Mal ein anderer Blickwinkel: Die Vasektomie beim Mann kann auch als Sicherheit für die Treue der Frau herhalten.

Ich reihe mich mal klammheimlich hier ein. Habe mich vor knapp 2 Monaten sterilisieren lassen. Und was in den Posts auf der ersten Seite als Befreiungsschlag bezeichnet wurde, kann ich bestätigen.
Ich habe mich schon sehr lange nicht mehr so frei gefühlt. Ohne mich groß informiert zu haben, habe ich ja mein "halbes" Leben hormonell verhütet, dann für die Kinder abgesetzt. Ich vermag nicht zu sagen, ob

oder ich seit der Geburt unserer 2. Tochter gehemmter war, Fakt auf jeden Fall, dass unser Intimleben zum Stillstand gekommen war.
Ich habe mich sterilisieren lassen, weil MEIN Kinderwunsch auf jeden Fall erfüllt ist, das war also meine Entscheidung und nicht unsere, obwohl natürlich die Familienplanung schon mit

abgestimmt ist.
Ich hatte irgendwie erwartet, dass mich bald nach der Steri eine Art Sentimentalität überkommt, so von wegen - das war's jetzt wirklich. Aber das blieb aus. Nur manchmal denke ich: Schade um die vielen Schwimmerchen, die jetzt ziellos herumirren
Den Eingriff selbst habe ich mit meinem FA schon vor einem Jahr mal thematisiert, die konkreten Fragen dann aller per Mail. Ich habe den Eingriff ambulant in Dtl. machen lassen. Kam also abends an, gegen 11 am nächsten vormittag hatte ich das Gespräch mit dem Anästhesisten und um 13.00 wurde es dann ernst. Ich bin aber wegen der Zeitverschiebung schon auf dem OP-Tisch eingeschlafen, bevor ich die Narkose bekam

Um 15.00 war ich schon wieder auf den Beinen und wurde abgeholt. Es war, als hätte es den Eingriff nie gegeben, nur die zwei Mini-Schnittchen, die mich aber überhaupt nicht beeinträchtigt haben, keinen Tag. Man hatte mich vorgewarnt, dass von dem Gas, das in den Bauchraum geleitet würde, ein Schmerz im Schulter-/Nackenbereich auftreten könne, also wie eine Verspannung. War aber nicht. Ich hätte gut und gerne am übernächsten Abend (wie es meine ursprüngliche Zeitplanung vorsah) auf eine Hochzeit gehen können

Meinen Kindern habe ich recht offen gesagt, dass ich zum Arzt gehe und der mich sterilisiert. Ich wusste ja nicht, wie ich mich danach fühlen würde, so wollte ich ihnen kein "Märchen" auftischen. Die Große hat ein bisschen nachgehakt, warum ich keine Kinder mehr möchte. Die Kleine fand es wohl nur doof, dass ich nicht da war, weil wir ja erst ein "paar Stunden zuvor" beim Opa angekommen waren.
Also ich würde es jederzeit wieder machen

Kann aber aufgrund meiner eigenen KiWu-Geschichte gut verstehen, dass Ärzte einem in jungen Jahren von dem Eingriff abraten. Ich war bis 30 bestimmt 3 oder 4 Mal zu verschiedenen Zeiten bei verschiedenen FÄ gewesen und hab eine Steri angesprochen und war jedesmal ziemlich entrüstet, dass die das nicht machen wollten.
Andererseits denke ich: Wenn ich es damals hätte machen lassen, dann wäre ich mit ganz anderen Voraussetzungen in meine weiteren Partnerschaften (v.a. die zu

) gegangen und dann wäre mein KiWu womöglich gar nicht geweckt worden
