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 Betreff des Beitrags: Re: OvulaSens-Interview mit der Universitätsfrauenklinik Lei
BeitragVerfasst: 17. Mai 2013 10:45 
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NFP-Prinzessin

Registriert: 16. August 2005 23:04
Beiträge: 5884
Für Frauen mit Kinderwunsch m. E. komplett ungeeignet! Vor allem auch nach meiner NFP-Ausbildung:

- Was bringt es, retrospektiv zu wissen, wann die 1. hM stattgefunden hat? Für zukünftige Zyklen: gar nichts.

- Was bringt die 1. hM generell für den Kinderwunsch? Gar nichts - der Schleim zeigt die fruchtbare Zeit an. Es hat sich bewährt, Frauen zu raten, immer dann GV zu haben, wenn sie flüssigen/spinnbaren Schleim finden. Einweisung: 5 Minuten. Das kann jede Frau und dafür muss man sich nichteinmal in ein Regelwerk einlesen oder messen.

Frauen, die sich für eine natürliche Methode zur Babyplanung entscheiden haben ja häufig einen unregelmäßige(ren) Zyklus und auch über 30 Tage (länger kann man das Ding ja nicht tragen). Die wenigsten Frauen werden ihre Periode nur 4 Tage haben (wenn das Ding spätestens ab Tag 5 getragen werden muss).

Abgesehen davon, dass es teuer ist, erschließt sich mit der Sinn 0,0.


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 Betreff des Beitrags: Re: OvulaSens-Interview mit der Universitätsfrauenklinik Lei
BeitragVerfasst: 17. Mai 2013 11:18 
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NFP-Guru

Registriert: 28. März 2010 22:17
Beiträge: 2558
@ Estreya

Die Diskussion was man überhaupt mit der Temperatur will ist hier etwas anstrengend. Es wird ja behauptet es ginge darum nachzuweisen, ob überhaupt Eisprünge stattfinden. Und dafür ist es sicher eine bequeme Methoden, wenn man sich mit seinem Körper nicht beschäftigen will.

Und es ist eben nicht für jede Frau einfach ZS zu beobachten. Natürlich eine sinnvolle und deutlich effektivere Möglichkeit, aber erzähl das mal den Frauen die sich davor ekeln oder sich nicht zutrauen ihren ZS einzuschätzen.
Ich rede so oft gegen Wände, wenn ich Frauen rate die Selbstbeobachtung ernst zu nehmen und auf ihre Beobachtungen zu reagieren. Wer mit sich nicht vertraut ist und wem der Weg dahin schwer fällt, dem kann man nicht sagen "mach einfach XY" obwohl du grundsätzlich völlig recht hast.

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 Betreff des Beitrags: Re: OvulaSens-Interview mit der Universitätsfrauenklinik Lei
BeitragVerfasst: 19. Mai 2013 15:03 
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NFP-Gräfin

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Beiträge: 3548
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Man wird sich wohl nur auf die Statistiken einiger Zyklen stützen und dann Termine für Sex anraten. Das kann sich dann auch hinziehen.

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 Betreff des Beitrags: Re: OvulaSens-Interview mit der Universitätsfrauenklinik Lei
BeitragVerfasst: 21. Mai 2013 15:54 
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Kurven-Rätslerin

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Beiträge: 420
Estreya hat geschrieben:
Frauen, die sich für eine natürliche Methode zur Babyplanung entscheiden haben ja häufig einen unregelmäßige(ren) Zyklus und auch über 30 Tage (länger kann man das Ding ja nicht tragen). Die wenigsten Frauen werden ihre Periode nur 4 Tage haben (wenn das Ding spätestens ab Tag 5 getragen werden muss).



Das waren ja auch meine Fragen dazu, die Antwort war (siehe weiter vorne), dass man den Sensor auch an Tag 6 oder 7 einsetzen kann und dass man nach 30 Tagen Tragezeit einfach nur die Hülle wechseln muss.

(Nur als Korrektur/Anmerkung, das Ding selbst halte ich nach wie vor für überflüssig.)

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 Betreff des Beitrags: Re: OvulaSens-Interview mit der Universitätsfrauenklinik Lei
BeitragVerfasst: 21. Mai 2013 21:24 
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Wie lang man den Ring trägt ist ja eine persönliche Entscheidung. Der Sensor wird da bloß reingesteckt, darum hat es keinen Einfluss auf die Sicherheit, wenn man mehrere Zyklen lang denselben Ring verwendet.

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 Betreff des Beitrags: Re: OvulaSens-Interview mit der Universitätsfrauenklinik Lei
BeitragVerfasst: 23. Mai 2013 16:58 
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NFP-Prinzessin

Registriert: 16. August 2005 23:04
Beiträge: 5884
Frau Frank-Herrmann (Autorin von N&S) arbeitet so mit Kinderwunschpatientinnen in der Uniklinik Heidelberg. Kurzanweisung Schleim (ca. 5 Minuten), dass sie wiederkommen sollen, wenn der ZS glasig/dehnbar/flüssig ist und ab da auch GV haben sollen und sie hat damit sehr gute Erfahrungen, was die Verständlichkeit und die Praxis angeht. Nur so viel zum Praxistest :).


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 Betreff des Beitrags: Re: OvulaSens-Interview mit der Universitätsfrauenklinik Lei
BeitragVerfasst: 26. Mai 2013 22:19 
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NFP-Gräfin

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Kinderwünschlerinnen werden wohl auch oft als besonders dämlich angesehen, habe ich den Eindruck, was den Ring angeht *draufhau*

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 Betreff des Beitrags: Re: OvulaSens-Interview mit der Universitätsfrauenklinik Lei
BeitragVerfasst: 26. Mai 2013 22:31 
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Miriam1984 hat geschrieben:
Kinderwünschlerinnen werden wohl auch oft als besonders dämlich angesehen, habe ich den Eindruck, was den Ring angeht *draufhau*

Es gibt viele Frauen, die sich bewusst gegen NFP und für andere Formen der Zyklusbeobachtung entscheiden, das hat nicht unbedingt etwas mit Dämlichkeit zu tun.

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 Betreff des Beitrags: Re: OvulaSens-Interview mit der Universitätsfrauenklinik Lei
BeitragVerfasst: 26. Mai 2013 22:50 
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Akelei hat geschrieben:
Miriam1984 hat geschrieben:
Kinderwünschlerinnen werden wohl auch oft als besonders dämlich angesehen, habe ich den Eindruck, was den Ring angeht *draufhau*

Es gibt viele Frauen, die sich bewusst gegen NFP und für andere Formen der Zyklusbeobachtung entscheiden, das hat nicht unbedingt etwas mit Dämlichkeit zu tun.


Da kommt eben viel zusammen.. bei den wenigsten Frauen, die ihren Zyklus nicht einschätzen können/wollen ist Dummheit der Grund. Ich sehe in Beratungsgesprächen eher große Unsicherheit und den Wunsch das an ein Gerät abzugeben. Sogar, wenn Selbstbeobachtung nachweislich besser funktioniert. Die Zweifel an den eigenen Fähigkeiten sind da oft sehr groß. Einarbeiten muss man sich bei den meisten Geräten (egal ob für Kinderwunsch oder Verhütung) trotzdem und es ist nicht weniger kompliziert.

Das begegnet mir viel öfter, als dass die Frauen wirklich nicht in der Lage wären. Aber wer hat schon etwas davon für Selbstbeobachtung Werbung zu machen? Es sind oft anstrengende Gespräche und die hat man für etwas, an dem man höchstwahrscheinlich nicht verdient.

Für diesen Ring gibt es schon einen Markt und das sicher nicht, weil Frauen mit Kinderwunsch dumm wären, oder man sie für dumm hält.

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 Betreff des Beitrags: Re: OvulaSens-Interview mit der Universitätsfrauenklinik Lei
BeitragVerfasst: 26. Mai 2013 23:13 
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Dass sollte nicht heißen, dass ich sie für dumm halte, aber in der vermarktung solcher Dinge kommt das bei mir immer so an.

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 Betreff des Beitrags: Re: OvulaSens-Interview mit der Universitätsfrauenklinik Lei
BeitragVerfasst: 26. Mai 2013 23:19 
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Miriam1984 hat geschrieben:
Dass sollte nicht heißen, dass ich sie für dumm halte, aber in der vermarktung solcher Dinge kommt das bei mir immer so an.


Ich glaube man trichtert Frauen/Mädchen schon sehr früh ein, dass sie ihren Zyklus nicht selbst beurteilen können, ohne Arzt, Urinstreifen oder technische Geräte.

Ich gehöre selbst zu den Frauen, die es Überwindung gekostet hat sich selbst mehr zu trauen als einem Verhütungscomputer. Und das ganz sicher nicht weil ich zu dumm wäre um die Regeln zu lernen. Es steckt doch sehr tief in einem drin, dass man den eigenen Zyklus angeblich nicht beurteilen kann.

Sämtliche Aufklärungsliteratur hat mir das vermittelt. Wahrscheinlich geht es anderen Frauen ähnlich? *nixweiss*

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 Betreff des Beitrags: Re: OvulaSens-Interview mit der Universitätsfrauenklinik Lei
BeitragVerfasst: 26. Mai 2013 23:29 
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Das ist bei mir nie so angekommen mit dem eintrichtern. Ich hatte da nie Bedenken, aber vielleicht stößt mir deshalb so ein Marketing auch so auf.

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 Betreff des Beitrags: Re: OvulaSens-Interview mit der Universitätsfrauenklinik Lei
BeitragVerfasst: 26. Mai 2013 23:40 
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Miriam1984 hat geschrieben:
Das ist bei mir nie so angekommen mit dem eintrichtern. Ich hatte da nie Bedenken, aber vielleicht stößt mir deshalb so ein Marketing auch so auf.

Sehr viel Aufklärungsmaterial vermittelt, dass frau nicht beurteilen kann wo sie im Zyklus steht.
All die Signale die auch mal uneindeutig sein können werden als völlig unbrauchbar hingestellt. Egal ob Blutung, Mittelschmerz, Brustsymptom. Es wird einem eingeredet daran könne man GAR NICHTS festmachen. Klar, es ist nicht eindeutig genug um damit zu verhüten. Und das soll auch vermittelt werden. Aber frau lernt eben oft, sie könnte es überhaupt nicht beurteilen. Und das kann ganz schön tief sitzen.

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 Betreff des Beitrags: Re: OvulaSens-Interview mit der Universitätsfrauenklinik Lei
BeitragVerfasst: 28. Mai 2013 18:32 
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NFP-Gräfin

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Das bezweifle ich ja nicht, aber da es bei mir nie so war, stört mich so ein Marketing eben besonders.

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 Betreff des Beitrags: Re: OvulaSens-Interview mit der Universitätsfrauenklinik Lei
BeitragVerfasst: 29. April 2014 22:24 
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Kurven-Rätslerin

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Ich hab euch ja noch gar nicht weiter berichtet: Ich bekomme in unregelmäßigen Abständen das Angebot, "Praxispartnerin" zu werden.
OvulaSens will mir mehrere Geräte sowie das Ausleseding für den PC stellen und für jede vermittelte Patientin (tolles Wort für die Kundinnen, oder?) soll ich eine Prämie (20-35€) bekommen.
So läuft der Hase also...

Und interessant finde ich, dass das mittlerweile groß als Verhütungsmittel angepriesen wird in Werbeanzeigen in Fachliteratur, wo es ja zunächst hieß, dass das ja gaaar nicht geplant sei.

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