@ snowberry
solch eine ähnliche situation hatte ich anfang januar, noch während meines 21 zyklus' (135 ZT).
meine endo eröffnete mir die diagnose PCOS (nach langem hin und her...).
ihre aussage war, dass wenn ich nicht die pille nehme, ich kaum noch regelmäßige zyklen
haben werde, geschweige denn reguläre mens-blutungen. außerdem würde es zunehmend
zu einer sogenannten kapselfibrose am Eierstock kommen, die das kinderkriegen noch mehr erschweren würde.
ich habe natürlich viel gelesen, auch hier im forum.
das mit der kapselfibrose steht tatsächlich im raum, aber dennoch gibt es genug frauen, die trotz PCOS keine pille nehmen. (in absprache mit ihren behandelnden ärzten)
die frauen, die überhaupt keine regelblutung mehr haben, lösen diese 2-3 mal im jahr künstlich aus. (die gebärmutterschleimhaut sollte 2-3mal im jahr mindestens abgebaut werden, da sonst wohl eine erhöhte gefahr für ein gebärmutterschleimhautkarzinoms besteht ?)
die frauen die kinderwunsch haben, nehmen häufig metformin (ohne IR/Diabetes ein off-label-use)
einige wenige frauen nehmen metformin auch ohne kinderwunsch zur zyklusstabilisierung (geht nicht allzu lange, auf grund einer erhöhten belastung der leber)
hier forumsintern laufen wohl versuche mit der "nahrungsergänzung" Inositol, einige haben damit sehr gute ergebnisse.
ich selbst bin auch mit einem rezept für eine "extra angepasste/natürliches östrogen enthaltene/ gut verträgliche" pille aus der praxis rausgegangen.
wie es der zufall so wollte,hatte ich wenige tage später eine ehm, mit anschließender auswertbarer HL und Mens.
insgeheim wusste ich noch in der praxis, dass ich die pille wohl nicht nehmen werde, auf grund meiner schlechten erfahrungen
damit in der vergangenheit.
einige frauen kommen mit der pille dann doch sehr gut zurecht, ich jedoch kann mich einfach nicht damit anfreunden, dass diese "symptomüberlagerung" die einzig wahre "behandlung" sein soll...
du siehst jede muss für sich ihren weg mit dem PCOS finden, es gibt aber auf jedenfall alternativen zur pille. im zweifel
würd ich mir auch noch eine zweitmeinung bei einem anderen endo o.ä. einholen.
auch alternativen zur schulmedizin sind sicherlich eine überlegung wert.
was habe ich gemacht:
ich habe fleißig TL-Tee geschlürft und meine ernährung auf kohlenhydratarm umgestellt (habe zwar "noch" keine Insulinresistenz
aber der blutzucker/insulinhaushalt hängt indirekt mit dem testosteronhaushalt zusammen. solch eine ernährung könnte also das PCOS pos. beeinflussen.
Nachdem ich in 2 jahren mit PCOS 8kg zugenommen habe, habe ich jetzt in 2-3 monaten 4kg verloren, seit ich die ernährung umgestellt habe.
ich hatte seit dieser entscheidung 3 auswertbare Zyklen mit ca. 40 ZT Länge, ES und langer HL hintereinander.
was nun genau dazu führt, dass es im moment gut läuft mit den zyklen weiß ich nicht, aber ich bin aktuell sehr glücklich mit
meiner entscheidung, die pille nicht genommen zu haben.
im juni habe ich wieder einen termin, da werde ich meiner endo die aktuelle lage erklären müssen.
ich bin vor allem gespannt darauf, wie mein hormonstatus aussehen wird.
ich drück allen rekord-monster-zyklerinnen die daumen, dass sich die zyklen nach und nach einspielen werden
