Hi!
Das Gespräch gestern war der blanke Horror. Auf meine Argumente und die Metaanalyse ist die Frau gar nicht eingegangen, meinte eben, dass das ihrer Erfahrungen und Kongressen, auf denen sie war, widerspräche. Sie bleibt dabei, dass die Spirale danach nicht sicher sei. Quellen, in denen das nachzulesen sei, wolle sie mir nicht geben. Die Wirkung der Spirale baue sich nicht schnell genug auf um eine Einnistung zu verhindern, schließlich wäre eine Einnistung ja auch schon nach 48 möglich. Ich bin die ganze Zeit sachlich geblieben, sie wurde schnell beleidigend. Sie hatte ein sehr großes Problem damit, dass ich ihre ärztliche Kompetenz hinterfragt habe. Patienten haben dazu kein Recht. Ich wurde nicht als gleichwertiger Gesprächspartner angesehen - das hat sie mir deutlich gezeigt.
Die Kontrolluntersuchung hat sie mir im Anschluss zwar angeboten, gleichzeitig aber betont, wie unangenehm das nun für sie und mich sei. Ich war während dieses Gesprächs mehrere Male den Tränen nahe, so dass ich nach ihrer letzten Bemerkung dann ohne Kontrolluntersuchung die Praxis verließ. Zu dieser Frau gehe ich nie wieder, ich würde sie auch niemandem weiterempfehlen.
Ich bin jetzt ziemlich durch den Wind, so eine Behandlung von einer Ärztin - damit hätte ich nie gerechnet. Jetzt muss ich mir kurzfristig einen neuen Arzt suchen, der kontrolliert, ob das Ding auch richtig sitzt. Was ich weiterhin tun werde, weiß nicht nicht.
Ich bin weiterhin der Überzeugung, dass die Ausschabung überflüssig war und die Spirale danach sehr sicher.
Dabei ist es doch ziemlich egal, welche Theorien es zur Wirkungsweise der Spirale gibt. Das was zählt, sind doch die empirischen Daten - und die sprechen eine eindeutige Sprache. Wenn die Empirie der Theorie widerspricht, muss die Theorie entsprechend angepasst werden. Wo ist mein Denkfehler?