@Püppi: ich z.B. hab ein neues Jobangebot. Ist aber auch 60 km weit von hier weg. Die Stelle (und ich hab studiert) ist absolut unterbezahlt. Rechne ich das Nettogehalt - Fahrtkosten - Miete, dann bleiben mir zum Leben auch gerade mal noch 400 Euro in etwa. Und ich hab nen anspruchvollen 40h-Akademikerjob

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Mein letzter Arbeitsvertrag war befristet auf knapp ein Jahr. Wenn ich jetzt nicht bald nen Job finde, dann lande auch ich wieder bei HartzIV - und ich bin definitiv
nicht zu faul zum arbeiten. Direkt nach dem Studium mußte ich knapp ein Jahr von HartzIV leben - und das ist soooo was von scheiße, sag ich Dir. Ich hab mich in Grund und Boden geschämt. Und das, obwohl ich seit dem Abitur ununterbrochen gearbeitet hab und fleißig in die Arbeitslosenversicherung einbezahlt hab. Nur kam dann halt mit Mitte 20 noch mein Studium dazwischen und somit hatte ich danach keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld, nur auf ALGII (=HartzIV).
Und keine Ahnung, ob ich unverschuldet in die Arbeitslosigkeit geraten bin. Sicherlich nicht... Ich hätte nicht studieren dürfen und nen sicheren Arbeitsplatz kündigen dürfen. Ich hätte keinen befristeten Vertrag annehmen dürfen... Das ist echt ne Gratwanderung...
Und trotz allem ist mein Stolz so groß, dass ich niemals da hinspazieren würde um Kondome zu holen. Das wär mir viel zu peinlich. Da spar ich lieber weiterhin beim Essen ein (und ich hab zeitweise zwei Wochen oder so nichts mehr zum Essen kaufen können, weil das Geld einfach nicht da war).
Will euch jetzt nicht vollheulen, wollte nur sagen, dass Menschen unter dem Existenzminimum (und davon lebe ich unter HartzIV - und die meisten Studenten auch) nicht immer die faulsten und schlechtesten sind. War mir gerade ein Anliegen, auch wenn Du das nicht allgemeingültig formuliert hattest.
Liebe Grüße, Mara.