Dieser Thread befasst sich mit den Fakten rund um die Wirkung hormoneller Verhütungsmittel auf den Gesamtorganismus der Frau.
Meine Quellen waren sowohl medizinische Fachbücher als auch Artikel, die ich über das Internet zusammengesucht habe.
Um den medizinischen Wahrheitsgehalt und die Seriosität der einzelnen Artikel war ich sehr bemüht.
Anmerkung:
Der Thread befasst sich mit all uns bekannten hormonellen Kontrazeptiva wie Pille, Mirena, Nuvaring und EvraPflaster. Nicht immer habe ich jedoch die Anwenderinnen auf alle Kontrazeptiva bezogen, sondern oft nur von "Pillenanwenderinnen" geschrieben. Die "Pille" steht hier stellvertretend für alle uns bekannten hormonellen Kontrazeptiva. Ärzteblatt hat geschrieben:
Hormonale Kontrazeptiva beeinflussen den gesamten Organismus und können deshalb Wirkungen verursachen, die vorteilhaft sind und therapeutisch genutzt werden können. Ferner können unerwünschte Arzneimittelwirkungen ein gesundheitliches Risiko bedeuten, wobei die Prädisposition der Frauen eine entscheidende Rolle spielt. Die meisten Begleiterscheinungen, die während der Einnahme von KOK (kombinierte orale Kontrazeptiva) von den Patientinnen berichtet werden, unterscheiden sich in ihrer Häufigkeit jedoch nicht von denen einer Placebobehandlung.
http://www.aerzteblatt.de/archiv/97959/Hormonale-Kontrazeption-was-wann-fuer-wenKohlenhydratstoffwechsel:Unter Einnahme der Pille kann bei Blutzuckeranstieg der Glucosespiegel im Blut durch Insulin nicht mehr so vermindernd reguliert werden wie ohne Pille.
Die Folge sind leichte Insulinresistenzen unter Einnahme hormoneller Kontrazeptiva.
Vitaminstoffwechsel:Die Pille ruft einen erhöhten Bedarf an Vitamin C, Vitamin D und dem Vitamin-B-Komplex B2, B6, B9 (Folsäure) und B12 hervor.
Mangelerscheinungen zeigen sich in all den „kleinen“ Nebenwirkungen wie Juckreiz, Unwohlsein, Niedergeschlagenheit, Hautunreinheiten, schlechte Nägel, Haarausfall, Haarbrüchigkeit, Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Krankheitsgefühl etc..
Aber auch die schwerwiegende Nebenwirkung Depression kann auf einen Mangel an B6 zurückgeführt werden.
Mineralhaushalt:Pillenanwenderinnen weisen veränderte Werte im Magnesium-, Kupfer- und Zink-Blutspiegel auf.
Der Bedarf an Zink und Magnesium ist erhöht, es liegt also ein Mangel vor.
Der Kupfer-Spiegel im Blut ist jedoch meist erhöht.
Ein erhöhter Kupfer-Spiegel führt zu Reizbarkeit, Depressionen, Stimmungsschwankungen und einer generellen psychisch labilen Verfassung.
Allerdings wird behauptet, dass Pillenanwenderinnen weniger Calcium ausscheiden als Frauen, die nicht die Pille oder andere hormonelle Kontrazeptiva einnehmen.
Da frage ich mich, wie das funktionieren soll. Die Resorption von Calcium im Darm funktioniert nur bei ausreichender Vitamin-D-Versorgung und da wissenschaftlich bewiesen ist, dass der Vitaminspiegel bei Pillenanwenderinnen mangelhaft ist, müsste eigentlich mehr Calcium ausgeschieden werden. Herz-Kreislauf-Störungen:Bluthochdruck ist bei Anwenderinnen der oralen Kontrazeptiva weit verbreitet. Das liegt an der hormonellen Beeinflussung des Adrenalins, das in der Nebennierenrinde gebildet wird.
Ebenso ist die Angiotensin-Konzentration im Blut erhöht. Angiotensin ist ein Hormon, das zur Freisetzung von Aldosteron führt. Aldosteron wiederum reguliert den Elektrolythaushalt und die Blutdruckeinstellung.
Zu viel Aldosteron verursacht hohen Bluthochdruck.
Blutgerinnungsstörungen:
Orale Kontrazeptiva verursachen einen Anstieg der Gerinnungsfaktoren I, II, VII, IX, X und XII, sowie einen Abfall des Antithrombin-III-Spiegels. Antithrombin-III ist einer der wichtigsten natürlichen Faktoren, um die Blutgerinnung zu kontrollieren. Der Abfall dessen ruft eine unkontrollierbare Blutgerinnung hervor.
Zusammen mit dem Anstieg der Gerinnungsfaktoren ist die Thrombose eine der markantesten Risiken der Antibabypille.
Der Einfluss hormoneller Kontrazeptiva auf die Nebennierenrinde:Die Progesteroneinnahme wirkt auf die ACTH-Produktion unterdrückend. ACTH regt die Nebennierenrinde zu weiterer Hormonausschüttung an, unter anderem von Sexualhormonen. Bei verminderter ACTH-Ausschüttung wird auch das Testosteron nur vermindert produziert.
Besonders wichtig ist aber die unterdrückte ACTH-Produktion in Bezug auf das Hormon Cortisol, welches für die Regulierung des Glukose-Haushaltes wichtig ist und außerdem an der Antikörperbildung beteiligt ist und entzündungshemmend wirkt.
Ein schlechtes Immunsystem sowie ein erhöhter Blutzuckerspiegel ist die Folge.
Weiter finden wir bei Cortisol eine antagonistische Wirkung zu Vitamin D, was Osteoporose verhindert – ein mangelhafter Cortisolspiegel verhindert also langfristig keine Osteoporose, wie aber oft von Ärzten behauptet wird.
Leber:Frauen, die hormonelle Kontrazeptiva nehmen, weisen wesentlich höhere CRP-Spiegel auf als Frauen, die keine hormonelle Kontrazeptiva einnehmen. CRP ist ein Entzündungsmarker, der in der Leber gebildet wird.
Diskutiert wird auch der Einfluss hormoneller Kontrazeptiva auf das Krankheitsbild der Cholestase, sowie des Ikterus, des Schwangerschaftsikterus und der Hepatitis.
Gastrointestinaltrakt:Unter dem Einfluss hormoneller Kontrazeptiva können sich chronisch-entzündliche Darmerkrankungen manifestieren, wobei sich die Krankheit nach Absetzen der Ovulationshemmer häufig bessert.
Libido:FAZ hat geschrieben:
Die Forscher haben die Befunde von 39 Frauen, die seit mindestens sechs Monaten die Pille abgesetzt hatten, mit denen von 62 Frauen verglichen, die noch hormonell verhüteten. Außerdem bezog man 23 Frauen in die Untersuchung ein, die noch nie derartige Hormone verwendet hatten. Kernpunkt der Analyse waren die sogenannten sexual hormone-binding globulins oder SHBG. Dabei handelt es sich um Proteine im Blut, die die Wirkung von Sexualhormonen schlicht dadurch merklich herabsetzen, daß sie sich daran ankoppeln. Je mehr Bindungsproteine, desto weniger Sexualhormon-Effekte sind mithin zu erwarten. Bei Frauen, die aktuell die Pille anwendeten, war die Konzentration dieser Bindungseiweiße im Blut auf das Vierfache erhöht. Was den Forschern aber größere Sorgen bereitet, ist die Tatsache, daß diese beträchtlich überhöhten Werte nach Absetzen der Hormone nicht mehr auf die ursprünglichen Ausgangswerte zurückgingen, wie im "Journal of Sexual Medicine" (Bd. 3, S. 104) berichtet wird.
(FAZ.de)