Ihr lieben,
ich gebe sehr gern wieder, was mir die Ärztin erzählt hat. Ich bin keine Medizinerin, sondern schreibe das jetzt aus der Erinnerung auf. Es stellt also nicht meine eigene Meinung dar
Die FÄ hat erzählt, dass sie die Gynefix seit Jahren legt und zwar besonders gern als Notfallverhütung mitten im Zyklus, weil der Führungsstab der Gynefix im Vergleich zu dem einer normalen Spirale wesentlich dünner sei. Dies mal vorab.
Als Vorteil der Gynefix sagt auch sie, dass erfahrungsgemäß weniger Probleme während der Mens auftreten - wenn die Risikozeit der ersten 3-6 Monate vorüber ist (sie legt bei Verlust in diesem Zeitraum auch kostenlos eine neue Kette nach).
Ein erhöhtes Risiko sieht sie zum einen bei der Einlage und dem Verankerungsort: Die Einlage sei ein Eingriff, der viel Erfahrung benötige. Auch ihr sei es einmal unter vorheriger Gabe von Cytotec (ich bin nicht sicher - diese Cervix-öffnende Tablette) passiert, dass sie den Uterus durchstochen hätte.
Auch musste sie schon korrekt liegende Ketten ziehen, weil der kleine Knoten an einen Nerv oder empfindlichen Muskel gekommen sei, so dass bei jedem GV und Sport die Gynefix unangenehm zu spüren gewesen sei.
Ein weiteres Risiko bei der Gynefix ist, dass der Faden aus dem Muttermund in die Gebärmutterhöhle rutschen kann. Das hat sie in ihrer Praxis wohl auch schon öfter erlebt. Dann kann die Gynefix unter Umständen nur im Krankenhaus operativ entfernt werden.
Bei einer ev. eintretenden Schwangerschaft wächst die Gynefix nicht (wie die Spirale meistens) im Mutterkuchen oder den Eihäuten ein, sondern verknüddelt sich wegen der Verankerung irgendwo im Uterus und kommt bei der Geburt nicht mit heraus. Auch das kann einen operativen Eingriff zur Folge haben und birgt ein großes Infektionsrisiko.
Dann erwähnte sie noch, dass der Faden der Gynefix von vielen Paaren als sehr störend empfunden wird -auch deshalb hat sie schon Ketten gezogen.
Den PI, der vom Hersteller angegeben wird, hält sie für eindeutig geschönt. Aus ihrer Praxis heraus hält sie die Gynefix eher für unsicherer als die Kupferspirale.
Die Vorteile der Kupferspirale im Gegensatz zur Gynefix sieht sie in:
-höhere Verhütungssicherheit
-einfacherers Einlegen in den Uterus
-geringeres Risiko des Verrutschens
-kann bei Verrutschen in jeder gyn. Praxis immernoch leicht entfernt werden
-bei Schwangerschaft geringere Gefahr für die Mutter (Spirale wächst in Mutterkuchen ein)
-weicherer Faden, der beim GV nicht stört
-günstigerer Preis
Ich hoffe, ich habe nichts vergessen! Sonst trage ich das Fehlende noch nach!
Nochmal zur Erinnerung: Ich habe hier nur wiedergegeben, was mir gestern erzählt wurde!
Ich persönlich stehe sowohl Gynefix als auch der Kupferspirale im Moment neutral gegenüber!
Zur Ärztin selbst: Ich empfand sie als sehr sachlich und gut informiert. Ich finde, es gehört schon was dazu, wenn man eigene Fehler von sich aus erzählt (durchstochener Uterus). Sie hat mir auch nicht direkt das eine oder andere empfohlen, sondern alle Fakten sehr sachlich dargestellt. Eine Entscheidung bzw. Meinung soll ich mir selbst bilden.
Liebe Grüße!