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 Betreff des Beitrags: Pille ohne Leberhaken
BeitragVerfasst: 6. November 2012 19:30 
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hat sich gut eingelebt

Registriert: 17. Oktober 2012 19:35
Beiträge: 163
Bin auf einen seltsamen Artikel gestoßen:

http://www.swp.de/metzingen/lokales/erm ... 62,1680233

"Wenns gut geht, darf sie ein Kind austragen und unter Schmerzen zur Welt bringen, wenns schlecht läuft, muss sie ein Kind austragen und unter Schmerzen zur Welt bringen" *nichtallehaben*

"Durch den konstanten Hormonspiegel wird die Monatsblutung über Monate unterdrückt, und wenn dann die siebentägige Pause kommt, bekommen das die Eierstöcke gar nicht rechtzeitig mit." :shock: Die Überlistung der Eierstöcke.

Dann sollten wir mal alle durchgehend die Pille nehmen, am besten ganz ohne Pause *draufhau*

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 Betreff des Beitrags: Re: Pille ohne Leberhaken
BeitragVerfasst: 7. November 2012 11:01 
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Fingerwundschreiberin

Registriert: 8. August 2009 20:20
Beiträge: 851
NFP seit: Juli 2009
Aber die Pillenpause hat doch eigentlich eh keinen wirklichen Sinn... Sie soll den Frauen nur einen natürlichen Zyklus vorgaukeln. Wenn man schon die Pille nimmt, kann man sie auch durchnehmen, das ist doch dann auch egal und man hat den Vorteil nicht so oft zu bluten. Die paar Tage Pause entlasten den Körper eh nicht, sondern durch die Hormonschwankungen kriegen manche Frauen nur noch mehr Nebenwirkungen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Pille ohne Leberhaken
BeitragVerfasst: 7. November 2012 11:42 
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Ersthelferin a.D.

Registriert: 8. Januar 2009 14:07
Beiträge: 6890
Dass in Bezug auf Trombose eine Dauergabe der Hormone ohne Blutung als weniger gefährdend eingestuft wird, steht ja auch im Artikel.
Ursprünglich wurde die Pille auch ohne Entzugblutung angedacht, da aber das den Frauen damals als unnatürlich erschien, keine Blutung zu haben, wurde diese zur psychologisch besseren Vermarktung eingeführt.
Aber der Artikel ist wirklich mehr als grottig. :mrgreen:

edit: Reingeklickt hab ich in den Thread, da ich eine Hausärztin hab, die auch Leber-Kuren anbietet unter dem Hinweis „besonders geeignet nach längeren Hormongaben“. Als ich sie drauf ansprach, ob das für mich nicht in Frage käme, weil ich diePille grad abgesetzt häätte, hat sie mich nur verwirrt angeguckt. Dass ich die Pille abgesetzt hätte, wäre doch nicht relevant für den Körper.
Manchmal frag ich mich immer noch, wie der Zustand meiner Leber eigentlich ist und wie belastend die Pille für sie ist.

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 Betreff des Beitrags: Re: Pille ohne Leberhaken
BeitragVerfasst: 7. November 2012 12:53 
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Hochlagenjunkie

Registriert: 6. September 2011 14:36
Beiträge: 671
NFP seit: Dezember 2011
thoe hat geschrieben:
Dass in Bezug auf Trombose eine Dauergabe der Hormone ohne Blutung als weniger gefährdend eingestuft wird, steht ja auch im Artikel.


Thoe,wie praktisch, dass du dazu was schreibst, hatte gerade vor, dich deswegen anzusprechen, hoffe, dass OT ist hier ok*freunde* . Es ist also tatsächlich so, dass der LZZ Thrombosetechnisch günstiger ist? Einerseits erscheint mir das total logisch, wegen des monatlichen *Neuanfangs*, aber andererseits steigt ja durch den LZZ die Hormonkonzentration insgesamt, was sich ja wieder negativ auf´s Risiko auswirken müsste. Außerdem ist der LZZ ja bei den meisten Frauen nur mit Mikropillen mit 0,03 mg Ethinylestradiol zwischenblutungsfrei möglich, und da ist das Risiko- erstmal unabhängig vom Gestagen- im Vergleich zu Pillen mit 0,02 Ethinylestradiol um 40% höher.
Hast du zu dem Thema weitere Infos? Da ich ja wieder bei der Pille angekommen bin, würd mich das sehr interessieren.
*sonne*

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 Betreff des Beitrags: Re: Pille ohne Leberhaken
BeitragVerfasst: 7. November 2012 12:57 
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Moderatorin a. D.

Registriert: 23. Februar 2009 12:05
Beiträge: 7638
Wohnort: Berlin
NFP seit: 12/2008
thoe hat geschrieben:

edit: Reingeklickt hab ich in den Thread, da ich eine Hausärztin hab, die auch Leber-Kuren anbietet unter dem Hinweis „besonders geeignet nach längeren Hormongaben“. Als ich sie drauf ansprach, ob das für mich nicht in Frage käme, weil ich diePille grad abgesetzt häätte, hat sie mich nur verwirrt angeguckt. Dass ich die Pille abgesetzt hätte, wäre doch nicht relevant für den Körper.
Manchmal frag ich mich immer noch, wie der Zustand meiner Leber eigentlich ist und wie belastend die Pille für sie ist.

Wie? Sie bietet das für "nach längeren Hormongaben an", ist sich aber nicht im Klaren darüber, dass die Pille eine Belastung für die Leber darstellt? Meine Leberwerte haben sich nach dem Absetzen wieder normalisiert, ich weiß aber nicht mehr, wie schnell das ging.

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 Betreff des Beitrags: Re: Pille ohne Leberhaken
BeitragVerfasst: 7. November 2012 13:06 
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Ersthelferin a.D.

Registriert: 8. Januar 2009 14:07
Beiträge: 6890
@brighteyes: das mit dem Tromboserisiko habe ich auf dem Verhütungskongress so aufgeschnappt (Aussage einer Ärztin, aber hab keine Studien oder so dazu), aber ich fand das auch durch den geschichtlichen Hintergrund eine logische Erklärung, dass wenn Pille, dann durchgehend. Da gibt es aber auch verschiedene Einschätzungen dazu.

@Holly: jau, ich hab mich damals auch ziemlich aufgeregt. Ich hab das als Stärkung meines Selbstbewusstseins gegenüber Ärzten genutzt und dass es wichtig ist, mich mit meinem Körper besser selbst und ganzheitlich auseinanderzusetzen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Pille ohne Leberhaken
BeitragVerfasst: 7. November 2012 14:25 
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hat sich gut eingelebt

Registriert: 9. Oktober 2009 12:02
Beiträge: 113
Wohnort: Ruhrgebiet
thoe hat geschrieben:
Manchmal frag ich mich immer noch, wie der Zustand meiner Leber eigentlich ist und wie belastend die Pille für sie ist.


Wie sich die Pille - in meinem Falle die 4,5-jährige Einnahme der Cerazette - auf meine Leber auswirkte habe ich schriftlich. Mir wurde die Gallenblase entfernt und im Zuge dessen auch eine Wucherung von der Leber. Der Befund des untersuchenden Labors: Leberzirrhose im fortgeschrittenen Stadium :shock: Bei der Nachkontrolle war der Arzt, der operiert hatte, ob dieses Befunds total perplex. Die Leber hätte doch gut ausgesehen..... Auf Nachfragen kam heraus: dem Labor ist nicht richtig übermittelt worden, dass es sich "nur" um eine Wucherung an Leber handelte, sondern ist davon ausgegangen, dass es ein repräsentatives Stück Lebergewebe gewesen sei. Die Diagnose lautete wie folgt: http://de.wikipedia.org/wiki/Fokale_nod ... yperplasie (Quelle: Wikipedia). Ob sich diese Wucherung mein Leben lang gutartig verhalten würde konnte mir niemand sagen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Pille ohne Leberhaken
BeitragVerfasst: 7. November 2012 14:42 
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NFP-Guru

Registriert: 28. März 2010 22:17
Beiträge: 2558
Furchtbar reißerisch dieser Artikel.
Da wird einem schlecht wenn man sich mit dem Thema auskennt.

Man trägt einfach mal die Unwissenheit von einer Generation in die nächste... dabei könnten die Menschen viel aufgeklärter sein und das nicht nur beim Thema Verhütung.

Es ist eine Schande was manche Redakteure veröffentlichen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Pille ohne Leberhaken
BeitragVerfasst: 7. November 2012 22:44 
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NFP-Gräfin

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Beiträge: 3548
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NFP seit: August 2008
brighteyes hat geschrieben:
thoe hat geschrieben:
Dass in Bezug auf Trombose eine Dauergabe der Hormone ohne Blutung als weniger gefährdend eingestuft wird, steht ja auch im Artikel.


Thoe,wie praktisch, dass du dazu was schreibst, hatte gerade vor, dich deswegen anzusprechen, hoffe, dass OT ist hier ok*freunde* . Es ist also tatsächlich so, dass der LZZ Thrombosetechnisch günstiger ist? Einerseits erscheint mir das total logisch, wegen des monatlichen *Neuanfangs*, aber andererseits steigt ja durch den LZZ die Hormonkonzentration insgesamt, was sich ja wieder negativ auf´s Risiko auswirken müsste. Außerdem ist der LZZ ja bei den meisten Frauen nur mit Mikropillen mit 0,03 mg Ethinylestradiol zwischenblutungsfrei möglich, und da ist das Risiko- erstmal unabhängig vom Gestagen- im Vergleich zu Pillen mit 0,02 Ethinylestradiol um 40% höher.
Hast du zu dem Thema weitere Infos? Da ich ja wieder bei der Pille angekommen bin, würd mich das sehr interessieren.
*sonne*


Soweit ich weiß, ist der LZZ mit jeder Mikropille erst mal möglich. Das Gestagen ist wohl sogar bedeutender.

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 Betreff des Beitrags: Re: Pille ohne Leberhaken
BeitragVerfasst: 7. November 2012 22:51 
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NFP-Guru

Registriert: 28. März 2010 22:17
Beiträge: 2558
Beim LZZ nehmen die Blutungen allerdings auch kontinuierlich ab.

Es gibt auch die Möglichkeit das Präparat zu wechseln, wenn man unter dem aktuellen keine ausreichende Blutungsstabilität hat.

Außerdem bestimmt das auch das Gestagen mit. Dienogest ist von der Blutungsstabilität her das geeignetste Gestagen. Obwohl alle Micropillen prinzipiell geeignet sind.

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 Betreff des Beitrags: Re: Pille ohne Leberhaken
BeitragVerfasst: 8. November 2012 13:47 
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Hochlagenjunkie

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ich kann nur sagen, dass meine leberwerte nach 3,5 jahren pilleeinnahme plötzlich drastisch nach oben schossen (normwerte unter 40, ich hatte über 550) und sofort nach absetzen der pille fielen.

alle anderen möglichen ursachen wurden mehrmals ausgeschlossen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Pille ohne Leberhaken
BeitragVerfasst: 8. November 2012 15:55 
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Hochlagenjunkie

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Beiträge: 671
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Miriam1984 hat geschrieben:
Soweit ich weiß, ist der LZZ mit jeder Mikropille erst mal möglich. Das Gestagen ist wohl sogar bedeutender.


Ja, prinzipiell stimmt das, ich kriege aber bei einer 0,02 mg-Dosierung schon im zweiten (LZ-)Zyklus Blutungen. Und eine Mikropille mit 0,02 Ethinylestradiol+ Dienogest als blutungsstabiles Gestagen gibt´s ja leider nicht.
*sonne*

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 Betreff des Beitrags: Re: Pille ohne Leberhaken
BeitragVerfasst: 8. November 2012 16:07 
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NFP-Guru

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Beiträge: 2558
Möglich wäre es aber. Dienogest wird in der Endometriosetherapie ja auch ganz ohne Etinylestradiol (oder andere Östrogene) angewendet.

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 Betreff des Beitrags: Re: Pille ohne Leberhaken
BeitragVerfasst: 8. November 2012 23:09 
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hat sich gut eingelebt

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Alana hat geschrieben:
Möglich wäre es aber. Dienogest wird in der Endometriosetherapie ja auch ganz ohne Etinylestradiol (oder andere Östrogene) angewendet.


Ich weiß, dass ist ziemlich OT, aber ich habe trotz 0,03 mg Ethinylestradiol + 2 mg Dienogest Schmierblutungen bis hin zu starken Zwischenblutungen (im LZZ wegen Endometriose seit Ende August) - wie lässt sich das erklären, eigentlich dürfte die Schleimhaut im LZZ doch gar nicht so stark aufgebaut sein, dass es stark bluten kann. Mein Endo-Arzt meinte nur: "Das kann passieren..."

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Nach drei glücklichen NFP Jahren nun leider wegen Endometriose die Maxim im LZZ. Trotzdem hier, weils so schön ist *sonne*


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 Betreff des Beitrags: Re: Pille ohne Leberhaken
BeitragVerfasst: 8. November 2012 23:14 
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NFP-Gräfin

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Na toll, sehr hilfreich von ihm. Vielleicht ist Dienogest bei dir auch das falsche.

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