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 Betreff des Beitrags: Frage zu grenzwertiger Zyklusauswertung
BeitragVerfasst: 24. Dezember 2012 02:50 
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nicht mehr ganz so neu

Registriert: 24. Dezember 2012 02:02
Beiträge: 60
NFP seit: 2008
Hallo,

ich bin neu hier und suche eine Antwort auf eine Frage bezüglich der Zyklusauswertung.
Kurz zu mir - ich bin 30 und betreibe NFP seit 2008, bin also kein Neuling was die Sache angeht. Ich habe allerdings manches Mal sehr seltsame Zyklen, und insbesondere der letzte bereitet mir ein Wenig Kopfzerbrechen.

Ich habe zwei Möglichkeiten den Zyklus auszurechnen und tendiere zur zweiten, einfach aus dem Grund weil es mir logischer erscheint. Das erste Szenario scheint allerdings eigentlich den Regeln nach korrekt ausgewertet zu sein, außer ich habe eine Regel übersehen, oder eine bestimmte Bedingung. Da ich mich aus beruflichen Gründen im Moment nicht in Deutschland befinde und somit auch mein Buch nicht zur Hand habe hoffe ich, dass mir hier vielleicht jemand weiterhelfen kann, oder aber mir einen offiziellen Kontakt nennen kann wo man diesbezüglich nachfragen könnte.

Das Szenario 1 sieht folgendermaßen aus:

Bild

Wenn ich mich nicht irre, dann sollten die Tage 21 bis einschließlich 26 den 6er-Block bilden, aus welchem die höchste Temperatur die an Tag 22 mit 36.65ºC ist. Nun liegt die Temperatur an Tag 27 0.05ºC über der von Tag 22, wäre somit also die ehM. Die zwei Folgetemperaturen liegen zwar über der Hilfslinie, aber nur das Minimum. Der Wert von Tag 29 erreicht die geforderten 2/10 über der Hilfslinie nicht, also muss noch ein weiterer Tag abgewartet werden der aber keinen wirklichen Richtwert hat sondern nur über der Hilfslinie sitzen muss, was er in diesem Fall mit 0.05ºC ja auch tut. Also wäre die Kurve (theoretisch) nach den Regeln ab hier korrekt ausgewertet, außer wie gesagt ich vergesse etwas ganz Essentielles.

Da die Temperatur danach jedoch wieder unter die Hilfslinie fällt und es später einen weiteren Anstieg gibt bin ich eigentlich eher der Meinung dass Szenario 2 richtiger ist. Auch weil meine Gelbkörperphase meistens so um die 12 Tage lang ist, plus/minus einen Tag.

Bild

Ich sollte noch erwähnen dass die Blutung die in der Mitte des Zyklus zu sehen ist meiner Meinung nach kein Grund ist diesen zu teilen. Einfach weil meine Zyklen in der Länge zwischen 35 und 45 Tagen schwanken, wie immer mal ein Bisschen länger oder auch mal etwas kürzer. Und diese sind immer ohne Probleme deutlich auswertbar, oder aber ganz offensichtlich anovulatorisch. So eine Gradwanderung wie mit diesem Zyklus ist mit jedoch noch nicht untergekommen.
Ich habe auch in den letzten paar Zyklen immer wieder mehrere Tage mittendrin wo es stärkere Zwischenblutungen gibt, die sich aber allesamt von meinem eigentlichen Periodenmuster unterscheiden das sehr viel stärker ausgeprägt ist. Ich nutze nur immer die Anzeige für die Blutung und schreibe nicht S+ hin, weil definitiv mehr Blut vorhanden ist als man es bei einer evtl. Eisprungsblutung erwartet. Es ist auch häufig sehr Schmierblutungs-artig, aber in sehr großer Menge. Viel zu viel um eine Eisprungsblutung sein zu können.

Nun stellt sich die Frage ob es eine Regel gibt die entweder besagt dass nach einem Fall wie in Szenario 1 die Auswertung für ungültig erklärt wird weil die Temperaturen nicht wirklich deutlich über der Hilfslinie liegen, oder ob es schlichtweg Ermessungssache ist ob man das ignoriert und bei Verhütungswunsch lieber noch abwartet und deswegen das zweite Szenario wählt.

Wie gesagt, über eure Meinung würde ich mich freuen, und wenn irgendwer eine offizielle Regel hat die ich eventuell übersehen habe oder mir sonst ein Fehler unterlaufen ist - bitte melden! :)

Vielen lieben Dank im Voraus!

_________________
NFP seit 2008
Zyklusauswertung mit Kopf und Lily Pro


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 Betreff des Beitrags: Re: Frage zu grenzwertiger Zyklusauswertung
BeitragVerfasst: 24. Dezember 2012 12:04 
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Kurvenjunkie

Registriert: 4. Juli 2012 16:34
Beiträge: 1905
Wohnort: SN
NFP seit: Juni '12
Es gibt einen Satz im N&S, dass man auch seine Niveaus beachten sollte. Liegt die HiLi auf ihrem natürlichem Niveau? Ist sie arg tiefer? Wenn man sich durch Frieren oder immer eher aufstehen 6 tiefe Werte "bastelt", könnte man dann mit normalen TL-Werten auswerten, aber das Niveau passt nicht zu einer Hochlage. Oder ist die HiLi sehr hoch? Dann kann es schon sein, dass es die Werte nur kurz über die HiLi schaffen.

In dem Fall hätte ich persönlich wohl dem Braten nicht getraut (der ZS lässt ja mit der Freigabe auf sich warten) und gewartet, bis die Temp im gewöhnlichen HL-Niveau angekommen ist.

_________________
Was dir an Vollkommenheit fehlt, ersetze durch Demut. [Thomas von Kempen]
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Sohn E. (9/16), Tochter K. (6/21), Tochter S. (11/24) sowie ★★ (7/15)


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 Betreff des Beitrags: Re: Frage zu grenzwertiger Zyklusauswertung
BeitragVerfasst: 24. Dezember 2012 22:36 
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nicht mehr ganz so neu

Registriert: 24. Dezember 2012 02:02
Beiträge: 60
NFP seit: 2008
Hallo Tabs,

erstmal danke für die Antwort!

Bei mir ist es so dass die Hilfslinie im Schnitt zwischen 36.5 und 36.75 liegt, sie auf 36.7 zu sehen ist also eigentlich im völlig normalen Bereich. Lustigerweise reagiert meine Temperatur auch sehr selten auf äußerliche Einflüsse, ganz egal ob ich nun um 5 Uhr Morgens oder um 11 Uhr Mittags aufstehe, eine Schwankung die im letzteren Falle eine Ausklammerung bedeuten würde gibt es bei mir so gut wie nie. Ausgeklammernt wird nur dann wenn ich weiß dass ich gerade eine Erkältung mit Fieber habe, ansonsten nie.
Vor der ehM liegt die Temperatur meistens zwischen 36.4 und 36.6, ab und zu vielleicht mal etwas höher, aber der Durchschnitt befindet sich in diese Bereich.

Aber wie es scheint gibt es keine "definitive Regel" für diesen Fall. Ich habe mich noch bei einigen NFP Beratungsstellen gemeldet, mal schauen ob die dort noch eine andere Idee haben. Wenn sich dort was ergibt teile ich das hier natürlich mit!

_________________
NFP seit 2008
Zyklusauswertung mit Kopf und Lily Pro


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 Betreff des Beitrags: Re: Frage zu grenzwertiger Zyklusauswertung
BeitragVerfasst: 26. Dezember 2012 12:12 
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Fingerwundschreiberin

Registriert: 3. Oktober 2012 17:06
Beiträge: 938
NFP seit: Juli 2012
Also die von Tabs angesprochene Regel, dass man auch die Niveaus berücksichtigen soll, ist schon eine definitive Regel -.^ Liegt denn die Werte um 36,7°C bereits in deinem HL-Niveau? Wenn die HL auch öfter mal auf 36,75 liegt, scheint das ja nicht so zu sein.

Außerdem wäre deine HL mit einer eHM an ZT 27 ungewöhnlich lang (21 außerhalb von Schwangerschaften sind seeehr selten)

Dazu kommt, dass dein Zyklus erst mit abgeschlossener Schleimauswertung auch als abgeschlossen gilt. Wann wäre das also?

_________________
Bild Tu n'es plus là où tu étais, mais tu es partout où je suis. (Victor Hugo)
Mit Prima im Herzen, September an der Hand und dem Raben im Arm.


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 Betreff des Beitrags: Re: Frage zu grenzwertiger Zyklusauswertung
BeitragVerfasst: 26. Dezember 2012 19:38 
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nicht mehr ganz so neu

Registriert: 24. Dezember 2012 02:02
Beiträge: 60
NFP seit: 2008
Mit Schleimauswertung definitiv erst ab Tag 36. Darauf warte ich sowieso immer, denn ich weiß dass ich teilweise bis weit nach der ehM noch S+ erwarten kann. Manches mal gibt es deswegen auch gar keine Freigabe, einfach nur weil der Schleim nicht in schlechtere Qualität umschlagen will. Und das obwohl eine ehM ermittelt wurde.
Mein HL Niveau ist meistens irgendwo zwischen 36.8 und 37.0 würde ich sagen, manchmal ein kleines Bisschen drunter. Dass die HL sehr lang wäre und ich deswegen eine mögliche SS eintragen müsste finde ich auch seltsam, zumal meine Gelbkörperphase im Durchschnitt 12 Tage lang ist. Die Schwankung soll ja angeblich nicht sehr stark sein was diese betrifft, allerdings scheint bei mir trotzdem so einiges möglich zu sein. Ich hatte schon Gelbkörperphasen die 17 Tage lang waren, manche allerdings nur 8. Das kommt zwar nicht häufig vor, aber es kommt vor.

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