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 Betreff des Beitrags: Re: Beschneidungsdebatte
BeitragVerfasst: 22. August 2012 19:04 
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Fingerwundschreiberin

Registriert: 1. Februar 2009 14:54
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Danke fürs Einfügen der Triggerwarnung, Akelei & Tuscany. *freunde* Den Hinweis, der vorher da war, hatte ich schlicht und einfach überlesen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Beschneidungsdebatte
BeitragVerfasst: 22. August 2012 21:52 
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NFP-Gräfin

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Beiträge: 4146
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NFP seit: 1989-2008
Ja, ist wirklich besser so *sonne*

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Tuscany, neurodivers , 60, mit Mann und 4 erwachsenen Kindern, seit 2009 ohne Eierstöcke, Brustkrebs 08 und 25


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 Betreff des Beitrags: Re: Beschneidungsdebatte
BeitragVerfasst: 23. August 2012 19:33 
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NFP-Gräfin

Registriert: 31. Dezember 2006 22:35
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Wohnort: Mittelfranken
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Ethikrat spricht sich für Beschneidung aus.

...es soll die Möglichkeit der Betäubung geben. Was heißt das? man kann...vielleicht?

Ich finde es traurig, dass da eingeknickt wurde.
Meiner Meinung nach darf das Kindswohl nie hinter irgendwelchen Interessen und auch nicht hinter denen der Eltern zurückstehen.
Die Integrität von Kindern muß geachtet werden, meine ich.

LG

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Tuscany, neurodivers , 60, mit Mann und 4 erwachsenen Kindern, seit 2009 ohne Eierstöcke, Brustkrebs 08 und 25


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 Betreff des Beitrags: Re: Beschneidungsdebatte
BeitragVerfasst: 23. August 2012 20:03 
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NFP-Guru

Registriert: 28. März 2010 22:17
Beiträge: 2558
Wenn ich sowas lese wird mir wirklich anders... wem hat man nicht schon alles das Schmerzempfinden abgesprochen obwohl man es später widerlegen konnte?

Wer hätte denn mehr ein Recht auf eine Betäubung als ein wehrloses Kind ? Auch Neugeborene haben ein Schmerzempfinden. Niemand kann mir etwas anderes erzählen. Schmerzen an den Geschlechtsorganen aushalten zu müssen, ohne sich wehren zu können, ohne zu verstehen was da passiert, empfinde ich als eine solche Grausamkeit, dass ich nicht verstehe wie irgendjemand das seinem eigenen Kind zumuten kann.

Außerdem gibt es diverse Hinweise darauf, dass traumatische Erlebnisse in einem Alter vor der entsprechenen Sprachentwicklung deutlich schwerer zu verarbeiten sind.


Ich kann mir nichts vorstellen, das diesen Eingriff rechtfertigt, wenn er nicht medizinisch notwendig oder vom Betroffenen gewünscht ist.

_________________
Die Erde ist ein Nudelsieb


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 Betreff des Beitrags: Re: Beschneidungsdebatte
BeitragVerfasst: 23. August 2012 22:30 
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Kurven-Rätslerin

Registriert: 22. Februar 2011 12:53
Beiträge: 270
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Alana hat geschrieben:
Wenn ich sowas lese wird mir wirklich anders... wem hat man nicht schon alles das Schmerzempfinden abgesprochen obwohl man es später widerlegen konnte?

Wer hätte denn mehr ein Recht auf eine Betäubung als ein wehrloses Kind ? Auch Neugeborene haben ein Schmerzempfinden. Niemand kann mir etwas anderes erzählen. Schmerzen an den Geschlechtsorganen aushalten zu müssen, ohne sich wehren zu können, ohne zu verstehen was da passiert, empfinde ich als eine solche Grausamkeit, dass ich nicht verstehe wie irgendjemand das seinem eigenen Kind zumuten kann.

Außerdem gibt es diverse Hinweise darauf, dass traumatische Erlebnisse in einem Alter vor der entsprechenen Sprachentwicklung deutlich schwerer zu verarbeiten sind.


Ich kann mir nichts vorstellen, das diesen Eingriff rechtfertigt, wenn er nicht medizinisch notwendig oder vom Betroffenen gewünscht ist.


Ich kann hier nur zustimmen. Und schaffen es doch sonst auch die körperliche Unvershrtheit über die Religionsfreiheit zu stellen, ich denke z.B. an die Transfusionsgabe bei den Zeugen Jehovas und man findet sicher noch mehr Beispiele.
Es macht mich sehr traurig :-( .

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Jenny mit tochter (´97), sohn (´98) Sommerkind (´11) ,geliebtem Sternenkind (18.SSW)und★(´14)
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 Betreff des Beitrags: Re: Beschneidungsdebatte
BeitragVerfasst: 24. August 2012 09:10 
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Kurven-Rätslerin

Registriert: 11. Dezember 2009 23:53
Beiträge: 450
Es würde wirklich viel helfen wenn die Eltern der Kinder- Religion hin oder her- sich gestatten würden ihr Gehirn einzuschalten. Aber leider ist das oft so- religiöse Riten stehen häufig über dem gesunden Menschenverstand. Der liebe Gott schlägt vermutlich über soviel menschliche Borniertheit die Hände überm Kopf zusammen. Und das sage ich als religiöser Mensch (der sich aber immer gestattet nachzudenken und alle Dogmen erstmal kritisch durchdenkt).

Wenn jemand "einfach so" sein Kind beschneiden lässt versteh ich das sowieso überhaupt gar nicht. Wie kann man so bescheuert sein? Spätestens jetzt, nachdem die Diskussion hochgekocht ist sollte sich jeder überlegen ob er gerne ein Skalpell an den Geschlechtsteilen hätte (ohne Betäubung!). Dass ein Baby keinen Schmerz verspüren soll- wer auf dieses schmale Brett gekommen ist würd mich mal interessieren. Auch hier: Bescheuert.

Was für ein Bullshit. Was die Ethikkommission da rausgehauen hat: *hä* Bedeutet das jetzt in irgendeiner Art und Weise eine Verbesserung für die Säuglinge?

Keiner will sich in die Nesseln setzen. :roll:

Gegen Traditionen anzugehen ist zäh, mühsam- manchmal unmöglich. Ich hoffe dass die Menschen anfangen nachzudenken über ihre Riten und dieselben überdenken und evtl. modifizieren. Was spräche denn dagegen nur noch eine symbolische Handlung zu vollziehen bei der der Säugling völlig unverletzt bliebe.

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Wer in sich ruht, muss niemandem etwas beweisen. Wer um seinen Wert weiß, braucht keine Bestätigung. Wer seine Größe kennt, lässt den anderen die ihre.

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 Betreff des Beitrags: Re: Beschneidungsdebatte
BeitragVerfasst: 24. August 2012 10:36 
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Moderatorin

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Es wurde schon ein paar Mal geschrieben hier und ich mache es jetzt noch einmal:
Es wäre wirklich schön, wenn hier darauf verzichtet werden könnte, Eltern, die eine Beschneidung vornehmen lassen zu unterstellen, sie hätten nicht nachgedacht, ihr Gehirn nicht eingeschaltet oder würden die Riten ihrer Religion nicht kritisch hinterfragen. Nur, weil jemand zu einem anderen Schluss kommt als dem, zu dem ihr zu kommen glaubt, wärt ihr in der gleichen Situation, heißt das noch lange nicht, dass dieser jemand nicht nachgedacht hat.

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Wir befinden uns im Jahr 50 nach der Pille. Ganz Deutschland ist von hormoneller Verhütung besetzt. Ganz Deutschland? Nein! Ein von unbeugsamen Frauen bevölkertes Forum hört nicht auf, der Pille Widerstand zu leisten! Und das Leben ist nicht leicht für die hormonellen Legionäre, die als Besatzung in den befestigten Lagern Frauenarztum, Hebammum und Apothekum liegen...
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 Betreff des Beitrags: Re: Beschneidungsdebatte
BeitragVerfasst: 24. August 2012 12:21 
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Kurven-Rätslerin

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Obwohl ich oben schon mal geschrieben habe, daß mich diese Entscheidung sehr traurig macht und ich die Entscheidung nicht nachvollziehen kann und niemals so etwas an meinem Kind machen lassen/machen würde, denke ich auch das man mit solchen Urteilen achtsam umgehen muss. Wir wissen gar nicht ob es nicht doch eine Debatte innerhalb der Religionsgemeinschaft gibt. Gerade im Falle eines so religionsbestimmenden Ritus würde diese Diskussion sicher nicht öffentlich und medial geführt werden. Vielleicht machen sich gerade (selbst beschnittene) Väter Gedanken darüber. Wir dürfen mMn auch nicht vergessen was eine Entscheidung dagegen bedeutet. Ich bringe noch einmal den Vergleich mit anderen Religionsgemeinschaften (Zeugen, Neuapostolen...) wie schmerzlich ist es für s.g. "Aussteiger" das sie alle Sozialkontakte, manchmal sogar ihre Familien, verlieren. Wenn diese Eltern sich gegen eine Beschneidung entscheiden verlieren sie nicht nur ihr soziales Umfeld sondern auch noch ihren Glauben. Das bedeutet einen Verlust eines grossen Teils ihrer Existenz.

Ich habe wirklich überlegt ob ich das abschicken soll, da ich mit der Entscheidung "pro" Beschneidung nicht einverstanden bin und auch die Petition unterschrieben habe. Ich bin noch immer der tiefen Überzeugung, daß das Recht auf körperl. Unversehrtheit (gerade von Kindern) über allem steht. Aber man darf es sich, glaube ich, auch nicht so einfach machen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Beschneidungsdebatte
BeitragVerfasst: 24. August 2012 12:38 
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NFP-Gräfin

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Hallo Ihr,

wenn das so ist, dass Eltern, die ihre Kinder nicht beschneiden lassen, Probleme in den Religionsgemeinschaften bekommen, bzw gar geächtet werden, stellt sich mir die Frage, was in diesen Religionsgemeinschaften abläuft.

Ich weiß dass es in vielen Religionsgemeinschaften so ist, dennoch finde ich das ganz schrecklich, wenn die Entscheidung für die Genitalverstümmelung bei Jungen aus Angst vor sozialen Einschnitten erfolgen würde.

Meiner Meinung a nach gehört das Ganze immer wieder hinterfragt, wie auch andere Fälle, wo das Kindswohl hinter den rechten anderer zurückstecken muß(z.B. Kontaktzwang von Kindern zu getrennten Eltern, auch wenn Gewalt stattfindet, ich meine Umgangsrecht um jeden Preis). Usw

Da ist noch viel zu tun.

LG

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Tuscany, neurodivers , 60, mit Mann und 4 erwachsenen Kindern, seit 2009 ohne Eierstöcke, Brustkrebs 08 und 25


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 Betreff des Beitrags: Re: Beschneidungsdebatte
BeitragVerfasst: 24. August 2012 12:42 
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Kurven-Rätslerin

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Tuscany hat geschrieben:
Hallo Ihr,

wenn das so ist, dass Eltern, die ihre Kinder nicht beschneiden lassen, Probleme in den Religionsgemeinschaften bekommen, bzw gar geächtet werden, stellt sich mir die Frage, was in diesen Religionsgemeinschaften abläuft.

Ich weiß dass es in vielen Religionsgemeinschaften so ist, dennoch finde ich das ganz schrecklich, wenn die Entscheidung für die Genitalverstümmelung bei Jungen aus Angst vor sozialen Einschnitten erfolgen würde.

Meiner Meinung a nach gehört das Ganze immer wieder hinterfragt, wie auch andere Fälle, wo das Kindswohl hinter den rechten anderer zurückstecken muß(z.B. Kontaktzwang von Kindern zu getrennten Eltern, auch wenn Gewalt stattfindet, ich meine Umgangsrecht um jeden Preis). Usw

Da ist noch viel zu tun.

LG


Da stimme ich absolut zu *zustimm*

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 Betreff des Beitrags: Re: Beschneidungsdebatte
BeitragVerfasst: 24. August 2012 21:50 
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NFP-Guru

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Fluffi hat geschrieben:
Es würde wirklich viel helfen wenn die Eltern der Kinder- Religion hin oder her- sich gestatten würden ihr Gehirn einzuschalten.


Nicht alle Eltern die ihre Söhne beschneiden lassen tun dies völlig unreflektiert. Ich bin mit dir einer Meinung, dass es nicht damit getan ist das mit der Religion zu begründen und es auf sich beruhen zu lassen.

Da sind noch viele Diskussionen nötig. Ich denke es trägt wenig zu einer guten Lösung der Problematik bei wenn man die betroffenen Eltern auf diese Art anfeindet. Auch wenn mir das schwer fällt es dir nicht gleich zu tun.

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 Betreff des Beitrags: Re: Beschneidungsdebatte
BeitragVerfasst: 25. August 2012 10:28 
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NFP-Prinzessin

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Ein Verbot würde aber auch einen Schutz für die Eltern bedeuten, die eigentlich keine Beschneidung durchführen wollen. So könnten sie ihre Entscheidung mit dem dt. Gesetz begründen und müssten sich nicht aktiv gegen ihre Religionsgemeinschaft stellen. Es gibt sicherlich viele Familien, die nur aus Druck der Religionsgemeinschaft beschneiden lassen (so wie die Taufe auch häufig nur gemacht wird, um keine Familienmitglieder vor den Kopf zu stoßen).


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 Betreff des Beitrags: Re: Beschneidungsdebatte
BeitragVerfasst: 25. August 2012 10:56 
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NFP-Gräfin

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Ja, in dem Sinne hätte ich ein Verbot auch begrüßt.
bei der Mädchenbeschneidung ist das ja auch teilweise so.

Ich verstehe auch nicht, wieso immer wieder behauptet wird, Jungenbeschneidung wäre mit der Mädchenbeschneidung nicht vergleichbar.
Es ist zum Beispiel auch die alleinige Beschneidung der Klitorisvorhaut (bei Mädchen)verboten.
Trotz Traditionen und möglicher Probleme im Umfeld der betroffenen Familien.

LG

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 Betreff des Beitrags: Re: Beschneidungsdebatte
BeitragVerfasst: 25. August 2012 15:28 
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NFP-Guru

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Tuscany hat geschrieben:
Ich verstehe auch nicht, wieso immer wieder behauptet wird, Jungenbeschneidung wäre mit der Mädchenbeschneidung nicht vergleichbar.


Das liegt wohl hauptsächlich daran, dass jeder negative Effekt auf das sexuelle Empfinden bei Männern abgestritten wird.
Man preist die positiven Effekte (längere Ausdauer, niedrigeres Risiko sich mit manchen sexuell übertragbaren Krankheiten anzustecken, schoneres Aussehen) an, während man die negativen als minimal oder nicht gegeben ansieht.

Und die gibt es nunmal auch.


Bei Mädchen streitet keiner eine Beeinträchtigung der Sexualität ab.

Warum das so ist? Vielliecht weil die betroffenen Männer sicher auch ein Problem mit ihrem Selbstverständnis hätten, wenn sie die Beschneidung als eine große Einschränkung und als übergriffig empfinden würden.

Die wenigen Männer denen es so geht lässt man ja gerne mal unter den Tisch fallen.

Ich bin ja froh, dass die weibliche Beschneidung inzwischen ein Thema ist bei dem man sich in Europa einig ist darüber, dass sie nie akzeptabel sein kann.

Deshalb finde ich den Vergleich auch unglücklich. Bei mir kommt da doch ein wenig die Sorge auf, ob dan nicht auch in Frage gestellt werden könnte wie schlimm die Beschneidung der weiblichen Genitalien ist.

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 Betreff des Beitrags: Re: Beschneidungsdebatte
BeitragVerfasst: 25. August 2012 18:57 
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Kurvenjunkie

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Beiträge: 1929
Fluffi hat geschrieben:
@Papillion: Dass die WHO Beschneidungen empfiehlt kann man so stehen lassen. Sie empfiehlt sie vielleicht nicht unter allen Umständen generell, aber nicht wegzureden ist: Die Weltgesundheitsorganisation hat eindeutig eine Empfehlung dafür ausgesprochen.
Darüber habe ich nicht schlecht gestaunt. Wie ist begründen sie das? Ich finde nur was über AIDS-Prävention. Ist das der (ganze) Grund?


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