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 Betreff des Beitrags: Re: Verhütungsmythen
BeitragVerfasst: 30. April 2013 09:00 
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Inventar

Registriert: 4. April 2011 22:06
Beiträge: 2067
NFP seit: 05/2011
In Deutschland schließt man mit dem Staatsexamen das Medizinstudium ab.
Ein Dr-Titel ist definitiv nicht "einfach mitgenommen"; aber wohl durchaus leichter zu erreichen. da habt ihr vielleicht Recht.

_________________
Mariechen

Mit (2018) im Herzen. Mit MärzKäfer (2020) an der Hand. Guter Hoffnung. Kurven nicht regelkonform.


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 Betreff des Beitrags: Re: Verhütungsmythen
BeitragVerfasst: 30. April 2013 09:03 
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alte Häsin

Registriert: 14. Februar 2012 18:35
Beiträge: 1388
NFP seit: Jänner 2012
MariechenKäfer hat geschrieben:
Ein Dr-Titel ist definitiv nicht "einfach mitgenommen".
Das glaub ich auch *zustimm*

_________________
Be who you are and say what you feel because those who mind don't matter and those who matter don't mind. ~Dr Seuss~
BildWuMi


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 Betreff des Beitrags: Re: Verhütungsmythen
BeitragVerfasst: 30. April 2013 09:06 
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Kurven-Rätslerin

Registriert: 10. September 2012 17:43
Beiträge: 407
NFP seit: Oktober 2012
noch kurz zu dem OT Dr.med., den muss man natürlich nicht machen, gibt auch Ärzte ohne Doktor, nur schreiben die meisten meisten da schon eine, weil ein Dr. als Arzt natürlich schon “besser “ aussieht & in anderen Fächern ist das natürlich anders, da sind Doktorarbeiten ja eher seltener, weil der Titel für den Ruf & das Ansehen eben nicht so wichtig ist...
bei Ärzten würden manche denk ich schon lieber zu einem gehen, bei dem ein Dr. auf dem Schild steht, wenn ich als Sozialpädagogin irgendwo arbeite interessiert es keinen bzw. weiß auch niemand, ob ich Doktortitel hab oder nicht...

Aber anhand einer Doktorarbeit auf alles umfassende Kompetenz zu schließen ist so oder so natürlich Blödsinn, nur weil sich jemand mit einem ganz speziellen Thema intensiv beschäftigt hat, ist er ja allgemein nicht schlauer oder wissender als jemand der das nicht getan hat...

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Willkommen auf meiner Seite
(seit dem 24.01.2014 höre ich hier auch auf den liebevoll von windigeVivi in Zusammenarbeit mit machtmehrmusik (aka Bonny) ausgedachten Namen Juna!)


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 Betreff des Beitrags: Re: Verhütungsmythen
BeitragVerfasst: 30. April 2013 09:37 
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Moderatorin

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Beiträge: 12769
NFP seit: Juli 2005
Was hat das ganze jetzt mit Verhütungsmythen oder Professoren zu tun? *hä*

_________________
Saruman believes it is only great power that can hold evil in check, but that is not what I have found. I found it is the small everyday deeds of ordinary folk that keep the darkness at bay. Small acts of kindness and love - Gandalf (aus The Lord of the Rings von J. R.R. Tolkien)


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 Betreff des Beitrags: Re: Verhütungsmythen
BeitragVerfasst: 30. April 2013 14:04 
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hat sich gut eingelebt

Registriert: 6. Mai 2012 00:52
Beiträge: 110
Wohnort: Ruhrgebiet
Gemeint ist - glaube ich - der Professor, welcher in der Sendung vom Deutschlandfunk (ein paar Seiten vorher) als "Experte" befragt wurde.


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 Betreff des Beitrags: Re: Verhütungsmythen
BeitragVerfasst: 30. April 2013 19:43 
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neu hier

Registriert: 22. August 2012 20:57
Beiträge: 39
NFP seit: 01.08.2012
Es ging um die Diskussion um den Beitrag, den Alana gepostet hatte.

Zitat:
Blossom hat geschrieben:
*schrei* besonders schlimm finde ich es immer, wenn ein Mensch mit Professorentitel so einen unglaublichen Blödsinn verzapft...


Der Titel macht Menschen ja nicht automatisch schlauer ...


Das wollte ich auch nicht sagen - besonders schlimm finde ich es halt, weil der Professor für Frauenheilkunde sich doch von der Ausbildung her prinzipiell mit dem weiblichen Zyklus auskennen sollte

UND

weil eine Professor ja schließlich auch mit Lehre beschäftigt ist und daher zukünftige Generationen von Ärzten ebenfalls mit seinen Mythen "verdirbt"

_________________
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 Betreff des Beitrags: Re: Verhütungsmythen
BeitragVerfasst: 1. Mai 2013 13:00 
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NFP-Guru

Registriert: 28. März 2010 22:17
Beiträge: 2558
Die Diskussion entstand im Thema "Was sagen die anderen zu eurer NFP" und soll nun hier weitergeführt werden, damit wir im anderen Thema zurück zum Thema kommen können. ;-)

JuleBalu hat geschrieben:
Meine Freundin, die eigentlich nach der Ausbildung mit NFP beginnen wollte, macht es nun doch nicht, weil ihr Freund es für zu unsicher hält. Er weiß aber nicht mal, wie NFP funktioniert bzw. was die Grundlagen sind

Stattdessen lässt sie sich die Hormonspirale setzen, "weil die ja nur lokal wirkt"... Ich könnte durchdrehen!
Gerade sie, die auch in einem medizinischen Beruf arbeitet, müsste das doch eigentlich verstehen




Thoe hat geschrieben:
JuleBalu hat geschrieben:
Stattdessen lässt sie sich die Hormonspirale setzen, "weil die ja nur lokal wirkt"...

Frag sie doch mal nach dem semipermeablen Blutkreislauf, der den Uterus versorgt


Thoe hat geschrieben:
Ich meine auch irgendwo mal gelesen zu haben, warum die Belastung durch angeblich lokale Hormone sogar noch höher ist, als durch die Pille… Nur so vage aus der Erinnerung: weil über den Magen kommen die Hormone besser in den Blutkreislauf, wo sie dann an die entsprechenden Stellen andocken können. Lokal müssen sehr viel mehr Hormonmengen abgegeben werden, damit die entsprechenden Konzentrationen im Blutkreislauf sind. Das müsste man aber mit ausreichend Medizinwissen nochmal nachprüfen – wo welche Hormone Produziert werden und wo sie überall im Körper für Funktionen übernehmen.



Alana hat geschrieben:
thoe die häufige Erklärung ist folgende:

Angeblich besonders niedrig dosierte Methoden (Ring, Hormonspirale, Pflaster ) umgehen die erste Leberpassage, weswegen man pro Tag in der Absolutmenge deutlich weniger Wirkstoff braucht. Zumindest bei Ring und Pflaster ist dann aber nicht weniger an Hormonen im Blut, sondern eher mehr. Das mit der ach so niedrigen Dosierung ist also ein Trugschluss. Mit dir Mirena und sämtlichen Mythen und Gerüchten rund um das Ding habe ich mich noch nicht so sehr befasst.

Ich frage mich auch immer wer das beim Ring aufgebracht hat mit der lokalen Wirkung. Das ist wirklich unsinnig. Ovulationshemmung ist keine lokale Wirkung und ohne die wäre der Ring nicht so sicher.

Östrogensalben sind übrigens auch nicht völlig lokal begrenzt in ihrer Wirkung. Ich habe jemanden näheren Umfeld mit schmerzenden Brüsten bei zu häufiger Anwendung.



Meghann hat geschrieben:
Alana hat geschrieben:
thoe die häufige Erklärung ist folgende:

Angeblich besonders niedrig dosierte Methoden (Ring, Hormonspirale, Pflaster ) umgehen die erste Leberpassage, weswegen man pro Tag in der Absolutmenge deutlich weniger Wirkstoff braucht. Zumindest bei Ring und Pflaster ist dann aber nicht weniger an Hormonen im Blut, sondern eher mehr. Das mit der ach so niedrigen Dosierung ist also ein Trugschluss. Mit dir Mirena und sämtlichen Mythen und Gerüchten rund um das Ding habe ich mich noch nicht so sehr befasst.


Das verstehe ich nicht. Warum habe ich dann mehr Hormone im Blut als wenn ich die Pille nehme?
Ich denke, die Hormonabgaben sind denen der Pille angepasst, nachdem die Leber die Hormone schon zum größten Teil abgebaut hat?



JuleBalu hat geschrieben:
Die Hormone bei Ring und Pflaster umgehen die erste Leberpassage, werden also nicht "rausgefiltert".
Bei der Pille aber schon. Deswegen muss die Pille höher dosiert sein, wird durch die Leber aber abgeschwächt. Bei Ring und Pflaster ist es andersherum.
Oder?
So würde ich es mir zumindest erklären



Alana hat geschrieben:
Meghann, die Präparate sind eben nicht so weit angepasst, dass die Blutwerte letztendlich niedriger wären. Wenn die Produkte als niedrig dosiert beworben werden bezieht man sich auf die Abgabemenge und nicht auf die Konzentration im Blut, was meiner Meinung nach eine Täuschung des Verbrauchers darstellt. Es ist nur die Absolutmenge an täglich abgegebenen/genommenen Hormonen niedriger und nicht die, die dann im Blut ist.
DieSanfte hatte dazu glaube ich mal noch ausführlicher recherchiert, ich habe gerade keine genaueren Daten dazu im Kopf, ich wollte nur den Grundsatz dahinter erklären.

Ich habe gerade keine Literatur zur Hand, es wurde aber schon öfter diskutiert, dass bei Pflaster oder Ring mehr Etinylestradiol im Blut ankommt als bei Micropillen und damit auch ein erhöhtes Thromboserisiko im Zusammenhang steht bzw. stehen könnte. Wenn ich mir dann überlege, dass viele Ärzte Östrogene bei erhöhtem Thromboserisiko gerne über die Haut geben, wird es mir ganz anders. Das Risiko wird gerne auf die Östrogenmenge bezogen und, wie bereits erklärt, braucht man bei Aufnahme über die Haut weniger, als bei Aufnahme über den Magen-Darm-Trakt. Die Vergleiche greifen allerdings nur wenn man die oral einzunehmenden Präparate vergleicht, da gibt es Daten zu Östrogenmenge und Thromboserisiko.

_________

Da gibt es doch gerade diese Serie über Transsexuelle, da kam genau dieses Thema mit der äußerlichen Hormonbehandlung bei erhöhtem Thromboserisiko auch zur Sprache. Ich habe mich wirklich aufgeregt.



mauKatze hat geschrieben:

Maghann hat geschrieben:
Danke Alana, ich glaube, dazu forsche ich mal weiter. Es ist einfach unglaublich, was man so einnimmt bzw. im Unterleib platziert.


Ich finde es eigentlich unglaublicher, was einem dazu vom Arzt erzählt wird.....


Alana hat geschrieben:
Stimmt. Vieles würde ich nur halb so schlimm finden, wenn einem wirklich klar wäre, was man da eigentlich tut.
Bei vielen Dingen über die wir uns hier aufregen, seien es Behauptungen rund um den Zykus und NFP, oder angeblich nicht vorhandene Probleme der hormonellen Verhütung wäre alles nicht so schlimm. wenn man eine ehrliche, fundierte Aufklärung bekommen würde könnte man sich schließlich auch anders entscheiden.

Kupferspirale und NFP wären sicher verbreiteter, wenn die Information darüber anders laufen würde.
Das Totschlargument: "Die Pille hat zwar Risiken und auch Nebenwirkungen ist aber das beste und sicherste Verhütungsmittel, dass es gibt" lässt mich jedes Mal wieder an die Decke gehen. Hormone sind sicher kein reines Teufelszeug, sondern für viele Frauen auch eine tolle Möglichkeit, aber der allgemeine Umgang damit ist furchtbar.


Estreya hat geschrieben:
Die Kupferspirale wirkt aber wirklich lokal, mit der Pille greift man in den Gesamtorganismus ein. Natürlich ist die Spirale auch ein Eingriff, aber ein ganz anders gearteter. Man kann davon keine Depressionen, Libidoverlust etc. bekommen.

-----------

Sehr problematisch finde ich auch immer, wie die NW der Pille mit denen einer Schwangerschaft verglichen werden. Ich habe mal auf einer Seite, die Jugendliche über die Gefahren des Rauchens aufklären möchte gelesen, dass Rauchen + Pille gefährlich sei, man aber auf keinen Fall die Pille absetzen solle (Rauchen natürlich sein lassen soll), da man auf keinen Fall eine Schwangerschaft riskieren dürfe.
Genauso wird das Thromboserisiko immer damit relativiert, dass das Thromboserisiko in der Schwangerschaft größer sei.
Damit wird automatisch impliziert, dass Frau ohne den Pillenschutz völlig machtlos ist und sofort schwanger wird. Und das ist sehr stark in den Köpfen der Menschen verankert. Viele würden die Pille gar nicht absetzen, weil allein der Gedanke, dass sie dann den innerlichen Schutz verlieren, sie panisch macht.



SteffiHerz hat geschrieben:
Estreya hat geschrieben:
rauchens aufklären möchte gelesen, dass Rauchen + Pille gefährlich sei, man aber auf keinen Fall die Pille absetzen solle (Rauchen natürlich sein lassen soll), da man auf keinen Fall eine Schwangerschaft riskieren dürfe.
Genauso wird das Thromboserisiko immer damit relativiert, dass das Thromboserisiko in der Schwangerschaft größer sei.
Damit wird automatisch impliziert, dass Frau ohne den Pillenschutz völlig machtlos ist und sofort schwanger wird. Und das ist sehr stark in den Köpfen der Menschen verankert. Viele würden die Pille gar nicht absetzen, weil allein der Gedanke, dass sie dann den innerlichen Schutz verlieren, sie panisch macht.



Da muss man aber bedenken, dass genau SO die Zulassung für Verhütungsmittel abläuft: man vergleicht das Risiko einer Schwangerschaft mit den Risiken der Pille o.ä. Da eine SS sehr risikoreich ist, kann die Pille noch so gefährlich und ungesund sein das "Risiko-Nutzen-Profil" ist fast immer positiv. Ich fände es viel konsequenter, wenn man die Präperate untereinander vergleicht.
Das ist ach ein Grund, warum die Entwicklung der hormonellen Verhütung für Männer nicht weiter kommt - denn sie haben in der Regel keine gesundheitlichen Risiken wenn ihren Partnerin schwanger wird.
Zitat:
Mal abgesehen davon, dass ich absolut nicht 3 Jahre lang etwas in meiner Gebärmutter haben wollen würde.
Ich hatte mich lediglich daran gestoßen dass hier "Kupferspirale und nfp" hier so in einem Atemzug genannt wurde, als beinhalte das eine das andere.


ich selbst kann mir auch keine Spirale oder Gynefix vorstellen, zumindest noch nicht. Allerdings sehe ich diese Verhütungsmethoen als nicht so ein großer Einfluss in den Körper an.
Sehr viele Paare können sich eben nicht vorstellen Kondome zu nutzen und täglich ihren Körpersignale zu deuten (was ich nicht nachvollziehen kann) Für diese Paare fined ich die Spirale nicht schlecht und ich finde sie ganz einfach "besser" als die Pille, die ja sogar in das Gehirn eingreift.


Alana hat geschrieben:
WuMi hat geschrieben:
Alana hat geschrieben:
Kupferspirale und NFP wären sicher verbreiteter, wenn die Information darüber anders laufen würde.

Wieso jetzt ausgerechnet die Kupferspirale? Genau genommen greift man damit doch genauso in den Körper ein ich persönlich kann mich da nicht mehr dafür begeistern als für die Pille.



Ich sage damit nicht dass ich für mich die Spirale so toll finden würde. Mir geht es um die Information die beim Endnutzer, sprich den Frauen in gebärfähigem Alter, ankommen.
Die Pille wird oft als nötiges, aber geringes Übel hingestellt und die Nebenwirkungen (Libidoverlust, veränderte Nährstoffaufnahme etc.) werden heruntergespielt oder sogar geleugnet. Bim Thema Thrombose ist man ja noch recht ehrlich, wobei mich der Vergleich mit der Schwangerschaft auch stört.
Bei der Kupferspirale halten sich Mythen (macht dauerhaft unfruchtbar) und einzelne Fälle von Komplikationen sehr und die Sicherheit dieses Verhütungsmittels, sowohl bei der Verhütungssicherheit als auch bzgl. der Nebenwirkungen, wird falsch dargestellt.
Die Information ist nicht so, dass die mögliche Anwenderin nach Fakten entscheiden könnte. Ich glaube nicht, dass bei der Spirale so viele Frauen im Kopf haben wie wahrscheinlich Komplikation X oder Y ist, wie es doch enige bei der Pille haben (Thrombosen z.B.). Da schließe ich mich mit ein. Ohne jetzt nachzulesen habe ich keine Ahnung und keine Zahlen im Kopf. Und warum? Sicher nicht, weil ich keine Zeit infestiere um mich mit Verhütungsmethoden zu beschäftigen.

In diesem Punkt ist die Ähnlichkeit zu NFP sehr groß. NFP hat natürlich keine Nebenwirkungen. Aber es wird ja auch gerne mal diskutiert, dass ein natürlicher Zyklus schädlich sein könnte. Es gab sogar schon Diskussionen darüber, ob gesunde Nonnen! die Pille nehmen sollten um bestimmten Krebserkrankungen vorzubeugen.

@ AkZee
Jede Frau sollte eine gut informierte Wahl treffen können. Und wenn sie sagt, sie sieht es nicht ein sich um Verhütung zu kümmern, weil der Mann auch mal was tun soll, ist das ein Thema das in die Beziehung gehört und mich als Außenstehende nichts angeht. Wenn ein Paar das so entscheidet ist das völlig ok und sicher nichts woran ich mich störe. Ich würde es sogar gut finden, wenn das mehr Paare zum Thema machen würden und auch wenn die Männer mehr Wahlmöglichkeiten hätten bei der Verhütung. Die Information über Methoden ist allerdings etwas bei dem ich eine Abweichung von sinnvollen und richtigen Informationen absolut nicht akzeptieren kann.

Zu einer freien Wahl gehört auch vollständige und richtige Information über alle Möglichkeiten sowie deren Vor- und Nachteile.

____________________________________
OT:
Meghann, das mit dem anpassen ist ein langer Weg, da auch die Gestagenmenge entsprechend angepasst werden müsste. Ein Ungleichgewicht zwischen Gestagen und Östrogen bringt bei denselben Substanzen andere Nebenwirkungen mit sich, außerdem darf beim Gestagen die Dosierung, die nötig ist um den Eisprung zu hemmen, nicht unterschritten werden, d.h. man kann hier nur begrenzt nach unten und müsste sich an diese Menge erst vorsichtig herantasten. Generell wird bei Ovulationshemmern meist das doppelte der nötigen Gestagenmenge verwendet. Nötig im Sinne von nötig um den Eisprung zu unterdrücken.
Dann wieder die Frage, ob niedrige Dosierung automatisch weniger Nebenwirkungen heißt. Tut es nämlich nicht. Es kommt auch darauf an wie stark die eigene Hormonproduktion verändert wird bzw. wie weit sie tatsächlich zum erliegen kommt (das ist bei den verscheidenen Hormonpräparaten unterschiedlich) und welche Mengen der verschiedenen Sexualhormone sich dann im Blut befinden. (Die Bindung an Eiweiße lasse ich hier mal außen vor, sonst wird es zu kompliziert)
Ein ganz großes Problem beim Nuvaring: Das Gestagen hat Kontakt zur Vaginalschleimhaut. D.h. die Nebenwirkung vaginale Trockenheit ist viel Wahrscheinlicher, wenn gleichzeitig die Östrogendosis zu gering ausfällt. Würde man bei gleicher Gestagenmenge mit dem Östrogen runtergehen würden das die Frauen so schnell in lokalen Östrogenmangelsymptomen merken, dass sie hoffentlich das Präparat nicht so lange nehmen würden um vom niedrigeren Thromboserisiko etwas zu haben.



*SteffiHerz* hat geschrieben:

Mir ist auch aufgefallen, dass mir Ärzte immer entgegenbrachte ich wäre noch zu jung für eine Spirale/ Gynefix aber dann wollten sie mir die Hormonspirale andrehen
Außerdem liest man ja überall, dass die Spirale unfruchtbar machen kann und wenn man das als Frau liest dann schreckt einen das zurück. Wenn man mal im Internet recherchiert (selbst bei den Frauenärzte im Netz) wird die ganze Zeit die Pille mit ihrem Vorteilen beworben und kaum Nachteile aufgezählt während der Bericht über die Spirale fast nur Nachteile auflistet. NFP wird natürlich erst garnicht erwähnt zumindest nur kurz angeschnitten. Wirklich objektiv ist das nicht und für mich ein Indiz, dass da auch finanzielle Gründe dahinter stecken.

Zitat:
veränderte Nährstoffaufnahme


ist zwar OT aber kannst du mir das noch ein bisschen erklären was sich da genau verändert?




Alana hat geschrieben:
Hauptsächlich alle B Vitamine (also auch Folsäure) sowie Vitamin C und Zink werden stärker verbraucht oder schlechter aufgenommen. Auswirkungen sind auch auf andere Nährstoffe bekannt.
Es wurde schon vor Jahren überlegt die Pille gleich mit Folsäure zu kombinieren um Fehlbildungen bei Schwangerschaften die während oder kurz nach Pilleneinnahme zu reduzieren. Jetzt sind wir langsam aber arg OT, außerdem findet sich dazu im Forum an anderer Stelle schon einiges. Außerdem ist das ein großes Thema und sprengt hier den Rahmen.

Zurück zum Thema: Genau das meinte ich. Die Informationen, die man erhält sind nicht objektiv. Und seien wir mal ehrlich, NFP haben wir der katholisch-verhütungsablehnenden Haltung zu verdanken, sonst wäre da nie so viel Geld in die Forschung geflossen. Daran verdient man natürlich kaum bis gar nicht. Aber wir hätten diese Methode nicht, wenn nicht die Forschungen von Rötzer oder der AG NFP so stark unterstützt wirden wären. Verhütung braucht Forschung und die kostet Geld.

Es fehlen finanziell und ideologisch unabhängige Informationen bzw. diese Informationsmöglichkeiten gibt es viel zu wenig.




Alana hat geschrieben:
AkZee hat geschrieben:
Auf der anderen Seite halte ich es aber auch für ziemlich unempanzipiert, wenn man sich heutzutage immer noch rein auf z.B. die Aussage eines einzigen Arztes o.ä. verlässt. Jeder hat die Möglichkeit sich darüber hinaus selber zu informieren. Diese vollständigen und richtigen Informationen, die du ansprichst, sind nicht nur eine Bring-Schuld.


Ein Problem ist ja, dass es auch bei intensiver eigener Recherche nicht so leicht ist nur an inhaltlich korrekte Informationen zu kommen. Sogar wenn die Quellen seriös erscheinen. Das gilt sowohl für Panikmache bzgl. Nebenwirkungen wie für das Vermischen von Anwender- und Methodensicherheit um bestimmte Produkte sicherer erscheinen zu lassen, wie für das herunterspielen von Nebenwirkungen.

So leicht hat man es nicht. Sogar bei neutralen Organisationen wie der BZGA oder Profamilia sind die Informationen nicht so wie ich mir das wünschen würde, obwohl man sieht, dass hier Bemühungen da sind gut zu informieren.





Eytreya hat geschrieben:
Was ist daran falsch, einfach immer Kondome zu verwenden? Du klingst so, als würde man damit dem Mann etwas antun. Ich kann da meinen Teil übernehmen, indem ich die Hälfte der Kondome finanziere.

Natürlich hört man auch nicht nur auf einen einzigen Arzt, aber wenn man im Internet all die Falschinfos anschaut kann ich keiner Frau verübeln, dass sie bei NFP erstmal sehr skeptisch ist. Selbst ich, nach 8 Jahren NFP, bekomme manchmal ein mulmiges Gefühl oder werde von bunten Pillenpackungen angesprochen. Dann muss ich mcih selbst ohrfeigen!



AkZee hat geschrieben:
Alana hat geschrieben:
Ein Problem ist ja, dass es auch bei intensiver eigener Recherche nicht so leicht ist nur an inhaltlich korrekte Informationen zu kommen.

Davon dass man nur an korrekte Infos kommt, hab ich nichts gesagt. Aber es ist durchaus möglich sich (selbst ohne allzu intensiver Recherche) mal einen objektiveren Überblick zu verschaffen, als es die Pharmaindustrie o.ä. für gewöhnlich anbietet.
Du hast es geschafft, ich hab es geschafft... So unmöglich ist das nun wirklich nicht.
Estreya hat geschrieben:
Was ist daran falsch, einfach immer Kondome zu verwenden? Du klingst so, als würde man damit dem Mann etwas antun. Ich kann da meinen Teil übernehmen, indem ich die Hälfte der Kondome finanziere.

Ist das an mich gerichtet?
Falls ja, allem voran geht da meine eigene subjektive Meinung: Ich selber mag keine Kondome und ich halte sie nicht für sicher genug.



Estreya hat geschrieben:
Der PI beträgt 0,6. Der PI von NFP 0,4. Dir ist klar, dass das beinahe identisch ist und der PI von NFP eigentlich angepasst werden müsste, da seit langer Zeit keine Schwangerschaften mehr eingetreten sind? Was ist dir daran nicht "sehr gut" genug?

Wenn du dich "nur" auf NFP oder "nur" auf die Pille verlässt, verhütest du nicht sicherer. Das ist Fakt.
[/quote]


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 Betreff des Beitrags: Re: Verhütungsmythen
BeitragVerfasst: 1. Mai 2013 22:23 
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Kurven-Rätslerin

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Ich muss hier mal ein Erlebnis vom heutigen Sparkassen-Besuch loswerden:

Seife spaziert fröhlich zum Geldautomaten, um das gerade erhaltene Gehalt seiner Bestimmung zuzuführen: dem Konsum :lol:
Am Kontoauszugdrucker stehen zwei junge Männer (Mitte 20 ca.) und einer von ihnen erzählt, dass seine Freundin nun eine Mirena hat, obwohl sie eigentlich eine Kupferkette haben wollte, allerdings der nächste FA, der sie einsetzt, in Dortmund ist (~350km). (Anmerkung von mir: Wir wohnen hier in einer Metropole und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass es weit und breit niemanden geben soll, der das Ding einsetzen kann!!) Eine Kupferspirale kam nicht infrage, weil sie ja noch so jung sei und noch keine Kinder hat. Sie waren sogar bei ProFamilia und haben sich am Ende für die Mirena entschieden, obwohl die noch 8߀ teurer gewesen sei und sie die Pille nie vertragen hat.

Es ist doch zum Heulen :-(

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Liebe Grüße, Seife :-)


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 Betreff des Beitrags: Verhütungsmythen
BeitragVerfasst: 1. Mai 2013 22:29 
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NFP-Prinzessin

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Schlimm :(

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 Betreff des Beitrags: Re: Verhütungsmythen
BeitragVerfasst: 2. Mai 2013 07:07 
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Warum sollte eine Kupferspirale nichts für Kinderlose sein, wenn bei der Mirena da niemand Zweifel äußert? :roll: *kopfWand*

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 Betreff des Beitrags: Re: Verhütungsmythen
BeitragVerfasst: 2. Mai 2013 07:31 
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Weil eine Kupferspirale bösartigste Entzündungen verursacht und unfruchtbar macht *schwööööör* während eine Mirena superduperspitze ist und nur lokal wirkt. *steinschmeiss*

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 Betreff des Beitrags: Re: Verhütungsmythen
BeitragVerfasst: 2. Mai 2013 07:43 
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NFP-Guru

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Nur komischerweise werden diese - sehr seltenen! - Entzündungen nicht vom Kupfer ausgelöst *kopfWand*

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 Betreff des Beitrags: Re: Verhütungsmythen
BeitragVerfasst: 2. Mai 2013 08:17 
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NFP-Prinzessin

Registriert: 16. August 2005 23:04
Beiträge: 5884
@ Alana, vielen herzlichen Dank für die Mühe!

Ich weiß nicht, ob Akzee noch mitliest? Ich hätte gern noch darauf reagiert, dass mit einem ironischen Smiley die 0,6 bei Kondomen angezweifelt hast, weil das nur unter irgendwelchen Bedingungen so sei. Damit, denke ich, willst du auf die Methodensicherheit hinaus? NFP und die Pille haben auch nur eine sehr gute Methodensicherheit, die Anwendersicherheit der Pille beträgt in westlichen Studien sogar 8 (meistens wird eine Studie aus China angegeben, auch wieder sehr witzig). Deswegen verstehe ich deinen Beitrag nicht.
Ich finde es schade, dass sogar im Forum, in dem eigentlich permanent darüber aufgeklärt wird, solche Mythen nicht ausgerottet werden ( = Kondome sind nicht sehr sicher).


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 Betreff des Beitrags: Re: Verhütungsmythen
BeitragVerfasst: 2. Mai 2013 10:02 
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NFP-Guru

Registriert: 28. März 2010 22:17
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Die_Leni hat geschrieben:
Nur komischerweise werden diese - sehr seltenen! - Entzündungen nicht vom Kupfer ausgelöst *kopfWand*


Leni, wenn du die verklebten Eileiter durch Chlamydien meinst ist das gar nicht so selten, sondern einer der häufigsten Gründe für die Unfruchtbarkeit der Frau. Eine Spirale kann es der Infektion erleichtern aufzusteigen, ist aber nicht der Auslöser. Deshalb sollte bei einer Spirale wirklich auf Kondome oder einen gesunden Partner geachtet werden und vor dem Einlegen auf Chlamydien gestestet werden. So kann man schon viel ausschließen.

Edit: Mein Gefühl sagt mir, dass ich das bei einer Hormonspirale nicht anders machen würde.


Estreya hat geschrieben:
Ich weiß nicht, ob Akzee noch mitliest?


Ich hoffe. Ich würde das auch ungern so stehen lassen.

_________________
Die Erde ist ein Nudelsieb


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 Betreff des Beitrags: Re: Verhütungsmythen
BeitragVerfasst: 2. Mai 2013 11:41 
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Hochlagenjunkie

Registriert: 13. März 2012 23:13
Beiträge: 732
NFP seit: 03/2012
Estreya hat geschrieben:
@ Alana, vielen herzlichen Dank für die Mühe!

Ich weiß nicht, ob Akzee noch mitliest? Ich hätte gern noch darauf reagiert, dass mit einem ironischen Smiley die 0,6 bei Kondomen angezweifelt hast, weil das nur unter irgendwelchen Bedingungen so sei. Damit, denke ich, willst du auf die Methodensicherheit hinaus? NFP und die Pille haben auch nur eine sehr gute Methodensicherheit, die Anwendersicherheit der Pille beträgt in westlichen Studien sogar 8 (meistens wird eine Studie aus China angegeben, auch wieder sehr witzig). Deswegen verstehe ich deinen Beitrag nicht.
Ich finde es schade, dass sogar im Forum, in dem eigentlich permanent darüber aufgeklärt wird, solche Mythen nicht ausgerottet werden ( = Kondome sind nicht sehr sicher).

Ich wollte generell wissen, was für PIs du da so zitierst. Es ist nicht unbedingt hilfreich wenn du willkürlich irgendwelche Mini- oder Maximalwerte nennst. Seit es bei Kondomen, der Pille oder sonstwas.
NFP hat soweit ich weiß keinen signifikant schlechteren Anwender-PI und die Sicherheit kann mit dem Verzicht am ZA freizugeben sogar nochmal deutlich verbessert werden.

Vielleicht sollten wir uns erstmal bei der Definition von "sehr sicher" einig werden. Da bin ich persönlich nämlich ziemlich kritisch. Und für mich gibt es noch eine Menge mehr zwischen "unsicher" und "sehr sicher".

_________________
...ist inzwischen schon im 5. NFP-Jahr: Bild :shock:


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