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 Betreff des Beitrags: Hormonelle Kontrazeptiva/Wirkung auf den Gesamtorganismus
BeitragVerfasst: 4. Mai 2013 16:46 
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Inventar

Registriert: 24. August 2010 14:19
Beiträge: 2328
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Dieser Thread befasst sich mit den Fakten rund um die Wirkung hormoneller Verhütungsmittel auf den Gesamtorganismus der Frau.
Meine Quellen waren sowohl medizinische Fachbücher als auch Artikel, die ich über das Internet zusammengesucht habe.
Um den medizinischen Wahrheitsgehalt und die Seriosität der einzelnen Artikel war ich sehr bemüht.

Anmerkung:
Der Thread befasst sich mit all uns bekannten hormonellen Kontrazeptiva wie Pille, Mirena, Nuvaring und EvraPflaster. Nicht immer habe ich jedoch die Anwenderinnen auf alle Kontrazeptiva bezogen, sondern oft nur von "Pillenanwenderinnen" geschrieben. Die "Pille" steht hier stellvertretend für alle uns bekannten hormonellen Kontrazeptiva.


Ärzteblatt hat geschrieben:
Hormonale Kontrazeptiva beeinflussen den gesamten Organismus und können deshalb Wirkungen verursachen, die vorteilhaft sind und therapeutisch genutzt werden können. Ferner können unerwünschte Arzneimittelwirkungen ein gesundheitliches Risiko bedeuten, wobei die Prädisposition der Frauen eine entscheidende Rolle spielt. Die meisten Begleiterscheinungen, die während der Einnahme von KOK (kombinierte orale Kontrazeptiva) von den Patientinnen berichtet werden, unterscheiden sich in ihrer Häufigkeit jedoch nicht von denen einer Placebobehandlung.
http://www.aerzteblatt.de/archiv/97959/Hormonale-Kontrazeption-was-wann-fuer-wen



Kohlenhydratstoffwechsel:
Unter Einnahme der Pille kann bei Blutzuckeranstieg der Glucosespiegel im Blut durch Insulin nicht mehr so vermindernd reguliert werden wie ohne Pille.
Die Folge sind leichte Insulinresistenzen unter Einnahme hormoneller Kontrazeptiva.


Vitaminstoffwechsel:
Die Pille ruft einen erhöhten Bedarf an Vitamin C, Vitamin D und dem Vitamin-B-Komplex B2, B6, B9 (Folsäure) und B12 hervor.
Mangelerscheinungen zeigen sich in all den „kleinen“ Nebenwirkungen wie Juckreiz, Unwohlsein, Niedergeschlagenheit, Hautunreinheiten, schlechte Nägel, Haarausfall, Haarbrüchigkeit, Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Krankheitsgefühl etc..
Aber auch die schwerwiegende Nebenwirkung Depression kann auf einen Mangel an B6 zurückgeführt werden.

Mineralhaushalt:
Pillenanwenderinnen weisen veränderte Werte im Magnesium-, Kupfer- und Zink-Blutspiegel auf.
Der Bedarf an Zink und Magnesium ist erhöht, es liegt also ein Mangel vor.
Der Kupfer-Spiegel im Blut ist jedoch meist erhöht.
Ein erhöhter Kupfer-Spiegel führt zu Reizbarkeit, Depressionen, Stimmungsschwankungen und einer generellen psychisch labilen Verfassung.
Allerdings wird behauptet, dass Pillenanwenderinnen weniger Calcium ausscheiden als Frauen, die nicht die Pille oder andere hormonelle Kontrazeptiva einnehmen.
Da frage ich mich, wie das funktionieren soll. Die Resorption von Calcium im Darm funktioniert nur bei ausreichender Vitamin-D-Versorgung und da wissenschaftlich bewiesen ist, dass der Vitaminspiegel bei Pillenanwenderinnen mangelhaft ist, müsste eigentlich mehr Calcium ausgeschieden werden.

Herz-Kreislauf-Störungen:
Bluthochdruck ist bei Anwenderinnen der oralen Kontrazeptiva weit verbreitet. Das liegt an der hormonellen Beeinflussung des Adrenalins, das in der Nebennierenrinde gebildet wird.
Ebenso ist die Angiotensin-Konzentration im Blut erhöht. Angiotensin ist ein Hormon, das zur Freisetzung von Aldosteron führt. Aldosteron wiederum reguliert den Elektrolythaushalt und die Blutdruckeinstellung.
Zu viel Aldosteron verursacht hohen Bluthochdruck.

Blutgerinnungsstörungen:
Orale Kontrazeptiva verursachen einen Anstieg der Gerinnungsfaktoren I, II, VII, IX, X und XII, sowie einen Abfall des Antithrombin-III-Spiegels. Antithrombin-III ist einer der wichtigsten natürlichen Faktoren, um die Blutgerinnung zu kontrollieren. Der Abfall dessen ruft eine unkontrollierbare Blutgerinnung hervor.
Zusammen mit dem Anstieg der Gerinnungsfaktoren ist die Thrombose eine der markantesten Risiken der Antibabypille.

Der Einfluss hormoneller Kontrazeptiva auf die Nebennierenrinde:
Die Progesteroneinnahme wirkt auf die ACTH-Produktion unterdrückend. ACTH regt die Nebennierenrinde zu weiterer Hormonausschüttung an, unter anderem von Sexualhormonen. Bei verminderter ACTH-Ausschüttung wird auch das Testosteron nur vermindert produziert.
Besonders wichtig ist aber die unterdrückte ACTH-Produktion in Bezug auf das Hormon Cortisol, welches für die Regulierung des Glukose-Haushaltes wichtig ist und außerdem an der Antikörperbildung beteiligt ist und entzündungshemmend wirkt.
Ein schlechtes Immunsystem sowie ein erhöhter Blutzuckerspiegel ist die Folge.
Weiter finden wir bei Cortisol eine antagonistische Wirkung zu Vitamin D, was Osteoporose verhindert – ein mangelhafter Cortisolspiegel verhindert also langfristig keine Osteoporose, wie aber oft von Ärzten behauptet wird.

Leber:
Frauen, die hormonelle Kontrazeptiva nehmen, weisen wesentlich höhere CRP-Spiegel auf als Frauen, die keine hormonelle Kontrazeptiva einnehmen. CRP ist ein Entzündungsmarker, der in der Leber gebildet wird.
Diskutiert wird auch der Einfluss hormoneller Kontrazeptiva auf das Krankheitsbild der Cholestase, sowie des Ikterus, des Schwangerschaftsikterus und der Hepatitis.

Gastrointestinaltrakt:
Unter dem Einfluss hormoneller Kontrazeptiva können sich chronisch-entzündliche Darmerkrankungen manifestieren, wobei sich die Krankheit nach Absetzen der Ovulationshemmer häufig bessert.

Libido:
FAZ hat geschrieben:
Die Forscher haben die Befunde von 39 Frauen, die seit mindestens sechs Monaten die Pille abgesetzt hatten, mit denen von 62 Frauen verglichen, die noch hormonell verhüteten. Außerdem bezog man 23 Frauen in die Untersuchung ein, die noch nie derartige Hormone verwendet hatten. Kernpunkt der Analyse waren die sogenannten sexual hormone-binding globulins oder SHBG. Dabei handelt es sich um Proteine im Blut, die die Wirkung von Sexualhormonen schlicht dadurch merklich herabsetzen, daß sie sich daran ankoppeln. Je mehr Bindungsproteine, desto weniger Sexualhormon-Effekte sind mithin zu erwarten. Bei Frauen, die aktuell die Pille anwendeten, war die Konzentration dieser Bindungseiweiße im Blut auf das Vierfache erhöht. Was den Forschern aber größere Sorgen bereitet, ist die Tatsache, daß diese beträchtlich überhöhten Werte nach Absetzen der Hormone nicht mehr auf die ursprünglichen Ausgangswerte zurückgingen, wie im "Journal of Sexual Medicine" (Bd. 3, S. 104) berichtet wird.
(FAZ.de)

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 Betreff des Beitrags: Re: Hormonelle Kontrazeptiva/Wirkung auf den Gesamtorganismu
BeitragVerfasst: 4. Mai 2013 17:51 
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Kurven-Rätslerin

Registriert: 21. September 2012 11:35
Beiträge: 306
Vielen Dank für deine Ausführungen *daumenhoch*

Ich frage mich ob dieser Vitaminmangel nicht langfristig zu noch schwereren Auswirkungen führt? Die meisten Frauen nehmen die Pille ja über mehrere Jahre.
Kannman den Mangel mit Tabletten ausgleichen?

Zitat:
Ferner können unerwünschte Arzneimittelwirkungen ein gesundheitliches Risiko bedeuten, wobei die Prädisposition der Frauen eine entscheidende Rolle spielt. Die meisten Begleiterscheinungen, die während der Einnahme von KOK (kombinierte orale Kontrazeptiva) von den Patientinnen berichtet werden, unterscheiden sich in ihrer Häufigkeit jedoch nicht von denen einer Placebobehandlung.


kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen...aber vermutlich auch ein Grund warum viele Ärzte die Beschwerden der Frauen nicht ernstnehmen und behaupten es könnte nicht an der Pille liegen.

Zitat:
Unter Einnahme der Pille kann bei Blutzuckeranstieg der Glucosespiegel im Blut durch Insulin nicht mehr so vermindernd reguliert werden wie ohne Pille.
Die Folge sind leichte Insulinresistenzen unter Einnahme hormoneller Kontrazeptiva.


Ich habe nicht so ein großes Hintergrundwissen. Bedeutet das, dass man unter der Pille oftmals einen zu hohen Blutzuckerspiegel
hat?

Zitat:
Bluthochdruck ist bei Anwenderinnen der oralen Kontrazeptiva weit verbreitet. Das liegt an der hormonellen Beeinflussung des Adrenalins, das in der Nebennierenrinde gebildet wird.
Ebenso ist die Angiotensin-Konzentration im Blut erhöht. Angiotensin ist ein Hormon, das zur Freisetzung von Aldosteron führt. Aldosteron wiederum reguliert den Elektrolythaushalt und die Blutdruckeinstellung.
Zu viel Aldosteron verursacht hohen Bluthochdruck.


Aha, da hätten wir die Begründung für meinen Bluthochdruck während der Pille. Meine FA behauptete immer das käme bei mir vom Stress *schrei*

Zitat:
Die Progesteroneinnahme wirkt auf die ACTH-Produktion unterdrückend. ACTH regt die Nebennierenrinde zu weiterer Hormonausschüttung an, unter anderem von Sexualhormonen. Bei verminderter ACTH-Ausschüttung wird auch das Testosteron nur vermindert produziert.
Besonders wichtig ist aber die unterdrückte ACTH-Produktion in Bezug auf das Hormon Cortisol, welches für die Regulierung des Glukose-Haushaltes wichtig ist und außerdem an der Antikörperbildung beteiligt ist und entzündungshemmend wirkt.
Ein schlechtes Immunsystem sowie ein erhöhter Blutzuckerspiegel ist die Folge.
Weiter finden wir bei Cortisol eine antagonistische Wirkung zu Vitamin D, was Osteoporose verhindert – ein mangelhafter Cortisolspiegel verhindert also langfristig keine Osteoporose, wie aber oft von Ärzten behauptet wird.


Ist das auch der Grund warum man mit der Pille langsamer Muskeln ansetzt?

Mir ist aufgefallen, dass ich Heuschnupfen habe seitdem ich die Pille nehme. Inwieweit kann es da einen Zusammenhang geben? Außerdem ist mir aufgefallen, dass meine Schamlippen etwas länger geworden sind seitdem ich keine Pille mehr nehme *nixweiss*

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 Betreff des Beitrags: Re: Hormonelle Kontrazeptiva/Wirkung auf den Gesamtorganismu
BeitragVerfasst: 4. Mai 2013 18:12 
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Inventar

Registriert: 24. August 2010 14:19
Beiträge: 2328
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*SteffiHerz* hat geschrieben:
Ich frage mich ob dieser Vitaminmangel nicht langfristig zu noch schwereren Auswirkungen führt? Die meisten Frauen nehmen die Pille ja über mehrere Jahre.
Kannman den Mangel mit Tabletten ausgleichen?

Ja, es gibt zahlreiche Präparate. Google mal "Die Pille zur Pille".

Zitat:
Unter Einnahme der Pille kann bei Blutzuckeranstieg der Glucosespiegel im Blut durch Insulin nicht mehr so vermindernd reguliert werden wie ohne Pille.
Die Folge sind leichte Insulinresistenzen unter Einnahme hormoneller Kontrazeptiva.

*SteffiHerz* hat geschrieben:
Ich habe nicht so ein großes Hintergrundwissen. Bedeutet das, dass man unter der Pille oftmals einen zu hohen Blutzuckerspiegel
hat?

Ja, das stimmt. In Studien hat man nach der Nahrungsaufnahme einen signifikant erhöhten Blutzuckerspiegel bei Pillenanwenderinnen gegenüber dem den normalen Werten entsprechenden Blutzuckerspiegel der Nichtanwenderinnen gefunden.

*SteffiHerz* hat geschrieben:
Mir ist aufgefallen, dass ich Heuschnupfen habe seitdem ich die Pille nehme. Inwieweit kann es da einen Zusammenhang geben? Außerdem ist mir aufgefallen, dass meine Schamlippen etwas länger geworden sind seitdem ich keine Pille mehr nehme *nixweiss*

Den Heuschnupfen würde ich auf den veränderten Cortisolspiegel zurückführen und damit auf das schwächere Immunsystem.

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 Betreff des Beitrags: Re: Hormonelle Kontrazeptiva/Wirkung auf den Gesamtorganismu
BeitragVerfasst: 4. Mai 2013 18:22 
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Danke, Meghann *freunde*.

Bei mir konnte der hohe Blutdruck natürlich auch ABSOLUT NICHT von der Pille kommen -.-

P.S.: Ein Monat nach Absetzen hatte ich wieder den Blutdruck eines Halbtoten ^^ ohne dass sich meine Lebensumstände geändert haben (im Gegenteil, zeitweise deutlich mehr Stress).

Also, lasst euch nicht einreden, ihr würdet euch alles nur einbilden!!!

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 Betreff des Beitrags: Re: Hormonelle Kontrazeptiva/Wirkung auf den Gesamtorganismu
BeitragVerfasst: 4. Mai 2013 18:25 
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Registriert: 28. März 2010 22:17
Beiträge: 2558
@ *SteffiHerz* Heuschnupfen:

Der Abbau von Histamin steht im Zusammenhang zu Östrogenen darauf beruhen folgende Dinge:

Manchen Frauen geht es mit Pille schlechter bzgl. Nahrungsmittelverträglichkeit und Allergien und auch Menstruationsschmerzen
Manchen Frauen geht es bei Dauereinnahme der Pille diesbezüglich deutlich besser
Anderen Frauen geht es besser ohne Hormoneinnahme
Am häufigsten von Beschwerden betroffen, die auf einem Zusammenhang zwischen Östrogenen und Histaminabbau beruhen haben, sind Frauen in und nach den Wechseljahren.

Näheres dazu ist nach meinem aktuellen Wissensstand nicht geklärt.

Meghann hat geschrieben:
Den Heuschnupfen würde ich auf den veränderten Cortisolspiegel zurückführen und damit auf das schwächere Immunsystem.


Ein schwächeres Immunsystem bedeutet doch nicht stärkere allergische Beschwerden, im Gegenteil. Cortison schwächt das Immunsystem, wird aber auch gerade eingesetzt um allergische Reaktionen zu reduzieren.
Die allergischen Beschwerden beruhen grundsätzlich auf einer (unangemessenen) Immunantwort auf eine "harmlose" Substanz. Aus diesem Grund können ja auch Medikamente und andere Dinge, die das spezifische Immunsystem unterstützen bei vorhandenen Allergien (und Autoimmunerkrankungen) zu stärkeren Beschwerden führen.


@ Lena-Sophia

Der höhere Blutdruck war eine NW der Pille, die ich sehr vermisse, ich habe doch so einen niedrigen Blutdruck ohne das Zeug. :mrgreen:

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 Betreff des Beitrags: Re: Hormonelle Kontrazeptiva/Wirkung auf den Gesamtorganismu
BeitragVerfasst: 4. Mai 2013 18:29 
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Alana hat geschrieben:

@ Lena-Sophia

Der höhere Blutdruck war eine NW der Pille, die ich sehr vermisse, ich habe doch so einen niedrigen Blutdruck ohne das Zeug. :mrgreen:


Geht mir ja auch so, dass er jetzt wieder so niedrig ist, dass es mich dreht wenn ich zu schnell aufstehe oder mir schwarz vor Augen wird. Aber unter Pille war der Blutdruck so hoch, dass ich keinen Sport machen konnte, weil ich dabei mit hochroten Kopf fast umgekippt wäre -.-

Und mit niedrigem Blutdruck soll man auch länger leben *undweg*.

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 Betreff des Beitrags: Re: Hormonelle Kontrazeptiva/Wirkung auf den Gesamtorganismu
BeitragVerfasst: 4. Mai 2013 18:41 
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Zitat:
Der Abbau von Histamin steht im Zusammenhang zu Östrogenen darauf beruhen folgende Dinge:

Manchen Frauen geht es mit Pille schlechter bzgl. Nahrungsmittelverträglichkeit und Allergien und auch Menstruationsschmerzen
Manchen Frauen geht es bei Dauereinnahme der Pille diesbezüglich deutlich besser
Anderen Frauen geht es besser ohne Hormoneinnahme
Am häufigsten von Beschwerden betroffen, die auf einem Zusammenhang zwischen Östrogenen und Histaminabbau beruhen haben, sind Frauen in und nach den Wechseljahren.


Puhhh und was ist Histamin?? :lol:

Also mir hat mein Hausarzt erklärt, dass Allergien, also Autoimmunkrankheit ,oft durch einen Hormonumschwung ausgelößt werden und das ist bei der Pille eben auch der Fall. Besteht da nun ein Zusammenhang? Die Allergie ist nicht besser geworden :(

und was bedeutet nun ein geschwächtes Immunssystem? Heißt es, dass man öfters krank wird?

Zitat:
Ja, das stimmt. In Studien hat man nach der Nahrungsaufnahme einen signifikant erhöhten Blutzuckerspiegel bei Pillenanwenderinnen gegenüber dem den normalen Werten entsprechenden Blutzuckerspiegel der Nichtanwenderinnen gefunden.


na toll...das hört sich ja auch nicht sonderlich gesund an

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 Betreff des Beitrags: Re: Hormonelle Kontrazeptiva/Wirkung auf den Gesamtorganismu
BeitragVerfasst: 4. Mai 2013 19:08 
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Inventar

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Meghann hat geschrieben:
Den Heuschnupfen würde ich auf den veränderten Cortisolspiegel zurückführen und damit auf das schwächere Immunsystem.

Alana, diese Aussage meinerseits ist richtig. Ein Mangel an Cortisol lässt Allergien entstehen.

Edit: Steffiherz, ein geschwächtes Immunsystem kann Viren und Bakterien nicht mehr ausreichend bekämpfen und deswegen wird man öfter und heftiger krank.

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 Betreff des Beitrags: Re: Hormonelle Kontrazeptiva/Wirkung auf den Gesamtorganismu
BeitragVerfasst: 5. Mai 2013 00:16 
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NFP-Guru

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@*SteffiHerz*

Histamin ist die wichtigste Substanz, die der Körper bei einer Allergischen Reaktion ausschüttet und die auch in gewissen Lebensmitteln enthalten ist. Diese Substanz sorgt für einen Großteil der allergietypischen Beschwerden.

@Meghann

Nach mehreren Quellen, die ich bisher gefunden habe wird der Cortisolspiegel normalerweise erhöht, nicht erniedrigt. Eigentlich wären dadurch weniger Allergiebeschwerden zu erwarten (Cortison dämpft die Beschwerden), sowie eine erhöhte Infektanfälligkeit. Der veränderte Östrogenspiegel spielt wieder eine Rolle im Abbau von Histamin, so kann es trotzdem zu gesteigerten Entzündungs und Allergiesymtomen kommen. Wenn sich das "blöd" überschneidet kann man auch Pech haben und mit beidem seine Probleme bekommen. Also erhöhte Infektanfälligkeit + verstärkte Allergiesymptome.

Ein Cortisolmangel bringt die Beschwerdekombination (schlechtere Belastbarkeit, verstärkt Astma- und Allergiebeschwerden) mit sich, die du beschrieben hast. Die andere Variante ist aber wohl häufiger. Zumindest ist die Erhöhung des Cortisolspiegels das womit man bei den Laborwerten standardmäßig rechnet, wenn Frauen hormonell verhüten. Hast du da andere bzw. bessere Informationen?

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 Betreff des Beitrags: Re: Hormonelle Kontrazeptiva/Wirkung auf den Gesamtorganismu
BeitragVerfasst: 5. Mai 2013 09:07 
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Kurven-Rätslerin

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Also kann es wirklich sein, dass meine Allergie von der Pille ausgelößt wurde ?? Leider geht sie nicht wieder weg....

Ich habe auch mal gelesen, dass der Körper Coffein nicht so schnell abbaut. Stimmt das?

Kann man denn mit Pillen wirklich den Vitaminmangel ausgleichen? Mein Arzt hatte mal behauptet, dass der Körper dieses Tabletten oftmals garnicht richtig aufnimmt *hä*

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 Betreff des Beitrags: Re: Hormonelle Kontrazeptiva/Wirkung auf den Gesamtorganismu
BeitragVerfasst: 5. Mai 2013 09:28 
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Inventar

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Beiträge: 2328
NFP seit: 2010
Alana, hast du Links zu deinen Quellen?

Ich habe hier meine Bücher und Skripte und ich ging lediglich vom Cortisolmangel aus.
Von Histamin, dass ich in dem Zusammenhang nicht untersucht habe, habe ich gar nicht besprochen bzw. es auch gar nicht beachtet.

Ich kann mir vorstellen, dass es da einen Zusammenhang gibt und zwar insofern, als dass durch einen pathologischen Prozess immer mehr Cortisol ausgeschüttet wird, um dem freiwerdenen Histamin Herr zu werden. Dadurch wird die Nebennierenringe aber ausgelaugt und - im akuten Stadium - haben wir im Blutbild einen erhöhten Cortisolwert, der aber den eigentlich Cortisolmangel verdeckt, der dann auftaucht, wenn die Nebennieren wirklich nicht mehr richtig arbeiten.

Das ist aber der akute Fall und nicht fortwährend so. Fakt ist, dass Cortisol nicht mehr richtig produziert wird, ansonsten würde auch die Histaminintoleranz nicht auftreten.

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 Betreff des Beitrags: Re: Hormonelle Kontrazeptiva/Wirkung auf den Gesamtorganismu
BeitragVerfasst: 5. Mai 2013 11:59 
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NFP-Guru

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Einige Informationen habe ich leider nur aus Büchern, in die ich auch schon länger nicht mehr rein geschaut habe. Vielleicht komme ich nächste Woche zum nachlesen.
Hier ist eine Übersicht, wie sich verschiedene Laborergebnisse unter der Pille verändern: Klick

Ich kann mir schon vorstellen, dass beim Cortisol die eine Entwicklung auch in die andere umschlagen kann. Also auf die Erhöhung mit erhöhter Infektanfälligkeit irgendwann die niedrigen Spiegel, mit Erschöpfung und verstärken Allergiebeschwerden folgen.
Natürlich ist das ganze komplex, da Cortisol und Histamin in Wechselwirkung stehen und beide auch wieder mit den Sexualhormonen.
Die erniedrigten Spiegel von Vitamin C und B6 und Zink können bewirken, dass zu wenig von den Enzymen produziert wird, die Histamin und ähnliche Substanzen abbauen, da der Körper die für deren Produktion benötigt. Auf diesem Weg können alle Beschwerden, die mit diesen Substanzen in Zusammenhang stehen stärker werden, egal ob es sich um eine Immunreaktion (wie eine Allergie) um histaminbedingte Llebensmittelunverträglichkeiten, oder um allergisches und nicht allergisches Asthma handelt.
Kritisch finde ich, wenn dann nach dem Absetzen der Pille ausschließlich Folsäure ergänzt wird (ohne die anderen B Vitamine), da zu viel Folsäure folgende Beschwerden mit sich bringen kann: Magen-Darm Beschwerden, allergische Beschwerden wie z.B. Hautausschläge und Atembeschwerden, Depressionen und Schlafstörungen. Wenn gleichzeitg B6 fehlt können die allergieartigen Beschwerden besonders stark sein, da gleichzeitig der Abbauch, der Substanzen, die Beschwerden auslösen nicht ausreichend gut funktioniert.

@*SteffiHerz*

Es ist leider bisher nicht geklärt wie genau Allergien entstehen. Es gibt Vermutungen und Risikofaktoren. Sicher sagen kann dir bislang niemand, ob deine Beschwerden auf die Pille zurückzuführen sind. Dass sie unter der Einnahme und danach schlimmer sind kann man allerdings erklären.

Die Aufnahme von Nährstoffen aus Tabletten ist für den Körper oft schwieriger. Das kann (könnte) daran liegen, dass Begleitstoffe fehlen, die die Aufnahme aus Lebensmitteln erleichtern. Zu diesem Thema wird noch viel geforscht, zu vielen Nährstoffen kann man noch keine Aussagen treffen. Ein anderer Grund ist, dass bei manchen Nährstoffen nicht die Variante verwendet wird, die der Körper braucht, sondern eine Form, die erst im Körper umgewandelt werden muss. Auch das kann unterschiedlich gut funktionieren. Manche Hersteller versuchen pflanzliche Inhaltsstoffe zuzusetzen, von denen sie sich versprechen, dass die Aufnahme besser klappt, andere heben die Dosierung der einzelnen Nährstoffe deutlich an, damit immer noch genug ankommt, auch wenn die Tabletten schlecht verwertet werden, andere versuchen Formen der Nährstoffe zu verwenden, die der Körper besonders leicht nutzen kann. Ideal ist nat

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 Betreff des Beitrags: Re: Hormonelle Kontrazeptiva/Wirkung auf den Gesamtorganismu
BeitragVerfasst: 5. Mai 2013 12:39 
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Beiträge: 1719
Danke für die Zusammenstellung Meghann. *daumenhoch*

Könntest du vielleicht noch einen Literaturverweis hinzufügen. Ich wüsste gerne mehr über die Quellen von denen hier zitiert wurde.

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 Betreff des Beitrags: Re: Hormonelle Kontrazeptiva/Wirkung auf den Gesamtorganismu
BeitragVerfasst: 5. Mai 2013 13:59 
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Inventar

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Alana, mit dem Text stimme ich ueberein. ;-)

Maukatze, gerne, folgt Montag oder Dienstag.

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 Betreff des Beitrags: Re: Hormonelle Kontrazeptiva/Wirkung auf den Gesamtorganismu
BeitragVerfasst: 7. Mai 2013 14:20 
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Kurven-Rätslerin

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Vielen Dank für die Infos, erst wenn man sowas liest wird einem bewusst was das für eine große Auswirkung diese Hormone auf den Körper haben.


Weiß jemand warum man unter der Pille schlechter Coffein abbaut??
Und warum wird das Bindegewerbe schlechter und auch Krampfadern?

Ihr seht bei mir stehen viele Fragezeichen :?:

Mir ist aufgefallen, dass ich viel mehr Muskeln ansetze seitdem ich keine Pille mehr nehme und dass ich beim joggen viel länger durchhalte.

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