Hallo an Alle!
Nachdem ich jetzt die letzten Tage diesen Thread durchgelesen habe, habe ich mich nun entschlossen mich hier anzumelden und euch über meine Zeit der hormonellen Verhütung inkl. Nuvaring zu berichten.
Da ich auf der Suche nach Alternativen zur hormonellen Verhütung bin, habe ich dieses Forum gefunden.
Ich versuche mal eine Zusammenfassung für euch zu schreiben, wie es mir in den letzten Jahren erging.
Meine hormonelle Verhütung begann ungefährt mit meinen 15./16. Lebensjahr. Ich hatte meine Schwester zur FÄ begleitet, da ich ja in dem Alter war, wo man ja mal zu einer Untersuchung gehen kann. Ich war sehr unvoreingenommen, wollte auch nicht zwingend die Pille haben, da ich keinen Freund hatte. Nach verlassen der Praxis hatte ich dann trotzdem ein Rezept (anscheinend ist das Routine der Ärzte, jungen Mädels die Pille zu verschreiben), sie sagte damals das ich das richtige Alter habe und es auch für meine Haut besser sei.
Somit begann ich die Belara zu nehmen. Ich weiß gar nicht mehr wie lange ich die überhaupt genommen.
Mit ca. 16/17 schlich sich bei mir Migräne an. (Mit Akupunktur wurde es deutlich besser).
Die Ärzte schoben natürlich alles auf die Pupertät usw.
Irgendwann wechselte ich die FÄ und erzählte von meiner Migräne, sie verschrieb mir dann die Cerazette, die ich dann auch viele Jahre einnahm.
Da meine FÄ sehr unfreundlich war und ich mich überhaupt nicht wohl fühlte, wechselte ich wieder zu einer anderen.
Bei der fühlte ich mich anfangs gut aufgehoben.
Nach langer Zeit ohne Probleme, bekam ich immer öfter Zwischenblutungen, die schon fast zu Dauerblutungen wurden.
Mir wurde ein Pillenwechsel empfohlen, kurze Zeit nahm ich die Valette ein, allerdings fühlte ich mich nicht wohl damit, mir war ständig übel usw.
Da die Blutungen wieder aufgehört hatten, meinte meine FÄ ich soll wieder die Cerazette nehmen, was ich auch tat.
Nach einigen Monaten ging es wieder los mit Blutungen. Die FÄ stellte eine Zyste fest und ich bekam zusätzlich eine 3-Phasen-Pille.
Diese vertrug ich wieder sehr schlecht (nahm diese zur Cerazette ein). Die Blutungen liesen nach und ich hatte keine Probleme mehr.
Vor 3 Jahren etwa bekam ich zunehmend Magen-Darm-Probleme, und gleichzeitig begann ein Ärzte-Run für mich. Kein Arzt fand heraus, warum ich ständig mit Bauchkrämpfen, Überlkeit und Duchfall zu kämpfen hatte.
Bis ich zu einer Heilpraktikerin ging, sie fand heraus, das ich an vielen Lebensmittelunverträglichkeiten leide.
Ich musste von heute auf morgen meine ganze Nahrung umstellen (kein Ei, keine Milchprodukte, kein Senf, kein Knoblauch, keine Nüsse/Mandeln, etc.).
Nach der Umstellung besserte sich langsam mein Befinden.
Da ich ja an ständigen Durchfall litt, hatte ich Bedenken, das vielleicht die Pille mal nicht wirkt und ich besprach dies mit meiner FÄ.
Sie empfahl mir das Implanon - ihre Patienten sind sehr zufrieden damit...
Ich dachte ca. 4-5 Monate darüber nach und entschloss mich dazu, mir das Implanon einsetzen zu lassen.
Im April 2013 war es dann soweit - es wurde eingesetzt.
Das erste halbe Jahr war alles super, bis alles wieder los ging: anfangs Zwischenblutungen bis hin zur Dauerblutung. Ich war Dauergast bei der FÄ.
Jedes Mal wurde bei der Untersuchung eine Zyste entdeckt, kaum war die eine weg - war eine neue da.
Anfangs sollte ich zum Implanon die Cerazette nehmen, was zu Beginn auch klappte. Aber die Blutungen kamen immer wieder und ich testete sämtliche Pillen zusätzlich zum Implanon. Jedoch wird mir bei jeder Pille kotzübel.
Meine FÄ wusste nicht mehr weiter und wollte mir die 3-Monats-Spritze setzen. Was ich absolut nicht wollte.
Also machte ich mich auf dei Suche nach einer neuen FÄ um mir eine weitere Meinung einzuholen.
Da mein Sommerurlaub vor der Tür stand und meine Blutungen immer stärker wurden musste eine Lösung her.
Die neue FÄ nahm sich sehr viel Zeit für mich und klärte mich über das Implanon auf - sie hält nichts davon und rät es jeder ab.
Da ich es aber nun drin hatte und meine Blutung nicht mit in den Urlaub nehmen wollte, empfahl sie mir den Nuvaring für 3 Monate durchzunehmen und danach zu schauen wie es mir geht, und ob sich die Blutungen dauerhft einstellen.
In den 3 Monaten mit Nuvaring hatte ich kein einiziges Mal Blutungen, jedoch schlichen sich langsam immer mehr Beschwerden ein, was ich anfangs gar nicht mit den Ring in Verbidnung brachte.
Nach 3 Monaten setzte ich den Ring ab. 3 Tage später kam normal die Abbruchblutung und ich dachte "super, jetzt pendelt sich alles ein".
Nach Ende der Blutung hatte ich sage und schreibe 2(!!) Tage ruhe und es setzten wieder starke Blutungen ein, mit Schwindel, Kreislaufproblemen und Migräne. Ich fühlte mich hundeelend und ging wieder zur FÄ.
Sie sagte das mein Körper nach Absetzen vom Ring Entzugerscheinungen hat und mein Körper verrückt spielt - bzw. die Hormone.
Ich sollte wieder den Ring nehmen und über das Entfernen des Implanons nachdenken, da ich ja nicht Dauerhaft doppelte Hormone nehmen kann.
Ich begann also vor etwa 3 Wochen wieder mit dem Nuvaring (Implanon immer noch im Arm). Jedoch hatte ich irgendwie keine Lust mehr auf das ständige Theater und dazu die Kosten.
Ich redete mit meinem Freund, der sofort sagte ich soll alles entfernen, weil es mir schlecht geht von dem Zeug.
Ich grübelte also nach, fing an zu lesen und fand dieses Forum, was mir noch mehr die Augen öffnete.
Nach 2 Tagen einsetzten vom letzten Ring merkte ich schon, das ich mich wieder komischer fühlte, und es wiederholten sich Beschwerden die ich auch in der ersten Zeit mit dem Ring hatte, aber mir jetzt erst bewusst wurde, das es tatsächlich vom Ring kommt.
Meine Beschwerden:
- häufiger Kopfschmerzen
- brennende Augen
- Stimmungsschwankungen/Reizbarkeit
- trockene Scheide
- Libido verabschiedet sich
Ich entschied mich, den Ring wieder abzusetzen und machte mir beim FÄ einen Termin zur Entfernung des Implanons.
Mein Freund meint, das mir vielleicht auch das Implanon Probleme bereitet (ich habe immer mal hier und da Probleme), und ich einfach mal meinen Körper "hormonfrei" geben soll.
Letzten Mittwoch nahm ich den Ring raus, gestern bekam ich die Abbruchblutung.
Morgen wird mir das Implanon entfernt und ich bin gespannt wie mein Körper reagieren wird.
Ich hoffe ich werde nicht zu doll Probleme haben mit dem Hormonentzug.
Wir werden nun erstmal mit Kondom verhüten, bis ich mich mit NFP vertraut gemacht habe.
Entschuldigt bitte den langen Text. Ich freue mich jedoch über Kommentare und Tipps von euch.
LG
