vor allem früher oft den Hang, da zu strikt zu sein und mich quasi noch innerlich dafür zu „beschimpfen“, dass ich z.B. nicht so konzentriert bin wie sonst oder launischer oder trauriger. Und das macht alles nur noch schlimmer. Am Ende saß ich dann da und fühle mich wie der unsinnigste Mensch auf dieser Erde. Wenn ich freundlicher zu mir bin, sieht das ganz anders aus. Immer gelingt mir das aber auch nicht. *lach*

Dieses sehr Dünhäutige, was Du da beschreibst (Trauer über Tiere am Straßenrand, Vergänglichkeitsspirale ob alter Frau) kenne ich von mir aus einer Zeit, in der ich depressiv war. Und mich permanent so gefühlt habe (falls ich überhaupt was fühlte, abseits von endloser Sinnlosigkeit). Das ist jetzt schon ziemlich lange her. Die generelle Dünnhäutigkeit ist noch da, aber dieses sehr schweren Gefühle nicht mehr. Gerade in der HL gibt es noch Momente davon, aber die sind wesentlich schwächer und nur kurz.

Was ich sagen will, ist: Wenn Du generell viel mit Dir rumschleppst und das PMS Dich so sehr beeinträchtigt … magst Du vielleicht mal (ganz allgemein) zu einem Therapeuten gehen? Es muss ja keine endlose Therapie sein oder werden, in manchen Fällen reichen wenige Stunden, um einige der Knoten zu lösen, die man so hat. Ich will Dir damit nicht zu nahetreten oder mich gar als Lebensberaterin aufspielen. Ich hab mich von dem, was Du geschrieben hast, aufgrund eigener Erfahrungen sehr angesprochen gefühlt und wollts Dir als Anregung hierlassen. *sonne*

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Bin über 150, NFP mittlerweile via drip.


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 Betreff des Beitrags: Re: Jekyll & Hyde - der Thread für PMS-Geplagte
BeitragVerfasst: 19. November 2014 16:55 
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Kurven-Rätslerin

Registriert: 20. Mai 2012 14:08
Beiträge: 238
Hallo Eleve,

ich finde es sehr einfühlsam was du geschrieben hast.

Was mir persönlich noch dazu einfällt, rather_ripped, ist Sport. Ich habe lange auch sehr unter PMS gelitten und manchen Beitrag hier im Thread verfasst. Schon vor der letzten Mens und auch jetzt (ZT 24 aktuell, ich denke morgen geht die Mens los) habe ich mich schwer gewundert: wo ist mein PMS geblieben? :shock: Ich meine ich bin ziemlich müde - aber insgesamt geht es mir erstaunlich gut. :lol:

Die einzige Erklärung, die mir einfällt: seit Ende August / September gehe ich wieder regelmäßig ins Fitness-Studio an die Kraftmaschinen. Also richtiges Gerätetraining zum Muskelaufbau. Zielvorstellung 2mal wöchentlich, meist klappt es aber nur einmal die Woche. An den anderen Tagen bin ich auf dem Ergometer fleißig oder gehe zum Zumba. Aber Ausdauersport habe ich auch davor schon gemacht. Also denke ich es ist die Summe insgesamt.
Und davon abgesehen hab ich nichts verändert.

Also: Sport als Anti-PMS-Mittel nicht vergessen *daumenhoch*

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J. Sully sendet liebe Grüße von Pandora :-)


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 Betreff des Beitrags: Re: Jekyll & Hyde - der Thread für PMS-Geplagte
BeitragVerfasst: 19. November 2014 20:15 
@ Rather_ripped: Hört sich für mich einfach nach HSP an (Hochsensibilität), möglicherweise mit leicht depressiven Verstimmungen. Würde aber keinesfalls vermuten, dass eine klinische Depression vorliegt. Da würde ich von Psychopharmaka eher absehen, und das obwohl ich ansonsten viel davon halte und selbst welche nehme.


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 Betreff des Beitrags: Re: Jekyll & Hyde - der Thread für PMS-Geplagte
BeitragVerfasst: 19. November 2014 21:09 
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hat sich gut eingelebt

Registriert: 14. September 2010 17:59
Beiträge: 188
Wohnort: Ruhrpott
Danke für eure lieben Antworten! *knutsch*

Tatsächlich bin ich schon seit etwa vier Jahren in Therapie, ursprünglich wegen einer schweren Angsstörung und Panikattacken. Im Laufe der Sitzungen wurde dann aber auch noch eine Depression und ein paar andere Dinge diagnostiziert, auf die ich hier aber gerade nicht näher eingehen möchte. Ich hoffe, ihr versteht das. *freunde* In den letzten vier Jahren habe ich hart an mir gearbeitet und enorme Fortschritte gemacht, ich lebe inzwischen eigentlich einen fast normalen Alltag. Das hätte ich mir damals niemals träumen lassen. Manchmal habe ich Rückfälle, werde ich auch immer haben, das ist mir inzwischen klar. :-( Vor allem in Zeiten, in denen in meinem Leben viel im Umbruch ist. Aber eben auch jedes Mal während der PMS-Phase. Also ich weiß im Grunde, woher das alles kommt, aber ich will nicht jeden Monat mit einem so herben Rückschlag rechnen müssen, und das nur wegen den doofen Hormonen. *zunge*

Nach deinem Beitrag, Eleve, habe ich mal ein bisschen im Netz geschaut und bin auf PMDS gestoßen - Prämenstruelle Dysphorische Störung. Habt ihr davon schon mal was gehört? *kopfkratz* In dem Artikel stand auch:

Zitat:
Bereits bestehende depressive Verstimmungen werden im Rahmen der Menses häufig schlechter, auch der Rückfall in die Depression nach Beschwerdefreiheit ist in den Tagen vor der Periode häufiger.


Ja.. ich schätze das ist es dann bei mir. Sollte ich meine Therapeutin in der nächsten Sitzung vielleicht mal drauf ansprechen. Bin ich denn die einzige hier mit diesem Problem? Oder geht es anderen auch so? *freunde*

Eleve, danke für deine Erfahrungen! *knuddel*

Eleve hat geschrieben:
Du kannst es natürlich mit den üblichen Verdächtigen versuchen, Vitamin B6 zum Beispiel, Frauenmanteltee und auch allgemein damit, Dir zu erlauben, dass Du eben mehr Ruhe willst, weniger tun und zwischendrin Lust auf Schokolade hast, wenn Du PMSig bist. Ich hatte vor allem früher oft den Hang, da zu strikt zu sein und mich quasi noch innerlich dafür zu „beschimpfen“, dass ich z.B. nicht so konzentriert bin wie sonst oder launischer oder trauriger. Und das macht alles nur noch schlimmer. Am Ende saß ich dann da und fühle mich wie der unsinnigste Mensch auf dieser Erde. Wenn ich freundlicher zu mir bin, sieht das ganz anders aus. Immer gelingt mir das aber auch nicht. *lach*


Ja, ich glaube das würde schon viel helfen, wenn ich mehr Nachsicht mit mir hätte. :roll: Aber mir gehts wie dir: ich entwickele dann nur Wut auf mich selbst und das macht alles noch schlimmer. Wie hast du es geschafft, da gelassener zu werden?

Sully, oh ja, Sport hat eine ungemein heilende Wirkung! :applaus: Das fehlt mich auch gerade sehr. Mein Fitnessstudio hat zum 01. Oktober geschlossen, seitdem fehlt mir abseits der Hunderunden die Bewegung. Ich hab mir eigentlich vorgenommen, schwimmen zu gehen, aber ich kriegs oft nicht hin wegen der Öffnungszeiten. Das Fitnessstudio hatte täglich bis 23 Uhr geöffnet und ich bin eigentlich immer abends hingegangen, das geht im lokalen Hallenbad nicht. Und zum vor der Uni Sport machen bin ich nicht der Typ, ich power mich gerne bis zur vollen Erschöpfung aus und brauche dann erst mal Erholung. Ich muss da aber echt zusehen, wieder regelmäßig Sport zu machen, ich brauche das für meine Psyche wirklich sehr und würde es auch immer weiterempfehlen. *zustimm*

Bess, an Psychopharmaka habe ich auch gar nicht gedacht. Das habe ich schon durch und es hat mir gereicht. *ko* Ich dachte eher an sowas wie zusätzliche Vitamine oder etwas harmloseres wie Johanniskraut, das ja auch eine stimmungsaufhellende Wirkung haben soll. Dachte viellicht hat ja eine von euch diesbezügliche Erfahrungen und kann etwas empfehlen. :-) Tees habe ich auch noch nicht versucht, wenn ich schaffe schaue ich mich morgen mal im Reformhaus um.

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 Betreff des Beitrags: Re: Jekyll & Hyde - der Thread für PMS-Geplagte
BeitragVerfasst: 27. Januar 2015 10:34 
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Kurven-Rätslerin

Registriert: 13. Mai 2013 18:01
Beiträge: 351
Wisst ihr ab wann man eine Gelbkörperschwäche testet? Einfach auf Verdacht oder nur wenn man Probleme hat mit ES?

Meine Hochlagen sind zwar sicherlich nicht super kurz aber mit 9-12 Tagen (oder testet man erst wenn die HL noch kürzer ist?, oder doch nur wenn der ES Probleme macht?) auch nicht gerade die längsten. Zudem geht es mir einfach mies in der HL. Traurig, leicht deppresiv, reizbar (von 0-100), Kreißlauf sackt ab, Muskelschmerzen. Natürlich kann ich auch in der Zeit fröhlich sein, aber ich mach so schnell kehrtwendungen in meinen Gefühlen das mir ganz anders wird.

Oder sollte ich es einfach erst mal mit B6 und co. probieren? Habe mich bis jetzt noch nicht sonderlich damit beschäftigt da ich erst dachte "so bin ich halt" aber ich merke wie sehr es mich und auch die Beziehung zu meinem Mann belastet.

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Arthur ließ sich den Gedanken durch den Kopf gehen, erkannte widerstrebend, daß er vernünftig war, faltete ihn zusammen und steckte ihn weg
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 Betreff des Beitrags: Re: Jekyll & Hyde - der Thread für PMS-Geplagte
BeitragVerfasst: 27. Januar 2015 10:40 
Catelyn, laut Statistik ist Deine Durchschnitts-Hochlage genau 11,92 Tage lang - spricht in meinen Augen eher nicht für eine GKS, vor allem weil Du keine Zwischenblutungen in der HL zu haben scheinst. Sieht doch alles prima aus!

Was Deine depressive Verstimmung betrifft: Die hast Du wirklich nur in der HL? In der TL ist dann alles weggeblasen? Oder hast Du generell eine niedergeschlagene Stimmung?


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 Betreff des Beitrags: Re: Jekyll & Hyde - der Thread für PMS-Geplagte
BeitragVerfasst: 27. Januar 2015 11:21 
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Kurven-Rätslerin

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Beiträge: 351
Bess hat geschrieben:
Catelyn, laut Statistik ist Deine Durchschnitts-Hochlage genau 11,92 Tage lang - spricht in meinen Augen eher nicht für eine GKS, vor allem weil Du keine Zwischenblutungen in der HL zu haben scheinst. Sieht doch alles prima aus!

Was Deine depressive Verstimmung betrifft: Die hast Du wirklich nur in der HL? In der TL ist dann alles weggeblasen? Oder hast Du generell eine niedergeschlagene Stimmung?


Ich bin immer schon ein sehr emotionaler Mensch gewesen aber derzeit ist es für mich aus der Sicht des Gefühlschaos so: TL - alles läuft super mit meinem Mann, wir nähern uns an und haben eine tolle Zeit, ich fühle mich in mich geruht. HL - kann ich wirklich mit diesem Mann eine Beziehung führen?
Heute Morgen habe ich das Weinen angefangen weil wir das Thema "nach Katastrophe/Zombieapokalypse" hatten (er mag Survivalsachen). Darüber haben wir schon X mal gesprochen und heute hat es peng gemacht und mir kamen die Verzweiflungstränen. Vor zwei Tagen wollten wir gemeinsam Rezepte raussuchen. Er hatte ohne mich damit begonnen um mir "Arbeit abzunehmen". Ich war tödlichst beleidigt. Konnte mich kaum beruhigen und habe ihm auch gesagt das ich in meinem Hirn weiß das das gerade totaler blödsinn ist das ich so ausraste, aber meine Gefühle lassen nur das Bocken zu. *nichtallehaben*

Das ist derzeit wirklich hart, da es eine ganze Zeit bei uns gekriselt hat und wir nun endlich wieder zueinander finden und dann kommt die HL und ich habe mich emotional gar nicht mehr unter Kontrolle.

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 Betreff des Beitrags: Re: Jekyll & Hyde - der Thread für PMS-Geplagte
BeitragVerfasst: 27. Januar 2015 11:25 
Catelyn, das hört sich nicht gut an und ich denke, da solltest Du was unternehmen. Manchmal sind leichte Antidepressiva eine Lösung, das ist eine der möglichen Behandlungen von starkem PMS. Denn ich denke nicht, dass es getan wäre, irgendein Hormon zu supplementieren (GKS sehe ich sowieso keine).
Wenn der subjektive Leidensdruck so groß ist und sogar die Beziehung belastet, würde ich wohl echt zum Neurologen/Psychiater gehen und mir Hilfe holen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Jekyll & Hyde - der Thread für PMS-Geplagte
BeitragVerfasst: 27. Januar 2015 11:42 
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Kurven-Rätslerin

Registriert: 13. Mai 2013 18:01
Beiträge: 351
Aber warum zum Psychiater wenn es ausschließlich in der HL passiert und anscheinend durch die Hormone verschuldet ist?

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 Betreff des Beitrags: Re: Jekyll & Hyde - der Thread für PMS-Geplagte
BeitragVerfasst: 27. Januar 2015 11:46 
Wie gesagt sind leichte ADs in der Tat ein erprobtes Mittel bei PMS, auch wenn die Ursache von PMS hormonell ist.

Da zitiere ich mal Wikipedia:

"Zur medikamentösen Therapie der PMS gehören SSRI (Serotoninwiederaufnahmehemmer), Aldosteronantagonisten (z. B. bei Ödemneigung) und die hormonelle Kontrazeption. Invasive Therapiemaßnahmen (z. B. GnRH-Analoga) sind nur in Ausnahmefällen nötig. Forscher haben nun auch herausgefunden, dass eine bestimmte Kombination aus Fettsäuren die Symptome lindern kann, was bei einer Nahrungsumstellung berücksichtigt werden könnte."

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Pr%C3%A4me ... es_Syndrom

Sicher muss das jeder für sich entscheiden, wie er damit umgeht; aber ginge es mir so schlecht wie Du es beschreibst, würde ich wohl eine medikamentöse Therapie in Erwägung ziehen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Jekyll & Hyde - der Thread für PMS-Geplagte
BeitragVerfasst: 27. Januar 2015 21:34 
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alte Häsin

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Catelyn, bei mir hatte Progesteroncreme, die ich wegen meiner Endometriose nehme, auch einen positiven Effekt, was PMS angeht. Ich weiß nicht, ob man Progesteroncreme auch gezielt gegen PMS einsetzt, wollte den Hinweis aber mal da lassen.

Bei mir ist es in den letzten 2-3 Zyklen auch wieder sehr schlimm gewesen, ich muss auch wieder dringend etwas unternehmen. Zum Glück ist es bei mir weniger auf *mann* bezogen, sondern eher allgemeine Weltuntergangsstimmung.

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 Betreff des Beitrags: Re: Jekyll & Hyde - der Thread für PMS-Geplagte
BeitragVerfasst: 2. Februar 2015 19:29 
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Fingerwundschreiberin

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rather_ripped hat geschrieben:
Ja, ich glaube das würde schon viel helfen, wenn ich mehr Nachsicht mit mir hätte. :roll: Aber mir gehts wie dir: ich entwickele dann nur Wut auf mich selbst und das macht alles noch schlimmer. Wie hast du es geschafft, da gelassener zu werden?

Ich hab eben erst wieder hier reingelesen, daher die lange Antwortverzögerung. :oops:

Was mir viel geholfen hat, war der Austausch mit zwei Freundinnen, denen es sehr ähnlich geht. Und auch der Austausch hier im Forum. Immer wieder mal zu hören und zu lesen, dass man nicht die einzige ist, der es so geht, empfinde ich als sehr hilfreich. Dann kann ich es auch besser zulassen. Vorher hatte ich lang die Einstellung, dass ich quasi die Tieflagen-Elevin bin. Und die Hochlagen-Elevin ist der böse Zwilling, den ich nicht haben will. Das macht es natürlich kein Stück einfacher. Besser wurde es, seit ich akzeptiere (und teilweise sogar gut finde, es hat ja beides seine Qualitäten!), dass beides zu mir gehört und mich auch über die Jahre daran gewöhnt habe. (Ich habe von 16 – 30 Jahre die Pille genommen und war deshalb Zyklusschwankungen überhaupt nicht gewöhnt, ich glaube, da braucht es manchmal einfach Zeit, bis man sich damit anfreundet.)

Neulich bin ich zufällig über einen Artikel gestolpert, in dem es um ein Buch namens „The Venus Week“ geht. Keine Ahnung, wie gut oder schlecht das Buch ist, aber der Artikel dazu hat mich mal wieder darin bestätigt, dass die Zyklusschwankungen völlig normal sind. Ich finde es nämlich manchmal schwierig, das meinem Freund zu erklären. Aber je mehr ich mich damit anfreunde, desto weniger fühle ich mich in Erklärungsnot.

Kurzfassung: Austausch und langsame Gewöhnung. Und je nach Tagesform klappt es mal besser und mal schlechter. *lach*

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 Betreff des Beitrags: Re: Jekyll & Hyde - der Thread für PMS-Geplagte
BeitragVerfasst: 16. Februar 2015 09:12 
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alte Häsin

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Beiträge: 1364
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Bei mir ist es wieder ganz schlimm mit der depressiven Stimmung in diesem Zyklus, insgesamt ist auch eine deutliche Steigerung über den Winter zu erkennen *seufz* es gab darüber gestern auch noch ein ganz unschönes Gespräch mit *mann*, sodass ich jetzt endlich versuche, einen Termin bei der neuen FÄ zu machen. *unbekannt*
Wie siehts bei euch Leidensgenossinnen aus?

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 Betreff des Beitrags: Re: Jekyll & Hyde - der Thread für PMS-Geplagte
BeitragVerfasst: 26. Februar 2015 20:21 
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neu hier

Registriert: 17. Februar 2015 16:03
Beiträge: 4
NFP seit: 01/2015
Hallo,

eure Beiträge beruhigen mich. Ich habe nun meine erste "echte" Mens nach meinem 1. pp-Zyklus und ich hatte früher nie Probleme während meiner Tage, nie Krämpfe oder Stimmungsschwankungen. Die letzten Tage waren aber total krass. Gestern hat mich ein versalzenes Couscous so zum überkochen gebracht, dass ich wie ein blöder Teenager alles hingeschmissen habe und mich heulend ins Schlafzimmer verzogen habe... Ich dachte schon, ich spinne, aber scheinbar habe ich nun auch PMS.
Zudem ist mir mal warm, mal kalt, ich bin total müde, habe Kopfschmerzen und Heißhunger auf alles mögliche...

Habt ihr Erfahrungen gemacht, dass es pp besonders ausgeprägt war?

Ihr berichtet alle von der Hochlage. Ich habe diese Anzeichen aber während meiner Mens, zählt das trotzdem noch als PMS?

*wiederHoffnungbekommen* :)

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