Midorie hat geschrieben:
Ehrlich gesagt finde ich es aber auch nicht fair gegenüber den Frauen, die wirklich trotz korrekt angewandter Verhütung schwanger geworden sind (ich meine nicht nur die Spirale, sondern alle Verhütungsmittel - eine sehr gute Freundin ist trotz Pille schwanger geworden, genau diese Aussagen haben sie sehr verletzt), ihnen vorzuwerfen, sie hätten das vorgeschoben oder Wechselwirkungen nicht beachtet. Ich bestreite nicht, dass es diese Fälle sicher gibt, aber da immer sofort die Stimmen laut werden zu lassen, finde ich auch nicht richtig.
Und ja, ich schreibe das auch, weil ich selber trotz Spirale schwanger geworden bin. Sie saß perfekt (von mehreren Gyns bestätigt, ich hab es auch selbst im Ultraschall gesehen) und ich war halbjährlich zur Kontrolle. Ich wurde zum Ende der dreijährigen Liegezeit schwanger.
Alle drei Gyns, bei denen ich war, waren selbst etwas baff und meinten, dass ich der erste Fall bei ihnen wäre.
Ich zweifle nicht an der Verhütungssicherheit der Kupferspirale, aber irgendwen muss es halt erwischen. So ist das eben bei Stastik. Ich finde die Kupferspirale eine sehr gute Verhütungsmethode und würde sie zur Langzeitverhütung auch wieder verwenden.
Ich denke das Problem, das wir hier beschreiben, ist hier eher, dass die Frauen, die ehrlich ungewollte ss geworden sind, also alles beachtet haben, etc, einfach klar in der Minderheit sind. Deshalb ist der PI, bei zum Beispiel der KS, auch sehr gut.
ABER es scheint doch so zu sein, dass außer bei der Pille, generell bei allen ungewollten SS das Verhütungsmittel verantwortlich gemacht wird (und zwar als ganzes und
nicht nur in diesem speziellen Fall), und zwar mit dem Nachsatz "hätte man doch wissen sollen" oder "ist doch eh nix außer Pille wirklich sicher" oder "man ist die blöd, dass die sich auf sowas mittelalterliches verlässt".