Estreya hat geschrieben:
@ Niamh, wenn sie nicht rezeptfrei ist, kann sie doch trotzdem genausooft unnötig genommen werden.
Zitat aus dem K-Tipp vom 8. März 2006 (von vor einem Jahr

):
Zitat:
Seit Herbst 2002 ist die «Pille danach» in Apotheken erhältlich – ohne Rezept. Eine unveröffentlichte Statistik des Schweizerischen Apothekerverbands (SAV) zeigt einen regelrechten Boom: Wurden vor der rezeptfreien Abgabe noch 24 000 Packungen im Jahr verkauft, so sind es jetzt knapp 850 000 Stück – Tendenz steigend.
Ich finde das erschreckend! -- Auch wenn ich davon ausgehe, dass da sicher ein paar "grenznahe" Deutsche und Österreicher (*kopfkratz* wie sind die Regelungen in Frankreich und Italien??) mit drunterfallen, es handelt sich hier um eine
Verdreissigfachung!! (Die Schweiz hat etwa 6 Millionen Einwohner -- macht grob 1.5 Millionen Frauen im fruchtbaren Alter. Auf je zwei von denen kommt eine PD-Einnahme -- obwohl ein grosser Teil keinen Sex hat, schwanger ist oder werden möchte, die PD aus Unwissenheit oder moralischen Gründen nicht nimmt... Das heisst, die eher kleine Gruppe der Anwenderinnen schluckt die alle paar Monate!)
Dubiositätswarnung: Besagter Artikel ist im Archiv nicht auffindbar -- und auch beim Apothekerverband habe ich nix dazu gefunden. Auf meine Nachfrage wurde er mir von einer K-Tipp-Mitarbeiterin ohne weiteren Kommentar zugemailt. Ich finde das Ganze etwas seltsam... In den folgenden Ausgaben wurde der Artikel aber auch nicht mehr in irgendeiner Form erwähnt (und falsche Zahlen o.Ä. wären wohl widerrufen worden).
Ach ja, die genaueren Bestimmungen der rezeptfreien Pille danach:
- Abgabe nur durch Apotheker nach viertelstündigem Gespräch anhand eines Fragebogens im "Hinterzimmer"
- unter Sechzehnjährige brauchen ein Arztrezept
Die im Artikel beschriebenen 20 Stichproben ergaben allerdings zweifelhafte Ergebnisse (zu kurzes oder gar kein Gespräch, teilweise im in Anwesenheit anderer Kunden, keine Fragen nach bestehender Schwangerschaft, keine Erklärung der Wirkungsweise, keine Hinweise auf die Gefahr von Geschlechtskrankheiten (der "Lockvogel" gab an, eine Kondompanne mit einem Unbekannten gehabt zu haben),... ein Apotheker wusste nichts von der PD

).