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 Betreff des Beitrags: Re: Chlormadinon
BeitragVerfasst: 31. August 2012 03:05 
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Beiträge: 39
Also erst einmal, liebe Pelikan, ich würde dir unbedingt raten, deine Gynäkologin viel mehr zu fragen, was und warum und weshalb sie bestimmte Dinge meint und anordnet! Ich weiß, das ist manchmal nicht leicht, aber das muss man lernen, sich zu trauen! Ganz wichtig! Schließlich ist es DEIN Körper und DEINE Gesundheit und DU bist es, die dann mit lauter Fragen, Grübeln, Verunsicherung dasteht! Das muss man sich wirklich grundsätzlich bei Ärzten angewöhnen, auch wenn es anfangs schwer ist. Du hast ein Recht darauf, genau zu verstehen, was mit DEINEM Körper warum gemacht werden soll bzw. nicht soll!

Ich finde es, jetzt nach deinen weiteren Informationen, nämlich noch unverständlicher, warum du Chlormadinon nehmen sollst! Deine letzten 5 Zyklen vor CM waren, was die Länge betrifft, völlig im Normalbereich. Insgesamt gesehen sind die 7 von dir angegebenen Zyklen auf keinen Fall zu kurz, sondern wenn, dann manche etwas zu lang (so wie du ja auch anfangs schriebst). Du kannst, nebenbei gesagt, auch davon ausgehen, dass deine Eisprünge in diesen Zyklen eher später als früher stattfanden, (vorausgesetzt es fanden Eisprünge statt).
Dir da ein Gestagen zu geben, kann ich nicht nachvollziehen, denn Gestagen fehlt dir sicher nicht, auf jeden Fall nicht allein. Eher fehlt dir wahrscheinlich Östrogen oder dann beides, aber nicht alleine Gestagen.
Dass du jetzt, unter CM, schon immer am 24. Tag deine Regel bekommst, bedeutet ja, dass du einen 23-Tage-Zyklus hast und das ist zu kurz, zumal du offenbar natürlicherweise nie zu kurzen Zyklen geneigt hast, sondern eher zu längeren! Und umso erstaunlicher, obwohl du ein starkes synthetisches Gestagen nimmst, bekommst du, ohne es abzusetzen, am 24. Tag deine Regel! Also, mMn ist das keine optimale Therapie, um es mal vorsichtig auszudrücken! Aber gut, ich bin keine Gynäkologin, deshalb würde es mich auch total interessieren, welche Gründe deine Gyn für dieses Vorgehen hat, denn sie hat sich sicher was dabei gedacht!

Du schreibst, dass deine Gyn zu viele männliche Hormone bei dir vermutet hat, noch bevor sie den Bluttest gemacht hat. Dann musst du doch auch noch andere Symptome haben, denn irgendwoher muss sie ja diese Vermutung haben! Chlormadinon hat eine antiandrogene Wirkung - vermutlich hat sie das auch deshalb verordnet. Hast du vielleicht Haarausfall oder Akne oder starke Körperbehaarung - das wären z.B. Symptome für zu viele männliche Hormone bei Frauen. Wenn dir da selbst echt nichts einfällt, würde ich die Gyn unbedingt löchern mit Fragen, weshalb sie diese Vermutung bei dir hat! Und frage sie unbedingt, was bei den Blutwerten herausgekommen ist! Ich würde mir die Ergebnisse auch immer kopieren lassen (das ist heutzutage normal und machen viele Patienten), denn dann hat man selbst auch einen Überblick und kann sich das jederzeit zu Hause noch mal in Ruhe anschauen, auch wenn man mal woanders (z.B. im Internet) eine Meinung einholt.

Mich würde noch interessieren, wie alt du bist.

LG Freesie


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 Betreff des Beitrags: Re: Chlormadinon
BeitragVerfasst: 31. August 2012 07:47 
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NFP-Prinzessin

Registriert: 16. August 2005 23:04
Beiträge: 5884
freesie, bitte schreib keine Dinge, bei denen du dir unsicher bist, ob sie stimmen :/.
23 Tage sind nicht zu kurz, 23 Tage ist eine normale Zykluslänge.
Auf der ersten Seite hast du geschrieben, dass sich der Zyklus "irgendwann stabilisieren würde" - was ja gerade nicht der Fall ist. Durch künstliche Hormone wird er ja nur unterdrückt und wird nach dem Absetzen voraussichtlich völlig anders verlaufen und eher durcheinandergebracht als stabilisiert.
FÄ/FA vermuten zu viele männliche Hormone in der Regel einfach aus dem Grund, dass der Zyklus länger als 28 Tage dauert. Wenn die Patientin dann noch jammert, dass der Zyklus ihr nicht regelmäßig genug ist, dann wird das Problem natürlich mit Hormonen "behoben".


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 Betreff des Beitrags: Re: Chlormadinon
BeitragVerfasst: 31. August 2012 09:28 
Hallo Pelikan,

ich finde es sehr seltsam, dass du noch während der Einnahme des Gestagens eine Blutung bekommst. Eigentlich sollte die Blutung als Hormonentzugsblutung einsetzten, wenn du die Tabletten absetzt. Bei dir passiert das ja schon davor.

In der Packungsbeilage steht, dass die häufigste Nebenwirkung unter Chlormadinon Zwischenblutungen sind. Vielleicht ist das, was du regelmäßig am 9ten Tag der Einnahme bekommst, weder eine Hormonentzugsblutung noch eine Menstruation sondern eine Zwischenblutung als Nebenwirkung von Chlormadinon.

Bitte sprich mit deine Ärztin ab, ob du das Chlormadinon aus einem medizinischen Grund nimmst oder tatsächlich nur weil sie dir etwas gegen "unregelmäßige" Blutungen verschreiben wollte (vielleicht auch basierend auf einem Missverständnis). Falls letzteres setzte das Zeug einfach mal ab und schau was dein Körper dann macht. Denn das ist ja für NFP das entscheidende und nicht, was dein Körper unter Chlormadinon tut.

Viele Grüße
Marie


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 Betreff des Beitrags: Re: Chlormadinon
BeitragVerfasst: 31. August 2012 12:28 
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neu hier

Registriert: 23. August 2012 11:25
Beiträge: 20
NFP seit: 08/2012
Danke für eure Hinweise!

Ich hab inzwischen meine Blutwerte angefordert, die bekomm ich nächste Woche. Und einen Termin bei meiner FÄ hab ich auch, allerdings erst in 3 Wochen, da sie noch im Urlaub ist.

freesie hat geschrieben:
Du schreibst, dass deine Gyn zu viele männliche Hormone bei dir vermutet hat, noch bevor sie den Bluttest gemacht hat. Dann musst du doch auch noch andere Symptome haben, denn irgendwoher muss sie ja diese Vermutung haben! Chlormadinon hat eine antiandrogene Wirkung - vermutlich hat sie das auch deshalb verordnet. Hast du vielleicht Haarausfall oder Akne oder starke Körperbehaarung - das wären z.B. Symptome für zu viele männliche Hormone bei Frauen.


Ja, die Symptome waren bei mir ansatzweise vorhanden. Nicht in extremer Ausprägung und verändert hat sich da kaum was seit der Einnahme von Chlormadinon, aber das war tatsächlich Auslöser für die Vermutung. Blöderweise weiß ich nicht mehr, ob das Blutbild diesen Verdacht bestätigt hatte oder nicht. Aber ich bekomm ja dann die Blutwerte, mal schauen, ob ich alleine daraus schlau werd...

Marie36 hat geschrieben:
In der Packungsbeilage steht, dass die häufigste Nebenwirkung unter Chlormadinon Zwischenblutungen sind. Vielleicht ist das, was du regelmäßig am 9ten Tag der Einnahme bekommst, weder eine Hormonentzugsblutung noch eine Menstruation sondern eine Zwischenblutung als Nebenwirkung von Chlormadinon.


Aber dann hätte ich ja gar keine wirkliche Menstruation mehr?? Würde das dann heißen, dass gar kein wirklicher ES stattfindet, sondern meinem Körper da irgendwo davor schon die Signale zum Gewebeabbau und -ausscheiden gegeben werden?

Hat Chlormadinon überhaupt therapeutischen Nutzen oder ist es bloß ein Ersatzstoff, der nur wirkt, solange man ihn nimmt und wenn man ihn absetzt, hat man die gleichen Probleme wieder? Dann leb ich lieber mit den Problemen, anstatt ständig auf Pseudohormone angewiesen zu sein.........


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 Betreff des Beitrags: Re: Chlormadinon
BeitragVerfasst: 31. August 2012 13:42 
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Registriert: 29. März 2011 22:54
Beiträge: 39
Estreya hat geschrieben:
freesie, bitte schreib keine Dinge, bei denen du dir unsicher bist, ob sie stimmen :/.
23 Tage sind nicht zu kurz, 23 Tage ist eine normale Zykluslänge.

@estreya: Ich bin mir nicht unsicher, ob das stimmt, was ich schrieb! Im übrigen kann jede Leserin hier selbst einschätzen, als wie "sicher" sie die Beiträge der anderen hier einschätzt!
Ein Zyklus unter 25 Tage Länge wird in der Gynäkologie als "zu kurz" definiert! Wenn eine Frau natürlicherweise immer einen recht kurzen Zyklus hat oder auch mal ab und zu ein kürzerer Zyklus auftaucht, kann man vielleicht sagen: Das ist halt bei dieser Frau normal. Aber Pelikan hatte ja naürlicherweise keinen einzigen "kurzen" Zyklus - insofern ist ein ständiger 23-Tage-Zyklus bei ihr doppelt "unnormal"!

Zitat:
Auf der ersten Seite hast du geschrieben, dass sich der Zyklus "irgendwann stabilisieren würde" - was ja gerade nicht der Fall ist. Durch künstliche Hormone wird er ja nur unterdrückt und wird nach dem Absetzen voraussichtlich völlig anders verlaufen und eher durcheinandergebracht als stabilisiert.

Auch wenn ich keineswegs für die "Pille zur Zyklusregulation" bin, funktioniert es trotzdem oft, dass die Pille den Zyklus reguliert! Ich selbst hatte als junge Frau auch ausschließlich extrem lange Zyklen, oft zwischen 6-8 Wochen Länge, nie einen 28-Tage Zyklus. Auch mir wurde damals als einzige Möglichkeit der Zyklus-Regulation künstliche Hormone empfohlen, was ich ablehnte. Irgendwann habe ich aus Verhütungsgründen mit der Pille begonnen. Nach über 10 Jahren Pilleneinnahme setzte ich sie ab und hatte vom ersten PP-Zyklus an einen Bilderbuchzyklus, wie er nicht schöner hätte sein können! Die Zykluslänge, als auch sämtliche Zeichen und Symptome waren super deutlich zu beobachten und liefen mustergültig ab! Solche Zyklen hatte ich NIE vor der jahrelangen Pilleneinnahme!

Zitat:
FÄ/FA vermuten zu viele männliche Hormone in der Regel einfach aus dem Grund, dass der Zyklus länger als 28 Tage dauert. Wenn die Patientin dann noch jammert, dass der Zyklus ihr nicht regelmäßig genug ist, dann wird das Problem natürlich mit Hormonen "behoben".

Das finde ich, ist ein ziemlich pauschales Statement! Denn der übliche Grund für einen verlängerten Zyklus sind auch für Gyn‘s normalerweise nicht "zu viele männliche Hormone". Und wie man jetzt sieht (auf meine Nachfrage), gab es bei Pelikan auch noch andere Symptome für diese Vermutung!


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 Betreff des Beitrags: Re: Chlormadinon
BeitragVerfasst: 31. August 2012 13:50 
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Kurven-Rätslerin

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Beiträge: 470
freesie hat geschrieben:
Auch wenn ich keineswegs für die "Pille zur Zyklusregulation" bin, funktioniert es trotzdem oft, dass die Pille den Zyklus reguliert! Ich selbst hatte als junge Frau auch ausschließlich extrem lange Zyklen, oft zwischen 6-8 Wochen Länge, nie einen 28-Tage Zyklus. Auch mir wurde damals als einzige Möglichkeit der Zyklus-Regulation künstliche Hormone empfohlen, was ich ablehnte. Irgendwann habe ich aus Verhütungsgründen mit der Pille begonnen. Nach über 10 Jahren Pilleneinnahme setzte ich sie ab und hatte vom ersten PP-Zyklus an einen Bilderbuchzyklus, wie er nicht schöner hätte sein können! Die Zykluslänge, als auch sämtliche Zeichen und Symptome waren super deutlich zu beobachten und liefen mustergültig ab! Solche Zyklen hatte ich NIE vor der jahrelangen Pilleneinnahme!

Hm, aus dem Text geht jetzt nicht ganz hervor, in welchem Alter Du mit der Pille begonnen hast.

Ja, ich hatte vor der Pille auch unmögliche Zyklen. Schwankend zwischen irgendwas um die 20 bis hoch zu 70-90 Tagen. Dann habe ich ebenfalls zu Verhütungszwecken angefangen, die Pille zu nehmen. Da war ich allerdings 15 und mein Zyklus und Körper noch weit davon entfernt, sich natürlich eingependelt zu haben.
Ich hatte auch sofort nach der Pille Bilderbuchzyklen. Ich kann bis auf ganz wenige Ausreißer meine Uhr danach stellen. PostPill war ich dann auch schon 27. Dennoch behaupte ich mal ganz frech, dass nicht die Pille sich positiv auf mein regelmäßiges Zyklusgeschehen ausgewirkt hat sondern bin im Gegenteil dafür dankbar, dass es mein Körper offenbar trotz 12 Jahren Pille (und 12 Jahren ohne Zyklus!) auf die Reihe gekriegt hat, einen normalen Zyklus zu entwickeln.

Die Pille kann in meinen Augen nicht unterstützend auf einen normalen (natürlichen) Zyklus einwirken, weil sie den natürlichen Zyklus schlicht und ergreifend unterdrückt.

PS: Hoffe, Du fühlst Dich nicht angegriffen, das ist nämlich nicht meine Absicht *freunde*

_________________
LadyS mit Pixeline (02/14) an der Hand und Knödelchen (07/16) auf dem Arm *heartbeat*


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 Betreff des Beitrags: Re: Chlormadinon
BeitragVerfasst: 31. August 2012 14:03 
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Kurven-Rätslerin

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Wichtig zu erwähnen finde ich auch noch, dass, wenn deine Frauenärztin eine Hormonstörung vermutet, du wahrscheinlich besser bei einem Endokrinologen aufgehoben bist als bei einem Gynäkologen. Finde es erschreckend, wie sie da auf gut Glück an dir rumdoktert. Zuallererst musst du doch mal wissen, woher deine Beschwerden kommen *hä*

Und auch wenn Chlormadinon ähnlich wie Progesteron ist, wirkt es sich doch nicht gleich auf den Zyklus aus. Natürliches Progesteron zum Beispiel ist nach erfolgter abgeschlossener Auswertung durchaus NFP-tauglich anwendbar ;)

Edit:Schreibfehler

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 Betreff des Beitrags: Re: Chlormadinon
BeitragVerfasst: 31. August 2012 14:44 
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Zitat:
Hm, aus dem Text geht jetzt nicht ganz hervor, in welchem Alter Du mit der Pille begonnen hast.

Mit 19 Jahren war das.

Zitat:
Dennoch behaupte ich mal ganz frech, dass nicht die Pille sich positiv auf mein regelmäßiges Zyklusgeschehen ausgewirkt hat sondern bin im Gegenteil dafür dankbar, dass es mein Körper offenbar trotz 12 Jahren Pille (und 12 Jahren ohne Zyklus!) auf die Reihe gekriegt hat, einen normalen Zyklus zu entwickeln.

Die Pille kann in meinen Augen nicht unterstützend auf einen normalen (natürlichen) Zyklus einwirken, weil sie den natürlichen Zyklus schlicht und ergreifend unterdrückt.

Ja, klar unterdrückt die Pille den natürlichen Zyklus. Und ja, man kann es auch so sehen, wie du. Ich hatte diesen Gedanken natürlich auch.
Aber ich denke, offenbar funktioniert das mit der Pille und der Zyklusregulation irgendwie dennoch, sonst würden die Gyn's das nicht so häufig empfehlen! Wenn es nur selten oder nie, offenbar auch bei kürzerer Einnahmedauer der Pille, funktionieren würde, wäre es garantiert nicht das Mittel der Wahl! Ich schätze, das können die Mediziner sich selbst nicht erklären, wieso ein jahrelanger unregelmäßiger Zyklus nach längerer Pilleneinnahme dann, nach Absetzen der Pille, regelmäßig ist.

@LadyS: Nein, ich fühle mich von dir nicht angegriffen. Ich finde deinen Beitrag differenziert und denke ähnlich wie du. Mich nervt manchmal diese undifferenzierte Polarisierung, wo alles, was "künstliche Hormone" sind oder "schulmedizinisch" generell verteufelt wird und alles "natürliche" grundsätzlich "gut und richtig" ist. So einfach ist die Welt eben leider nicht!


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 Betreff des Beitrags: Re: Chlormadinon
BeitragVerfasst: 31. August 2012 14:49 
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freesie hat geschrieben:
Aber ich denke, offenbar funktioniert das mit der Pille und der Zyklusregulation irgendwie dennoch, sonst würden die Gyn's das nicht so häufig empfehlen! Wenn es nur selten oder nie, offenbar auch bei kürzerer Einnahmedauer der Pille, funktionieren würde, wäre es garantiert nicht das Mittel der Wahl! Ich schätze, das können die Mediziner sich selbst nicht erklären, wieso ein jahrelanger unregelmäßiger Zyklus nach längerer Pilleneinnahme dann, nach Absetzen der Pille, regelmäßig ist.

Die Chance liegt bei 50%, nachzulesen in NFP heute (ob in n&s weiß ich grad nicht).
Bei Dir und anderen mag das mit dem Regulieren hingehauen haben, andere haben nach der Pille (und das auch bei kürzeren Einnahmeintervallen) jetzt immense Probleme, sehr lange (insbesondere in den ersten 3, manchmal bis zu 1,5 Jahre-lange!) oder unregelmäßige Zyklen.
Warum die Pille das Mittel der Wahl ist, mag an anderen Dingen liegen. Darüber wurde im Forum an anderer Stelle auch schon genug geschrieben.

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Zuletzt geändert von thoe am 31. August 2012 14:50, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Chlormadinon
BeitragVerfasst: 31. August 2012 14:49 
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freesie hat geschrieben:
Aber ich denke, offenbar funktioniert das mit der Pille und der Zyklusregulation irgendwie dennoch, sonst würden die Gyn's das nicht so häufig empfehlen!

Soweit ich weiß, funktioniert es nur dahingehend, dass Frauen, die PCO(S?) haben, in den ersten ! Zyklen nach der Pille noch recht regelmäßige Zyklen aufweisen. Diese Wirkung lässt aber nach.

Eine Studie, die Du hier auch im Forum findest, besagt, dass die Nachwirkungen der Pillenhormone nach neun Zyklen nicht mehr nachweisbar sind. Man erreicht damit keine langfristige Regulierung des Körpers.

Und das Argument, dass es helfen _muss_, weil es so viele Gyns anwenden, ist für mich nicht haltbar. Eine Handlungsweise sagt noch nichts über die Wirksamkeit aus. Auch unter den o.a. Gesichtspunkten.

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 Betreff des Beitrags: Re: Chlormadinon
BeitragVerfasst: 31. August 2012 14:55 
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Regenbogen hat geschrieben:
die Nachwirkungen der Pillenhormone nach neun Zyklen nicht mehr nachweisbar sind

soweit ich weiß, nur die Hormone an sich sind nicht mehr nachweisbar (überall eingelagert etc) - Frauen haben doch oft sehr viel länger unter den Nebenwirkungen zu leiden. zB wie Schilddrüsenprobleme oder Depressionen, die gehn ja nicht einfach weg.

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 Betreff des Beitrags: Re: Chlormadinon
BeitragVerfasst: 31. August 2012 14:59 
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thoe hat geschrieben:
Regenbogen hat geschrieben:
die Nachwirkungen der Pillenhormone nach neun Zyklen nicht mehr nachweisbar sind

soweit ich weiß, nur die Hormone an sich sind nicht mehr nachweisbar (überall eingelagert etc) - Frauen haben doch oft sehr viel länger unter den Nebenwirkungen zu leiden. zB wie Schilddrüsenprobleme oder Depressionen, die gehn ja nicht einfach weg.

Die Auswirkungen auf den Zyklus, und um die ging es mir hier :) , sind aber nach mehr als neun Zyklen nicht mehr nachweisbar. Dissertation zum Thema.

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 Betreff des Beitrags: Re: Chlormadinon
BeitragVerfasst: 31. August 2012 15:00 
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Ersthelferin a.D.

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Achso :) Danke für den Link.

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 Betreff des Beitrags: Re: Chlormadinon
BeitragVerfasst: 31. August 2012 15:28 
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NFP-Prinzessin

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Gynäkologisch normale Zyklen sind 23-35 (manchmal auch mit 36 Tagen angegeben) Tage lang. Den Rest haben die anderen ja bereits erklärt. Die Pille reguliert den Zyklus in keinem Fall, er schaltet ihn aus.


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 Betreff des Beitrags: Re: Chlormadinon
BeitragVerfasst: 31. August 2012 16:11 
Pelikan hat geschrieben:
Aber dann hätte ich ja gar keine wirkliche Menstruation mehr?? Würde das dann heißen, dass gar kein wirklicher ES stattfindet, sondern meinem Körper da irgendwo davor schon die Signale zum Gewebeabbau und -ausscheiden gegeben werden?

Ich halte es zumindest für wahrscheinlich, dass es so ist.

Pelikan hat geschrieben:
Hat Chlormadinon überhaupt therapeutischen Nutzen oder ist es bloß ein Ersatzstoff, der nur wirkt, solange man ihn nimmt und wenn man ihn absetzt, hat man die gleichen Probleme wieder?

Das kommt jetzt darauf an, was du als "therapeutischen Nutzen" siehst. Insulin hat für Diabetiker therapeutischen Nutzen, trotzdem werden sie vermutlich nie ohne leben können.
Wenn während der Hormonersatztherapie in den Wechseljahren Tumore in der Gebärmutter durch ein Ausscheiden der Gebärmutterschleimhaut verhindert werden können, würde ich das auch als therapeutischen Nutzen sehen. Wenn das Medikament die Symptome zu vieler männlicher Hormone unterdrückt ist das für jede Frau die daran leidet ein enormer therapeutischer Nutzen. Aber so wie ich dich verstanden habe hattest du da keinen großen Leidensdruck oder Chlormadinon hat dir keine Besserung gebracht.

Zur Zyklusregulation:
Bei einem extrem langen Zyklus eine Blutung auszulösen um den Körper "zurück zu setzen" kann gerade bei PCOs/Kinderwunsch dazu führen, dass im nächsten Zyklus ein Eisprung stattfindet. So gesehen hilft das Gestagen in diesem Fall, dass der Körper das mit dem Eisprung in den Griff bekommt. Als Daueranwendung wird aber nur eine künstliche regelmäßige Blutung erzeugt, die nichts mit dem natürlichen Zyklus zu tun hat. Ich vermute, dass das nicht das ist, was du dir unter therapeutischem Nutzen vorstellst.


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