mm hat geschrieben:
ad 2. aber ist das nicht ein beweis, dass es irgendwo hakt, denn schliesslich geht es da um zehntelgrade, deshalb soll man ja einen 2.stelligen thermometer haben.
Nö, nicht unbedingt. Jegliche Thermometertests sind ziemlich zum Scheitern verurteilt. Das fängt schon damit an, dass das Thermometer vor der ersten Messung kalt ist, ca. Zimmertemperatur, also um die 20 °C. Vor der zweiten Messung ist es dann nicht mehr kalt, wenn Du direkt hintereinander misst, das kann einen Unterschied machen. Wenn Du nicht direkt hintereinander misst, dann beobachtest Du nur Deinen Biorhythmus, denn über den Tag hinweg ändert sich die Körpertemperatur, deshalb soll man ja morgens messen. Also es macht keinen Sinn, das Thermometer testen zu wollen. Wenn man wissen will, ob sich die Messzeit oder Schlafdauer auswirkt, muss man einfach die Werte von verschiedenen Tagen, wo verschiedene Bedingungen geherrscht haben, vergleichen. Anders geht es nicht. Aber die Geratherm-Thermometer sind trotzdem am besten, ich hab inzwischen auch so eins! Vorher hatte ich aber ein digitales das eigentlich auch zuverlässige Kurven geliefert hat.
Also 36,56 bis 36,71 finde ich allerdings auch nicht dramatisch. Das sind 0,15 Grad Abweichung, also 0,075 nach oben und nach unten, sprich, weniger als ein Zehntel Grad. Im Grunde genügt das durchaus, um nach NFP-Regeln auswertbare Kurven zu bekommen. Selbst wenn Du einen Abstand von nur 0,3 Grad zwischen Hochlage und Tieflage hättest, brauchst Du ja nicht davon auszugehen, dass das Thermometer grundsätzlich in der Tieflage ein Zehntel zu hoch und grundsätzlich in der Hochlage ein Zehntel zu niedrig anzeigt - das ist einigermaßen statistisch verteilt und so ein Zufall wäre extrem unwahrscheinlich. Somit hat Du vielleicht mal, wenn's blöd läuft und um die Hochlage herum ein Tieflagenwert erhöht ist und ein Hochlagenwert nach unten abweicht, einen Fall wo Du eine Ausnahmeregel anwenden musst und einen Tag länger warten oder auch mal zwei, aber auswertbar wird es trotzdem sein.
Was das Stillen angeht, ich messe auch oft, nachdem ich meine Kleine schon herumgehoben habe, um sie in Stillposition zu bringen, und messe dann während dem Stillen, das wirkt sich auf die Temperaturen bei mir aber nicht aus. Heute bin ich während dem Stillen und Messen auch noch eingeschlafen, somit war meine Temperatur dann etwas höher, weil das Thermometer bis halb 9 drin blieb und die Zeit bei mir schon was ausmacht. Aber es war noch nicht dramatisch. Dass Dein Kind bei Dir im Bett schläft, ist in dem Fall von Vorteil, wenn Du ihn erst aus seinem Bettchen holen müsstest, glaube ich kaum, dass das keine Auswirkung hätte. Übrigens habe ich irgendwo gelesen, dass man am Anfang beim Stillen oft Zickzack-Kurven hat, die wenig mit der unterbrochenen Nachtruhe zu tun haben, sondern dass das einfach am Prolaktin liegt. Wenn ein ES im Anmarsch ist, werden die Kurven dann oft glatter, ohne dass sich die äußeren Bedingungen geändert haben, also trotz unterbrochener Nachtruhe. Meine Kurve ist allerdings schon recht glatt, trotz allem. Nach ES sieht's aber nicht aus, finde ich.
Liebe Grüße,
Pingu